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Praktische Weisheit im Zeitalter der RaumfahrtDer Wachtturm 1960 | 1. Februar
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Praktische Weisheit im Zeitalter der Raumfahrt
„Durch Weisheit Gelingen zu haben ist vorteilhaft.“ — Pred. 10:10, NW.
1. Warum muß Menschenweisheit mangelhaft sein, obwohl sie den Menschen in jüngster Zeit in das „Zeitalter der Raumfahrt“ gestürzt hat?
IN JÜNGSTER Zeit hat Menschenweisheit den Menschen in das sogenannte „Zeitalter der Raumfahrt“ gestürzt, doch hat sie dem Menschen nicht den Weg zum Himmel geöffnet. Der Mensch ist mit Hilfe seiner Meßinstrumente Hunderttausende von Kilometern in den Weltraum eingedrungen, um einige seiner Geheimnisse kennenzulernen. Doch trotz all dieser Kenntnisse hat der Mensch nicht den Zugang zum Himmel, zur Wohnstätte Gottes, erlangt. Ja obwohl er die bodenlosen Tiefen des Weltraums zu ergründen sucht, ist der Mensch als Wissenschaftler gar nicht daran interessiert, mehr Erkenntnis über Gott, den Schöpfer, zu gewinnen. Ist also die menschliche Weisheit des Weltraumzeitalters nicht mangelhaft? Ist diese Weisheit wirklich von praktischem Wert?
2, 3. (a) Inwiefern kommt der Wissenschaftler, der die Tiefen des Weltraums zu ergründen sucht, dem unvernünftigen Vieh gleich? (b) Welche Worte Salomos beachtet er nicht?
2 Je mehr der forschende Mensch mit Raketen und Satelliten, die mit Meßinstrumenten versehen sind, in die Tiefen des Weltraums vordringt, desto mehr steht er vor der offenkundigen Tatsache, daß es einen Gott der ganzen Schöpfung gibt, daß dieser Gott lebt und der intelligente Schöpfer des ganzen Universums ist. Der Mensch ist genötigt, die Weisheit, den Verstand, die Kenntnisse und das Unterscheidungsvermögen wahrzunehmen und anzuerkennen, mit Hilfe derer das Universum ins Dasein gekommen ist. Verläßt sich der Mensch aber auf die eigene Weisheit und ist er stolz auf die eigenen Leistungen, so wird er so unvernünftig wie das stumme Vieh. Eine Kuh auf dem Felde sieht wohl die Wunder der Erde und des Himmels, kann aber nicht verstehen, daß es einen höchsten, allmächtigen und allweisen Schöpfer gibt, der alle diese wunderbaren Dinge in ihrer Ordnung und Harmonie geschaffen hat. Ähnlich verhält sich der stolzerfüllte Wissenschaftler im Zeitalter der Raumfahrt. Er sieht die Dinge wohl, zieht aber keine Folgerungen und versteht sie nicht. Er will der Tatsache ausweichen, daß es einen Gott gibt, dem er verantwortlich ist und dessen Willen er zu erkennen und zu tun suchen sollte. Daher wendet er Eigenschaften, die er in den Werken der Schöpfung zur Schau gestellt sieht, selbst nicht an und beweist so, daß seine materialistische Weisheit nicht von praktischem Wert ist. Er zollt den folgenden Worten keine Beachtung, die ein berühmter König geschrieben hat, der Tausende von Jahren vor dem Weltraumzeitalter praktische Weisheit an den Tag legte:
3 „Jehova selbst gründete in Weisheit die Erde. In Einsicht befestigte er die Himmel. Durch seine Erkenntnis spalteten sich die wogenden Wasser, und der Wolkenhimmel träufelt fortwährend leichten Regen herab. Mein Sohn, laß sie [d. h. Weisheit, Einsicht und Erkenntnis, die in Gottes Schöpfung offenbar werden] nicht von deinen Augen weichen. Bewahre Denkvermögen und praktische Weisheit.“ — Spr. 3:19-21, NW.
4, 5. (a) Welche Gründe gab König Salomo an, als er uns den Rat gab, solche Fähigkeiten zu bewahren? (b) Inwiefern gelten die von Salomo angegebenen Gründe besonders heute?
4 Weshalb aber sollten wir uns die Weisheit, Einsicht und Erkenntnis, über die Jehova Gott, der Schöpfer, verfügt, vor Augen halten? Weshalb die Weisheit, die von praktischem Wert ist, sowie unser Denkvermögen bewahren und es nicht durch herrische, selbstsüchtige Menschen gleichschalten lassen? Der König, der für praktische Weisheit eintrat, schrieb folgende Worte, um den Grund zu erklären: „Sie werden Leben sein für deine Seele und Anmut deinem Halse. Dann wirst du in Sicherheit deinen Weg gehen, und dein Fuß wird nicht anstoßen. Wenn du dich niederlegst, wirst du nicht erschrecken; und liegst du, so wird dein Schlaf süß sein. Fürchte dich nicht vor plötzlichen Schrecken, noch vor der Verwüstung der Gesetzlosen, wenn sie kommt [vor dem über die Bösen kommenden Sturm, NW]; denn Jehova wird deine Zuversicht sein, und wird deinen Fuß vor dem Fange bewahren.“ — Spr. 3:22-26.
5 Diese Segnungen, die wir aus praktischer Weisheit, aus Unterscheidungsvermögen, Erkenntnis und Denkvermögen in bezug auf Jehova Gott erhalten können, sind in der Tat heute notwendig, in dieser Zeit der Furcht vor einem Überraschungsangriff, in dem es Tod und Verderben vom Himmel her regnen kann, sowie der Furcht vor dem gewaltsamen Tod unserer Seele durch Kampfmittel aus dem Weltraum oder von Unterseeboten aus, die in den Tiefen der großen Ozeane kreuzen. Außer diesen Dingen, die der Mensch herbeizuführen vermag, wird der universelle Krieg von Harmagedon wie ein Sturm über alle hereinbrechen, die in Gottes Augen böse sind. Die Kriegswissenschaftler geben offen zu, daß sie vor ferngesteuerten Kriegsgeschossen keinen Schutz bieten können. Aber noch viel weniger werden sie vor Harmagedon Schutz zu bieten vermögen.
6, 7. (a) Wie wurde kürzlich durch das Vorgehen eines Studenten an der Columbia-Universität gezeigt, daß es nutzlos ist, von Menschen zu erwarten, daß sie praktische Weisheit lehren? (b) Welchen Entscheid fällte der Oberrichter, als er die Klage abwies, in der Frage, ob man erwarten darf, daß menschliche Institutionen Weisheit lehren?
6 In Anbetracht des offensichtlichen Mangels an Einsicht und Verständnis der Wissenschaftler dieses Weltraumzeitalters ist es nutzlos, vom Menschen selbst jene praktische Weisheit zu erwarten, die uns ein gesichertes Dasein in Glück und Frieden brächte. Hier folgt diesbezüglich eine Art Illustration. Ein junger Mann vom Staate New Jersey besuchte die Columbia-Universität in der Stadt New York. Später machte er der Universität wegen seines Unterrichtsgeldes den Prozeß und forderte eine Entschädigung für die Zeit, die er auf dieser Universität als Student verbracht hatte. Weswegen? Das New Yorker World Telegram and Sun berichtet: „Er behauptete, Columbia habe ihn durch die falsche Angabe festgehalten, Weisheit zu lehren.“
7 Der Richter Gerald Foley wies die Klage am 13. Juni 1958 ab. Er sagte: „Eines wenigstens, was ein Mensch von gewöhnlicher Intelligenz weiß, ist die Tatsache, daß Weisheit nicht gelehrt werden kann, wenn sie überhaupt definierbar ist.“ Darauf wies der Richter kraftvoll auf die menschliche Unzulänglichkeit hin, als er mit den Worten schloß: „Keine vernünftige Person wird die Behauptung irgendeines Menschen oder einer Einrichtung, daß Weisheit gelehrt werden kann, als richtig befinden, und keine vernünftige Person wird aus dem Material [das in diesem Rechtsfall unterbreitet wurde] die Folgerung ziehen, die Columbia-Universität habe den Eindruck vermittelt, dort könne oder werde Weisheit gelehrt.“ Das New Yorker World Telegram and Sun berichtete jedoch, daß sich der ehemalige Student der Columbia-Universität nicht damit zufriedengebe, sondern daß er „gegen die Abweisung seiner Klage, wonach die Institution verfehlt habe, ihn Weisheit zu lehren“, Appellation erheben werde. — 14. Juni 1958.
8, 9. (a) War der Richter nicht in der Lage, zu erklären, woher allein der Mensch Weisheit erlangen kann? (b) Woher empfing Salomo seine Weisheit, wie er dies anerkannte, und was sagte er von ihrem Nutzen?
