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  • Die Wachtturmfarm — in vieler Hinsicht einzigartig
    Erwachet! 1973 | 22. September
    • begabte Jugendliche, die bereit sind, zu lernen und hart zu arbeiten.“

      Für diesen Bau werden gewaltige Mengen von Beton benötigt. Da die Betonfirmen für die Einhaltung des Liefertermins nicht garantieren konnten, wurde eine Betonmischmaschine gekauft, die dann von freiwilligen Arbeitern aufgestellt wurde. Max Larson, der ebenfalls die Bauarbeiten beaufsichtigt, sagte: „Mit dieser Maschine haben wir pro Kubikmeter Beton 50 Prozent gespart. Nach den ersten 3 800 m3 hatte sich diese Maschine, die 50 000 Dollar gekostet hatte, amortisiert. Für den ganzen Bau werden wir insgesamt etwa 20 000 m3 brauchen.“

      Wegen der wichtigen Rolle, die die Wachtturmfarm in der Förderung der weltweiten Verkündigung der Botschaft vom Königreich jetzt spielt, kommen ständig Christen aus allen Teilen der Welt, um sie zu besichtigen. Aus dem Westen und dem Mittelwesten der USA kommen die Besucher mit Charterflugzeugen und aus den Neuenglandstaaten sowie aus New York, New Jersey und Pennsylvanien mit Bussen. Ferner wird sie von Journalisten, Farmern und Mitgliedern der benachbarten Jugendtageslager sowie des 4-H-Klubs (erzieherischer Landjugendverein) besucht. Im vergangenen Jahr wurde die Farm von rund 15 000 Personen besichtigt.

      Moderne, rationelle Methoden

      Die Besucher sind gewöhnlich beeindruckt von der Größe der Farm und den rationellen Methoden, die angewandt werden. In einem langen, zweiteiligen Hühnerhaus sind zum Beispiel in jedem Teil 1 700 Leghennen untergebracht. Die Hühner werden automatisch gefüttert und getränkt. Der Boden des Hühnerhauses besteht aus einem Holzrost, der über Gruben gelegt ist, in die der Hühnermist fällt. Das Hühnerhaus muß daher nur einmal jährlich saubergemacht werden; das geschieht mit einem Frontlader.

      Wenn die Hennen ein Jahr lang gelegt haben — die Zeit ihrer größten Produktivität —, werden sie geschlachtet und durch andere Leghennen ersetzt. Um eine gleichbleibende Eierproduktion zu gewährleisten, werden die Leghennen in dem einen Raum im Frühjahr und die in dem anderen Raum im Herbst ersetzt. Die Nester, in die die Hennen die Eier legen, sind etwas schräg, so daß die Eier nach vorn in einen Kasten rollen, sie können dann leichter eingesammelt werden. Zu den Farmarbeitern, die die Hühner versorgen, gehört der 93jährige Prediger Fred Eckley.

      Auch das Melken der Kühe ist rationalisiert. Die hundert Holsteiner werden in einem modernen Melkraum zweimal täglich in einer Stunde und 45 Minuten gemolken. Die Milch fließt von den Melkmaschinen durch Glasrohre direkt in einen über 7 500 Liter fassenden Kühltank. Von dort wird sie einer Filteranlage zugeleitet und dann auf 60 ° Celsius erhitzt, bevor sie homogenisiert wird, darauf wird sie kurz auf 14 ° erhitzt, um sie zu pasteurisieren. Sie wird dann bei 4,5 ° Celsius gelagert, bis sie in ungefähr 38 Liter fassenden Kannen aus rostfreiem Stahl nach Brooklyn befördert wird.

