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  • Das Paradies — eine Stätte, wo das Leben lebenswert ist
    Erwachet! 1976 | 22. März
    • Glaubst du aufgrund dessen, was du gesehen und gelesen hast, daß eher das Gegenteil zu erwarten ist — noch mehr Verschmutzung, Raubbau und Zerstörung?

      Offen gesagt, so trostlos die Zukunft der Erde auch aussehen mag, es gibt doch vernünftige Gründe für die Erwartung, daß unser Planet zu einem weltweiten Paradies wird.

  • Ein weltweites Paradies — eine Utopie?
    Erwachet! 1976 | 22. März
    • Ein weltweites Paradies — eine Utopie?

      HEUTE vertreten viele gut unterrichtete Personen die Auffassung: „Ein weltweites Paradies wäre eine wunderbare Sache, aber es ist eine Utopie. Niemals könnte die ganze Erde in ein Paradies verwandelt werden.“ Neigst auch du zu dieser Ansicht?

      Wahrscheinlich ist dir einiges darüber bekannt, wie die Menschen auf der Erde Raubbau getrieben und dadurch anscheinend jegliche Hoffnung auf ein Paradies zunichte gemacht haben.

      Zum Beispiel haben die Menschen unsere Luft mit Ruß und gefährlichen Gasen verschmutzt. Du hast schon solche Luft eingeatmet, nicht wahr? Sie schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern dem gesamten Planeten. Wieso? Ein Sachverständiger berichtete, daß „der Mensch die Wetterlage verschlechtert, indem er Staub, Rauch und andere Schmutzstoffe in die Atmosphäre pumpt“. Wie es heißt, werden dadurch das Klima und das Wetter verändert, und die Veränderungen sollen zur Ausdehnung von Wüsten und zu Hungersnöten beigetragen haben, wie es sie in den letzten Jahren in Afrika gegeben hat.

      Wir können auch nicht die anderen schädlichen Formen der Umweltverschmutzung ignorieren, durch die unsere Erde alles andere als ein Paradies wird. Durch ausgelaufenes Öl wird Leben im Meer vernichtet. Die Flüsse sind oft mit so vielen chemischen Stoffen durchsetzt, daß das Wasser ungenießbar geworden ist und Millionen Fische sterben. Menschliche und tierische Nahrung wird durch Quecksilber, Kupfer, Blei und DDT verseucht.

      Ein weltweites Paradies mag auch deshalb als Utopie erscheinen, weil die von Menschen verursachte Erosion bereits so viel Verwüstung angerichtet hat. Man hat die Wälder ausgeplündert, schützende Vegetation entfernt oder das Land übermäßig abgeweidet, wodurch Millionen Hektar Land nutzlos geworden sind. Und wie hat sich das ausgewirkt? Bioscience kam zu dem Schluß: „Der Mensch hat zum erstenmal in seiner Geschichte ein Stadium erreicht, in dem er tatsächlich die Möglichkeit hat, das biologische System der Erde absichtlich oder unabsichtlich zu zerstören.“

      Ist Wiederherstellung möglich?

      Ist die Erde so sehr geschädigt worden, daß sie sich nicht mehr erholen und nie ein Paradies werden kann? Rene J. Dubos, emeritierter Professor an der Rockefeller-Universität, sagte in diesem Zusammenhang: „Wir haben gewaltige Probleme, von denen die meisten nur noch schlimmer werden. ... Aber ich bin heute überzeugt, daß diese schlechte Situation rückgängig zu machen ist.“

      Hast du schon einmal über die Fähigkeit der Erde, sich zu regenerieren, nachgedacht? Es ist wirklich erstaunlich, wenn man beobachtet, wie die Erde allmählich mit dem Schaden, den man ihr zugefügt hat, und dem Mißbrauch, den man mit ihr getrieben hat, fertig werden kann. In dem vor einiger Zeit erschienenen Buch Man and His Environment: Law heißt es diesbezüglich:

      „Die lebende, sich selbst erneuernde Welt ist in Wirklichkeit so reich, daß keine Schatzkammer einem Vergleich standhält. Die Natur regeneriert sich ständig, wenn man sie nicht in ausgebeutete Bruchstücke zerteilt, die vom Erhaltungsprozeß abgeschnitten sind. ... Die Dynamik, die Bewegung und die Erneuerung in der Natur bleiben erhalten und spotten jedem Vergleich mit der reichsten menschlichen Schatzkammer.“

      Es sind reichlich Beweise dafür vorhanden, daß sich die Erde regenerieren kann. Hast du zum Beispiel schon einmal von der Insel Krakatau gehört, die in der Nähe von Java liegt? Sie wurde bei einem Vulkanausbruch, der der Explosion einer 10 000-Megatonnen-Wasserstoffbombe entsprach, in die Luft gesprengt. Zurück blieb lebloses und keimfreies Land, das mit Asche und Bimsstein bedeckt war. Doch würde Krakatau ein Haufen lebloser Asche bleiben? Biologen warteten gespannt ab. Drei Jahre später waren schon wieder 26 Pflanzenarten zurückgekehrt. Nach zehn weiteren Jahren wuchsen dort bereits Kokospalmen, Zuckerrohr und Orchideen. Und zwölf Jahre danach lebten dort 263 Tierarten. Sogar ohne die Hilfe des Menschen wurde die Insel wieder ein tropisches Paradies mit Wäldern und hübschen Vögeln.

      Du brauchst nicht zu einer fernen Insel zu reisen, um diesen Regenerationsprozeß oder seine Auswirkungen sehen zu können. Wahrscheinlich gibt es auch in deinem Land Gegenden, die durch Umweltverschmutzung, Überschwemmungen, Kriege, Raubbau oder Erosion drastisch verändert worden sind. Doch sie mögen sich schon von diesen Änderungen erholt haben oder im Begriff sein, sich zu erholen.

      Zum Beispiel wurden vor hundert oder mehr Jahren viele Gebiete im Staate New England (USA) in Ackerland umgewandelt. Urwälder wurden gerodet, Pflanzenwuchs wurde vernichtet, und an den Rändern der Felder wurden Steine aufgehäuft. Als jedoch die Landwirtschaft nach Westen verlagert wurde, wurden diese Felder verlassen. Bald begannen auf den unbebauten Feldern wilde Pflanzen zu wachsen: Unkraut, Gräser, Goldrute und verschiedene Beeren. Nach ein paar Jahren standen dort Pappelblättrige Birken, und die Samen von Mastbaumkiefern, die der Wind dorthin getragen hatte, entwickelten sich zu kleinen Bäumen. In der Umgebung

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