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    Der Wachtturm 1958 | 1. Februar
    • 16. Warum will Gott nicht, daß der Mensch der Unwissenheit zum Opfer falle, und weshalb spornt uns Salomo demzufolge an, auf das zu hören, was er zu sagen hat?

      16 Gott schuf den Menschen nicht als unwissendes Geschöpf, und er will auch nicht, daß er der Unwissenheit zum Opfer falle, denn das hat keine guten Folgen. „Auch daß die Seele ohne Erkenntnis ist, ist nicht gut, und wessen Füße hastig sind, der sündigt.“ (Spr. 19:2, NW) Die Erkenntnis sollte uns davon zurückhalten, in Unkenntnis überstürzt einen bestimmten Weg einzuschlagen und so gegen Gott zu sündigen. „Jeder Kluge wird mit Erkenntnis handeln, aber der Tor wird Narrheit ausbreiten.“ (Spr. 13:16, NW) Da der inspirierte Schreiber der Sprüche wußte, wie wertvoll die Erkenntnis Gottes ist, spornte er alle, die nach dieser Erkenntnis trachten, an, seinen Worten in diesem Buche der Bibel Gehör zu schenken. „Neige dein Ohr und höre die Worte der Weisen, damit du dein Herz auf meine Erkenntnis richtest.“ — Spr. 22:17, NW.

      17. Wann machte Gott zum erstenmal von seiner Weisheit Gebrauch? Was ist Weisheit, was setzt sie voraus und was wendet sie an?

      17 Jehova Gott besaß während seines ganzen ewigen Daseins, also bevor er seinen weisen Sohn erschuf, umfassende Kenntnisse und Erkenntnis. Als er mit seinem Schöpfungswerk begann, wandte er diese an. Damals machte er von der Weisheit Gebrauch oder offenbarte sie. Die Weisheit ist aktiv. Sie ist die Fähigkeit, Erkenntnis richtig anzuwenden, sie also auf eine Weise zu gebrauchen, daß man gute Ergebnisse erzielt und sein Vorhaben durchführt. Weise zu sein bedeutet, mit Einsicht zu handeln, und setzt Erkenntnis voraus. „Die Weisen bewahren Erkenntnis auf, aber der Mund des Narren ist nahendes Verderben.“ Die Weisheit wendet Erkenntnis an. „Die Zunge der Weisen wirkt Gutes mit Erkenntnis, aber der Mund der Toren sprudelt Torheit hervor. Die Lippen der Weisen streuen fortwährend Erkenntnis aus, aber das Herz der Toren ist anders.“ — Spr. 10:14; 15:2, 7, NW.

      18. Was sah Gott, als er in Weisheit das erste Menschenpaar erschaffen hatte, und womit muß unser Handeln übereinstimmen, damit es der göttlichen Weisheit entspricht?

      18 Um alle anderen Dinge zu erschaffen, machte sich Jehova Gott die in seinem ersten Sohn verkörperte Weisheit zunutze und bediente sich ihrer so als seines Werkmeisters. Als Gott durch Weisheit die Erschaffung des ersten Menschenpaares beendet hatte, sah er „alles an, was er gemacht hatte, und siehe! es war sehr gut“. (1. Mose 1:31, NW) Durch Weisheit läßt sich jemand in seinem Tun geschickt lenken, und da Jehova Gott Weisheit und Geschicklichkeit in sich vereinigt, ist all sein Tun vollkommen. Folglich ist Weisheit mehr als Erkenntnis und Kenntnisse, mehr als der Besitz eines bloßen Kopfwissens. Weisheit besteht darin, dieses Wissen so anzuwenden, daß der große Quell der Erkenntnis, Jehova Gott, geehrt und gepriesen wird, was seinen Geschöpfen zum Nutzen gereicht. Damit unser Handeln Gottes Weisheit entspricht, muß es mit der von ihm kommenden Erkenntnis übereinstimmen. Aus diesem Grunde müssen wir uns unbedingt Gottes Wort, der Heiligen Schrift, zuwenden, müssen es studieren, um daraus Erkenntnis zu erlangen. Uns diese Erkenntnis anzueignen ist unerläßlich, wenn wir Leben erlangen wollen. Gottes Sohn, die verkörperte Weisheit, sagte zu seinem Vater: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortwährend Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über Jesus Christus, den du ausgesandt hast.“ (Joh. 17:3, NW) Wer dies tut, ist weise, und seine Lippen und Hände können die lebengebende Erkenntnis anderen vermitteln.