8 Wir haben allen Grund, zu glauben, daß das Appellationsgericht den vernünftigen Entscheid dieses Richters, bestätigen wird, nämlich, daß Weisheit nicht von irgendeiner weltlichen, menschlichen Institution gelehrt werden kann. Es gehörte nicht in den Aufgabenbereich dieses Richters eines nichtreligiösen Gerichts, zu sagen, daß Weisheit nur von der himmlischen Quelle, das heißt von Jehova Gott, kommt, dessen vier Haupteigenschaften Weisheit, Gerechtigkeit, Macht und Liebe sind. Gott hat dem Menschen ursprünglich das eingepflanzt, was er an Weisheit besitzt, und so wurde der Mensch im Bilde und Gleichnis Gottes, seines Schöpfers, auf menschlicher Stufe erschaffen. Deswegen sollte der Mensch mehr Vernunft an den Tag legen als eine Kuh, besonders heute, in diesem „Zeitalter der Raumfahrt“. Der Mensch sollte etwas von dem Verstand und der Einsicht zu erlangen suchen, die der weise König Salomo hatte, worüber er im biblischen Buch der Sprüche schrieb, so daß es für uns aufbewahrt geblieben ist. König Salomo wußte, woher er seine Weisheit hatte, und er war demütig und dankbar genug, es zu bekennen. In Sprüche 2:6-22 (NW) schrieb er:
9 „Jehova selbst gibt Weisheit; aus seinem Munde kommen Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen. Für die Rechtschaffenen wird er praktische Weisheit aufbewahren; denen, die in Lauterkeit (Integrität) wandeln, ist er ein Schild, indem er die Pfade des Rechts einhält; und er wird den Weg seiner Menschen von liebender Güte behüten. Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht und Geradheit verstehen, den ganzen Lauf des Guten. Wenn Weisheit in dein Herz einkehrt und Erkenntnis deiner Seele angenehm wird, wird Denkvermögen über dich wachen, Unterscheidungsvermögen wird dich behüten, um dich zu erretten von dem schlechten Wege, von dem Manne, der verkehrte Dinge redet, von denen, die die Pfade der Geradheit verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln, von denen, die sich daran freuen Schlechtes zu verüben, die über verkehrte Dinge der Schlechtigkeit frohlocken, deren Pfade krumm sind und die abbiegen von ihrem allgemeinen Lauf, damit du von dem fremden Weibe errettet werdest, von der Fremden, die ihre Reden glatt macht, die den trauten Freund ihrer Jugend verläßt, ja den Bund ihres Gottes vergessen hat … Die Bösen dagegen werden von der Erde vertilgt und die Treulosen von ihr weggerissen werden.“
10. Auf welche Weise wird dargetan, daß Menschenweisheit von unpraktischem Wert ist, doch inwiefern ist die Weisheit, die wir von Gott erhalten und anwenden, von praktischem Nutzen?
10 Menschenweisheit hat in diesem „Zeitalter der Raumfahrt“ die Wagnisse und Gefahren für den Menschen vermehrt, so daß sein Dasein selbst, trotz aller materiellen Vorteile, derer er sich erfreut, bedroht ist. Menschenweisheit ist daher nicht von praktischem Nutzen. Anders verhält es sich mit der Weisheit, die Jehova Gott, zusammen mit Erkenntnis, Unterscheidungsvermögen und Verständnis, verleiht. All dies kommt von ihm und hilft uns, in Geradheit und Lauterkeit zu wandeln, und dies gemäß einem höheren als nur dem menschlichen Maßstab, nämlich Gottes Maßstab. Man stelle sich nur vor, daß Jehova Gott, der Allmächtige, uns schützt, weil wir so in Lauterkeit wandeln. Und wenn wir in Geradheit wandeln, dürfen wir annehmen, daß dieser Gott für uns „praktische Weisheit“ aufhäuft, in der Tat die Früchte praktischer Weisheit, nämlich ständiges Gelingen, Leistungsfähigkeit, die guten Auswirkungen unserer Arbeit. Auf diese Weise erleiden wir niemals einen wirklichen Verlust. Wir vergeuden niemals unsere Kraft, noch wenden wir sie falsch an, nein, wir häufen uns Schätze auf bei Gott. Und diese Schätze haben Ewigkeitswert, denn Jehova Gott besteht ewiglich. „Ja, von unabsehbarer Zeit zu unabsehbarer Zeit bist du Gott“, sagte der Prophet Mose, als er Gott anbetete. (Ps. 90:2, NW) Folglich besitzen wir die Zusicherung, daß unsere Schätze von ewigbleibendem Wert sind, somit bis auf unabsehbare, künftige Zeit dauern, ebensolange, wie Jehova Gott von unabsehbarer Zeit her existiert, also ohne ein Ende zu nehmen. Die Weisheit, die einen solch bleibenden Erfolg zeitigt, ist tatsächlich „praktische Weisheit“, nämlich gesunde, ersprießliche Weisheit. Praktische Weisheit bedeutet daher mehr als nur die Weisheit des Menschen von heute.
11. Was schrieb ein anderer Mann vor neunzehnhundert Jahren in bezug auf Weisheit an die Epheser?
11 Tausend Jahre nach der Zeit des weisen Königs Salomo schrieb ein anderer Mann etwas über Weisheit, ein Mann, dessen Schriften heute eine größere Zirkulation haben als die irgendeines lebenden Schriftstellers auf Erden. In seinem Brief an die Epheser, der auf den Blättern der Bibel in Umlauf gesetzt worden ist, schrieb dieser Mann, der Apostel Paulus, vor neunzehnhundert Jahren folgende Worte an seine Mitchristen: „Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns gesegnet mit jeder geistigen Segnung in den himmlischen Örtern in Einheit mit Christus … seinem Geliebten. Durch ihn haben wir die Erlösung durch Loskauf mittels seines Blutes, ja die Vergebung unserer Übertretungen, nach dem Reichtum seiner unverdienten Güte. Diese hat er uns in aller Weisheit [sophi̱a, griechisch] und Vernunft [phro̱nesis] in Fülle erwiesen, indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgegeben hat. Das geschieht nach seinem Wohlgefallen, das er bei sich beschlossen hat.“ — Eph. 1:3-9, NW.
„DAS HEILIGE GEHEIMNIS SEINES WILLENS“
12. Wie kommt es, daß die Wissenschaftler des „Raumfahrt-Zeitalters“ die Segnungen nicht erlangen, die jenen zuteil werden, welche sich in den „himmlischen Örtern“ befinden?
12 Die Wissenschaftler des „Raumfahrtzeitalters“ haben im Weltraum in etwa fünfhundert Kilometer Höhe nukleare Explosionen ausgelöst, haben von Menschenhand gemachte Satelliten in die Bahn um die Sonne geschickt und bewirkt, daß Radarsignale vom Planeten Venus zurückgeworfen wurden. Sie sind aber nicht in „die himmlischen Örter in Einheit mit Christus“ eingedrungen. Das ist der Grund, weshalb sie nicht „jede geistige Segnung“ erkannt haben, die in diesen Himmeln zu finden ist. Das beweist, daß wir die geistigen Segnungen in diesen Himmeln nicht durch die materialistisch eingestellte Wissenschaft erlangen. Wir erlangen sie nur auf die von Gott vorgesehene Art und Weise, nämlich nur durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Gottes Wege stehen mit dem Blute seines Sohnes, Jesu Christi, in Verbindung, dessen vollkommenes menschliches Lebensblut als Loskaufsopfer für uns ausgeschüttet worden ist. Die Wissenschaftler, die den Wert des Loskaufsopfers Jesu Christi, des Sohnes Gottes, nicht erkennen, können Gottes unverdiente Güte nicht erfassen, noch können sie die lebenswichtigen Wohltaten des Opfers Jesu erlangen. Sie können sich nicht des Segens der Befreiung von der Verurteilung erfreuen, die wegen des sündigen Zustandes auf ihnen lastet, in dem sie sich von Geburt befinden. Sie können sich nicht des Segens erfreuen, den sie dadurch empfangen, daß Gott ihnen die Übertretungen vergibt, die sie ihm gegenüber fortwährend begehen. Nur in dem Reichtum der unverdienten Güte, die Gott reuigen Sündern erweist, gewährt er uns diesen lebenrettenden Segen durch Jesus Christus.
13. Wie hat Gott „in aller Weisheit und Vernunft“ seine unverdiente Güte uns, den Glaubenden, gegenüber in Fülle erwiesen?
13 Diese unverdiente Güte hat Gott uns Gläubigen in Fülle erwiesen, „in aller Weisheit und Vernunft, indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgegeben hat“. Damit ist nicht gemeint, daß er dabei „alle [seine eigene] Weisheit und Vernunft“ angewandt hätte, sondern es bedeutet, daß er uns, den Gläubigen, „alle Weisheit und Vernunft“ verliehen hat. In diesen Worten hebt der Apostel Paulus hervor, daß Gott, der Vater Jesu Christi, der Quell aller Weisheit und Vernunft ist, und das Maß von diesen Eigenschaften, das wir besitzen, haben wir daher von Gott erhalten. Mit der Weisheit, die uns von ihm zuteil wird, hat er uns auch Vernunft gegeben, Klugheit und Einsicht. Verbunden mit Vernunft, ist diese Weisheit eine praktische Weisheit, weil sie in Übereinstimmung mit dem geoffenbarten Willen Gottes handelt.
