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    Erwachet! 1975 | 22. Mai
    • viel zu oft als eine kräftespendende Wunderkur für Patienten gepriesen werde, gleichgültig, ob diese eine Bluttransfusion benötigten oder nicht. Mit Nachdruck betonte er, daß die Mehrzahl der Bluttransfusionen, zu denen sich viele Ärzte so rasch entschließen würden, „überflüssig, nicht unbedenklich und Verschwendung“ seien.

      Vor allem — so führte er weiter aus — müsse man sich Rechenschaft darüber geben, daß es nicht die Blutmenge sei, auf die es ankomme, sondern die vielen Funktionen der Bestandteile des Blutes. Es komme sehr selten vor, daß ein Patient Blutplasma, rote und weiße Blutzellen und dann noch verschiedene Gerinnungsfaktoren zu gleicher Zeit benötige.

      Theologie und Philosophie

      ◆ Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat ein vieldiskutiertes Urteil gefällt, wonach einem Theologiestudenten auch für ein zweites Studium die gesetzlichen Ausbildungsförderungsmittel zu zahlen sind, wenn er während des Studiums den Glauben verliert und nicht mehr Geistlicher, sondern z. B. Jurist werden möchte. Dem Urteil lag folgender Fall zugrunde:

      Ein heute 30 Jahre alter Student hatte im Jahre 1964 an der Heidelberger Universität mit dem Studium der Theologie und der Philosophie begonnen. Sein Ziel war, später als ordinierter Geistlicher an höheren Schulen Religionsunterricht zu erteilen. Doch nach einer ausgedehnten Studienzeit von 17 Semestern erkannte er „mit Sicherheit“, daß sich seine ursprüngliche religiöse Überzeugung in das Gegenteil verkehrt und zu einer atheistischen Einstellung entwickelt hatte.

      Doch diese Enttäuschung hätte sich der junge Mann ersparen können, wenn er, als er das Studium begann, den Rat des Apostels Paulus beachtet hätte, den er in einem Brief der Versammlung in Kolossä (Kapitel 2, Vers 8) gab. Dort hätte er lesen können: „Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus.“

      Ernste Warnung des UN-Generalsekretärs Waldheim

      ◆ In einer Botschaft zur Wiederaufnahme der Beratungen der UN-Abrüstungskonferenz in Genf erklärte der Generalsekretär der UN, Waldheim, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen würden, könnten menschliche Vorstellungen über die Vernichtung der Welt „erschreckende Realität“ werden. Er wies auf die technischen Fortschritte hin, mit deren Hilfe es sehr bald möglich sein könnte, Erdbeben künstlich hervorzurufen, Wirbelstürme zu steuern und auch die Gezeiten zu beeinflussen. Trotz aller Anstrengungen der Vereinten Nationen seien die Ausgaben für immer raffiniertere todbringende Waffen auf ein bisher nicht dagewesenes Niveau angestiegen. Moderne Vernichtungswaffen, die früher nur wenige besessen hätten, ständen nun vielen zur Verfügung. Eifrige Verkäufer seien unterwegs, die auf bereitwillige Käufer träfen.

      Zwischen Knöchel und Kniescheibe

      ◆ Auf den Gewürz-Inseln Sansibar und Pemba vor der Südostküste Afrikas hat jetzt der Revolutionsrat der jungen Republik die Grenze von Sitte und Anstand genau festgelegt. Sie liegt zwischen Knöchel und Kniescheibe. Seitdem läuft jede Frau, ganz gleich, ob Eingeborene oder Ausländerin, mit kürzeren Röcken Gefahr, auf offener Straße kahlgeschoren zu werden oder vier Rohrstockschläge zu erhalten.

      „Mördermücken“

      ◆ In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben jetzt indische Wissenschaftler eine neue Methode zur Ausrottung der gefährlichen Malaria-Überträger entwickelt. Sie haben durch genetische Änderungen im Labor eine Art „Mörder-Moskitos“ gezüchtet, die sich auf ihre Artgenossen stürzen und diese töten. Wie aus Neu-Delhi mitgeteilt wird, hätten seit 1970 durchgeführte Versuche jetzt zu befriedigenden Ergebnissen geführt.

      Bienenfleiß

      ◆ Dr. Marston von der Universität von Kalifornien hat herausgefunden, daß die Bienen noch viel fleißiger sind als bisher angenommen wurde. Um einen Eßlöffel Honig zusammenzutragen, muß eine Biene allein 4 200 Blüten anfliegen.

      Bischof fürchtet die Freimaurer

      ◆ Der Regensburger Bischof Graber entwarf auf der diesjährigen Dekankonferenz erneut ein düsteres Bild von der gegenwärtigen Krise in der Kirche. Er vertrat die Überzeugung, daß die überall zu beobachtende „Zersetzung“ auf einen einheitlichen Plan zurückgehe. „Gewisse Dinge“ würden ohne Zweifel vom Osten gesteuert und in vielen Tendenzen sei der „Geist der Freimaurerei“ nicht zu Übersehen. Erst etwa 1973 sei der französische „Plan Warnier“ entdeckt worden, der durch Basisgruppen in den Pfarreien und durch gezielte Verwirrung die Stellung des Priesters aushöhlen wolle.

