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  • Ordnet euch „aller menschlichen Einrichtung“ unter
    Der Wachtturm 1963 | 1. Januar
    • es ist unser Herr und Meister, Jesus Christus. Man beachte, wie Petrus die christlichen Sklaven, die leiden müssen, tröstet, indem er sie auf dieses vollkommene Vorbild hinweist. Petrus sagt:

      29 „Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf daß ihr seinen Fußtapfen nachfolget; welcher keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Munde erfunden, der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der recht richtet; welcher selbst unsere Sünden an seinem Leibe auf dem Holze getragen hat, auf daß wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr heil geworden seid. Denn ihr ginget in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.“ — 1. Petr. 2:21-25.

      30. Was gilt es bei diesem Vorbild besonders zu beachten, und warum ist das so wichtig?

      30 Wenn der Anführer der Christen ungerecht litt, müssen seine Jünger damit rechnen, daß auch sie ungerecht leiden müssen. Aber der wichtigste Punkt, den es zu beachten gilt, ist, daß unser Anführer alles ertrug, ohne zu klagen. Wenn wir ihn nachahmen wollen, müssen wir das auch tun, mögen wir nun Sklaven sein oder nicht. Aber wenn jemand unrecht leidet, ohne zu klagen, zu drohen oder zu schmähen, wirkt sich das, wie bei Jesus Christus, zum Guten aus, sogar für andere. „Wohlgefällig bei Gott“ ist es nur, wenn man ungerechter- und unverdienterweise leidet.

      31, 32. (a) Wem wendet sich Petrus dann mit seinen Ratschlägen zu, und weshalb? (b) Welchen Rat gibt er ihnen?

      31 Nachdem Petrus die christlichen Sklaven ermuntert und getröstet hatte, die ungerechterweise, „um des Gewissens vor Gott willen“, litten, wandte er sich anderen zu, die sich, selbst wenn sie zu Unrecht mißhandelt wurden, unterordnen mußten. Das waren die christlichen Ehefrauen, die mit einem unchristlichen Mann verheiratet waren, mit einem Mann, der dem Worte Gottes nicht gehorchte. Die Ehefrau ist ähnlich wie der Sklave das Eigentum ihres Besitzers, nämlich ihres Mannes, den die Juden heute noch Baal oder Besitzer nennen. (Hos. 2:16; 2. Mose 21:22; 5. Mose 22:22, 24; Spr. 31:11, 23, 28, NW) Der Apostel Petrus gibt der christlichen Ehefrau nicht den Rat, sich von ihrem ungläubigen Mann, der Gott nicht hingegeben ist, zu trennen oder sich von ihm scheiden zu lassen, sondern er bezieht sich auf die Lage, in der sich der Sklave befindet, und sagt:

      32 „Gleicherweise ihr Weiber, seid euren eigenen Männern unterwürfig, auf daß, wenn auch etliche dem Worte nicht gehorchen, sie durch den Wandel der Weiber ohne Wort mögen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht [phobos] keuschen Wandel angeschaut haben; deren Schmuck nicht der auswendige sei durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott sehr köstlich ist. Denn also schmückten sich auch einst die heiligen Weiber, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, indem sie ihren eigenen Männern unterwürfig waren: wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet.“ — 1. Petr. 3:1-6.

      33, 34. (a) Um was für eine Unterwürfigkeit handelt es sich bei der Unterwürfigkeit der Ehefrauen, und was kann sie bewirken? (b) Wen sollten sich christliche Ehefrauen nach den Worten Petri zum Vorbild nehmen, und ganz besonders wie wer sollten sie sich schmücken?

      33 Wie die christlichen Sklaven, so ordnen sich auch die christlichen Ehefrauen ihren Besitzern nicht unbedingt unter, ohne Rücksicht auf Gott oder das christliche Gewissen. Auch die Unterwürfigkeit der Frauen ist nur bedingt und muß mit der Gottesfurcht und der gewissenhaften Beachtung des Wortes Gottes im Gleichgewicht sein. Wie könnte die Frau ihren ungläubigen Mann ohne Worte, sondern nur durch ihren treuen christlichen Wandel für das Christentum gewinnen, wenn sie ihn verließe und sich ihm nicht auf eine Weise unterordnete, die Gott wohlgefällig ist? Das wäre ihr nicht möglich. Als Vorbilder für die Unterwürfigkeit der Frau stellt Petrus nicht geschiedene Frauen oder weltliche Frauen hin, die für die „Frauenrechte“ eintreten und Gleichberechtigung fordern, sondern die „heiligen Weiber“ von einst, die ihre Hoffnung auf Gott setzten.