14. (a) Wie erklärte Paulus, daß Gott seine „Weisheit in einem heiligen Geheimnis“ nicht seinen Feinden zukommen läßt? (b) Was also kommt dadurch zum Ausdruck, daß er uns sein heiliges Geheimnis offenbart?
14 Trotz aller Weisheit, die weltliche Wissenschaftler jahrhundertelang gesammelt haben, sind sie nicht imstande gewesen, das „heilige Geheimnis“ des göttlichen Willens zu lüften oder zu enthüllen, nicht zu reden von dem Geheimnis dessen, was Leben ist und wie es hervorgerufen oder erlangt wird. Gottes Wille ist ein Geheimnis, das er für sich heiliggehalten hat, bis seine Zeit, seinen Willen oder einen besonderen Teil davon zu offenbaren, gekommen ist. Selbst wenn er ihn offenbarte, offenbarte Gott ihn nicht jedermann, Freund und Feind in gleicher Weise. Der Apostel Paulus sagt: „Wir reden Gottes Weisheit in einem heiligen Geheimnis, die verborgene Weisheit, welche Gott vor den Systemen der Dinge zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat. Diese Weisheit hat keiner der Herrscher dieses Systems der Dinge erkannt; denn wenn sie sie erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht an den Pfahl gebracht. Doch, wie geschrieben steht: ‚Was das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört hat, noch im Herzen eines Menschen ersonnen wurde, nämlich das, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.‘ Denn uns hat es Gott durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes.“ (1. Kor. 2:7-10, NW) Damit übereinstimmend, sagte David, der Vater von König Salomo: „Der vertraute Umgang mit Jehova ist für die, welche ihn fürchten und sein Bund, um ihnen denselben kundzutun.“ (Ps. 25:14, Fußnote). Deswegen ist Jehovas Offenbarung des heiligen Geheimnisses seines Willens uns gegenüber ein Ausdruck des Reichtums seiner unverdienten Güte. Oh, wie begünstigt wir doch sind!
15. Was ist das heilige Geheimnis des Willens Gottes, wie es Paulus im Briefe an die Epheser kurz erklärt?
15 Worin besteht dieses heilige Geheimnis des Willens Gottes? Es ist Gottes Vorhaben, eine gewisse Verwaltung der Dinge zu haben. Gemäß dieser Verwaltung macht er seinen Sohn Jesus Christus zum Haupt oder Obersten seiner Universalorganisation, so daß alle Dinge im Himmel und auf Erden unter seinem verherrlichten Sohn als ihrem Haupt zusammengebracht werden müssen. Das ist die Verwaltung, die Gott für seine universelle Organisation durch seinen treuen, erhöhten Sohn Jesus Christus aufrichtet. Es ist eine theokratische Ordnung der Dinge, denn es ist eine von Gott getroffene Ordnung, und Gott leitet sie auch, und zwar durch den, den er zu ihrem Haupte gemacht hat, durch seinen verherrlichten Sohn. Somit ist es sein nun geoffenbartes Vorhaben, „für die Verwaltung an der vollen Grenze der bestimmten Zeiten … alle Dinge in dem Christus wieder zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf Erden. Ja, in ihm, mit dem in Einheit auch wir zu Erben gemacht worden sind, indem wir nach dem Vorsatz dessen vorherbestimmt worden sind, der alles gemäß dem Rate seines Willens wirkt.“ — Eph. 1:10-12, NW.
16. Wieso können wir mit Weisheit und vernünftigem Sinn handeln, weil wir dieses heilige Geheimnis kennen?
16 Da wir diese bestimmte Erkenntnis über sein Vorhaben besitzen und sehen, daß es sich um Jesus Christus, seinen Sohn, dreht, können wir mit aller Weisheit und vernünftigem Sinn handeln. Wir wissen, daß Gott ‚alles wirkt gemäß dem Rate seines Willens‘. Daher können wir klugerweise in Übereinstimmung mit seinem Willen bleiben und werden dabei nicht enttäuscht, noch werden unsere Anstrengungen zunichte werden, weil wir unsere Pläne in Selbstsucht machten und Vorkehrungen trafen, die scheiterten, weil sie nicht Gottes Willen entsprachen. Wir wollen uns nicht zu dem Gedanken betören lassen, wir leisteten etwas, wir täten etwas Großes, wir kämen wunderbar voran, wenn wir in Tat und Wahrheit Gott außer acht lassen und nicht in Harmonie mit seinem unbezwinglichen Vorhaben und der Vorkehrung handeln, die er für uns getroffen hat, damit wir ewiges Leben erlangen und uns seiner theokratischen Verwaltung erfreuen können, deren Haupt Jesus Christus ist.
17, 18. (a) Wie bekunden wir praktische Weisheit angesichts des heiligen Geheimnisses in bezug auf Christus? (b) Wie zeigt Paulus im Hinblick auf die höchste Stellung des Geschöpfes, wer von Gott, dem Allmächtigen, gestützt wird?
17 Da wir über das heilige Geheimnis des Willens Gottes mit Bezug auf Christus unterrichtet worden sind, können wir mit der Weisheit und Vernunft handeln, die Gott uns in Verbindung mit dieser Belehrung gibt. Wir können vermeiden, was unweise ist, was nicht dem gesunden Sinn entspricht oder was keine kluge Überlegung, keine Einsicht verrät, wenn es an Gottes Willen in Verbindung mit Christus gemessen wird. Wir bekunden daher den Geist praktischer Weisheit, wenn wir uns Jesus Christus, dem hoch erhöhten Sohne Gottes, unterstellen und ihm, gemäß seinen Lehren und Anweisungen, folgen. Mögen die Wissenschaftler einen Menschen in den Weltraum schießen, wenn sie das tun können: trotzdem kann kein Mensch, kein Geschöpf im Himmel oder auf Erden, zu größerer Höhe emporsteigen als Gottes Sohn, Jesus Christus! Kein Mensch kann sich sämtliche Nationen und Regierungen unterwerfen und diese höchste Stellung für immer behaupten. Das ist nicht Gottes Wille für den sündigen Menschen. Kein anderes Geschöpf paßt in das heilige Geheimnis des Willens Gottes hinein, so daß es der gesalbte Herrscher in Gottes Königreich sein könnte. Nur für Jesus Christus trifft dies zu. Folglich wird nur er von der Allmacht Gottes, des Allmächtigen, gestützt. Deshalb sagte Paulus zu den Gläubigen:
18 „Ich höre nicht auf, euch in meinen Gebeten zu erwähnen, damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe, in der genauen Erkenntnis seiner selbst, damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset … welches die überschwengliche Größe seiner Macht an uns, den Glaubenden, ist. Sie ist gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, mit der er im Falle des Christus gewirkt hat, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, weit über jede Regierung und Autorität und Macht und Herrschaft, über jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem kommenden. Auch brachte er alle Dinge unter seine Füße und machte ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung, die sein Leib ist.“ — Eph. 1:16-23, NW.
19. (a) Wie ist uns die genaue Erkenntnis hinsichtlich des Innehabens und der Ausübung der Weltherrschaft geoffenbart worden? (b) Warum wird keine weltliche, politische Versammlung, noch eine „Raumfahrt-Zeitalter“-Nation diese Sache entscheiden?
19 Wie wunderbar, wie begeisternd ist es also, zu wissen, wen der Höchste, der allmächtige Gott, dazu bestellt hat, die Weltherrschaft innezuhaben und sie auszuüben! Hierüber besitzen wir genaue Erkenntnis. Sie ist uns allerdings nicht durch die diplomatischen Mitteilungswege dieser Welt, nicht durch die Zusammenkünfte der Regierungshäupter oder der Außenminister der Regierungen dieser Welt geoffenbart worden, sondern durch Gottes Wort und die erleuchtende Kraft seines Geistes. Jesus Christus, unser Herr, ist es, den der Vater der Herrlichkeit im Königreich der lange verheißenen neuen Welt auf den Thron gesetzt hat, damit er im Himmel und über die Erde sowie über alle herrsche, die auf Erden wohnen dürfen. Keine Gipfelkonferenz wird dies entscheiden, weder eine Sitzung des Sicherheitsrates noch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Auch wird dies nicht derjenige entscheiden, der den größten Vorrat an Raketengeschossen besitzt oder in der Beherrschung des Weltraums die größten Fortschritte gemacht hat, sei es nun eine einzelne Nation oder ein militärischer Nationenblock. Dies ist schon längst entschieden worden, nämlich schon vor neunzehnhundert Jahren. Und seit dem Jahre 1914 hat das oft vorausgesagte Königreich, dessen gesalbter König das heilige Geheimnis Gottes erfüllt, die Macht und die Herrschaft in den Himmeln ausgeübt, und dies weit über den Bereich hinaus, in den die Menschen Raketen und Satelliten schießen.
20. Wieso wird keine Versammlung von Politikern des Verwirklichung einer weiteren Besonderheit des heiligen Geheimnisses Gottes verhindern können?