      Rationelle Methoden werden auch bei der Rindermast angewandt; die Rindermästerei dieser Farm ist die größte im südlichen Teil des Staates New York. Jedes Jahr werden Hunderte von Rindern gemästet und geschlachtet. Die Herefords und die Angus- und Charolais-Rinder werden in einer Art Hürde gehalten und bekommen siliertes Futter, etwas Getreide und eine kleine Menge Heu. „In sechzehn bis zwanzig Monaten haben die Färsen ein Gewicht von etwa 430 Kilogramm und die Stiere von 450 bis 500 Kilogramm“, erklärte der 33jährige Lon Schilling, der für die Rinderherde verantwortlich ist. „Sehr beliebt sind jetzt Kreuzungen“, fügte er hinzu, „weil diese Rassen größer werden und schneller wachsen.“

      Besonders interessant ist das verhältnismäßig neue, doch erfolgreiche Ernährungsprogramm. „Von unserer Milchviehherde“, erklärte Schilling, „bleiben viele Holsteiner Stiere übrig, die wir mästen können. Nach vier bis fünf Wochen hören wir mit der Milchfütterung auf, und jedes Kalb wird nach und nach an Maiskörner gewöhnt, von denen es so viele fressen darf, wie es mag, ferner erhält es täglich etwas mehr als ein Pfund zusätzliche Eiweiß- und Mineralstoffe — das ist alles! Man hat festgestellt, daß die Holsteiner bei diesem energiereichen Futter außerordentlich rasch zunehmen und in nur elf Monaten das Schlachtgewicht von etwa 450 Kilogramm erreichen.“

      Moderne, rationelle Methoden werden auch im Schweinestall angewandt, der mit einer Klimakontrolle versehen ist. „Wir schlachten jede zweite Woche dreißig Schweine oder sechzig im Monat“, sagte Gordon Trout, der für die Schweine zuständig ist. „Wir teilen unsere Schweine in vier Gewichtsklassen ein“, fuhr er fort. „Die erste Gruppe bilden die Ferkel; wenn sie vier Wochen alt sind, kommen sie in die zweite Gruppe und bleiben dort, bis sie rund 20 Kilo wiegen; die dritte Gruppe besteht aus Schweinen, die ein Gewicht von 20 bis 45 Kilo haben, die vierte Gruppe aus solchen mit einem Gewicht von 45 bis 90 Kilogramm. Wenn sie nach fünf bis sechs Monaten dieses Gewicht erreicht haben, werden sie geschlachtet.“

      Die Wasseraufbereitungsanlage

      Auf der Wachtturmfarm werden täglich im Durchschnitt 132 000 Liter Wasser verbraucht. Um den Wasserbedarf zu decken, ist ein Wasserreservoir ausgebaggert worden, das über 68 Millionen Liter Wasser faßt, genügend, um die Farm ein ganzes Jahr mit Wasser zu versorgen. Dieses Reservoir wird mit Regenwasser aus dem angrenzenden Wald gespeist. Um das Wasser als Trinkwasser aufzubereiten, wurde eine Anlage gebaut, in der täglich fast 380 000 Liter Wasser aufbereitet werden können.

      Diese Wasseraufbereitungsanlage besteht aus einigen Behältern, in denen dem Wasser Chemikalien zugesetzt werden: Alaun, um zu bewirken, daß sich die Trübungsstoffe zusammenballen, und Chlor zur Entkeimung des Wassers. Wenn das Wasser in den letzten Behälter strömt, ist es fertiges Trinkwasser. Es wird dann in den 42 Meter hohen Wasserturm gepumpt, der über 150 000 Liter Wasser faßt, und von da wird es in die Wirtschafts- und in die Wohngebäude sowie in die anderen Gebäude auf der Farm geleitet.

      Die Kläranlage

      Eine wichtige Aufgabe fällt der Kläranlage zu. Die Abwasserreinigung auf der Wachtturmfarm ist kein geringes Problem wegen der Menge und Beschaffenheit des Abwassers. Zu dem, was die Wasserspülung der Toiletten in die Kanalisation hinabbefördert, kommt das Blut aus dem Schlachthaus und das Abwasser aus der Käserei, der Wäscherei und der Molkerei sowie aus der Abteilung, die für das Konservieren von Nahrungsmitteln zuständig ist. In der Kläranlage wird das Abwasser zuerst durch einen Rechen vorgeklärt und fließt dann in einen Behälter, in dem ihm Chemikalien zugesetzt werden.