      19. (a) Was ist außer Erkenntnis und Weisheit unbedingt erforderlich? (b) Weshalb ist Erkenntnis notwendig, damit man Verständnis erlange, was aber ist Verständnis an sich?

      19 Außer Erkenntnis und Weisheit ist auch Verständnis unbedingt erforderlich. Das heißt, wir müssen die Dinge so zu verstehen suchen, wie Gott sie ansieht. Wir dürfen unser eigenes Verständnis über gewisse Dinge, Geschehnisse und Vorkehrungen nicht seinem Verständnis entgegenstellen. „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand (dein eigenes Verständnis). Beachte ihn auf allen deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerade machen. Werde nicht weise in deinen Augen. Fürchte Jehova und wende dich vom Bösen ab.“ (Spr. 3:5-7; 21:30, NW) Ihn auf allen unseren Wegen zu beachten bedeutet, daß wir ihn erkennen, das heißt, daß wir wissen, was er gesagt und getan hat. Diese Erkenntnis erlangen wir aus der Bibel. Ohne Erkenntnis über ihn können wir keine Nutznießer wahren Verständnisses werden. „Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Weisheit; und die Erkenntnis des Höchsten ist Verständnis.“ Weiter wird uns gesagt: „Menschen die sich der Schlechtigkeit hingeben, können das Recht nicht verstehen, aber die Jehova suchen, können alles verstehen.“ (Spr. 9:10; 28:5, NW) Verständnis ist daher die Fähigkeit, die Dinge in ihrem Zusammenhang zu sehen, sie zu zerlegen und den Grund zu sehen und zu erkennen, weshalb sie zusammengehören und zusammenwirken, und zu erkennen, in welcher Beziehung das Ganze zu Gott steht. Es bedeutet ein Unterscheidungsvermögen, das sich stets nach Gott ausrichtet. Es ist also noch mehr als Weisheit, welche in der Fähigkeit und Neigung besteht, seine Erkenntnis so anzuwenden, daß man sein Vorhaben mit bester Wirkung durchführt.

      20. Wie offenbarte Jehova Einsicht und Verständnis, als er die Himmel schuf, und inwiefern erschuf er den Menschen anders als die niedrigere animalische Schöpfung?

      20 Als Jehova Gott die für uns sichtbaren prächtigen Himmel schuf, bekundete er Einsicht und Verständnis. Er kannte von Anfang an all die verschiedenen Himmelskörper und konnte sie voneinander unterscheiden. Er wußte, in welcher Beziehung sie zueinander standen, wie sie zusammenwirkten und welchen Einfluß sie aufeinander ausübten. Es war für ihn auch wichtig, zu wissen und vorauszusehen, welchen Einfluß sie auf seine Geschöpfe auf der Erde haben würden. Er ist es, „der mit Einsicht (Verständnis) die Himmel schuf … Der die Erde über den Wassern ausbreitete … Der die großen Lichter schuf … die Sonne zur Beherrschung des Tages … den Mond und die Sterne für die gemeinsame Beherrschung der Nacht.“ (Ps. 136:5-9, NW) „Er hat die Erde gemacht durch seine Kraft, den Erdkreis festgestellt durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht.“ (Jer. 10:12) Er erschuf den Menschen anders als die niedrigere animalische Schöpfung der Erde, indem er ihn mit Verstand ausstattete und mit dem Wunsch, verstehen zu können. Um am Leben zu bleiben, mußte der Mensch sein Verhältnis zu seinem Schöpfer verstehen.