20 Eine weitere Besonderheit des heiligen Geheimnisses Gottes besteht darin, daß Gott mit seinem König, Jesus Christus, in dessen himmlischem Königreich eine Versammlung von 144 000 treuen Nachfolgern vereint, die Gott während dieses christlichen Zeitalters aus den Menschen auserwählt hat. Keine Versammlung mächtiger Politiker, die den Beschluß zu fassen hätte, wie die Herrschaft über diese Erde unter ihnen aufgeteilt werden sollte, wird dies verhindern.
21, 22. (a) Welche Vision Daniels erfüllte sich im Jahre 1914? (b) Welcher weitere Teil dieser Vision, was Weltherrschaft betrifft, wird sich bald erfüllen?
21 Alle Zeugnisse, die aus der biblischen Prophezeiung und aus den Ereignissen hervorgehen, durch die sich die Prophezeiungen auf der Erde erfüllen, besagen dem Sinne nach folgendes: Im Jahre 1914, dem Jahr der großen Weltwende, erfüllte sich das, was der Prophet Daniel in einer Vision sah: „Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor denselben gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm [sollen ihm dienen, RS]; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.“ — Dan. 7:13, 14.
22 Und bald wird sich nun auch der weitere Teil der Vision bezüglich der Versammlung der heiligen Nachfolger Jesu Christi erfüllen. Wir lesen: „Der Alte an Tagen kam, und das Gericht wurde den Heiligen des Höchsten gegeben, und die Zeit kam, da die Heiligen das Königreich empfingen.“ Dies erklärte Gottes Engel dem Daniel, indem er sagte: „Das Königreich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volke der Heiligen des Höchsten gegeben werden; ihr Königreich soll ein ewiges Königreich sein, und alle Herrschaften werden ihnen dienen und gehorchen.“ — Dan. 7:22, 27, RS.
23. Warum werden die Nationen gemäß unpraktischer Weisheit handeln, wenn sie gegen Gottes Entscheidung und Anordnung kämpfen?
23 Mögen die mit Raketengeschossen ausgerüsteten, den Weltraum erforschenden Nationen einen heißen oder kalten Krieg bezüglich der Streitfrage der Weltherrschaft ausfechten. Es wäre absolut nicht notwendig, zu kämpfen, wenn sie bloß die Entscheidung Gottes, Jehovas, und seine Schritte in dieser Sache anerkennen würden. Gottes Entscheidung und Anordnung hierin übersehend und unbewußt dagegen kämpfend, mögen sie all die Kriegskunst anwenden, die sie während der Jahrhunderte erworben haben; sie werden trotzdem nach unpraktischer Weisheit handeln. Sie werden zwar einen Krieg führen, aber es wird ein falsch kalkulierter Krieg sein, weil sie Jehova Gott im Hinblick auf seine anscheinend schwachen, schutzlosen Zeugen auf Erden, die wahren Nachfolger des Lammes, Jesu Christi, falsch einschätzen. Folglich heißt es bezüglich der Nationen, die der praktischen Weisheit ermangeln und nicht mehr Verstand an den Tag legen als ein unvernünftiges Tier, folgendes: „Sie werden mit dem Lamme kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil es [er] Herr der Herren und König der Könige ist. Dasselbe werden mit ihm die Berufenen und Auserwählten und Treuen tun.“ — Off. 17:12-14, NW.
IM VORAUS ZU ÜBERLEGEN IST WEISE
24, 25. (a) Wie verhalten sich jene, die im universellen Kampfe auf der Siegerseite sein möchten? (b) Welchem Rat des Lammes folgen wir?
24 Personen, die in dem universellen Kampf um Weltherrschaft auf der Gewinnerseite stehen möchten, folgen nicht den Nationen, die über das heilige Geheimnis Gottes in Unwissenheit sind. Sie möchten nicht in einen fehlkalkulierten Krieg gegen Gott und sein Lamm, Jesus Christus, verwickelt werden. In Übereinstimmung mit „Gottes Weisheit in einem heiligen Geheimnis, der verborgenen Weisheit“, folgen die Personen, denen ihr Leben und Glück lieb ist, dem Rat des Lammes Jesus Christus, den er gab, als eine ziemlich große Volksmenge ihm folgte. Die Frage entstand: Würden sie ihm alle weiterhin bis zum Ende folgen? Waren sie sich völlig bewußt, was dies erforderte? Darüber lesen wir folgendes:
25 „Große Volksmengen zogen nun mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: ‚Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und seine Kinder, seine Brüder und Schwestern, ja sogar seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir folgt, kann nicht mein Jünger sein. Zum Beispiel: Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug hat, ihn zu vollenden? Andernfalls könnte er zwar den Grund dazu legen, aber nicht die Mittel haben, ihn zu vollenden; und alle, die zuschauen, mögen anfangen, ihn zu verspotten, indem sie sagen: „Dieser Mensch fing an zu bauen, hatte aber nicht die Mittel, [den Bau] zu vollenden.“ Oder welcher König, der unterwegs ist, um sich mit einem anderen König kriegführend zu treffen, setzt sich nicht zuerst nieder und erwägt, ob er imstande ist, sich mit zehntausend Mann mit dem zu messen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Wenn er es tatsächlich nicht vermag, so entsendet er, während jener noch weit entfernt ist, eine Gesandtschaft und wirbt um Frieden. Somit kann bestimmt keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem Lebewohl sagt, was ihm gehört. Salz ist sicherlich vorzüglich. Wenn aber sogar das Salz seine Kraft verliert, womit wird es gemischt werden? Es ist weder für das Erdreich noch für Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!“ — Luk. 14:25-35, NW.
26. Was wäre praktische Weisheit in bezug auf den Bau eines Wachtturms oder des Kriegszuges gegen einen Feind, der einem überlegen ist?
26 Um in die Sicherheit oder den Schutz des Besitztums zu gelangen, den ein Wachtturm für dieses bietet, muß der Erbauer die nötigen Mittel haben, damit er ihn in der erforderlichen Höhe vollenden kann. Um Spott oder die Möglichkeit, verlacht zu werden, zu vermeiden, muß der Betreffende praktische Weisheit anwenden und zuerst berechnen, ob er Geld genug hat, um den beabsichtigten Bau des Turmes zu vollenden, bevor er überhaupt damit zu bauen beginnt und Zeit, Material, Kraft und Geld vergeudet, wodurch er Unklugheit offenbaren würde. Im Kriege muß ein König, damit er eine katastrophale Niederlage oder sogar die Vernichtung seiner Armee und seiner selbst verhüten kann, Vernunft an den Tag legen, indem er Berechnungen anstellt. Kann er einen König überwinden, der mit einem doppelt so großen Heer und möglicherweise besser ausgerüstet als er daherkommt? Oder wäre es besser, um Frieden zu bitten und den Kampf gar nicht zu riskieren? Wenn die letzterwähnte Handlungsweise ratsamer ist, würde der schwächere König praktische Weisheit bekunden, wenn er um Frieden bäte.
27. Wie wurde im Jahre 1959 weltliche Weisheit in bezug auf die Regelung der Berlin-Krise an den Tag gelegt, doch inwiefern handeln die Nationen nicht mit praktischer Weisheit angesichts des nahenden universellen Krieges?
27 In diesem Zeitalter der Raumfahrt verhält es sich nicht anders. Sogar in der Krise um Berlin des Jahres 1959 ist erkannt worden, daß es ratsamer ist, zu verhandeln als einen Atomkrieg mit all seinen katastrophalen Folgen zu riskieren, die sich für beide Seiten des Kampfes ergeben würden. Was aber ist über den drohenden universellen Krieg zu sagen, der sich zwischen Gott, dem Allmächtigen, und dem gegnerischen, bösen System der Dinge zutragen wird? Oh, in diesem noch ernsteren Falle erachten es die Nationen nicht für nötig, Verhandlungen einzuleiten und jetzt, noch ehe Harmagedon gleich einem Überraschungsangriff kommt, Boten zu entsenden und um Frieden mit Gott, dem Allmächtigen, zu bitten. Und doch können sie ihn unmöglich besiegen! Die Warnungen weiterhin zu mißachten, die Jehova durch seine Zeugen bis zur Schlacht von Harmagedon ergehen läßt, bedeutet für alle Nationen dieser Welt Vernichtung. Dadurch bekunden sie nicht den Geist praktischer Weisheit.
28. Wo werden die Könige der Erde versammelt, wie es uns ‚der Geist der Offenbarung‘ gezeigt hat, und warum können wir es uns nicht leisten, es ihnen gleichzutun?
28 Wir, denen Gottes liebende Güte in überströmendem Maße „in aller Weisheit und Vernunft“ zuteil geworden ist, können es uns nicht leisten, uns so wie die Weltherrscher zu verhalten. Wir müssen mit dem „Geist der Weisheit und Offenbarung in der genauen Erkenntnis über ihn“ und „erleuchtet an den Augen unseres Herzens“ handeln. Mit unseren erleuchteten Augen sehen wir, was die prophetische Offenbarung über die ‚von Dämonen inspirierten Äußerungen‘ sagt, die aus dem Munde beredter Redner hervorgehen: „Sie gehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zusammenzubringen zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. Und sie brachten sie an den Ort zusammen, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird.“ (Off. 16:13, 14, 16, NW) Gemäß der genauen Erkenntnis, die wir besitzen, wissen wir, daß die Könige versammelt werden, um durch die Hand Gottes, des Allmächtigen, und seines Königs der Könige vernichtet zu werden. Wir selbst haben als Jehovas Zeugen nach praktischer Weisheit gehandelt und uns geweigert, mit ihnen zusammen zu gehen.
