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  • Wenn man an Netzhautablösung leidet
    Erwachet! 1977 | 8. März
    • bereits seit zwei Jahren oder länger vollständig abgelöst, sind die Chancen für einen angemessenen Erfolg gleich Null.“

      Leidest du an Netzhautablösung? Es wäre sinnvoll, das herauszufinden; am besten bemüht man sich so schnell wie möglich um Abhilfe.

  • Glaube an Gott — ein Lebensweg
    Erwachet! 1977 | 8. März
    • Glaube an Gott — ein Lebensweg

      EINE Umfrage unter Amerikanern im Jahre 1974 ergab, daß 69 Prozent „absolut sicher“ sind, „daß Gott existiert“. Könnte das bedeuten, daß all diese Personen Glauben an Gott haben? Wohl kaum! Warum nicht? Weil der Glaube an Gott ein Lebensweg ist.

      Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man glaubt, daß Gott existiert, oder ob man an Gott glaubt. Zum Beispiel mögen die Bürger eines Landes wohl wissen, daß ein gewisser Politiker existiert. Doch bedeutet das, daß sie so an ihn glauben, daß sie ihn zum Präsidenten wählen würden? Keinesfalls.

      Der Bibelschreiber Jakobus hob diesen Gedanken hervor: „Du glaubst, daß es nur einen Gott gibt? Gut! Das glauben die gottfeindlichen Mächte auch — und zittern vor Angst. Du gedankenloser Mensch! Willst du nicht einsehen, daß der Glaube ohne Taten nutzlos ist? Ein Körper, in dem kein Atem ist, lebt nicht; so ist auch der Glaube ohne Taten tot.“ Mit anderen Worten: Der Glaube an Gott ist ein Lebensweg, er kommt durch Taten zum Ausdruck, sonst ist er so tot wie ein Leichnam (Jak. 2:19, 20, 26, Die Gute Nachricht).

      Jesus Christus hob den gleichen Gedanken ebenfalls immer wieder hervor. Zum Beispiel schloß er seine Bergpredigt mit einem Gleichnis ab, in dem er einen weisen Menschen, der nach Jesu Worten handelt und sie zu seinem Lebensweg macht, einem törichten Menschen gegenüberstellte, der sich damit zufriedengibt, Jesus zuzuhören, aber selbst nichts unternimmt. Ebenso tadelte Jesus diejenigen streng, die ‘sich Gott mit ihren Lippen nahten, deren Herz aber weit entfernt von Gott war’. Er geißelte auch die religiösen Heuchler, die wohl ‘redeten, aber nicht entsprechend handelten’ (Matth. 7:24-27; 15:8; 23:1-4). Als Jesus sich über die Heuchelei gewisser Personen äußerte, zitierte er den Propheten Jesaja, was zeigt, daß in der Zeit des Propheten eine ähnliche Situation herrschte (Jes. 29:13).

      Das gleiche trifft auch heute auf viele zu, die behaupten, an Gott zu glauben. So hieß es in einem Leitartikel der Zeitschrift Theology Today (April 1974): „Christen sind im großen und ganzen nicht merklich liebevoller, toleranter oder menschlicher als Angehörige anderer Religionen oder Religionslose.“ Doch sollten sie nicht liebevoller, menschlicher und toleranter sein, da ihr Lehrer und Vorbild, dem nachzufolgen sie behaupten, in dieser Hinsicht die höchsten Maßstäbe setzte? Leider ist die Situation heute nicht besser als vor ein paar Jahren, als ein populärer amerikanischer Essayist die Frage stellte: „Jeder Stoiker war ein Stoiker, doch wo in der Christenheit findet man Christen?“

      Ja, der Glaube an Gott, wie er von Jesus Christus gelehrt und praktiziert wurde, ist nicht lediglich etwas, was man für wahr hält, sondern etwas, was man auslebt. Deshalb war das Christentum im Anfang, vor 1 900 Jahren, auch als „der Weg“ bekannt. So lesen wir, daß Saulus (Paulus) von Tarsus, bevor er sich bekehrte und selbst ein Nachfolger Jesu Christi wurde, „Männer wie Frauen, die zu dem ,Wege‘ gehörten“, verfolgte (Apg. 9:2; siehe auch Kapitel 19:9, 23; 22:4; 24:22).