      21. Warum wendet sich ein Mensch von Verständnis dem Worte Gottes zu, und weshalb hält er sich eng an die Weisheit?

      21 Um etwas zu verstehen, muß man das, was man mit seinem Sinn zu erfassen sucht, klar vor Augen haben. „Das verständige Herz forscht nach Erkenntnis, aber der Mund der Toren geht auf Narrheit aus.“ Der Verständige, der nach Erkenntnis forscht, wird belohnt. „Das Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis zu finden.“ Weil das verständige Herz den Quell wahrer Erkenntnis wahrnimmt und das Verhältnis des Menschen zu Gott sowie dessen Abhängigkeit von Gott in bezug auf alle Dinge anerkennt, wendet es sich dem Worte Gottes zu, um die lebenswichtige Erkenntnis zu erhalten. Einem solchen Herzen verleiht Gott Einsicht in den tieferen Sinn seines Wortes. „Wenn man einem Weisen Einsicht verleiht, so nimmt er Erkenntnis an.“ (Spr. 15:14; 18:15; 21:11, NW) Ein verständiger Mensch begehrt nicht nur, Erkenntnis über all das zu erlangen, was mit Gottes Wort, seinen Werken und deren Zweck in Verbindung steht, sondern er hält sich auch eng an die Weisheit, um die Fähigkeit und das Geschick zu erlangen, diese Erkenntnis in Harmonie mit Gott anzuwenden. Er hält sich die Weisheit stets vor Augen. „Weisheit steht dem Verständigen vor Augen (vor dem Angesicht), der Tor ist mit seinen Augen am äußersten Ende der Erde.“ (Spr. 17:24, NW) Gemessen an dem Unterscheidungsvermögen, das der Tor bekundet, könnten seine Augen so weit von ihm entfernt sein wie die Enden der Erde.

      22. Wie unterscheidet sich ein Tor von einer verständigen Person, und wieso wandte sich König Salomo trotz seiner Weisheit der Torheit zu?

      22 Der Tor hält seinen Geist oder seinen Blick nicht auf Gott gerichtet; der Verständige dagegen tut das. Er ist nicht nur weise, indem er Jehova fürchtet, sondern er ist auch verständig. Er handelt in Übereinstimmung mit seiner Gottesfurcht. Gott selbst sagte: „Siehe! die Furcht Jehovas — das ist Weisheit, und sich vom Schlechten abwenden ist Verstand.“ (Hiob 28:28, NW) Der verständige Mensch wird eine Zurechtweisung nicht ablehnen und dann spotten: „Den Spötter solltest du schlagen, damit der Unerfahrene klug wird, und der Verständige sollte zurechtgewiesen werden, damit er Erkenntnis wahrnehme.“ (Spr. 19:25, NW) Bei einem verständigen Menschen genügt eine bloße Zurechtweisung; es ist kein harter Schlag nötig, denn trotz der Weisheit, die er besitzt, mag es vorkommen, daß er zuweilen unverständig oder falsch handelt. Aus diesem Grunde mag er von Zeit zu Zeit eine Zurechtweisung benötigen, damit er wieder zu Verstand kommt. Der alte, verknöcherte König Salomo beherzigte eine bloße Zurechtweisung nicht mehr. Trotz all der Weisheit, mit der Gott ihn bedacht hatte, wandte er sich der Torheit zu. Weshalb? Weil er sein Verständnis preisgab. Wie denn? Indem er zuließ, daß sein Blick für sein Verhältnis zu Jehova Gott getrübt uns sein Empfindungsvermögen dafür abgestumpft wurde; er wurde wie ein Tier. „Ein Erdensohn, der, obwohl er in Ehren ist, keinen Verstand hat, ist in der Tat den Tieren gleich, die umgebracht worden sind.“ — Ps. 49:20, NW.