      34 Petrus sagte den Frauen, sie sollten handeln wie Saras Kinder, die von Sara unterwiesen worden seien, wie man sich als Frau verhalten sollte. Sara erkannte Abraham als ihren Herrn an. Sie gehorchte ihm sogar, als er sie bat, sein Leben zu schützen, obschon dadurch ihre Freiheit und Sicherheit gefährdet wurden. (1. Mose 12:14-20; 20:1-14) Sara wurde dafür, daß sie sich ihrem Mann auf diese Weise unterordnete, mit dem Vorrecht belohnt, eine wichtige Rolle in Verbindung mit der ewigen Rettung ihrer selbst und der übrigen Menschen zu spielen. Sie wurde die Mutter Isaaks und somit ein Vorfahr des Herrn Jesus Christus. So kann sich auch eine christliche Frau ihrem Mann unterordnen, und zwar in der Hoffnung auf Gott, vor dem sie sich ihrem Mann gegenüber mit einem „sanften und stillen Geist“ schmückt. Das mag nicht nur zu ihrer eigenen, sondern auch zur Rettung ihres Mannes und anderer Personen gereichen.

      35, 36. (a) Wem müssen wir uns alle unterordnen, solange diese Welt besteht, und in welchem Maße? (b) Wovor bewahrt uns diese Unterordnung?

      35 Nicht alle christlichen Zeugen Jehovas sind Sklaven eines Menschen oder Ehefrauen und somit verpflichtet, sich auf diesen Gebieten unterzuordnen. Aber solange wir durch Gottes Zulassung in dieser alten Welt leben, unterstehen wir politischen Regierungen. Solange sie Gott bestehen läßt, sind wir verpflichtet, „um des Herrn willen“ und weil „es der Wille Gottes“ ist, uns „aller menschlichen Einrichtung“ oder „menschlichen Schöpfung“ unterzuordnen. Weder Petrus noch Paulus lassen uns im Zweifel darüber, daß diese Unterordnung unter die weltlichen, politischen Einrichtungen nur bedingt ist, denn sie wird immer durch ein christliches Gewissen, das in Gottes Wort unterwiesen ist, beschränkt. Wenn wir uns bedingt unterordnen, vermeiden wir, daß sich das Volk, über das die Könige, Kaiser und Statthalter regieren, über uns empört, mit der Begründung, wir würden seinen Herrschern nicht die ihnen gebührende Ehre erweisen.

      36 Unsere bedingte Unterordnung wird nicht nur diesen Leuten gefallen, sondern sie wird vor allem Gott gefallen. Sie wird uns davor bewahren, uns an politischen Verschwörungen oder Aufständen gegen die legalen Behörden zu beteiligen, selbst wenn wir verfolgt werden, weil wir christliche Zeugen Jehovas sind. Sie wird die Feinde des Reiches Gottes, das wir verkündigen, entwaffnen, denn sie werden keine Schuld an uns finden oder uns nachweisen können, außer in bezug auf das Gesetz unseres Gottes.

      37. Was wollen wir deshalb alle heute überall tun, und wann werden wir uns der Regierung, die dann auf der ganzen Erde herrschen wird, völlig unterordnen?

      37 Wir werden immer Gutes tun und Gott verherrlichen, mögen wir nun in diesem oder jenem Lande leben, unter dieser oder jener Regierung. In Gottes neuer Welt der Gerechtigkeit, wenn der universelle Krieg des großen Tages Gottes vorüber ist, werden wir die Ehre und die Freude haben, uns nur der einen Regierung, die dann über die ganze Erde herrschen wird, völlig unterzuordnen, nämlich dem Reiche Gottes, dessen König unser Herr und Erretter Jesus Christus ist.

  • „Sage doch: Schibboleth!“
    Der Wachtturm 1963 | 1. Januar
    • „Sage doch: Schibboleth!“

      ◆ Zwischen „Sibboleth“ und „Schibboleth“ mögen wir heute keinen großen Unterschied sehen, doch an den Furten des Jordan bedeutete dieser Unterschied einst Leben oder Tod. Die richtige Religion mag dir heute auch noch unwichtig erscheinen, aber in Harmagedon hängt dein Leben davon ab. — Ri. 12:5, 6.

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