29. Wie haben wir, im Gegensatz zu diesen Königen, gehandelt, und in welchem Sinne haben wir Personen, die uns nach dem Fleische teuer sind, „gehaßt“?
29 Wir haben um Frieden mit Gott nachgesucht, den er durch sein Lamm, Jesus Christus, gibt, durch dessen Blut wir die Erlösung von der Verurteilung und die Vergebung unserer gegen Gott begangenen Vergehungen erhalten. Wir haben die Kosten eines gründlichen, vollständig durchgeführten Unternehmens berechnet. Entschlossen, alle persönlichen Auslagen, die uns dabei erwachsen, zu tragen, und überzeugt, daß wir sie mit Gottes Hilfe tragen können, haben wir all unserer selbstischen Habe Lebewohl gesagt und uns Gott hingegeben, um Jünger seines jetzt regierenden Sohnes, Jesus Christus, zu sein. Dies hat bedeutet, daß wir unsere persönlichen Verwandten nach dem Fleische — Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder und Schwestern — „hassen“, nämlich weniger lieben. Selbst unser gegenwärtiges irdisches Leben dürfen wir nicht als teuer für uns selbst erachten.
30, 31 (a) Weshalb müssen wir allezeit das „Salz der Erde“ sein? (b) Warum würden wir unpraktische Weisheit bekunden, wenn wir nun, nachdem wir Jesus nachgefolgt sind, aus den Reihen seiner Nachfolger austreten würden?
30 Da wir uns nun seit einiger Zeit auf dem Wege befunden haben, auf dem wir Christus als seine Jünger nachfolgen, wagen wir es nicht, in unserer Entschiedenheit nachzulassen. Wir wagen es nicht, dem Salze gleich zu werden, das seine Kraft verliert und nicht mehr gut ist. So zu werden würde bedeuten, unnütz zu werden, ein Gegenstand des Spottes für diese Welt und untauglich für Gott, ja in der Tat brächten wir damit Schmach auf Gott, wären also wie fades, verderbtes Salz, das nur zum Wegwerfen taugt, so daß es zertreten wird. Bestimmt bedeutet dies Vernichtung!
31 Wir müssen weiterhin „das Salz der Erde“ bleiben. (Matth. 5:13) Wenn wir uns niedersetzen und die Kosten der Jüngerschaft berechnen, so offenbaren wir praktische Weisheit. Wir handeln somit nach unpraktischer Weisheit, wenn wir, nachdem wir etwas unternommen haben, die weiteren Kosten nicht mehr tragen wollen, um bis zum Ende Jünger Jesu Christi zu bleiben. Weltliche Weisheit mag uns einreden, es sei das beste, aus den Reihen auszutreten. Aber das ist keine praktische Weisheit. Sie entspringt nicht einem vernünftigen Sinn; denn sie diktiert etwas, das wohl gerade jetzt einen selbstischen Nutzen bringen könnte, aber am Ende Schande und Vernichtung bringt. Die praktische Weisheit wird nie zögern, die laufenden Kosten bis auf den letzten Heller zu zahlen, also bis uns der herrliche Lohn der Jüngerschaft zuteil wird! Wir müssen dem Lamme Gottes folgen, ungeachtet, wohin es geht! — Off. 14:4.
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Als Söhne des Lichts praktische Weisheit offenbarenDer Wachtturm 1960 | 1. Februar
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Als Söhne des Lichts praktische Weisheit offenbaren
1. Was sollten wir im Interesse schafähnlicher Menschen bekunden, und welcher Handlungsweise zu folgen, bedeutet dies für uns in diesem Zeitalter der Raumfahrt?
IM Interesse der Menschen, die mit Schafen verglichen werden und treue Hirten brauchen, haben wir die Pflicht, den Geist praktischer Weisheit zu bekunden. Wir wagen es nicht, uns wie Bildad, der Schuchiter, zu benehmen, der im prophetischen Hiobdrama auftritt. Dieser erwies sich nicht als Hilfe bei der Lösung des Problems, das Hiob hatte. Vielmehr zweifelte er Hiobs Lauterkeit an und drang in Hiob, doch anders zu handeln. Daher sagte Hiob zu Bildad: „Wem hilfst du? wohl dem Schwachen? und unterstützest du den Arm dessen, der nicht stark ist? Wem gabst du Rath? dem etwa, der nicht Weisheit hat, und deine Klugheit [praktische Weisheit, NW] gabst du kund in Fülle [der Menge, NW]!“ Möge es nicht nötig werden, daß uns in diesem Weltraumzeitalter vorwurfsvoll solche Worte gesagt werden! Wenn wir den Wunsch haben, uns den mit Schafen verglichenen Personen, die heute Leiden er tragen, als wahre Freunde und aufrichtige Tröster zu erweisen und nicht als „Ärzte, die nichts taugen“, müssen wir sie mit dem Wege der praktischen Weisheit bekannt machen. (Hiob 26:1-3, Regensburger Bibel; 13:4, NW) Das tun wir, indem wir sie nicht am Weltraum zu interessieren suchen, sondern an dem Himmel, wo sie bei Jehova Gott und seinem Christus bombensichere Schätze aufhäufen können.
2. Was sagte kürzlich ein Leiter von Raumfahrts-Programmen bei einer Konferenz von Wissenschaftlern über den unpraktischen Wert moderner, weltlicher Pläne?
2 In bezug auf die Tatsache, daß neuzeitliche weltliche Pläne nicht den Geist praktischer Weisheit offenbaren, rief Dr. A. R. J. Grosch bei der Konferenz von Wissenschaftlern am Technischen Institut von Kalifornien einen Sturm der Entrüstung hervor, als er als Leiter der Raumfahrtprogramme für die Gesellschaft Internationaler Büromaschinen ausrief: „Unser Raketenprogramm ist der Schwanengesang einer vergehenden Zivilisation. Wir brauchen keine besseren Raketen, um uns gegenseitig umzubringen. Jene, die wir schon haben, werden die Arbeit hinreichend bewältigen. Auch haben wir keine Ursache zu einem Flug in den Weltraum. Wir könnten das Geld besser anwenden, wenn wir unsere Probleme hier zu Hause lösten, also für unsere übervölkerten Städte und unterernährten Millionen von Menschen sorgen würden. Wenn wir das täten, würden wir es nicht für nötig finden, neue Welten zu kolonisieren.“ Dann fügte er bei: „Ich befürchte, daß wir auf schlechtem Wege sind, wenn wir unser Problem durch Massenmord zu lösen suchen oder nach einer größeren Insel im Weltraum paddeln.“ — New York Times, S. 2, 21. März 1959.
3. (a) Wie sorgen wir jetzt für das, wofür heute, vor Harmagedon, gesorgt werden muß? (b) Was wird die Sehenswürdigkeiten der in Aussicht genommenen Raumfahrten noch übertreffen?
3 Heute, da der universelle Krieg von Harmagedon, der aus einer Richtung hereinbrechen wird, die außerhalb des Weltraums liegt, bedrohlich nahe ist, müssen wir uns unverzüglich der Bedürfnisse der hier auf Erden lebenden Menschen annehmen. Wir handeln nach praktischer Weisheit, wenn wir anhand der Bibel zeigen, daß Personen, die Frieden und Glück herbeiwünschen, lieber nach Frieden mit Jehova der Heerscharen trachten als versuchen sollten, durch Funk mit dem Mond, der Venus oder sonst einem Planeten, nach dem man Weltraumschiffe zu senden hofft, in Berührung zu gelangen. Es ist wichtiger, Jehova Gott und seinen Sohn Jesus Christus zu kennen als etwas über den Mond und die Planeten, die Gott erschaffen hat, zu erfahren; denn die Erkenntnis des Schöpfers und seines Sohnes, unseres Erretters, bedeutet ewiges Leben. (Joh. 17:1-3) Wer wirklich den Wunsch haben sollte, etwas herumzukommen und die Dinge im Weltraum auf bequeme, sichere Weise besichtigen zu können, der würde besser tun, dem Rate Jesu zu folgen und zuerst nach Gottes Königreich zu trachten als den Plan zu fassen, ein Raumfahrer in Weltraumschiffen zu werden. Jene, die das himmlische Königreich ererben werden, werden weit mehr sehen als nur die Dinge im Weltraum. Sie werden mit größerer Schnelligkeit, mit der Eile der Engel, und auch leichter und bequemer weit herumkommen. Weltraumreisen können niemanden an die Stätte führen, wo er Gott selbst sehen kann, wie dies die Königreichserben werden tun können. — Matth. 6:33; 5:8; 2. Mose 33:20.
4. Wie betrachtet die praktische Weisheit die Zukunft, und warum also wagen wir es nicht, jetzt Gott und Christus zu Feinden zu haben?
