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  • Die richtige Einstellung ist ein Schutz
    Der Wachtturm 1974 | 15. Juli
    • Arbeitsstelle Überstunden zu machen, um sich diese Dinge zu beschaffen.

      22 So kommt es, daß er die geistigen Interessen vernachlässigt. Er nimmt sich nicht mehr die Zeit zu studieren; er gibt seiner Familie nicht mehr die Hilfe, die sie benötigt, um geistig gesund zu bleiben; er geht der Gemeinschaft mit seinen christlichen Brüdern verlustig. Demzufolge wird er wenig Eifer für den Predigtdienst haben. Selbst das, was er tut, ist gewöhnlich nur ein oberflächlicher Dienst, da er sich nicht wirklich anstrengt, anderen behilflich zu sein, Jünger zu werden. Er zeigt in der Tat, daß er nicht wirklich glaubt, daß der König regiert und der Tag Jehovas nahe ist.

      23 Wenn andererseits jemand wahrhaft zu Gott fleht, so wünscht er, daß Gottes Geist auf ihm ruhe und ihn leite. Er wird sich dort aufhalten, wo Gottes Geist wirksam ist, und wird ein wirklicher Gefährte und Mitarbeiter derer sein, die Gottes Geist besitzen.

      DER RICHTIGE BEWEGGRUND FÜR DIE BETEILIGUNG AM PREDIGTWERK

      24. Wovon ließ sich Jesus antreiben, die „gute Botschaft“ zu predigen?

      24 Wovon ließ sich Jesus Christus, der größte Prediger, der je auf Erden lebte, antreiben? Von seiner Liebe zu Jehova und zu Jehovas „Schafen“. „Als er die Volksmengen sah“, berichtet Matthäus (Kapitel 9, Vers 36), „empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ Tat es Jesus lediglich leid um sie, oder waren es nur Worte, die er zu seinen Jüngern über den elenden Zustand der „Schafe“ sprach? Nein. Er liebte die Menschen von Herzen, und das trieb ihn an, angestrengt für sie zu wirken. Die nächsten Worte des Berichts aus Matthäus (V. 37, 38) lauten: „Dann sprach er zu seinen Jüngern: ,Ja, die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende.‘“ Und Jesus und seine Jünger brachten wirklich eine große Ernte ein. Aus Apostelgeschichte 4:4 ersehen wir, daß sich die Zahl der Männer, die gläubig geworden waren, zu jener Zeit auf fünftausend belief, und in Apostelgeschichte 6:7 lesen wir, wie es sich später verhielt: „Infolgedessen wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr; und eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein.“

      25, 26. (a) Welche Fragen muß sich jeder einzelne von uns stellen, wenn wir an das Bedürfnis der Menschen, die Wahrheit kennenzulernen, denken? (b) Was sollte uns antreiben, weiter zu predigen, wenn wir an das Beispiel eines Ehepaares in Irland denken?

      25 Heute ist es ähnlich. Es herrscht ein sehr großes Bedürfnis, ja nie bestand unter den Menschen in der ganzen Welt ein dringenderes Bedürfnis nach der Wahrheit. Jeder von uns steht vor der Frage: Liebe ich Jehovas verstreute „Schafe“? Bin ich bereit, die schlechten Zustände nicht nur zu brandmarken und zu verurteilen, sondern etwas, ja das einzige zu tun, was diesen Menschen wirklich helfen wird? Liebe ich Jehova genügend, um meine Liebe so zu beweisen?

      26 Ein Christ, der mit seiner Frau vierzehn Jahre in Irland als Pionier gedient hatte, sagte: „Tag für Tag gingen wir vom Morgen bis zum Abend von Haus zu Haus, und niemand ging auf die Botschaft ein. Abends, wenn wir nach Hause kamen, mußte ich mich immer wieder fragen: Warum tue ich das? Und immer mußte die Antwort lauten: Weil ich Jehova liebe.“

      27. An welchen biblischen Rat sollten wir uns erinnern, wenn wir in unserem Predigtdienst mit Gleichgültigkeit oder Widerstand zu kämpfen haben?

