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    Erwachet! 1973 | 8. Februar
    • Rohstoffe aus dem Müll

      ◆ Durch magnetische Abtrennung von Blechdosen aus dem Müll werden 21 amerikanische Städte in diesem Jahr rund 2,8 Milliarden Konservendosen wiedergewinnen und als Rohstoff der Wiederverwendung zuführen. Die städtische Magnetabtrennung sei zur Zeit das sinnvollste System der Rohstoff-Wiedergewinnung aus dem Müll, wie der Vizepräsident des American Iron & Steel Institute sagte. Für 1973 wird mit der magnetischen Rückgewinnung von vier Milliarden alten Blechdosen aus dem Müll gerechnet.

      „Jesus People“ in Berlin

      ◆ In einem schlicht eingerichteten Saal in Berlin, der als einzigen Schmuck auf einer grün gestrichenen Wand mit weißen Druckbuchstaben das Wort JESUS aufweist, versammeln sich junge Menschen, um „Jesus zu erleben“. Wie eine Zeitung in Berlin berichtet, müsse für die Bekehrten Jesus einfach „in“ sein, da er ihnen das Gefühl, die „Gewißheit“ vermittele, „nie mehr allein und einsam“ zu sein. Die Bewegung der „Jesus People“ in Berlin ist durch Volkhard Spitzer ins Leben gerufen worden, der im Jahre 1956 dort, wo heute das Europa-Center steht, bereits eine Zeltmission errichtete und später mit seiner Pfingstgemeinde zum Nollendorfplatz umzog. Anfang 1971, als die ersten drei Mädchen aus der Berliner Rauschgiftszene zu ihm kamen und bekehrt wurden, beschloß er, seine Gemeinde in „Jesus People“ umzutaufen. Schon im Juli, nach gut einem halben Jahr, fand die erste Massentaufe von 50—60 Jugendlichen in der Havel statt.

      „Satan drang durch einige Ritzen des Tempels“

      ◆ Dr. Rudolf Graber, Bischof aus Regensburg, beendete die Deutsche Bischofskonferenz mit einer Ansprache, in der er auf die Zustände in der heutigen Kirche aufmerksam machte. Seine Worte finden wir im Regensburger Bistumsblatt niedergelegt: „Hier müssen wir gestehen, daß wir alles auf den Kopf gestellt haben. Nicht die geforderte innere Erneuerung haben wir in Angriff genommen, sondern einen äußeren Umbau, der schon eher einem fast totalen Abbruch ähnelt. Überall sind die ,Abbruchkommandos‘ (Ida Friederike Görres) am Werk — am Dogma, an der Moral, in der Liturgie, kurz überall. Anstatt behutsam das bewährte Alte in die vorhin gezeichnete Linie der Kirche einzubringen oder mit charismatischem Geiste zu erfüllen, wird allenthalben umfunktioniert und umstrukturiert mit jenem Ergebnis, das der Heilige Vater ,die Selbstzerstörung‘ der Kirche nennt. Kein Wunder, daß die beiden Philosophen Helmut Kuhn und Raymond Aron bei einem Gespräch im Sommer 1970 vor einer Überschätzung der Anarcho-Revolte von heute warnten und vielmehr ein anderes ,Geschehen von weltweitem Umfang und epochaler Bedeutung‘ an die Spitze der ,Hierarchie der Untergänge‘ stellten: nämlich den ,Zerfall der katholischen Kirche‘. ... ,Die Religionen sind machtlos geworden. Sie spenden keinen Trost und bringen keine Aufklärung. Sie können weder eine Antwort geben noch eine Lösung anbieten. Alles ist erschöpft ...‘ Ähnlich oder noch deutlicher hat sich der Heilige Vater ausgesprochen in seiner improvisierten Rede vom Juni 1972: ,Wir erwarteten nach dem Konzil einen Sonnentag. Statt dessen erleben wir neue Stürme. Satan ist durch einige Ritzen in den Tempel Gottes eingedrungen‘, jener Satan, den Naivlinge verabschiedet haben.“

      Unnötige bezahlte Überstunden

      ◆ Das Wartungspersonal der Untergrundbahn in New York steht vor der schweren Anklage, für Überstunden, die nicht notwendig waren, viele Millionen Dollar erhalten zu haben. Die New Yorker Bevölkerung wurde durch eine Nachrichtensendung einer Fernsehgesellschaft über den wahren Sachverhalt aufgeklärt. Darüber schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Das Schauspiel, das sich bot, war reif für eine Karnevalsaufführung: Die Kamera wanderte von Raum zu Raum, und überall sah man schlafende, Bier trinkende und Karten spielende Männer.“ Das tägliche Arbeitspensum könne in etwa zweieinhalb Stunden Beschäftigung bewältigt werden, sagten zwei Inspektoren, die die aufgetretenen Mißstände untersuchten. Viele der Männer verdienten jedoch mit Überstunden mehr Geld als mit der regulären Arbeit. Nach ersten Schätzungen hat dieser Betrug die New Yorker im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte etwa eine halbe Milliarde Dollar gekostet.

      Das Wetter soll nicht als Waffe gebraucht werden

      ◆ Auf einer Ausschußsitzung amerikanischer Fachleute in Washington ist davor gewarnt worden, daß Wissenschaftler nahe daran sein könnten, das Wetter in eine Waffe zur Kriegführung umzuwandeln. Der Vorsitzende des Nationalen Beratungsausschusses für Ozean und Atmosphäre, Dr. William Nierenberg, erklärte, die technische und wissenschaftliche Entwicklung sei „bis zu einem Punkt fortgeschritten, an dem die nichtwissenschaftlichen Fragen sozialer, wirtschaftlicher und politischer Auswirkung durch Operationen der Wetterveränderung jetzt einer dringenden Antwort bedürften. Die Möglichkeit einer Anwendung von Wetter- und Klimaveränderungen als Waffe rückt internationale Dimensionen sehr stark ins Bild.“

      Macht die Arbeit krank?