4 Praktische Weisheit betrachtet die Zukunft vernünftig, nämlich so, wie Gott sie uns in seiner Heiligen Schrift beschreibt. Seinem Willen und Vorhaben gemäß muß es eine gerechte, neue Welt geben. In dieser neuen Welt wird er der eine Gott sein, der angebetet werden soll, und sein verherrlichter Sohn Jesus Christus wird der eine König sein, der durch Gottes Gnade über die ganze Erde und ihren Weltraum herrschen wird. Werden Jehova Gott und sein regierender König uns in dieser vollkommenen, neuen Welt haben wollen und uns gestatten, darin zu leben und uns ihrer ewig zu erfreuen? Das können wir nicht erwarten, wenn wir Feinde Gottes und Christi sind. Gott und sein König — nicht die kurzlebige, zum Untergang verurteilte gegenwärtige Welt — müssen daher unsere ewigen Freunde sein!
5. Welches Gleichnis oder welche Illustration gab uns Jesus, um uns darüber zu belehren, wie wir in Weisheit für die Zukunft sorgen sollen?
5 Um für die Zukunft zu sorgen, müssen wir praktische Weisheit anwenden. Jesus gab uns ein Gleichnis oder Bild, das uns lehrt, wie wir das tun können. Im Orient drohte der Meister eines Verwalters diesem mit der Entlassung, weil er mit den Gütern seines Herrn verschwenderisch umgegangen war. „Dann sprach der Verwalter bei sich selbst: ‚Was soll ich tun, da ich sehe, daß mein Herr mir die Verwalterschaft wegnimmt? Zu graben, bin ich nicht stark genug, zu betteln, schäme ich mich. Ah, ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute, wenn ich der Verwaltung enthoben bin, in ihre Häuser aufnehmen!‘“ So rief er denn jene, die seinem Herrn schwer verschuldet waren, und änderte für einen nach dem anderen die Schuldscheine auf einen niedrigeren Betrag ab, so daß es in einem Falle bis zu 50 Prozent, in einem anderen Fall bis zu 80 Prozent Ermäßigung auf dem geschuldeten Betrag ausmachte. Was tat der Herr des Verwalters, als er von dessen Tat erfuhr, die er auf Kosten seines Meisters begangen und durch die er sich Freunde erworben hatte? Natürlich entließ er den Verwalter. Jesus unterließ es, dies zu sagen, sagte aber folgendes, um den bemerkenswerten Punkt des Bildes klarzumachen: „Und sein Meister lobte den Verwalter, weil er, obwohl ungerecht, praktische Weisheit angewandt hatte; denn die Söhne dieses Systems der Dinge sind gegenüber ihrer eigenen Generation in praktischer Beziehung weiser als die Söhne des Lichts.“ — Luk. 16:1-8, NW.
6. Wie wenden wir die in Jesu Gleichnis gegebene Belehrung am besten an?
6 Praktische Weisheit ist deshalb empfehlenswert, weil sie vorteilhafte Ergebnisse zeitigt und jenem zum Nutzen gereicht, der sie ausübt. Folglich zeigte Jesus uns den besten Weg, wie der bemerkenswerte Gedanke im Gleichnis angewandt werden könnte, indem man nämlich die praktische Weisheit des Verwalters und nicht seine Ungerechtigkeit nachahmt. Jesus wünschte nicht, daß die Söhne des Lichts in praktischer Beziehung weniger klug seien, als es die Söhne des weltlichen Systems der Dinge ihrer Generation, der heutigen, gegenüber sind. Jesus wünscht, daß wir gegenüber Gott und seinem gesalbten König praktische Weisheit bekunden.
7. Wie sollten wir in bezug auf den ungerechten Reichtum und die Sklaverei gegenüber dem Reichtum handeln, wie Jesus es uns sagte?
7 Dementsprechend sagte Jesus zu den Söhnen des Lichts der Wahrheit: „Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum, damit, wenn er euch ausgeht, sie euch in die ewigen Wohnstätten aufnehmen. Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht. Wenn ihr euch also in Verbindung mit dem ungerechten Reichtum nicht als treu erwiesen habt, wer wird euch das anvertrauen, was wahr ist? Und wenn ihr euch in Verbindung mit dem, was einem anderen gehört, nicht als treu erwiesen habt, wer wird euch das eure geben? Kein Hausknecht kann Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.“ — Luk. 16:9-13, NW.
8. Wer sind die unbedingt zuverlässigen Freunde, mit denen wir in gutem Einvernehmen sein sollten, und weshalb?
8 Wir können uns nicht Gott durch Christus hingeben und dennoch Sklaven des Reichtums bleiben, des ungerechten, materiellen Reichtums. Wir müssen beweisen, daß wir Herr sind über den ungerechten Reichtum und müssen ihn unseren Zwecken dienstbar machen, während wir als Gottes Sklaven dienen. Solch ungerechte Reichtümer sind nicht die Schätze, die wir bei Gott im Himmel aufhäufen, sondern wir handeln weise, wenn wir sie dazu gebrauchen, Freunde zu gewinnen. Man kann diese Welt nicht für immer zum Freunde haben, denn bestimmt wird sie in dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, zugrunde gehen. In Anbetracht all der unsicheren Zustände des gegenwärtigen Lebens sind die einzigen Freunde, deren Freundschaft wir absolut gewiß sein können, Jehova Gott und Jesus Christus. Sie sind die einzigen, die uns aufnehmen können „in die ewigen Wohnstätten“, denn sie sind unsterblich und leben ewiglich. Somit können sie uns vollkommene Wohnstätten in der ewigen neuen Welt geben, sei es nun im himmlischen Königreich bei Jesus Christus oder auf der paradiesischen Erde bei allen auferstandenen heiligen Treuen aus alter Zeit, der Zeit vor Christus. Man muß sich also unbedingt Jehova Gott und Jesus Christus zu Freunden machen, denn sie werden wirklich etwas haben, in das sie uns gern aufnehmen werden, nachdem diese Welt des „Raumfahrtzeitalters“ in Harmagedon untergegangen sein wird und wir aller Bindungen ledig sind, die wir mit dieser Welt gehabt haben mögen.
9. Wie müssen wir uns, nachdem wir den Schritt der Hingabe an Gott getan haben, „in Verbindung mit dem ungerechten Reichtum“ verhalten, und welchen Lohn wird uns das eintragen?
9 Wenn auch der materielle Reichtum dieser Welt ganz und gar nicht das ist, was wir benötigen, um uns Gott hinzugeben und unter unserem Anführer Jesus Christus seine Sklaven zu werden, können wir doch materielle Dinge auf eine Weise verwenden, daß das Freundschaftsverhältnis, in das wir durch unsere Hingabe an Gott durch Christus eingetreten sind, fortdauert. Wir müssen bestimmt darüber wachen, daß wir, nachdem wir uns Gott hingegeben haben, unseren ungerechten Reichtum nicht auf eine Weise verwenden, daß dadurch Gott und Christus zu unseren Feinden werden. Judas Iskariot, der untreue von den ursprünglich zwölf Aposteln Jesu, handelte so. Wir wollen uns „in Verbindung mit dem ungerechten Reichtum“ treu erweisen, und das tun wir, indem wir das, was wir jetzt an materiellen Gütern besitzen, nicht zur Bereicherung dieser Welt oder ihrer Sklaven des Mammons gebrauchen, sondern um den Interessen des Königreiches Gottes zu dienen. Wir werden bei ihrer Verwendung darauf achten, daß die gute Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich in noch weiteren Gebieten auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem endgültigen Zeugnis, gepredigt wird, ehe ihr vollständiges Ende kommt. Da wir uns selbst und all unser Hab und Gut unserem größten Freund, Jehova Gott, hingegeben haben, ist uns das, was wir an materieller Habe inmitten dieser Welt besitzen, eigentlich nur anvertraut. Folglich müssen wir uns als treu erweisen, indem wir diesen irdischen Besitz ebenso verwenden, wie wir all den unschätzbaren geistigen Reichtum gebrauchen, den Gott uns durch Christus gegeben hat. Später, nach Harmagedon, werden uns Gott und Christus in die ewigen Wohnungen aufnehmen, weil wir ihnen gegenüber als unseren Freunden praktische Weisheit angewandt haben.
DURCH WEISHEIT GELINGEN HABEN
10. Welches Bild benutzte Salomo, um zu veranschaulichen, wie weises Handeln zum Gelingen führt, und bis zu welchem Grade des Nutzens, praktische Weisheit erfolgreich anzuwenden, werden wir gelehrt?
