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Fragen von LesernDer Wachtturm 1979 | 1. April
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„Da die Führer des CVJM erkannt haben, daß seine christliche Identität oft in Schwimmbecken ertränkt worden ist, sind sie nun dabei, das theologische Bewußtsein und die ökumenische Kraft wiederzubeleben. ... Die größte Herausforderung für den CVJM besteht vielleicht darin, sich auf sein religiöses Erbe zu besinnen, um mit Entschiedenheit und Nachdruck für eine neue ökumenische Bewegung unter den Laien der Ortsgemeinden einzutreten. Der CVJM könnte für die christlichen Kirchen etwas zustande bringen, wozu die Kirchen in ihrer konfessionellen Starre selbst nicht in der Lage sind.“
Es gibt somit genügend Beweise dafür, daß der CVJM von Anfang an religiöse Ziele verfolgte und sie bis heute immer noch anstrebt.
Wer dem CVJM als Mitglied beitritt, erkennt die allgemeinen Ziele und Grundsätze dieser Organisation an bzw. billigt sie. Er bezahlt nicht nur für etwas, was er erhält, so als ob er eine Ware kauft, die der Allgemeinheit in einem Laden angeboten wird. (Vergleiche 1. Korinther 8:10; 10:25.) Seine Mitgliedschaft ist auch nicht lediglich eine Art Eintrittskarte, wie man sie zum Beispiel an einer Theaterkasse kauft. Die Mitgliedschaft bedeutet, daß man zu einem Bestandteil dieser Organisation geworden ist, die seit ihrer Gründung bestimmte religiöse Ziele verfolgt, u. a. die Förderung des Interkonfessionalismus. Würde daher ein Zeuge Jehovas Mitglied in einem solchen sogenannt christlichen Verein werden, so wäre dies gleichbedeutend mit Abfall.
Einige sind nicht Mitglied geworden, haben aber gelegentlich Eintrittsgeld bezahlt und dies lediglich als Bezahlung für eine gewisse kommerzielle Dienstleistung betrachtet. Doch selbst in dieser Hinsicht ist es vernünftig, zu berücksichtigen, ob diese Handlungsweise das Gewissen anderer nachteilig beeinflußt (1. Kor. 8:11-13).
Jehovas Zeugen wissen natürlich, daß ein ausgeglichenes Maß an Leibesübung gesund ist. Die Bibel sagt, daß „Leibesübung ... zu wenigem nützlich“ ist, fügt jedoch hinzu: „Gottergebenheit aber ist für alle Dinge nützlich“ (1. Tim. 4:8). Darunter ist nicht Ergebenheit gegenüber einem dreieinigen Gott zu verstehen. Die Bibel lehrt nicht, Jesus sei „Gott“ und Teil einer Dreieinigkeit, wie es in vielen Kirchen der Christenheit gelehrt wird und auch in der „Pariser Basis“ des CVJM steht (1. Kor. 11:3; Joh. 17:3).
Interkonfessionelle Bestrebungen und die ökumenische Bewegung mögen heute zwar populär sein, doch sie werden nicht von dem wahren Gott unterstützt, der seinen Dienern sagen ließ: „Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. ... ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘“ (2. Kor. 6:14-17). Auch Jesus erklärte deutlich, daß der Allmächtige „mit Geist und Wahrheit“ angebetet werden sollte (Joh. 4:24). Das bedeutet ganz bestimmt nicht, daß man sich im Interesse einer religiösen Sache mit Personen verbindet, deren Glaubensansichten den Lehren der Bibel widersprechen (Offb. 18:4, 5). Folglich sind sowohl die Ansicht, die Jehovas Zeugen über das haben, was Gott von seinen wahren Anbetern verlangt, als auch Zweck und Ziel des CVJM der Grund, weshalb sie dieser Organisation nicht beitreten können.
Des weiteren sollte man die Tatsache beachten, daß der CVJM praktisch in den Jahren seines Bestehens nicht im Einklang mit Jesaja 2:2-4 gehandelt hat, was folgende geschichtliche Tatsachen zeigen:
„In den Vereinigten Staaten begann der CVJM seine Dienste für die Streitkräfte im Bürgerkrieg, und er hat seither in allen Kriegen Dienste geleistet“ (Encyclopædia Britannica, Micropædia, Bd. X, S. 835, Ausg. 1976).
„Im Bürgerkrieg — nur zehn Jahre nach seiner Gründung in Boston und noch ehe es Gebäude oder Sekretäre oder finanzielle Mittel gab — wurden 4 859 ,Delegierte‘ rekrutiert und eingesetzt, und Spendengelder in Höhe von über sechs Millionen wurden für die zeitlichen und geistlichen Bedürfnisse von Soldaten verwendet. ... Im Ersten Weltkrieg übernahm der amerikanische CVJM die gewaltige Aufgabe, in der Heimat und im Ausland zu dienen, wofür ein Stab von 25 926 Personen erforderlich war mit einem Aufwand von mehr als 167 Millionen Dollar. Im Zweiten Weltkrieg gehörte der CVJM zu den Organisationen, die die United Service Organizations [USO] gründeten. Er schloß sich ihnen als eine Gruppe privater religiöser Organisationen protestantischer, katholischer und jüdischer Glaubensrichtungen an, um aufgrund einer Vereinbarung mit der Bundesregierung Männern in Uniform und Rüstungsarbeitern in Wohngebieten, die militärischen Einrichtungen angeschlossen waren, zivile Dienste auf dem Gebiet der Entspannung, der Wohlfahrt und des Glaubenslebens zu leisten“ (The New Funk & Wagnalls Encyclopedia, Bd. 36, S. 13467, 13468, Ausg. 1952).
„Die Aktivitäten des CVJM für Angehörige der bewaffneten Streitkräfte begannen im Bürgerkrieg (1861—1865). Diese Dienste nahmen mit jedem späteren Krieg an Umfang zu und erreichten ihr volles Ausmaß im Zweiten Weltkrieg (1939—1945). Der CVJM unterhielt über 450 Klubs für die alliierten Streitkräfte“ (The World Book Encyclopedia, Bd. 21, S. 477, Ausg. 1978).
Durch diese Art Dienst unter der Bezeichnung „christlich“ erfüllte sich bestimmt nicht Micha 4:3.
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Bereite dich jetzt schon auf den Bezirkskongreß „Lebendige Hoffnung“ vorDer Wachtturm 1979 | 1. April
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Bereite dich jetzt schon auf den Bezirkskongreß „Lebendige Hoffnung“ vor
Der Mensch hat schon immer irgendwelche Hoffnungen gehegt. Doch nicht jede Hoffnung ist eine untrügliche, sichere, ja eine lebendige Hoffnung.
In unserer Zeit, in der Kummer und Sorgen, Verbrechen, Unmoral, zerrüttete Familien, gescheiterte Ehen, Haß, Hunger, Gewalttat und Hoffnungslosigkeit an der Tagesordnung sind, braucht die Menschheit wirklich eine Hoffnung. Gibt es aber unter den Millionen Erdbewohnern jemand, der eine Botschaft verkündigen kann, die eine echte Hoffnung vermittelt?
Jehova Gott weiß von der schwierigen Situation der Menschheit, die schon so lange der Nichtigkeit unterworfen ist. Er ist „der Gott, der Hoffnung gibt“, und er hat uns wahrhaftig eine sichere Hoffnung gegeben
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