-
Sind ihre Beschwerden berechtigt?Erwachet! 1972 | 22. August
-
-
als albern betrachten. Man beachte folgenden Brief, den eine Frau an die Redaktion der Zeitung Miami Herald schrieb:
„Noch bis vor kurzem war ich stolz darauf, eine Frau zu sein, stolz auf das, was sie verkörperte, stolz auf ihre Rolle in der Gesellschaft. Wenn ich aber viele meiner Geschlechtsgenossinnen beobachte, die, wie ein kleines Kind, das quengelt, um einen Zuckerstengel zu erhalten, lautstark gewisse Rechte fordern — viele davon haben sie nicht verdient, und manches dieser Rechte werden sie niemals richtig nutzen —, bin ich beunruhigt und schäme mich.
Es scheint, daß die ,Damen‘, die als Führerinnen der Frauenbefreiungsbewegung auftreten, versuchen, theatralisch für alle Frauen zu sprechen, ohne Rücksicht auf die Frauen, die wie ich zufrieden sind. ...
Ich sowie viele andere Frauen protestieren dagegen, durch übertrieben gefühlsbetonte, unzufriedene Frauen, die wie Männer sein möchten, weil sie als Frau unerfüllt sind, entwürdigt zu werden. Es trägt nicht zu der schönen Zukunft bei, die viele voraussehen, wenn ein BH gegen ein Gewehr eingetauscht wird, wenn Rechte und Pflichten gefordert werden, denen die Frau körperlich und seelisch nicht gewachsen ist.“
Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß die Frauen früher Unrecht erlitten haben und noch heute Unrecht erleiden. Deshalb ist es nötig, die Antwort auf die Fragen zu wissen: Wie sollten die Männer die Frauen behandeln? Wie wirkt es sich aus, wenn die Männer die Frauen richtig behandeln?
Um diese Fragen beantworten zu können, sollte man zuerst genau ermitteln, wie Mann und Frau geschaffen sind. Welche Rolle ist die natürlichste für sie?
-
-
Jeder für eine bestimmte Rolle geschaffenErwachet! 1972 | 22. August
-
-
Jeder für eine bestimmte Rolle geschaffen
NICHTS kann die grundlegende Tatsache ändern, daß es in der Menschheitsfamilie zwei Geschlechter gibt. Wenn ein Kind geboren wird, ist es entweder ein Junge oder ein Mädchen.
Aber wie fundamental sind diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Was bedeuten diese Unterschiede? Gibt es eine Lebensform, die für die Frau, und eine, die für den Mann besonders geeignet ist?
Wenn du die belebte Schöpfung näher betrachtest, fällt dir auf, daß für jedes Lebewesen eine bestimmte Lebensform die geeignetste ist. Gedeihen zum Beispiel Palmen oder Kakteen vorzüglich in kalten nördlichen Gegenden? Nein, sondern sie gedeihen besser in einem heißen Klima. Die Douglasfichte jedoch gedeiht am besten in einem kalten nördlichen Klima. Eisbären fühlen sich wohler da, wo es kalt ist, die Giraffe dagegen da, wo es warm ist.
Allerdings haben Lebewesen die Fähigkeit, sich bis zu einem gewissen Grad veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Aber je weiter sie sich von den Lebensbedingungen entfernen, die für sie am günstigsten sind, desto mehr Schwierigkeiten haben sie.
Es gibt auch „günstige“ Bedingungen für das Verhältnis zwischen Mann und Frau. Je weiter sie davon abweichen, desto größer werden ihre Schwierigkeiten sein.
Grundlegende Unterschiede
Man sollte anerkennen, daß zwischen Mann und Frau grundlegende Unterschiede bestehen, die durch noch soviel Gerede nicht beseitigt werden können. In bezug auf die körperliche Erscheinung und die Fortpflanzungsorgane sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau höchst markant. Im Erbcode der Menschheitsfamilie ist außerdem die Information fest verankert, daß der Mann robuster gebaut und stärker ist als die Frau.
Man vergleiche zum Beispiel die olympischen Rekorde. Der Rekord im Hundertmeterlauf ist bei den Männern 9,9 sec, bei den Frauen dagegen 11,0 sec. Für diese kurze Strecke benötigten die Männer 1,1 Sekunden weniger als die Frauen. Der olympische Rekord im Hochsprung betrug bei den Männern 2,24 Meter, bei den Frauen aber nur 1,82 m. In allen vergleichbaren Disziplinen, Laufen, Schwimmen, Springen und Kugelstoßen, waren die Männer den Frauen überlegen.