      Scheidung nun möglich

      ◆ Aus Lissabon wird berichtet, daß Kardinalstaatssekretär Villot und der portugiesische Justizminister Zenha im Vatikan ein Protokoll zum Konkordat von 1940 unterzeichnet haben, mit dem der Vatikan jetzt erstmals portugiesischen Gerichten das Recht einräumt, Ehen zu scheiden, die vor einem Priester geschlossen wurden.

      Prostituierte demonstrieren

      ◆ Der Tagesspiegel berichtet aus Marseille, daß dort eine Gruppe von Prostituierten in der Nacht in einer improvisierten Demonstration vor dem Polizeipräsidium der Stadt für ihr Gewerbe das Recht auf „ehrliche Arbeit“ und das Recht, die Sozialversicherung in Anspruch zu nehmen und Steuern zu zahlen, forderte. Die Demonstrantinnen beklagten sich darüber, daß mehrere Hotels, in denen sie ihrem Gewerbe nachgegangen waren, von der Polizei geschlossen worden sind.

      13 000 Morde miterlebt

      ◆ Vielen Eltern in den USA versetzte jetzt eine veröffentlichte Statistik einen schweren Schock. Im „fernsehvernarrten Amerika“, heißt es, wird jedes Kind, ehe es 15 Jahre alt ist, schätzungsweise 13 000 Morde auf dem Bildschirm miterlebt haben.

      Fast zur gleichen Zeit wurde aus Syracuse im amerikanischen Bundesstaat New York berichtet, daß ein vierjähriges Mädchen und ein fünfjähriger Junge vermutlich ihren 11 Tage alten Vetter getötet haben, als sie ohne Aufsicht eines Erwachsenen in der Wohnung waren. Der Staatsanwalt — so wird weiter berichtet — sei davon überzeugt, daß die Kinder den Säugling vorsätzlich getötet hätten.

      Und wie gelehrig ist auf diesem Gebiet die Jugend in der Bundesrepublik? Im Schwarzwälder Boten konnte man unter der Überschrift „Erpresserbrief aus Kinderhand“ lesen: Zwei Kinder sind von der Polizei im oberbayerischen Gröbenzell als Erpresser auf frischer Tat ertappt worden. Wie die Polizei gestern berichtete, hatte das Geschwisterpaar, ein zwölfjähriges Mädchen und ein 14 Jahre alter Junge, zwei Geschäftsleuten Briefe geschrieben, in denen sie jeweils 3 000 Mark verlangten. Bei Nichtbezahlung sollten die Adressaten ,ihr Leben auf grausame Weise beenden müssen‘, drohten die beiden, die mit ‚Polit-Organisation Roter September‘ unterzeichneten. Als das Geld zum verlangten Zeitpunkt aus einem vorbeifahrenden Auto flog, wartete schon die Polizei und ergriff das Erpresserpärchen. Die Kinder gaben an, sie seien durch entsprechende Berichte zu ihrer Tat angeregt worden. Sie wurden ihren Eltern übergeben.“

      Wann werden Programmgestalter, Politiker und Pädagogen erkennen, wohin diese Entwicklung zwangsläufig führen muß?

      20 Millionen Tote

      ◆ Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bei militärischen Konflikten seit Ende des Zweiten Weltkrieges 20 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Das sind genausoviel Opfer, wie die Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges zu beklagen hatte. Insgesamt forderte der Zweite Weltkrieg 50 Millionen Tote.

      UN-Generalsekretär Kurt Waldheim, der die Zahl in New York bekanntgab, machte für den Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen in den letzten 30 Jahren „den kurzsichtigen Nationalismus bei der Verfolgung von kurzsichtigen Interessen“ verantwortlich. Als größte Gefahrenherde der Gegenwart nannte er den Nahen Osten und Zypern.

      Drogen gegen Kritiker

      ◆ In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung konnte man die Wiedergabe folgender dpa-Meldung lesen:

      „Sowjetische Polizeiärzte haben nach Darstellung des kanadischen Psychiaters Hirt bis zu 8 000 Regimekritiker mit Drogen behandelt, um ihr Verhalten zu ändern. Nach den Recherchen des kanadischen Arztes haben die sowjetischen Mediziner festgestellt, daß massive Dosen des Mittels Reserpine zu einer Verkümmerung des Gehirns führen; etwa 7 000 bis 8 000 Regimekritiker seien bisher entsprechend behandelt worden.“

  • Eine Vision aus dem Altertum — von Bedeutung für die Neuzeit
    Erwachet! 1975 | 22. Mai
    • Eine Vision aus dem Altertum — von Bedeutung für die Neuzeit

      Was bedeutet diese Vision des Propheten Hesekiel für unsere Zeit? Die Antwort darauf wirkt sich auf dein Leben aus. Gott gab diese Vision von einem himmlischen Wagen aus einem bestimmten Grund.

      Lies ‘Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin’ — Wie? Auf den 416 Seiten dieses Buches wird das Bibelbuch Hesekiel besprochen. Das Buch wird portofrei zugeschickt und kostet nur 2 DM.

      Senden Sie mir bitte das Buch ‘Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin’ — Wie? Ich habe 2 DM auf Ihr Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 1457 61-605 überwiesen.

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