      23. Durch welches Handeln büßte Salomo sein Verständnis ein, und wie können wir die große Weisheit richtig einschätzen, deren er verlustig ging?

      23 Salomo verlor sein Verständnis, als er sein Verhältnis zu Jehova aufgab und sich mit anderen Göttern, nämlich mit den Göttern seiner heidnischen Frauen, verband. „Und Jehova wurde zornig über Salomo, weil er sein Herz von Jehova, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war. Und hinsichtlich dieser Sache hatte er ihm geboten, nicht hinter anderen Göttern herzugehen; aber er hatte sich nicht an das gehalten, was Jehova geboten hatte.“ (1. Kön. 11:9, 10) Wie groß die Weisheit war, von der sich Salomo abwandte — was zur Folge hatte, daß er bei seinem Tode nicht mehr in Gottes Gunst stand —, wird uns bewußt, wenn wir uns seinen Schriften zuwenden, die er unter Inspiration verfaßte, während er noch ein Zeuge Jehovas war.

      24. Warum dürfen wir niemals über Gottes Dinge spotten, und weshalb werden wir versuchen, uns Erkenntnis, Weisheit und Verständnis anzueignen?

      24 Hüten wir uns, über Gottes Dinge zu spotten, denn wer spottet, wird die lebengebende Erkenntnis über den wahren Gott nie erlangen. Wer sein Verhältnis zu Gott, seinem Schöpfer, versteht und sich seiner völligen Abhängigkeit von ihm bewußt ist, wird es leichtfinden, ihn zu erkennen. „Der Spötter hat nach Weisheit gesucht, und da ist keine; doch für den Verständigen ist Erkenntnis etwas Leichtes.“ (Spr. 14:6, NW) Da wir nun gesehen haben, daß Erkenntnis, Weisheit und Verständnis zusammengehören und daß alle drei notwendig sind, um Leben zu erlangen und richtig wandeln zu können, wollen wir versuchen, sie uns anzueignen. Wir wollen sie zu unseren Verwandten, zu Gliedern unserer geistigen Familie, machen. „Sprich zur Weisheit: ‚Du bist meine Schwester‘, und das Verständnis magst du ‚Verwandte‘ nennen.“ — Spr. 7:4, NW.

  • Zwei Gesichtspunkte
    Der Wachtturm 1958 | 1. Februar
    • Zwei Gesichtspunkte

      ● Sir John Slessor Marshall (von der Royal Air Force) sagte vor einiger Zeit: „Der Krieg hat sich selbst überlebt, und zwar deshalb, weil die Atom- und Wasserstoffbomben in die Armeen der Welt Einlaß gefunden haben … Wenn wir aber die Tatsache anerkennen, daß sich der Krieg — nämlich ein totaler, weltweiter ‚heißer‘ Krieg — zufolge der nuklearen und thermonuklearen Energie überlebt hat, dann braucht die Welt nicht mehr zu zittern.“

      ● Der englische Geschichtsschreiber Arnold J. Toynbee sagte: „Wenn ich an die einundzwanzig Kulturperioden denke die ich studiert habe, so hege ich geringe Hoffnung, daß der Mensch imstande sein wird, eine gute moralische Entscheidung zu treffen, solange er nur ein weltliches Ziel verfolgt. Die Menschenliebe hat sich in der Geschichte als eine Kraft erwiesen — aber nur dann, wenn sie das Nebenprodukt einer innigen Liebe zu Gott gewesen ist. Was die heutige Welt dringend braucht, ist eine Wiedergeburt des Glaubens an eine höhere Macht. Ohne sie ist dem Menschen — dem nicht erneuerten Menschen —, angesichts der gefährlichen Spielzeuge, die er in seinen Laboratorien ersonnen hat, schwerlich zu trauen.“

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