Warum sind die Männer körperlich kräftiger? Weil der Mann geschaffen wurde, um eine andere Aufgabe im Leben zu erfüllen als die Frau. Der Mann sollte schwerere Arbeit verrichten als die Frau und als Ernährer und Beschützer der Familie führend vorangehen.
Ist die Frau deshalb „weniger wert“ als der Mann? Ist ein schön gewachsener weiblicher Körper „weniger wert“ als ein schön gewachsener männlicher Körper? Ist er geringer? Ist er weniger nützlich? Was ist „wertvoller“: eine Eiche oder eine Rose? Sowohl die Eiche als die Rose sind in ihrer Art wertvoll, und ihr Besitz ist lohnenswert.
Doch die Frau ist nicht nur weniger robust und kräftig als der Mann, sondern sie erlebt auch Wechsel wie den Menstruationszyklus und das Klimakterium. Wir können daher die Tatsache nicht bestreiten, daß zwischen Mann und Frau grundlegende Verschiedenheiten bestehen. Wissenschaftler können sogar, ohne vorher das Geschlecht eines Menschen zu kennen, aufgrund einer Körperzelle sagen, ob es sich um die eines Mannes oder um die einer Frau handelt. Wir lesen zum Beispiel: „Alle Zellen des männlichen Körpers unterscheiden sich von denen des weiblichen Körpers.“
Andere Unterschiede
Da im Erbcode des Mannes und im Erbcode der Frau solche unveränderlichen körperlichen Verschiedenheiten festgelegt sind, sollte es uns nicht befremden, daß auch emotionelle oder seelische Geschlechtsunterschiede bestehen. Lionel Tiger, Anthropologe an der Rutgers-Universität, schreibt:
„Kurz gesagt, es liegen genügend Beweise dafür vor, daß die Unterschiede zwischen Mann und Frau keine Folge einer Verschwörung der Männer sind, ... sie sind in einer solch großen Vielfalt von Situationen und Kulturen vorhanden, daß die Erklärung der Feministen nicht ausreicht, um sie uns verständlich zu machen, und daß die Unterschiede zwischen den Geschlechtern biologische Grundlagen haben, die nicht mit einer Bedrückung der Frau zu tun haben, sondern mit der Sicherheit der Gemeinwesen und der gesunden Entwicklung der Kinder. ...
Heute wissen wir, daß der komplizierte DNS-Erbcode es dem einzelnen ermöglicht, nicht nur körperliche Merkmale zu ererben wie Körpergröße, -form und die chemische Eigenart, sondern auch eine ganze Reihe von Neigungen für besonderes soziales Verhalten, das zu bestimmten Lebensvorgängen eines Organismus gehört.“
Der Erbcode bestimmt demnach mehr als die körperlichen Merkmale, durch die sich die Geschlechter voneinander unterscheiden. Er ist auch für die seelischen Geschlechtsunterschiede verantwortlich, die bewirken, daß die beiden Geschlechter unterschiedlich reagieren. In der Regel hat die Frau mehr Gefühlswärme als der Mann. Sie neigt mehr zu Geselligkeit, ist empfindsamer und rücksichtsvoller. Vielfach hat sie auch mehr Geduld.
Warum ist die Frau in körperlicher und emotioneller Hinsicht anders geschaffen als der Mann? Weil sie eine andere Aufgabe zu erfüllen hat als er.
Wo sich die Frau auszeichnet
Diese Andersartigkeit der Aufgabe zeigt am deutlichsten ihre Rolle als Mutter. Die Frau ist nicht nur körperlich so geschaffen, daß sie Kinder gebären und nähren kann, sondern sie verfügt auch über die seelischen Eigenschaften, die für die Pflege der Kinder erforderlich sind.
Die Tatsache, daß die Völker der Erde im Verlaufe der Geschichte es stets für notwendig und weise erachteten, daß die Mütter ihre Kinder betreuten, deutet bestimmt weit mehr an als eine Verschwörung der Männer. Es zeigt deutlich, daß die Frau für eine andere Aufgabe geschaffen wurde als der Mann, für eine Aufgabe, durch die sie für die menschliche Gesellschaft unentbehrlich geworden ist. Wieso? Frage dich selbst: Existierte eine Menschheitsfamilie, existiertest du, wenn es keine Mütter gäbe? Nein! Die Bibel sagt:
-