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Göttlicher Sieg — was bedeutet er für die bedrängte Menschheit?Der Wachtturm 1973 | 15. Oktober
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19. Was beseitigte Gott zu Beginn der Zeiten der Nationen von der Erde, und wie?
19 Zu Beginn der Zeiten der Nationen, im Herbst jenes Jahres, beseitigte Gott sein Vorbild-Königreich von der Erde und überließ den heidnischen Mächten, das heißt den nichtjüdischen Mächten, die Gewalt über die Länder der ganzen Erde. Dies tat Gott, indem er zuließ, daß der König von Jerusalem, der den Messias vorschattete, von dem Heer des heidnischen Babylon gestürzt und die heilige Stadt samt ihrem Tempel zerstört wurde und daß Jerusalem und das Land Juda danach siebzig Jahre eine wüste Einöde waren.
20. (a) Was tat Gott dagegen am Ende der Zeiten der Nationen? (b) Weshalb war das, was Gott damals tat, für die politischen Herrscher auf der Erde nicht sichtbar?
20 Am Ende der Zeiten der Nationen, im Jahre 1914 u. Z., richtete Gott dagegen sein Königreich wieder auf, und zwar nicht das Vorbild-Königreich mit einem König, der den Messias vorschattete, sondern das wirkliche, das gegenbildliche Königreich. Er stellte deshalb in jenem Jahr nicht das Königreich des Königshauses Davids in Jerusalem im Nahen Osten wieder her. Er richtete das Königreich in den Händen Jesu Christi auf, der als Mensch auf der Erde als Nachkomme des Königs David geboren worden war. Auch richtete er — da Jesus Christus nicht mehr als Mensch auf der Erde ist, sondern als Märtyrer starb und zu himmlischem, geistigem Leben auferweckt wurde — das Königreich dieses Nachkommen des Königs David in den Himmeln auf, an der Stätte, die als das „himmlische Jerusalem“ bezeichnet wird. (Matth. 1:1; 1. Petr. 3:18; Hebr. 12:22) Deshalb war die Geburt dieses messianischen Königreiches im Jahre 1914 u. Z. für die politischen Herrscher der Christenheit und des Heidentums nicht sichtbar. Doch diese Geburt mußte zur rechten Zeit eintreten, und sie machte sich auch geltend durch die Folgen, die sie sowohl im Himmel als auch auf der Erde hatte.
21—23. (a) Warum ist dieser „Krieg“ im Himmel nichts, worüber man ungläubig spotten sollte? (b) Wie beschreibt Johannes gemäß Offenbarung, Kapitel 12 die Ursache hierfür?
21 Sind wir uns dessen bewußt, daß die erfolgreiche Geburt dieses messianischen Königreiches — das von Gottes himmlischer Organisation wie ein Neugeborenes von einer Frau hervorgebracht wurde — im Himmel zu einem Krieg führte? Das ist nichts, worüber man ungläubig spotten sollte, denn jeder Krieg hat seine Folgen, und auch dieser himmlische, unsichtbare Krieg hat für uns hier auf der Erde seine Folgen gehabt. Die Folgen dieses Krieges sind nichts, worüber wir lächeln sollten, denn wir bekommen sie auf schmerzliche Weise zu spüren. Dadurch wird das Ganze für uns eine Realität. Die unsichtbare, himmlische Ursache hierfür sah der christliche Apostel Johannes in einer prophetischen Vision. Seine Beschreibung darüber lautet gemäß dem Neuen Testament 1968 wie folgt:
22 „Die Frau [das heißt Gottes himmlische Organisation] brachte einen Sohn zur Welt, der alle Nationen der Erde mit eisernem Besen regieren sollte. Das Kind wurde fortgeholt und zum Thron Gottes gebracht. ... Dann brach im Himmel Krieg aus. Michael kämpfte mit seinen Engeln gegen den Drachen. Der wiederum schlug mit seinen Engeln zurück. Aber der Drache wurde besiegt. Er und seine Engel durften nicht länger im Himmel bleiben.
