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  • Launisches Wetter — Läßt sich etwas dagegen tun?
    Erwachet! 1975 | 22. Juni
    • Dies habe zur Folge, daß wärmeres Wasser aus dem Atlantischen Ozean in die Arktis fließen und das Eis zum Schmelzen bringen würde. Andere Vorschläge ziehen den Einsatz von Atombomben in Betracht, um das Eis aufzubrechen, oder sehen vor, eine Schicht Ruß auf dem Eis auszubreiten, so daß mehr Sonnenstrahlen absorbiert werden, die zum Schmelzen des Eises beitragen können.

      Derartige Projekte bewegen sich im Bereich der Utopie. Sie sind weder brauchbar noch im Rahmen der Möglichkeiten der heutigen Technologie. Selbst wenn sie es wären, wäre es nicht sicher, ob ein solches Herumprobieren überhaupt etwas nützen würde. Es könnte die Lage genausogut noch schwieriger machen.

      Wie sieht die Zukunft aus?

      Wie wird das Wetter in der Zukunft sein? Werden Trockenheit, Überschwemmungen und andere schädliche Auswirkungen des Wetters die Menschheit für immer heimsuchen?

      Es ist wahr, manche meinen, einen Schutz vor schlechtem Wetter könne es nicht geben. Aber diese düsteren Voraussagen lassen den wichtigsten Faktor hinsichtlich der Zukunft außer acht. Sie lassen den Vorsatz des Schöpfers, Jehovas, außer acht. Sein eigenes Wort sagt uns deutlich, daß es nicht sein Vorsatz ist, die Erde für unabsehbare Zeit von einer Katastrophe in die andere treiben zu lassen. Er wird nicht zulassen, daß die Naturgewalten weiterhin den Menschen blindlings Schaden zufügen.

      Es stimmt zwar, daß Jehova Gott gemäß der Aussage der Bibel die Wettervorgänge in Gang gebracht hat (Matth. 5:45). Bedeutet dies aber, daß Gott jetzt unmittelbar das Wetter beeinflußt, wodurch er für die Überschwemmungen, für Trockenheit und ähnliche Katastrophen verantwortlich würde?

      Nein, das ist nicht der Fall. Die Menschheitsfamilie verlor die Gunst Gottes, als der Mensch in Eden gegen Gott rebellierte, und darum greift Gott nicht direkt ein, um Naturkatastrophen abzuwenden. Die Völker haben seine Leitung abgelehnt und handeln nach ihrem Gutdünken. Gott hat dies eine bestimmte Zeit lang zugelassen. Selbst Menschen, die bemüht sind, den Willen Gottes zu tun, bleiben von den Folgen, die dies hat, nicht unberührt, obwohl Gott ihre Bemühungen segnet, wenigstens die lebensnotwendigen Dinge zu beschaffen, und ihnen gewiß geistigen Schutz bietet.

      Der Mensch braucht Gottes Leitung, um in Harmonie mit der Natur zusammenzuarbeiten und von Wetterkatastrophen verschont zu werden. Um zu zeigen, was er für die ganze Menschheit in der Zukunft tun würde, sagte Gott der Nation Israel vor Jahrhunderten, daß Gehorsam gegenüber seinen Gesetzen Segen bringen würde:

      „Es soll geschehen, wenn ihr meinen Geboten, die ich euch heute gebiete, unweigerlich gehorchen werdet, so daß ihr Jehova, euren Gott, liebt und ihm mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele dient, daß ich eurem Land auch gewißlich Regen geben werde zu seiner bestimmten Zeit. Herbstregen und Frühjahrsregen, und du wirst in der Tat dein Korn einsammeln und deinen süßen Wein und dein Öl. Und ich werde gewißlich Pflanzenwuchs auf deinem Felde für deine Haustiere geben, und du wirst in der Tat essen und satt werden“ (5. Mose 11:13-15).

      Was aber, wenn das Volk nicht so handeln würde? Was, wenn sie Gottes Gesetze übertreten würden? Für diesen Fall sagte Gott:

      „Nehmt euch in acht, damit sich euer Herz nicht betören lasse und ihr tatsächlich abweicht und andere Götter anbetet und euch vor ihnen niederbeugt und Jehovas Zorn wirklich gegen euch entbrennt und er die Himmel verschließt, so daß kein Regen fallen und der Erdboden seinen Ertrag nicht geben wird und ihr rasch umkommen müßt, von dem guten Lande hinweg, das Jehova euch gibt“ (5. Mose 11:16, 17).

