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  • War Petrus je in Rom?
    Der Wachtturm 1973 | 1. Februar
    • Irenäus verlorengegangen sind. Diese Worte, die ihm zugeschrieben werden, sind eine Übersetzung von einer unzulänglichen lateinischen Wiedergabe, die Jahrhunderte später gefunden wurde. Ein lateinischer Abschreiber könnte die Gedanken über Petrus leicht hinzugefügt haben. Louis Ellies Dupin, ein katholischer Kirchenhistoriker, gibt zu, daß ähnliche Fälschungen begangen wurden. Er schreibt:

      „Die Katholiken erfanden Geschichtsberichte, Wunder und Heiligenlegenden, um die Frömmigkeit der Gläubigen zu stärken und aufrechtzuerhalten.“

      Der stärkste Beweis gegen diese angeblich von Irenäus stammenden Äußerungen liegt jedoch darin, daß sie der Bibel widersprechen. Wie aus dem Römerbrief hervorgeht, gab es in Rom Christen, bevor der Apostel Paulus in diese Stadt kam. Das wird in der Einleitung zum Römerbrief in der katholischen New American Bible auch zugegeben:

      „Da weder die frühchristliche Tradition noch der Brief des Paulus an die Römer einen Gründer der Christengemeinde in Rom erwähnt, ist anzunehmen, daß der christliche Glaube durch Angehörige der jüdischen Gemeinde in Jerusalem, die sich zum Christentum bekehrt hatten, nach Rom kam.“

      Weder Petrus noch Paulus gründeten durch ihre Tätigkeit in Rom dort die christliche Kirche. Doch zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z. sprach Petrus in Jerusalem zu ‘aus Rom Zugezogenen, sowohl Juden als auch Proselyten’. (Apg. 2:10) Darauf mögen die Überlieferungen beruhen, die Petrus die Gründung der Kirche in Rom zuschreiben. Doch wie die Tatsachen zeigen, ist dies keine zuverlässige Glaubensgrundlage.

      DAS ZEUGNIS DER ARCHÄOLOGIE

      Die angeblichen geschichtlichen Zeugnisse für den Aufenthalt des Petrus in Rom halten also einer genauen Prüfung nicht stand. Dasselbe kann auch von dem angeblichen Zeugnis der Archäologie gesagt werden. Durch Ausgrabungen wurden die vermeintlichen Überreste eines kleinen Grabmals zutage gefördert. Personen, die dieses Grabmal mit dem Grab des Petrus in Verbindung bringen, stützen ihre Annahme auf die Behauptung, daß Petrus in Rom gewesen sei. Über die Gebeine, die gefunden wurden, heißt es in der New Catholic Encyclopedia:

      „Anatomische und geologische Untersuchungen haben gezeigt, daß diese Gebeine aus dem ersten Jahrhundert sind; dazu gehören auch die Gebeine eines stattlichen Mannes. Es kann aber nicht nachgewiesen werden, daß es sich dabei um die Gebeine des heiligen Petrus handelt.“

      Weder die Archäologie noch die Geschichte liefert also Zeugnisse, die den Aufenthalt des Petrus in Rom einwandfrei bestätigen. Das Zeugnis der Bibel spricht dagegen. Der Anspruch der katholischen Kirche auf den „Primat des Apostels Petrus“ beruht somit auf einem Irrtum!

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1973 | 1. Februar
    • Fragen von Lesern

      ● Ist es mit Rücksicht auf die Worte in 5. Mose 22:5 für eine Frau schicklich, lange Hosen zu tragen? — USA.

      5. Mose 22:5 lautet: „Kein Kleidungsstück eines körperlich tauglichen Mannes sollte einer Frau angelegt werden, noch sollte ein körperlich tauglicher Mann den Überwurf einer Frau tragen; denn irgend jemand, der diese Dinge tut, ist für Jehova, deinen Gott, etwas Verabscheuungswürdiges.“ In diesem Text geht es nicht um die Mode. Das Verbot bezieht sich darauf, etwas anzuziehen, was für das andere Geschlecht bestimmt ist.

      Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist göttlichen Ursprungs, und das in 5. Mose 22:5 niedergelegte Gesetz sollte dazu dienen, daß dieser Unterschied gewahrt wird. Im allgemeinen wünscht ein Mann, sich so zu kleiden, daß er aussieht wie ein Mann, und eine Frau so, daß sie aussieht wie eine Frau. Hätte ein Israelit entgegen diesem inneren Sittlichkeitsgefühl gehandelt, so hätte dies zu Homosexualität führen können. Folglich wirkte das Gesetz in 5. Mose 22:5 auch dieser Sünde entgegen.

      Als dieses Gesetz erlassen wurde, trugen Männer und Frauen lange Gewänder. Die Gewänder der Männer unterschieden sich aber deutlich von den Gewändern der Frauen. In ähnlicher Weise tragen auch heute in einigen Ländern Männer und Frauen lange Hosen. Aber die Hosen der Frauen sehen anders aus als die der Männer. Der in 5. Mose 22:5 zum Ausdruck kommende Grundsatz verbietet also einer Frau das Tragen von langen Hosen nicht.

      Übrigens sind Christen nicht unter dem mosaischen Gesetz. (Röm. 6:14) Dieses Gesetz buchstäblich anwenden zu wollen würde daher der christlichen Lehre widersprechen. Wenn also eine Frau eine ausgediente Hose ihres Mannes anziehen würde, um im Haus oder auf dem Feld eine bestimmte Arbeit zu verrichten, würde sie dem offensichtlichen Zweck dieses Gesetzes — eine Verwechslung des Geschlechts oder geschlechtliche Unsittlichkeit zu verhindern — nicht zuwiderhandeln.

      Da Christen nicht unter dem mosaischen Gesetz sind, sondern sich lediglich von seinen Grundsätzen leiten lassen, sollten sie vernünftig sein, ein gutes Unterscheidungsvermögen haben und nach ihrem Gewissen handeln. Eine christliche Frau weiß, daß ihre persönlichen Wünsche allein nicht ausschlaggebend sind in der Frage, ob sie Hosen tragen sollte oder nicht. Sie möchte niemandem zum Stein des Anstoßes werden und keine Schmach auf die Christenversammlung bringen. Etwas, was zu Hause oder bei der Arbeit ohne weiteres getragen werden kann, mag Anstoß erregen, wenn es in den christlichen Zusammenkünften, beim Predigen des Wortes Gottes oder bei einer anderen Tätigkeit in der Öffentlichkeit getragen wird. Auch sind die Meinungen der Allgemeinheit von Gegend zu Gegend verschieden. Die Bibel empfiehlt Frauen, sich „in wohlgeordnetem Kleide mit Bescheidenheit und gesundem Sinn [zu] schmücken, ... in einer Weise, wie es sich Frauen ziemt, die Gott zu verehren bekennen, nämlich durch gute Werke“. — 1. Tim. 2:9, 10.a

      [Fußnote]

      a Weitere Einzelheiten darüber, wie man sich kleiden sollte, sind im Wachtturm vom 1. Juli 1972, S. 414, 415 zu finden.

  • Kann sich die Geschichte wiederholen?
    Der Wachtturm 1973 | 1. Februar
    • Kann sich die Geschichte wiederholen?

      Wenn du dich schon etwas näher mit dem Aufstieg und dem Untergang gewisser Völker befaßt hast, magst du eine Ähnlichkeit festgestellt haben, die den Gedanken aufkommen läßt, die Geschichte wiederhole sich. Dasselbe kann heute auch in Verbindung mit den Kirchen der Christenheit beobachtet werden.

      Ihre Handlungsweise entspricht so genau der Handlungsweise, die eine Stadt im Altertum ins Unglück stürzte, daß von ihnen als Gesamtheit gesagt werden kann, sie bildeten ein neuzeitliches Gegenstück zu jener Stadt. Lies die erstaunlichen Einzelheiten in dem Buch ‘Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin’ — Wie? Dieses 416seitige gebundene Buch enthält eine eingehende Betrachtung des Bibelbuches Hesekiel. Es ist für 2 DM erhältlich.

      Senden Sie mir bitte das Buch ‘Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin’ — Wie? Den Betrag von 2 DM habe ich heute auf Ihr Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 1457 61-605 überwiesen.

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