      Erkenntnis — die erste Voraussetzung

      Jemand hat zu Recht gesagt: „Glauben heißt Gott bei seinem Wort nehmen.“ Aber wie kann man Gott beim Wort nehmen, wenn man nur wenig oder gar nichts von dem weiß, was Gott in seinem Wort gesagt hat? Der Apostel Paulus schrieb: „Wie werden sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben?“ (Röm. 10:14). Deshalb sind Jehovas christliche Zeugen nicht auf charismatische Erweckungsprediger angewiesen, um Menschen zu bekehren. Im Gegenteil. Statt dessen gehen sie von Haus zu Haus und suchen nach Personen, die wegen der Schlechtigkeit in der Welt „seufzen und stöhnen“ und die sich „ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind“ (Hes. 9:4; Matth. 5:3).

      Die Zeugen lehren diejenigen, die bereit sind zu lernen, was Gottes Wort, die Bibel, über Gottes Eigenschaften und Wesenszüge, seine Taten und seine Anforderungen für seine irdischen Geschöpfe zu sagen hat. Auf diese Weise befolgen sie das Gebot Jesu: „Geht daher hin und macht Jünger ..., und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“ Jesu Gebote zu halten ist ein Lebensweg (Matth. 28:19, 20).

      Den richtigen Anfang machen

      Aufgrund ihrer Erkenntnis und ihres Glaubens an Gott sind diese Lernenden bereit, den Preis dafür zu bezahlen, daß sie ihren Glauben an Gott zu einem Lebensweg machen. Worin dieser Preis besteht, geht aus folgenden Äußerungen von Personen hervor, die Anfang 1974 anläßlich der Kongresse „Göttlicher Sieg“ in Argentinien getauft wurden. Zum Beispiel erzählte Herr C. H.: „Vier Monate bevor ich in den Militärdienst eintreten sollte, kam ich zu einer genauen Erkenntnis der biblischen Wahrheit. Das stellte mich vor eine wichtige Entscheidung. Ich entschied mich für Jehova. Obwohl ich zu drei Jahren Gefängnis im Campo De Mayo verurteilt worden bin, bin ich heute sehr glücklich, als ein Zeuge Jehovas getauft zu werden.“

      Und Herr A. L. sagte über sich: „Ich war ein bekannter Fernsehkomiker. Ich lernte, daß Jehova eine reine Organisation hat. Aufgrund meiner Arbeit mußte ich eine schwere Entscheidung treffen. Nach vielen Gebeten gab mir Jehova die Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen. Darauf begann ich, alle Verträge zu kündigen, die von mir verlangten, in unmoralischen Aufführungen, die im Widerspruch zu biblischen Grundsätzen standen, aufzutreten. Ich verlor deshalb viel von meiner Popularität im Fernsehen und auch einen großen Teil meines Einkommens. Aber ich war froh, daß ich es getan hatte, um Jehova Gott dienen zu können.“

      Eine andere Prüfung in bezug auf ihren Lebensweg hatte Frau L. M. zu bestehen. Sie erzählte: „Als ich begann, mit Jehovas christlichen Zeugen die Bibel zu studieren, leistete mein Mann keinen Widerstand. Doch während das Bibelstudium voranschritt, wurde er ein regelrechter Gegner. Als ich meine erste Aufgabe in der Theokratischen Schule hatte, kam er in den Königreichssaal und sagte mir: ,Du mußt jetzt zwischen Jehovas Zeugen und mir wählen.‘ Ich sagte ihm, ich würde mich für Jehova Gott entscheiden. Nach fünfzehn Jahren Ehe setzte mein Mann eine gesetzliche Trennung durch, und wir sind jetzt tatsächlich getrennt. Trotzdem freue ich mich, hier auf diesem Kongreß zu sein und mich als Zeuge Jehovas taufen zu lassen.“ Es könnten viele weitere Beispiele angeführt werden, um zu zeigen, daß der Glaube an Gott nicht nur einschließt, daß man an seine Existenz glaubt, sondern auch, daß man in Übereinstimmung mit Gottes Wort lebt.