      Das zuletzt Erwähnte trat ein. Dies ist der Grund, weshalb ein großer Teil des Landes, das als Palästina bekannt war, seit Jahrhunderten unfruchtbar ist.

      Heute tut keine Nation den Willen Gottes, der in seinem Wort, der Bibel, aufgezeichnet ist. Deshalb haben sie auch nicht seinen Segen und seine Führung.

      Die Prophezeiungen der Bibel offenbaren aber, daß Gott innerhalb sehr kurzer Zeit in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen und allen heutigen menschlichen Systemen die Macht entreißen wird (Dan. 2:44). Unter der dann folgenden Herrschaft Gottes wird der Schöpfer sein gehorsames Volk lehren, wie es sich die Natur am besten zunutze machen kann, so daß es mit Wetter gesegnet ist, das sich zu seinem Guten auswirkt. Die Bibel verheißt, daß in jener neuen Ordnung selbst „die Wildnis und die wasserlose Gegend“ blühen werden (Jes. 35:1, 6, 7).

      Wenn uns also auch die Meteorologen heute in bezug auf das Wetter nichts Gutes für die Zukunft voraussagen, sagt uns Gottes Wort, daß bald ein Wechsel zum Guten kommen wird. In der Zwischenzeit werden aber die Veränderungen des Wetters weiterhin einen Anteil daran haben, die Unfähigkeit der Menschen, ihre Angelegenheiten ohne Gott erfolgreich zu lenken, bloßzustellen.

  • Vilcabamba — wo man ohne Hetze lebt
    Erwachet! 1975 | 22. Juni
    • Vilcabamba — wo man ohne Hetze lebt

      Vom „Awake!“-Korrespondenten in Ecuador

      SEIT undenklichen Zeiten führt der Mensch einen erfolglosen Kampf gegen das Altern. Dennoch sind die Menschen heute immer noch genauso daran interessiert, etwas über die Verlängerung ihrer Lebensspanne zu hören. Gehörst auch du zu diesen Menschen? Dann wird es dich interessieren, etwas über Vilcabamba zu hören, ein Bergdorf im Süden Ecuadors.

      Ich wohne in Ecuador und hatte schon vor längerer Zeit von Leuten aus Vilcabamba gehört, die 100, 120 und sogar 140 Jahre alt geworden sind. Konnte das überhaupt wahr sein? Der Ruf über dieses Tal und seine Bewohner drang auch in andere Länder, und so fuhren bekannte Leute nach Vilcabamba. Da meine Neugier genügend angeregt worden war, beschloß auch ich, dorthin zu reisen.

      Vilcabamba und seine Bewohner

      Um von meinem Wohnort nach Vilcabamba zu gelangen, mußte ich eine Stunde mit dem Flugzeug in die Anden fliegen und dann noch mehrere Stunden mit anderen Verkehrsmitteln reisen. Während ich meinem Ziel näher kam, bemerkte ich eine deutliche Temperaturänderung. Das kalte Gebirgsklima ging über in ein mildes, gemäßigtes, da wir uns nicht mehr so hoch befanden. Das ganze Jahr über schwankt die Temperatur in Vilcabamba um 19 °C. Bei diesem Klima gedeihen natürlich die Pflanzen sehr gut. Das Tal wird von allen Arten von Pflanzen geschmückt, Wälder bedecken die Bergabhänge, und es werden Mais, Zuckerrohr, Bananen und Hülsenfrüchte angebaut.

      Auf den ersten Blick ist man wahrscheinlich von Vilcabamba nicht beeindruckt, besonders wenn man aus einer Großstadt kommt. Eine schnurgerade, ungepflasterte Straße geht mitten durch den Ort. Nur wenige Leute sind unterwegs, die meisten arbeiten außerhalb auf ihren Feldern. Die Häuser sind aus einfachen Lehmziegeln gebaut und sind mit typisch spanischen Ziegeldächern gedeckt; sie scheinen allgemein einen einfachen Lehmfußboden zu haben.

      Wir möchten nun mit dem ältesten Einwohner des Bergdorfes bekannt werden. Der Mann heißt Arcangel Carpio und soll 126 Jahre alt sein. Arcangel ist groß gewachsen und hat europäische Gesichtszüge. Er hat überraschend wenig Falten für sein Alter. Er kann sich an einfache Dinge erinnern, beispielsweise an die Zeiten, als er zusammen

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