      27 Wie steht es mit dir? Hast du in deinem Gebiet mit Gleichgültigkeit und Widerstand zu kämpfen? Wenn ja, dann denke an die Worte des Apostels Paulus, die in Hebräer 10:36-39 aufgezeichnet sind: „Ihr bedürft des Ausharrens, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Erfüllung der Verheißung empfangen mögt. Denn noch ,eine ganz kleine Weile‘, und ,der Kommende wird eintreffen und wird nicht ausbleiben‘. ,Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben‘, und ,wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm‘. Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele.“

      28. Wie sollten wir das Vorrecht betrachten, Zeugen Jehovas zu sein?

      28 In Anbetracht all dieser Dinge ist es gut, daß wir uns alle selbst prüfen, um uns des Geistes, den wir haben, zu vergewissern. Wenn wir getaufte Zeugen Jehovas geworden sind, wollen wir bestimmt keine negative Haltung gegenüber der herrlichen Stellung entwickeln, in der wir uns befinden. Diese großartige Gunst Jehovas sollte uns bewegen, lebhaftes Interesse an anderen zu haben und den Wunsch, ihnen zu helfen. Sie sollte uns antreiben, Jehova mit ganzer Seele zu dienen (Pred. 9:10). Da wir den Schatz der Wahrheit besitzen und uns die Gunst des christlichen Dienstes zuteil geworden ist, können wir es uns jetzt nicht leisten, uns unserer Verantwortung zu entziehen, indem wir auf apathische Weise Vernunftgründe oder Entschuldigungen vorbringen.

      29. Was wird uns helfen, Jehovas „Tag“ mit freudiger Zuversicht entgegenzublicken?

      29 Jehova ermuntert uns durch den Propheten Jesaja mit den Worten: „Siehe, ich lege als Grundlage in Zion einen Stein, einen erprobten Stein, die kostbare Ecke einer sicheren Grundlage. Keiner, der Glauben übt, wird in Panik geraten“ (Jes. 28:16). Damals, in den Tagen Jesajas, vertraute das Volk auf einen falschen Frieden und eine trügerische Sicherheit. Heute wissen wir, daß der König, Jesus Christus, herrscht und daß die glorreiche neue Ordnung wahren Friedens und der Sicherheit nahe herbeigekommen ist. Wenn wir Glauben üben, werden wir standhaft sein und uns nicht durch Zweifel erschüttern lassen. Es gibt keinen Zweifel über das, was von uns verlangt wird, damit wir in dieser neuen Ordnung leben können. Ein fester Glaube, gepaart mit „heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit“, wird uns die Rettung sichern. Dem ist so, weil wir gebilligt vor dem Sohn des Menschen stehen werden, wenn Jehovas feuriger „Tag“ kommt.

  • Jehova öffnet Herzen
    Der Wachtturm 1974 | 15. Juli
    • Jehova öffnet Herzen

      Manchmal kommen Menschen durch ganz ungewöhnliche Umstände mit der Botschaft der Bibel in Berührung, und man kann erkennen, daß Jehova Gott tatsächlich ihr Herz öffnet, damit sie der Wahrheit Aufmerksamkeit schenken (Apg. 16:14).

      Ein Zeuge Jehovas, der als Sonderpionierprediger in Australien dient, berichtet folgendes:

      „Als wir in Coonamble eintrafen, hörten wir von einem jungen Mann, der an Gottes Wort interessiert sei. Sein Name war Tony, und er wohnte in einem Einmannzelt in dem 200 Kilometer entfernten Ort Lightning Ridge. Wir glaubten, wir hätten keinerlei Schwierigkeiten, ihn zu finden, bis wir Lightning Ridge sahen. Dort steht unter fast jedem Baum ein Einmannzelt. Wir fuhren eine Weile umher und faßten schließlich ein bestimmtes Zelt ins Auge. Als wir darauf zugingen, kam ein junger Mann heraus. Wir sagten ihm, wir würden einen jungen Mann suchen, der daran interessiert sei, mit uns die Bibel zu studieren. Er wurde sehr aufgeregt und sagte, er sei derjenige, den wir suchten.

      Als dieser junge Mann bei Annarke durch ein altes, ausgetrocknetes Flußbett gelaufen war, um nach Saphiren zu suchen, hatte er ein kleines Buch gefunden, dessen Deckel so aufgeschwollen war, daß er abfiel, als er das Buch aufhob. Er las das Buch zweimal durch, übersetzte es ins Slowenische und schickte die Übersetzung an seine Eltern nach Europa. Es war das Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt.

      Zwei Monate lang besuchten wir Tony jeden Montagabend und studierten bei Kerzenlicht das Wahrheits-Buch. Dann entschloß er sich, das Opalsuchen aufzugeben, kam nach Coonamble und lebte dort mit uns neben dem Königreichssaal. Er studierte nicht nur, sondern arbeitete auch am Saal, reinigte ihn und reparierte ihn. Und da er von Beruf Elektriker ist, installierte er die ganze Beleuchtung im Königreichssaal.

      Schließlich ließ er sich in dem Flüßchen taufen, das hinter unserem Saal vorbeifließt. Dazu mußte er jedoch zunächst ein Loch graben, das groß und tief genug für ihn war, denn der Fluß war fast trocken.“

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