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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1953
w53 15. 11. S. 675-676

Jehova — keine primitive Vorstellung

NACH einem der berühmtesten Theologen Amerikas, Harry Emerson Fosdick, enthüllt die Bibel eine allmähliche Entwicklung der Vorstellung des Menschen von Gott. Er schrieb einen Artikel in der Zeitschrift New Outlook, Ausgabe vom Mai 1953, und hatte über dieses Thema u. a. folgendes zu sagen:

„Das vornehmliche Problem in der Verteidigung der christlichen Glaubenslehre ist … eine Vorstellung von Gott zu erlangen, die ein Mindestmaß von Erörterung erfordert, weil sie durch ihre Verständlichkeit und Vernünftigkeit sowie durch ihre Wichtigkeit für das menschliche Bedürfnis bereits ein glaubwürdiges Ansehen hat. Das Problem ist nicht neu. Es ist alt und begann beim Urmenschen, beim Menschen in dem Augenblick, als er zu denken begann. Stets lautete die Frage angesichts dessen, was wir jetzt wissen: Wie sollen wir über Gott denken?

Die Bibel selbst gibt eine wichtige Erklärung. Welch ein Kontrast zwischen der Vorstellung von Gott bei ihrem Anfang und ihrem Ende! Von dem frühen Kriegsgeschrei: ‚Jahve ist ein Kriegsmann: Jahve ist sein Name‘, bis zur Seligpreisung Jesu: ‚Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes genannt‘ — welch eine sich vertiefende Vorstellung von der göttlichen Natur! Welch eine Erweiterung der Auffassung des Menschen über Gott!

Die Schreiber der Schriften bereisten einen ansteigenden Weg, wobei sich ihr Ausblick erweiterte, und weil jeder Gott dieses Universums unendlich ist, kann dieser Prozeß niemals anhalten. Er stellt sich uns noch heute kritisch gegenüber.“

Mr. Fosdick würde uns somit glauben lassen, daß der Mensch selbst allmählich von einer Vorstellung über Jahve oder Jehova als Kriegsgott zu einem Gott, der die Friedensstifter segnet, aufgestiegen ist; und daß die Bibel, weit davon entfernt, eine Offenbarung an den Menschen zu sein, nur die Aufzeichnung über die Anstrengungen des Menschen ist, eine entsprechende Vorstellung von Gott zu erwerben. (2. Mose 15:3; Matth. 5:9) Welche Art von Verteidigung der Glaubenslehre dies auch sein soll, gewiß ist sie nicht christlich, denn Christus Jesus hatte niemals solche Dinge gelehrt. Er sagte: „Dein Wort ist Wahrheit.“ — Joh. 17:17, NW.

Eine demütige und ehrliche Prüfung der Bibel wird offenbaren, daß Mr. Fosdicks Bemerkungen nicht mit dem übereinstimmen, was Gottes Wort sagt. Es zeigt, daß, obwohl Jehovas Anforderungen an seine Geschöpfe gemäß seinen Vorsätzen und der Zeit, in welcher sie leben, verschieden sind, seine vier Haupteigenschaften stets dieselben bleiben, nämlich: Gerechtigkeit, Macht, Weisheit und Liebe. Lesen wir nicht im ersten Buch der Bibel davon, wie Abraham an Gottes Gerechtigkeit appellierte? „Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?“ Und betonten nicht der Gründer des Christentums und seine Apostel die Tatsache, daß Jehova ein gerader und gerechter Gott ist? — 1. Mose 18:25; Luk. 18:7; Röm. 9:14.

Und offenbarte nicht der himmlische Bote dem Abraham Jehova als den Allmächtigen, als er fragte: „Ist etwas zu schwer für Jehova?“ Diese Vorstellung ist mit derjenigen Christi Jesu identisch, als er sagte: „Bei Gott sind alle Dinge möglich.“ (1. Mose 18:14, AS; Matth. 19:26, NW) Es besteht also keine Änderung in der Vorstellung von Gott hinsichtlich seiner Gerechtigkeit und Macht während einer Zeit von zweitausend Jahren, nicht wahr?