      Dann wird das Abwasser in einen Behälter gepumpt, in dem aerobe Bakterien sind, die sich an dem Schmutz mästen und ihn auffressen. Da diese Bakterien zum Leben Sauerstoff benötigen, wird Luft in den Tank geblasen, um ihre nützliche Tätigkeit zu beschleunigen; der ganze Vorgang ist sozusagen geruchlos.

      Dann fließt das Abwasser wieder in ein Klärbecken, wo der Schlamm zu Boden sinkt. Das saubere Wasser über dem Schlamm fließt einem Behälter zu, in dem dem Wasser Chlor zugesetzt wird, um es zu entkeimen; danach wird dieses Wasser, das jetzt chemisch einwandfrei ist, so daß man es trinken könnte, dem Shawangunk River zugeleitet. Der Schlamm wird in eine Schlamm­behandlungs­anlage gepumpt; er wird dann aufbewahrt, bis er in einen Jaucheverteiler gepumpt wird; diese Maschine zieht zuerst eine Furche für den Schlamm und deckt ihn danach zu.

      Wirklich ein einzigartiges Unternehmen

      Es ist nicht verwunderlich, daß die Besucher staunen, wenn sie die Wachtturmfarm besichtigen. Ganz offensichtlich ist sie kein gewöhnlicher landwirtschaftlicher Betrieb. Ihre Vielseitigkeit in der Viehhaltung und im Anbau von Feldfrüchten, der Grad ihrer Selbstversorgung, die Gott hingegebenen freiwilligen Mitarbeiter und ihr Zweck: das Predigen der guten Botschaft von Gottes Königreich auf der ganzen bewohnten Erde in Erfüllung der Prophezeiung Jesu zu fördern — alles das zeichnet die Wachtturmfarm als ein einzigartiges Unternehmen aus.

      Wenn man diese Farm besichtigt — was an Werktagen geschehen kann —, kommt man vielleicht zu der gleichen Überzeugung, die einer der Mitarbeiter wie folgt zum Ausdruck gebracht hat: „Ich staune über das, was hier geleistet wird. Das ist wirklich ein Beweis der Wirksamkeit des heiligen Geistes Gottes.“

  • Warum will plötzlich wieder alles radfahren?
    Erwachet! 1973 | 22. September
    • Warum will plötzlich wieder alles radfahren?

      IN MANCHEN Städten Amerikas, in denen man noch vor wenigen Jahren kaum einen Radfahrer gesehen hat, sieht man jetzt wieder viele Fahrräder. In Boston, Chicago, San Francisco, Miami und in zahlreichen anderen Großstädten sind Radfahrwege angelegt worden.

      Im vergangenen Sommer sind in der amerikanischen Hauptstadt Washington rund 6 000 Personen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Auch in New York fahren viele mit dem Rad zur Arbeit. Das Radfahren ist so populär geworden, daß an Sonn- und Feiertagen während des Tages keine Autos durch den berühmten New Yorker Central Park fahren dürfen; an solchen Tagen sieht man dann auf den Straßen, die durch den Park führen, Scharen von Radlern.

      Der Bedarf kann nicht gedeckt werden

      In den Vereinigten Staaten wurden im Jahre 1960 rund 3,7 Millionen Fahrräder verkauft. Im Jahre 1971 dagegen wurden 8,9 Millionen im Werte von 500 Millionen Dollar verkauft, also mehr als das Doppelte.

      Wenn die Schätzung stimmt, daß im Jahre 1972 etwa 1,5 Millionen Fahrräder verkauft worden sind, bedeutet das, daß in jenem Jahr in den Vereinigten Staaten seit 1897 zum erstenmal mehr Fahrräder als Autos verkauft worden sind. Und über den diesjährigen Umsatz prophezeite Jerry Sircus, Direktor einer großen Fahrradfabrik: „Das Geschäft wird

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