10 Als königlicher Versammler des Volkes Jehovas schrieb der weise König Salomo: „Wenn ein eisernes Werkzeug stumpf geworden ist und jemand die Schneide nicht geschärft hat, dann wird er seine eigenen Kräfte anstrengen. Und durch Weisheit Gelingen zu haben ist vorteilhaft.“ (Pred. 10:10, NW) Wie wahr ist doch dieser Spruch! Wer Arbeit zu verrichten hat, die ein Werkzeug mit einer scharfen Schneide erfordert, dann ist es zu seinem Vorteil, ein scharfes Werkzeug zu benutzen. Wenn das Werkzeug stumpf geworden ist und er das nicht wahrnimmt und die Schneide nicht schärft, muß er sich bei der Arbeit mit dem stumpfen Werkzeug um so mehr anstrengen. Er wird mehr von seiner eigenen Körperkraft und Zeit dazu brauchen, und die Arbeit wird nicht so sauber ausfallen, obwohl sie mit viel Mühe, Schweiß und Extraanstrengung schließlich vollendet wird. Dies verrät Ungeschicklichkeit und ist Verschwendung. Der Mann, der dieses Werkzeug verwendet, bekundet nicht praktische Weisheit. Ebenso verhält es sich mit Bezug auf die praktische Weisheit, die die Söhne Gottes, die Söhne des Lichts, offenbaren sollen. Sie müssen durch sie Erfolg erzielen, das heißt, sie müssen darum besorgt sein, daß sie mit Hilfe praktischer Weisheit Gelingen haben. Wenn sie das tun, wird ihre praktisch angewandte Weisheit ein Vorteil für sie bedeuten. Die Art und Weise, wie der ungerechte Verwalter seine praktische Weisheit anwandte, diente nur seinem unmittelbaren, vorübergehenden Nutzen. Die Art und Weise aber, wie wir, die Söhne des Lichts, die praktische, von Gott kommende Weisheit anzuwenden belehrt werden, gereicht uns zum ewigen Nutzen.
11. (a) Warum ist es unvernünftig, uns die Arbeit selbst zu erschweren? (b) Weshalb wurde Timotheus angewiesen, das Wort der Wahrheit recht zu handhaben?
11 Uns die Arbeit zu erschweren und uns über unbefriedigende Resultate oder Arbeitsergebnisse zu ärgern ist unvernünftig. In dieser Hinsicht wurden dem christlichen Aufseher Timotheus bezüglich der Herde des Volkes Gottes, die seiner Obhut anvertraut war, folgende Anweisungen gegeben: „Erinnere sie beständig an diese Dinge, indem du ihnen vor Gott als Zeuge einschärfst, nicht um Worte zu streiten, was gar nichts nützt, weil es die, welche zuhören, zu Fall bringt. Tue dein Äußerstes, dich als von Gott anerkannt darzustellen, als einen Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie [solche Reden] werden immer mehr zur Ungöttlichkeit fortschreiten, und ihr Wort wird um sich greifen wie Knochenfraß.“ (2. Tim. 2:14-17, NW) Das „Wort der Wahrheit“, die Heilige Schrift, ist das Werkzeug, mit dem zu arbeiten wir die Ermächtigung und den Befehl erhalten haben, und nicht Worte oder Lehren, die in Gottes Wort nicht enthalten sind und die Streit über deren Sinn heraufbeschwören, der zu keinem nützlichen Ergebnis führt, sondern in Wirklichkeit jenen schadet, die dem Disput zuhören. Die Reden dieser Welt, die unheilig sind, weil sie das, was Gott heilig ist, verletzen, sind nur leere Reden, ohne wirklichen Halt und Gehalt, und sie verleiten die Menschen zur Gottlosigkeit und verursachen krebsartige Verderbtheit, die sich immer tiefer einfrißt, bis der Tod eintritt. Wer sich mit solchen Worten, Lehren und leeren, weltlichen Aussprüchen oder Reden befaßt, verrät keine praktische Weisheit.
12. (a) Was für ein Werkzeug sollten wir also gebrauchen, und wie handhaben wir es recht? (b) Wie sorgen wir dafür, daß es scharf bleibt, damit wir es benutzen können, und was ersparen wir uns dadurch?
12 Benutzt das Werkzeug, durch das ihr Gottes Werk vollbringen könnt: sein heiliges Wort. Vergewissert euch, wenn ihr es handhabt, daß ihr es recht handhabt, und zwar nicht nur auf eine Weise, daß Gottes Wort mit sich selbst übereinstimmend dargelegt wird, sondern auch, indem ihr es mit dem rechten Beweggrund im Herzen und für den richtigen Zweck gebraucht. Unser Beweggrund sollte Liebe zu Gott und zu seinen teuren Schafen sein. Als Ziel sollten wir uns die Verherrlichung Gottes und die Einsammlung all seiner Schafe stecken, die Einsammlung in die eine Hürde, die unter seinem rechten Hirten, Jesus Christus, steht. Dieses Werk erfordert daher, daß wir Gottes „Wort der Wahrheit“ predigen. Wir sollten sorgfältig darauf achten, daß unser Werkzeug scharf ist und schneidet. An sich ist Gottes Wort dies schon, aber wir müssen dafür sorgen, daß unser Verständnis dieses Wortes geschärft sei und unsere Fähigkeit, es zu predigen und zu lehren, gleichsam von scharfer, schnittiger, durchdringender, also nicht stumpfer, unüberzeugender Art ist, was Extrazeit und Anstrengung erfordern würde, um den Hauptgedanken klar hervorzuheben und ihn dem Zuhörer einzuprägen. Wenn wir verfehlen, unser Werkzeug zu gebrauchen, wird es stumpf werden. Die dringende Notwendigkeit, die Schafe heute, vor Harmagedon, einzusammeln und aufzuerbauen, verlangt von uns, daß wir unser Äußerstes tun, indem wir das Wort der Wahrheit recht handhaben. Wir müssen uns für unsere Arbeit vorbereiten, um unseren Sinn zu schärfen und so den Grad höchster Tüchtigkeit zu erreichen. So ersparen wir uns tatsächlich viel Mühe bei der Arbeit und werden dadurch die besten Ergebnisse zeitigen.
13. Weshalb werden wir uns dann als Arbeitende wegen nichts zu schämen brauchen?
13 Auf diese Weise werden wir durch Anwendung praktischer Weisheit Gelingen haben. Wir bedienen uns praktischer Weisheit, um Erfolg zu zeitigen, und das wird uns zum ewigen Nutzen sein. Wir werden uns als Arbeitende in keiner Sache zu schämen brauchen und werden uns vor Gott bewährt erweisen.
DIE PRAKTISCHE GRUNDLAGE
14. Warum handhaben die Religionsanhänger der Christenheit das Wort der Wahrheit nicht recht, und weshalb wird jemandes Handlungsweise nicht durch den Namen, den er dafür annimmt, richtig?
14 In diesem Raumfahrtzeitalter ist die Christenheit voll von Religionsanhängern, die im Namen des Herrn Jesus viele Dinge tun. Diese handhaben aber das Wort der Wahrheit nicht richtig. Sie machen sich selbst zu einem Teil dieser Welt. Sie sind Freunde dieser Welt und unternehmen vieles, was in Übereinstimmung ist mit den Zielen dieser Welt, um gute Beziehungen mit ihr zu unterhalten und nie in Konflikt mit ihr zu geraten. Dann verknüpfen sie den Namen Christi mit diesen Werken, die sie gemäß weltlichen Maßstäben und Zielen unternommen haben. Von solchen Werken sagen sie, es seien christliche Werke, und sie behaupten, Christus habe ihnen ein Beispiel gegeben, daß sie solche Werke tun sollten. Wirkten zum Beispiel Christus und seine Apostel nicht Werke der Heilung? Weshalb also sollten sie nicht Missionarärzte werden? Der Name jedoch, unter dem jemand seine Arbeit zu tun vorgibt, ist nicht das, was sie zur richtigen Arbeit stempelt. Außer dem Namen muß auch das Erzeugnis der Arbeit richtig sein.
15. Was sagte Jesus als Beweis hierfür, und weshalb also handeln Täter der Gesetzlosigkeit ohne praktische Weisheit?
15 Jesus sagte: „In der Tat werdet ihr diese Menschen an ihren Früchten erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Meister, Meister‘, wird in das Königreich der Himmel hineingelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: ‚Meister, Meister, prophezeiten wir nicht in deinem Namen und trieben in deinem Namen Dämonen aus und vollbrachten in deinem Namen viele machtvolle Werke?‘ Und doch werde ich ihnen dann erklären: Nie habe ich euch gekannt! Hinweg von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!“ (Matth. 7:20-23, NW) Jesus Christus tat beständig den Willen seines Vaters, der in den Himmeln ist. Er beteiligte sich nie an irgendwelchen gesetzlosen Taten, die gegen Gott begangen wurden. Sein Name kann nicht mit etwas in Verbindung gebracht werden, das nicht dem Willen Gottes entspricht, sondern gesetzlos ist. Jesu Namen mit Gesetzlosigkeit in Verbindung zu bringen ist verkehrt, auch, wenn durch gesetzlose Taten anscheinend wunderbare Werke verrichtet werden. Jesus steht nicht in vertrauter Verbindung mit Tätern der Gesetzlosigkeit, die heuchlerisch seinen Namen dazu gebrauchen, ihre Werke falsch darzustellen und auf trügerische Weise Eindruck zu machen. Solche Täter der Gesetzlosigkeit handeln ohne praktische Weisheit.
16. Wie zeigt das 8. Kapitel der Sprüche, daß Jesus Christus in enger Verbindung steht mit himmlischer, praktischer Weisheit?
