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Auf den Inseln Jehovas Lobpreis verkündenDer Wachtturm 1977 | 1. Mai
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kurzer Zeit erscheint er wieder und bittet noch um vier Exemplare für seine Freunde. Er hat uns kaum verlassen, da ist er auch schon wieder und bittet um weitere fünf Bücher für andere seiner amigos. Das geschieht mehrmals an diesem Nachmittag, und wir glauben, daß der erste Tag im Königreichsdienst auf dieser Insel wirklich ein guter Start gewesen ist, denn wir haben bereits einen Helfer, der bemüht ist, die Wahrheit des Wortes Gottes zu verbreiten.
Wie sehr die „Inseln nach Hilfe rufen“, zeigt sich erneut, als wir die Stadt Velas besuchen. Als ich mich an einer Tür vorstelle, sagt der Mann: „Auf Ihren Besuch habe ich schon lange gewartet. Ich lese täglich in der Bibel, und ich wußte, daß Jünger Jesu Christi eines Tages an meine Tür kommen würden, weil die Bibel sagt, daß sie in den letzten Tagen ein solches Werk durchführen.“ Natürlich entsteht eine interessante Unterhaltung, und ich kann ein Heimbibelstudium beginnen. Der Mann lädt mich zum Essen ein, doch das habe ich selbst mitgebracht. Später am Nachmittag treffen wir uns wieder, und diesmal hat er einen großen Sack Orangen bei sich und sagt zu mir: „Sie konnten meine Einladung zum Essen nicht annehmen, so nehmen Sie bitte diesen Sack Orangen als Geschenk. Unser Herr sagte, daß seine Jünger keine Geldbörse und keinen Proviantbeutel mitzunehmen brauchten, da sie ihres Lohnes wert seien.“ Wir staunen über eine solch aufrichtige Wertschätzung für den Dienst, an dem wir uns beteiligen.
LETZTER HALT: SANTA MARIA
Ein junger Zeuge Jehovas war von Portugal auf diese Insel versetzt worden, um für seinen Arbeitgeber dort tätig zu sein. Er nahm eifrig die Gelegenheit wahr, unter der Bevölkerung Jehovas Vorsätze bekanntzumachen. Haben wir bei unserer Ankunft den Eindruck, daß er sich einsam und verlassen fühlt? Im Gegenteil, er sprudelt geradezu über, während er uns eine Erfahrung nach der anderen erzählt. Am Wochenende und an den Abenden führt er achtzehn Heimbibelstudien durch, und viele Monate verbrachte er 90 bis 100 Stunden im Königreichsdienst, während er gleichzeitig einer Ganztagsbeschäftigung nachging. Unser Besuch gereicht zu einem wunderbaren „Austausch von Ermunterung“ (Röm. 1:12). Sein Beispiel ist für uns wirklich glaubensstärkend.
Wir können kaum glauben, daß unsere Reise schon zu Ende geht. Mit eigenen Augen haben wir sehen können, welch wunderbares Werk Jehova in diesen „letzten Tagen“ durchführt. Wir schätzen das Beispiel sehr, das fünfzehn Zeugen Jehovas als „Sonderpioniere“ geben, indem sie auf den Azoren wie echte Missionare dienen. Insgesamt 267 Verkündiger und Pioniere führen auf diesen Inseln 271 Heimbibelstudien durch. Wir sind froh, daß wir, dem Beispiel des Paulus und Barnabas folgend, auf all diesen Inseln, wo „das Wort Jehovas“ nun so eifrig verkündigt wird, ‘die Brüder besuchen konnten, um zu sehen, wie es ihnen geht’ (Apg. 15:36). (Eingesandt.)
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Keine Zeit zum BibellesenDer Wachtturm 1977 | 1. Mai
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Keine Zeit zum Bibellesen
● In Arizona nahm eine Baptistin, die einen Haushalt zu führen und Kinder zu versorgen hat, das Angebot der Zeugen Jehovas an, mit ihr die Bibel zu studieren. Nach einiger Zeit erhielt sie Besuch von ihrem Prediger. Sie versuchte, ihm das, was sie bei dem Studium gelernt hatte, mit der Bibel zu beweisen. Doch der Prediger sagte stets: „Das ist nur sinnbildlich zu verstehen.“ Schließlich fragte sie ihn, ob er überhaupt glaube, was in der Bibel stehe. Darauf entgegnete er: „Heutzutage hat man keine Zeit mehr, die Bibel zu lesen!“ und verabschiedete sich.
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