Zeugt nicht ferner der Schöpfungsbericht von Jehovas Weisheit, und erklärte nicht Mose wiederholt, daß Gott die Quelle der Weisheit wäre und daß er sie seinen Dienern verleiht? (1. Mose, Kapitel 1 und 2; 2. Mose 28:3; 36:1, 2) Und bezeugten nicht Christus Jesus und seine unmittelbaren Nachfolger dasselbe? — Luk. 11:49; Röm. 11:33; Jak. 1:5.

Und was schließlich Jehova als den Gott der Liebe, Barmherzigkeit und des Friedens anbelangt, stellen wir hier ebenfalls keinen Unterschied zwischen dem Gott Moses und dem Gott Christi Jesu fest. Man beachte, wie Jehova sich offenbarte, als Mose bat, seine Herrlichkeit zu sehen: „Jehova, Jehova, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit, der Güte bewahrt auf Tausende hin, der Ungerechtigkeit, Übertretung und Sünde vergibt.“ — 2. Mose 34:6, 7.

Aber vielleicht wird jemand sagen: Wie steht es mit dem übrigen Teil des Zitates, welcher heißt: „Aber keineswegs hält er für schuldlos den Schuldigen, — der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, am dritten und am vierten Gliede“? Während jene Worte der vorangehenden Anführung zu widersprechen scheinen, werden sie mit ein wenig Vernunft verständlich werden. Ist es nicht wahr, daß, wenn ein Volk oder eine Nation wie Israel Jehovas Anbetung verwarf und zur heidnischen Religion ging, Gott zuließ, daß sie in Gefangenschaft kamen und daß die Auswirkungen nicht nur von ihnen selbst, sondern auch von ihren Nachkommen, selbst bis in die dritte oder vierte Generation, gespürt wurden? Es liegt in der Natur der Sache, daß Eltern durch ihre Handlungsweise auf ihre Kinder entweder Gutes oder Böses bringen. Ist dies nicht ein unerbittliches Gesetz? Es ist einfach eine Angelegenheit des Säens und Erntens.

Christus Jesus lehrte genau dasselbe wie Mose in dieser Hinsicht, eine Tatsache, die Modernisten-Geistliche gern übersehen. Man beachte seine Warnung an die religiösen Führer seiner Tage hinsichtlich dessen, was sie erwartete: „Ihr zeugt gegen euch selbst, daß ihr Söhne jener seid, die die Propheten ermordeten. Macht nun also das Maß eurer Vorväter voll. Schlangen, Vipernbrut, wie werdet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen? Aus diesem Grunde sende ich zu euch Propheten und weise Männer und öffentliche Lehrer aus. Einige von ihnen werdet ihr töten und an den Stamm schlagen, einige von ihnen werdet ihr geißeln in euren Synagogen und von Stadt zu Stadt verfolgen; so daß über euch alle das gerechte Blut kommen möge, das auf der Erde vom Blute des gerechten Abel an bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes des Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt, vergossen wurde. Wahrlich, ich sage euch: Alle diese Dinge werden über diese Generation kommen.“ (Matth. 23:31-36, NW) Jene Worte wurden erfüllt durch die vollständige Vernichtung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. Jene Vernichtung war gerecht und damit in Übereinstimmung, daß Jehova ein Kriegsgott ist.

Ja, die Bibel ist die göttliche Offenbarung und nicht bloß eine Aufzeichnung der Vorstellungen des Menschen von seinem Gott. Von Anfang bis Ende enthüllt sie Jehova als den Gott der Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht. Er zeigt sich zuerst als Gott der Liebe, der seine Geschöpfe segnet. Aber wenn sie Gottes Geschenke verachten, rebellieren und sich zur Gottlosigkeit wenden, dann bleibt ihm nichts übrig, als sich als Gott des Krieges zu zeigen. Übersehen die Hebräischen Schriften Jehovas Liebe, Zartheit und bemitleidende Eigenschaften? „Jehova ist mir von ferne erschienen: Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir fortdauern lassen meine Güte.“ (Jer. 31:3) Übersehen die Christlichen Griechischen Schriften Jehovas Gerechtigkeit und gerechten Unwillen? „Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht Jehova.“ „Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.“ (Röm. 12:19; Heb. 12:29, NW) Jehova kommt keiner primitiven Vorstellung von Gott gleich.

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