16 Jesus Christus verfügt über himmlische Weisheit und praktische Weisheit. Diese erfolgreichen Eigenschaften hat er stets an den Tag gelegt. Er, der, bevor er ein vollkommener Mensch auf Erden wurde, Gottes erstgeborener Sohn im Himmel war, wird im achten Kapitel der Sprüche des Königs Salomo als göttliche Weisheit personifiziert dargestellt. Demgemäß sagt er: „Ich, die Weisheit, ich habe bei der Klugheit gewohnt, und ich finde auch die Erkenntnis des Denkvermögens. Die Furcht Jehovas bedeutet, das Schlechte hassen. Selbsterhöhung und Stolz, den schlechten Weg und den verkehrten Mund habe ich gehaßt. Ich verfüge über Ratschläge und praktische Weisheit. Ich — die Einsicht — ich besitze Tatkraft.“ — Spr. 8:12-14, NW.
17. Auf welche Weise wirkte es sich für Jesus vorteilhaft aus, daß er, um Gelingen zu haben, praktische Weisheit anwandte, und welche Illustration gab er als Warnung, damit wir nicht in die Falle der Gesetzlosigkeit geraten mögen?
17 Als Jesus auf Erden weilte, hatte er durch praktische Weisheit Gelingen, und das bedeutete für ihn den Vorteil, die ewige himmlische Herrlichkeit zu gewinnen. Hört jetzt seine Worte praktischer Weisheit, die an uns gerichtet sind, die wir nicht in die Falle der Gesetzlosigkeit hineingeraten möchten: „Jeder daher, der diese meine Worte hört und sie tut, ist gleich einem verständigen Mann [einem Menschen von praktischer Weisheit], der sein Haus auf das Felsmassiv baute. Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde bliesen und peitschten gegen jenes Haus; doch es stürzte nicht ein, denn es war auf das Felsmassiv gegründet worden. Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, mit einem törichten Manne verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. Und der Regen strömte hernieder und die Fluten kamen und die Winde bliesen und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammenbruch war groß.“ — Matth. 7:24-27, NW.
18. Worauf baut der törichte Christ, und was ist das schließliche Ergebnis?
18 Der törichte Christ wie auch der verständige Christ hören Jesu Worte, gleichwie die törichte Jungfrauenklasse und die verständige Jungfrauenklasse sie hören. (Matth. 25:1-13) Der törichte Christ beachtet indes Jesu Reden nicht, noch setzt er sie in die Tat um. Er ist unachtsam, gedankenlos, kurzsichtig und ungehorsam. Folglich baut er sein religiöses Gebäude auf Ungehorsam gegenüber Jesu Worten auf, die doch sein Fundament sein sollten. Ungehorsam ist für den Bauenden keine Grundlage. Er ist wie Sand. In der großen Flut der Gerichte, die in Harmagedon hereinbrechen, wird das religiöse Gebäude der törichterweise ungehorsamen Christen einstürzen. Welch großer Zusammenbruch! Für den, der es bewohnt, wird er die ewige Vernichtung bedeuten.
19. (a) Wie handelt der erfolgreiche Christ? (b) Worauf baut er, und welchen Nutzen wird ihm dies eintragen?
19 Der erfolgreiche Christ ist ein Mensch, der himmlische, praktische Weisheit anwendet. Er ist ein überlegter, verständiger Mensch, der vorausdenkt und auf einen dauerhaften, bleibenden Schutz gegen zerstörende Kräfte hinwirkt. Er gehorcht autoritativen Worten. Er baut sein christliches Gebäude auf Gehorsam gegenüber den Worten des weisen Sohnes Gottes auf. Gehorsam diesen Worten gegenüber dient gleich einem Felsmassiv als Grundlage, die so tief liegt, daß sie nicht weggewaschen, unterhöhlt oder herausgerissen werden kann. Inmitten des Sturmes der Gerichte Gottes, die in Harmagedon vollzogen werden, wird das christliche Gebäude, in dem dieser verständige Jünger während dieses Raumfahrtzeitalters wohnt, nicht zerstört werden. Er wird immerdar darin wohnen, weil er in Übereinstimmung mit dem vollkommenen Willen Gottes praktische Weisheit bekundet haben wird. Daß er durch praktische Weisheit Gelingen hat, wird ihm in Jehovas endloser neuer Welt zum ewigen Nutzen gereichen.
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Gott und seinem Königreichserben gegenüber loyale Liebe bekundenDer Wachtturm 1960 | 1. Februar
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Gott und seinem Königreichserben gegenüber loyale Liebe bekunden
LOYALE Liebe ist eine charakteristische Eigenschaft Jehovas Gottes. Ja es kann gesagt werden, daß er die stets bewährte Loyalität in Person ist. Seitdem er sich als Schöpfer zu betätigen begann, erwies er sich als ein loyaler und liebender Gott, sei es nun seinen gerechten Grundsätzen oder seinen treuen Geschöpfen und den Bündnissen gegenüber, die er mit diesen schloß. Und er blieb seiner loyalen Liebe stets treu, ungeachtet, wie oft und durch welch schwerwiegende Umstände sie auf die Probe gestellt wurde.
So stellen wir denn fest, daß König David sich einst von empörenden Sünden überwältigen ließ und daß die meisten seiner Nachfolger auf dem Throne Jehovas untreu waren. Doch trotz alledem bewies Jehova fortgesetzt seine loyale Liebe in Verbindung mit dem wichtigsten Bund, dem Königreichsbund, den er mit David geschlossen hatte, damit dieser durch Davids Hauptnachkommen, den König und Priester Jesus Christus, erfüllt werden konnte. Kein Wunder, daß David sich veranlaßt fühlte auszurufen: „Dir, o Jehova, gebührt loyale Liebe.“ — Ps. 62:12, NW, Fußnote.a
Jehovas loyale Liebe diesem Bunde gegenüber hat bis auf den heutigen Tag angedauert. Obwohl sich der Überrest der Königreichserben während des ersten Weltkrieges aus Mangel an Erkenntnis und zufolge von Nachlässigkeit durch Menschenfurcht überwältigen ließ, wich Jehovas loyale Liebe nicht von ihm, sondern hielt ihn aufrecht, wie es in folgenden Worten vorhergesagt wurde: „Es ist den Taten der loyalen Liebe Jehovas zuzuschreiben, daß wir nicht aufgerieben wurden; denn seine Barmherzigkeitserweisungen werden bestimmt kein Ende nehmen. Sie sind jeden Morgen neu. Deine Treue fließt über.“ — Klagel. 3:22, 23, NW, Fußnote.
Schätzen wir diese charakteristische, herzerfreuende Eigenschaft Jehovas Gottes? Wenn ja, dann werden wir dadurch angespornt, Gott und seinem Königreichserben gegenüber loyale Liebe zu bekunden. Wie denn? In erster Linie dadurch, daß wir jede Gelegenheit wahrnehmen, um über Gottes Namen und sein Königreich Zeugnis abzulegen.
Denken wir daran, daß die Botschaft, die wir verkündigen, kein Scherz und auch nicht veraltet ist, obwohl sie nun schon seit vierzig Jahren verkündigt wird. Sie bleibt stets neu und frisch, ja sie wird immer wunderbarer, da das Licht auf unserem Pfad immer heller leuchtet. Wie hat doch unser Verständnis und unsere Erkenntnis allein in den letzten zwölf Monaten zugenommen! Wieviel besser sind doch unsere Hilfsmittel geworden und wieviel wirkungsvoller dadurch unsere Predigttätigkeit!
Unsere loyale Liebe zu Gott und seinem Königreichserben zu bekunden verlangt von uns auch, daß wir uns vor den Versuchungen hüten, materialistisch zu werden, uns gegen die theokratische Herrschaft in der Ortsversammlung aufzulehnen oder in bezug auf unseren Wandel lax zu werden. Es verlangt von uns ferner, daß wir im Glauben feststehen, um den Bemühungen unserer Gegner, uns schlapp zu machen, zu widerstehen.
Die heutige Christenheit bekundet Gott und seinem Königreichserben gegenüber keine loyale Liebe, obwohl sie den Namen Christi angenommen hat. Statt neutral zu bleiben, hat sie in dem Kampf um die Weltherrschaft, der zwischen Ost und West entbrannt ist, Partei ergriffen, beteiligt sich an den materialistischen Bestrebungen dieser Welt und unterstützt ihren Militarismus. Sie wird deshalb in Harmagedon mit dieser alten Welt zugrunde gehen.
Die Prüfung ist im Gange. In dieser Welt gegen den Strom zu schwimmen ist nicht leicht. Um das mit Erfolg tun zu können, müssen wir uns völlig auf Jehovas loyale Liebe stützen. Zu unserer Ermutigung ließ er allein im 136. Psalm die Worte: „Seine liebende Güte [loyale Liebe, Fußnote] währt bis auf unabsehbare Zeit“, sechsundzwanzigmal niederschreiben. Aber auch wir müssen unseren Teil tun, denn wir lesen: „Alle Pfade Jehovas sind loyale Liebe und Wahrhaftigkeit für die, welche seinen Bund und seine Mahnungen beobachten.“ — Ps. 25:10, NW, Fußnote.
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