      Auf dem Weg bleiben

      Wenn man den richtigen Anfang gemacht hat, muß man auf dem rechten Weg bleiben und sich von guten Beweggründen leiten lassen. Ein Christ muß ‘Cäsars Dinge Cäsar zurückzahlen’, indem er den Gesetzen des Landes gehorcht, auch denen über das Steuerzahlen (Matth. 22:21). Er tut dies nicht nur aus Furcht vor Strafe, sondern auch um seines Gewissens willen. Diesbezüglich gab der Apostel Paulus den Rat: „Daher besteht zwingender Grund, daß ihr untertan seid, nicht nur jenes Zornes wegen, sondern auch eures Gewissens wegen. Denn darum zahlt ihr auch Steuern“ (Röm. 13:5, 6). Jehovas Zeugen sind immer wieder öffentlich gelobt worden, weil sie ihre Steuern gewissenhaft zahlen.

      Der gottgefällige Lebensweg schließt auch ein, daß man als Arbeitnehmer gewissenhafte Arbeit leistet. Heute arbeiten viele Personen sowenig wie möglich, es sei denn, ihr Chef schaut zu. Aber der wahre Christ läßt sich von biblischen Grundsätzen leiten wie zum Beispiel dem folgenden: „Seid in allem denen gehorsam, die eure Herren [sind] ... Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova und nicht für Menschen, denn ihr wißt, daß ihr den gebührenden Lohn, das Erbe, von Jehova empfangen werdet“ (Kol. 3:22-24). Da die christlichen Zeugen diesen Rat beherzigt haben, haben sie sich einen guten Ruf als Arbeiter erworben. Bezeichnend für die Ergebnisse ihrer Lehrtätigkeit ist die Handlungsweise, die eine junge Frau einschlug, die erst kurze Zeit mit Jehovas Zeugen die Bibel studierte. Ihre Arbeitskolleginnen verspotteten sie, weil sie gewissenhaft arbeitete, selbst wenn der Chef nicht zusah. Sie erwiderte: „Aber da oben ist jemand, der immer zuschaut.“

      Ein anderes Gebiet, auf dem Gott eine Rolle spielen sollte, ist die eheliche Treue. Gottes Wort sagt ausdrücklich: „Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten“ (Hebr. 13:4). Zwar widersprechen mehr und mehr Geistliche Gottes Wort in dieser Angelegenheit, doch wahre Christen werden sich an Gottes Anforderungen halten. Auch hier haben sich Jehovas christliche Zeugen einen guten Ruf erworben. So kann man in der New Catholic Encyclopedia unter „Jehovas Zeugen“ lesen, daß „ihre Ehe- und Geschlechtsmoral sehr streng ist“. Ja, genauso streng, wie es die Bibel fordert (Bd. 7, S. 864).

      Zeugnisgeben

      Am auffallendsten macht sich der wahre Glaube an Gott in der Tätigkeit des Zeugnisgebens, Predigens und Lehrens als ein Lebensweg bemerkbar. So gab Jesus seinen Nachfolgern das Gebot, ihr Licht vor den Menschen leuchten zu lassen, und warnte sie, sich davor zu schämen, ihn vor den Menschen zu bekennen, da er sich sonst schämen würde, sie vor seinem himmlischen Vater zu bekennen (Matth. 5:14-16; Mark. 8:38). Diese Verpflichtung erlegte er seinen Nachfolgern besonders durch seine letzten Worte auf: „Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie.“ Seine ersten Jünger verstanden diese Worte, denn wir lesen, daß sie, als sie zerstreut und verfolgt wurden, ,durch das Land gingen und die gute Botschaft des Wortes verkündeten‘ (Matth. 28:19, 20; Apg. 8:4).

      Tatsächlich waren sie so eifrig, daß der Apostel Paulus schreiben konnte, die gute Botschaft sei „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden“ (Kol. 1:23). Auch sagte Jesus voraus: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matth. 24:14). Jehovas Zeugen sind die einzigen, die das Predigen und Lehren zu einem Bestandteil ihres Lebens machen. So beteiligten sich im April des Jahres 1976 laut unvollständigen Berichten 2 153 539 von ihnen am Predigen und Lehren, und sie führten 1 373 707 Heimbibelstudien durch.

      Ja, der Glaube an Gott ist tatsächlich ein Lebensweg. Er bringt Befriedigung, Herzensfrieden und Glück mit sich. Es ist nicht damit getan, lediglich an die Existenz Gottes und Christi Jesu zu glauben, sondern es ist nötig, nach biblischen Grundsätzen zu leben und die Wahrheit über Gott, Jesus Christus und ihr Königreich bekanntzumachen. Jehovas christliche Zeugen tun dies, und sie sind gern bereit, jedem zu helfen, der diesen Lebensweg einschlagen möchte.

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