      ◆ Arbeit mache seltener krank als falsches Freizeit- und Erholungsverhalten. Dies stellte die Bundesvereinigung für Gesundheitserziehung fest. Sie weist in ihrem Pressedienst darauf hin, daß Untersuchungen bei 300 Männern, die pauschal die Arbeit als Krankheitsursache angegeben hatten, ein ganz anderes Ergebnis zeigten: In 40 bis 70 Prozent der Fälle seien persönliche Konflikte in Familie und Betrieb, mangelnder Schlaf, zuwenig Bewegung und unvernünftige Lebensweise die wirkliche Ursache gewesen.

      Viele Frauen in der DDR berufstätig

      ◆ 84 Prozent aller Frauen in der DDR sind berufstätig. Auch der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigtenzahl mit knapp 49 Prozent ist, international gesehen, sehr hoch. Von 1960 bis 1971 ist die Zahl der berufstätigen Frauen um 400 000 auf vier Millionen angestiegen, obwohl die Zahl der Frauen im arbeitsfähigen Alter zurückging. Dieses Ergebnis veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einem Wochenbericht. Hauptursache für diese Entwicklung sei die außerordentliche Knappheit an Arbeitskräften. Für die Frauen bedeute ihr Arbeitslohn eine oft unentbehrliche Erhöhung des Familieneinkommens.

      Zuwenig Schlaf

      ◆ Ein Fünftel der Bevölkerung im Bundesgebiet schläft zuwenig. Nur 4 Fünftel der Bundesbürger schlafen sieben und mehr Stunden. Zu diesem Ergebnis gelangte das Bundesgesundheitsministerium, das eine Repräsentativumfrage in Auftrag gegeben hatte. In einer Veröffentlichung des Ministeriums heißt es: „Am Wochenende sind die Bundesdeutschen am schlaffreudigsten.“ Weit über die Hälfte schläft sich am arbeitsfreien Samstag und Sonntag „richtig aus“. Zu den Personen, die zuwenig Schlaf erhalten, zählen hauptsächlich die Männer und insbesondere die Großstädter. Fernsehen und Besuche halten die meisten der Befragten, die nach eigener Einschätzung eigentlich „mehr Schlaf brauchten“, davon ab, früher zu Bett zu gehen.

      Mehr Analphabeten

      ◆ Die Zahl der Analphabeten in der Welt ist trotz intensivster Anstrengungen der UNESCO weiter gestiegen: von 700 Millionen auf 783 Millionen. Die Ursache dafür liegt in der rasch wachsenden Bevölkerung.

      Die weitestverbreiteten Sprachen

      ◆ Nur zehn der ungefähr dreitausend Sprachen, die unter der heutigen Menschheit verbreitet sein sollen, werden von jeweils mehr als hundert Millionen Menschen gesprochen. Zu diesen „großen Zehn“ gehören nach Untersuchungen der Brasilianerin Jaqueline Marx, wie der Berliner Tagesspiegel berichtet, Mandarin-Chinesisch, die Muttersprache von 605 Millionen Menschen, Englisch mit 333 Millionen, Großrussisch mit 206 Millionen, Spanisch und Hindi mit jeweils 192 Millionen. Deutsch sprechen 120 Millionen Menschen, Arabisch 109 Millionen, Bengali und Portugiesisch jeweils 108 Millionen. An zehnter Stelle folgt Japanisch. Weitere 139 Sprachen werden von mindestens je einer Million Menschen gesprochen. Zu dieser Mittelgruppe gehören unter anderem Französisch mit 80 Millionen, Niederländisch (19 Mill.) und Wu, das 41 Millionen in Zentralchina sprechen. Auch Puschtu, eine indische Sprache, ist ungefähr im selben Ausmaß wie Niederländisch verbreitet.

      In viele der ungefähr 3 000 Sprachen ist auch die Bibel übersetzt worden. Die Zahl der Sprachen, in denen es einzelne Bücher der Bibel gibt, hat sich gemäß Angaben der National Geographic Society auf insgesamt 1 473 Sprachen erhöht.

  • Ein Buch zur Unterweisung der Kinder
    Erwachet! 1973 | 8. Februar
    • Ein Buch zur Unterweisung der Kinder

      Hast du die Aufgabe, kleinere Kinder zu erziehen? Wenn ja, wärest du dankbar, wenn du dabei unterstützt würdest?

      Die Kinder hören dir aufmerksam zu, wenn du ihnen aus dem Buch Auf den Großen Lehrer hören vorliest. Die darin enthaltenen Geschichten fesseln sie; den Kindern werden dadurch auch hohe sittliche Grundsätze beigebracht. Es wird ihnen gezeigt, warum man nicht stehlen oder lügen oder Rauschmittel nehmen darf. Ferner werden die Kinder gelehrt, sich für das, was andere für sie tun, zu bedanken. Dieses wertvolle 192 Seiten starke gebundene Buch ist für nur 1 DM erhältlich.

      Senden Sie mir bitte das Buch Auf der Großen Lehrer hören. Ich habe 1 DM auf Ihr Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 1457 61-605 überwiesen.

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