23 Der große Drache wurde hinuntergestürzt! Er ist diese alte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Welt verwirrt. Mit allen seinen Engeln wurde er auf die Erde hinuntergestürzt. Dann hörte ich [Johannes] eine mächtige Stimme im Himmel sagen: Jetzt ist es soweit: Gott hat uns gerettet! Jetzt hat Gott seine Macht als König gezeigt! Jetzt hat der, den er eingesetzt hat, seine Macht gezeigt! Der Ankläger, der Tag und Nacht vor Gott unsere Brüder beschuldigte, ist aus dem Himmel hinausgeworfen worden. Mit dem Blut des Lammes haben unsere Brüder ihn besiegt und durch die Wahrheit, die sie verkündeten. Sie waren bereit, ihr Leben zu opfern und zu sterben. Darum freut euch, ihr Himmel mit euren Bewohnern! Aber welche schrecklichen Aussichten für das Land und das Meer, seit der Teufel sich dort bei euch aufhält! Er ist wütend, denn er weiß, daß ihm nur wenig Zeit bleibt.“ — Offb. 12:5-12.
24. (a) Wie lange dauerte dieser „Krieg im Himmel“? (b) Warum ergaben sich aus dem Ausgang dieses Krieges für die Menschen auf dem Land und auf dem Meer „schreckliche Aussichten“?
24 Wie lange dieser „Krieg im Himmel“ zwischen heiligen Engeln und teuflischen Dämonen dauerte, wird in dem Bericht nicht erwähnt; aber es ist kaum anzunehmen, daß er länger dauerte als der Erste Weltkrieg, der am 11. November 1918 endete. Wie dem auch sei, was uns persönlich mehr interessiert, ist die Frage: Wie wirkte sich dieser Krieg auf uns hier auf der Erde aus, die wir nichts davon wußten, daß er im Himmel stattgefunden hat? Die heiligen Himmel wurden aufgefordert, sich über Gottes Sieg, einen göttlichen Sieg, zu freuen, aber wie sah es mit uns hier auf der Erde aus? Im Himmel erscholl der laute Ruf: „Welche schrecklichen Aussichten für das Land und das Meer ...!“ Weshalb „schreckliche Aussichten“ für die Menschen auf dem Land und auf dem Meer? Weil ‘sich der Teufel bei uns aufhält und wütend ist, da er weiß, daß ihm nur wenig Zeit bleibt’. — Offb. 12:12, NT 68.
25, 26. (a) Welche Fragen in Verbindung mit dem Weltgeschehen seit dem Ersten Weltkrieg werden an Personen gerichtet, die über die Existenz Satans und seiner Dämonenengel spotten? (b) Welche Frage wird schließlich im Hinblick auf Ursache und Wirkung aufgeworfen?
25 Personen, die über die Bibel spotten, mögen den Gedanken, daß Satan, der Teufel, und seine Dämonenengel in die Nähe unserer Erde hinabgeworfen worden seien, lächerlich finden. Können sie aber über die „schrecklichen Aussichten“ lachen, die sich inzwischen sowohl für das Land als auch für das Meer verwirklicht haben? Nein, diese Spötter können Satan, den Teufel, mit ihren natürlichen Augen nicht sehen, aber sie könnten wissen, daß er und seine Legionen von Dämonenengeln sich in unserer nächsten Umgebung aufhalten. Wenn sie es nicht glauben, dann mögen sie uns doch sagen, warum sich der Völkerbund, der kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gegründet wurde, nicht als eine internationale Organisation für Weltfrieden und internationale Sicherheit erwiesen hat. Warum verhinderte er nicht, daß sich in Europa kriegsbegeisterte politische Diktatoren erhoben? Warum verhinderte er nicht, daß im Jahre 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, der Krieg, dessen Höhepunkt die Explosion von zwei Atombomben war, die für die Bewohner von Hiroschima und Nagasaki schreckliche Folgen hatte?
26 Warum ist es auch der Organisation der Vereinten Nationen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahre 1945, gegründet wurde, bis heute nicht gelungen, Kriege, Grenzverletzungen, Revolutionen und andere politische Unruhen zu verhindern? Warum bereiten sich die Großmächte in so erschreckendem Ausmaß auf einen Atomkrieg vor? Worauf ist die Geldkrise zurückzuführen? Warum kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten zwischen Arbeitern und Unternehmern, ja sogar zwischen Staatsangestellten und der Regierung? Warum nimmt der Nationalismus immer extremere Formen an? Woher kommen Rassenhaß und Rassenvorurteile? Warum nehmen die Verbrechen zu? Worauf ist der Sittenverfall zurückzuführen? Warum nehmen die Geschlechtskrankheiten seuchenartig überhand? Warum wird die Erde, die Heimat des Menschen, durch die Umweltverschmutzung verdorben? Warum werden die Lebensmittel für die wachsende Weltbevölkerung immer knapper? Warum trifft auf unsere Zeit die Vorhersage Jesu Christi zu: „Auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Wasserwogen; indem die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“? (Luk. 21:25, 26, Elberfelder Bibel) Jede Wirkung hat eine Ursache. Was ist die wirkliche Ursache dieser Bedrängnis und ihrer Folgen? Diese Frage wird im nächsten Artikel beantwortet.
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Die Ursache der Bedrängnis der Menschheit wird bald beseitigtDer Wachtturm 1973 | 15. Oktober
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Die Ursache der Bedrängnis der Menschheit wird bald beseitigt
1. Was ist gemäß der Bibel die Hauptursache dafür, daß die Bedrängnis, unter der die Menschheit zu leiden hat, immer größer wird?
ES STIMMT, daß selbstsüchtige, lieblose Menschen nicht frei von Schuld sind. Aber der Hauptgrund dafür, daß die Bedrängnis, unter der die Menschheit zu leiden hat, immer größer wird, besteht darin, daß Satan, der Teufel, und seine Dämonenengel aus den heiligen Himmeln hinaus- und in die Nähe unserer Erde hinabgeworfen wurden; und darüber sind diese Teufel wütend. Sie sind wütend, weil der „Krieg im Himmel“ zu einem göttlichen Sieg, zu Gottes Sieg, führte. Sie sind wütend, weil Gottes Königreich seines wahren Messias am Ende der Zeiten der Nationen, im Jahre 1914, in den Himmeln geboren wurde und sie dies nicht verhindern konnten. Sie sind wütend, weil die Zeit ihrer Beschränkung auf die Umgebung der Erde kurz ist und sie dann sogar daraus vertrieben und in einem Abgrund gefangengesetzt werden, von wo aus sie ihren bösen Einfluß nicht mehr auf die Menschheit ausüben können. — Offb. 20:1-3, 7.
2, 3. (a) Inwiefern entspricht das Ziel, das Satan, der Teufel, verfolgt, dem politischen Ziel, das Adolf Hitler verfolgte? (b) Warum wird Offenbarung 12:13-17 angeführt, um zu zeigen, daß Satan nicht bestrebt ist, Menschen am Leben zu erhalten?
2 Das politische Ziel des nationalsozialistischen Diktators Adolf Hitler war: herrschen oder vernichten! Wie frühere Diktatoren, so war auch er durch Satan, den Teufel, auf diesen Gedanken gekommen. Jetzt, da Satan bald nicht mehr über die ganze Menschheit herrschen kann, wie er es während der Zeiten der Nationen und schon davor getan hat, ist er entschlossen, sie zu vernichten. Dann gäbe es, wie er meint, auf der Erde keine Menschen mehr, über die Gottes messianisches Königreich herrschen könnte. Ein Selbstmord der Menschheit durch einen Atomkrieg oder durch die Umweltverschmutzung käme Satan, dem Teufel, daher sehr gelegen. Daß er gegenüber der Menschheit Mordabsichten hat, geht aus folgenden weiteren Worten der Offenbarung hervor:
3 „Als nun der Drache sah, daß er zur Erde hinabgeschleudert worden war, verfolgte er das Weib, das das männliche Kind geboren
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