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  • Was würdest du alles tun, wenn du ewig leben könntest?
    Erwachet! 1971 | 8. April
    • alles über ihn zu wissen. Paulus, einer der Apostel Christi, schrieb über unseren Schöpfer: „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege! Denn ,wer hat den Sinn Jehovas erkannt?‘“ — Röm. 11:33, 34; Pred. 3:11.

      Der gleiche Apostel schrieb außerdem über Jehova Gott: „Seine unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, weil sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit.“ — Röm. 1:20.

      Eine Kenntnis des Weltalls mit seinen Wandel- und Fixsternen sowie seinen Milchstraßen läßt keinen Raum für Zweifel daran, daß Gott über eine ehrfurchtgebietende Macht und überragende Weisheit verfügt. Er ist ein unvergleichlicher Physiker, Chemiker, Mathematiker, Architekt und Baumeister. Vor Jahrhunderten schrieb der Psalmist voller Wertschätzung: „Jehova, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Majestät gestellt hast über die Himmel! Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du auf ihn achthast?“ — Ps. 8:1, 3, 4.

      Obgleich die sichtbare Schöpfung das Dasein eines Schöpfers bezeugt, lernt man ihn doch erst durch sein Wort, die Bibel, richtig kennen; erst durch sie erfährt man richtig, wer er ist, was er vorhat, wie er mit den Menschen verfährt, und lernt man seine Maßstäbe kennen. Durch sein Wort, die Bibel, erfahren wir, daß er des sterblichen Menschen gedenkt, daß er sich um ihn kümmert.

      Wie könnte ewiges Leben in Vollkommenheit je langweilig sein? Das Leben wäre stets voller Wonne und Freude und auch interessant.

      Hätten aber die Menschen alle Platz auf der Erde, wenn sie ewig leben würden? Und könnte die Erde sie alle ernähren?

  • Wo fänden all die vielen Leute Platz?
    Erwachet! 1971 | 8. April
    • Wo fänden all die vielen Leute Platz?

      WELCH ehrlichgesinnter Mensch würde sich nicht freuen über die Aussicht, ewig auf einer Erde zu leben, auf der Friede und Gerechtigkeit herrschten und niemand mehr krank, alt und schwach würde? Wie die Bibel verheißt, wird es unter der Herrschaft des Königreiches Gottes so sein. Solche Verhältnisse werden auf der Erde herrschen, nachdem Gott die gegenwärtigen ungerechten Einrichtungen und alle Unterstützer des Bösen, das von ihnen ausgegangen ist, beseitigt haben wird. Dann wird eine gerechte Regierung mit Jesus Christus, dem Sohne Gottes, an der Spitze über die Erde herrschen. — Dan. 2:44.

      Doch manch einer fragt: „Wo werden all die vielen Menschen Platz finden, wenn niemand mehr alt wird und stirbt und wenn weiterhin Kinder geboren werden?“

      Außerdem finden wir in der Bibel die begeisternde Verheißung, daß die Verstorbenen auferstehen werden. Jesus selbst sagte: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden.“ (Joh. 5:28, 29; siehe auch Apostelgeschichte 24:15.) Es ist gewiß im Einklang mit Gottes Liebe, daß die Verstorbenen nicht übersehen werden, daß ihnen die Möglichkeit nicht vorenthalten wird, in Gottes neuer Ordnung ewig zu leben. Aber wo werden alle, die von den Toten auferstehen werden, Platz finden?

      Das ist eine vernünftige Frage. Vielfach hört man die Meinung, die Erdbevölkerung — ihre Zahl beträgt jetzt etwa 3 600 000 000 — sei heute schon zu groß. Solche Personen warnen vor den Gefahren weitverbreiteter Hungersnöte und Unruhen als Folge der heutigen „Bevölkerungsexplosion“. Wie wird dieses Problem in Gottes neuer Ordnung gelöst werden, wenn die Menschen nicht mehr sterben?

      Als erstes muß man sich über gewisse Faktoren klarwerden. So wäre z. B. zu erwähnen, daß die Erde eine Bevölkerung zu ernähren vermag, die die heutige Weltbevölkerung um ein Vielfaches übertrifft. Ferner gilt es zu berücksichtigen, daß die Zahl der Menschen, die in den vergangenen Jahrtausenden gestorben sind, bei weitem nicht so groß ist, wie sich manch einer vorstellen mag. Und schließlich muß man auch bedenken, daß in der Bibel an keiner Stelle gesagt wird, die Menschen sollten sich immer fortpflanzen. Zu dem ersten Menschenpaar sagte Gott: „Füllet die Erde“ und nicht, daß sie sie mit Nachkommen überfüllen sollten. (1. Mose 1:27, 28) Nun wollen wir uns mit diesen Faktoren im einzelnen näher beschäftigen.

      Auf der Erde hat eine große Bevölkerung Platz

      Wieviel Platz bietet unser Planet all denen, die in Gottes neuer Ordnung Leben erlangen? Wird der Platz ausreichen? Nun, die Erdoberfläche beträgt 510 Millionen Quadratkilometer. Aber rund 71 Prozent davon sind Wasser. Etwa 29 Prozent oder 150 Millionen Quadratkilometer sind Land. In dem Werk The World Book Encyclopedia (1970) wird über die heutige Weltbevölkerung gesagt: „Würde man die Weltbevölkerung gleichmäßig verteilen, dann betrüge die Bevölkerungsdichte 24 Personen je Quadratkilometer Landfläche.“ Das würde bedeuten, daß jedem einzelnen der heutigen Weltbevölkerung etwa vier Hektar Land zur Verfügung ständen! Ja, auf der Erde finden viel mehr Menschen Platz als heute darauf leben.

      Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben jedoch Milliarden von Menschen gelebt. Wie viele Milliarden? Nun, seit wann gibt es Menschen auf der Erde? Gemäß der Zeitrechnung der Bibel seit 6 000 Jahren. Doch sollte man bedenken, daß nach 1 656 Jahren Menschheitsgeschichte die Zahl der Weltbevölkerung stark zusammenschmolz — auf nur acht Personen! Die Ursache dafür war die Sintflut. (1. Petr. 3:20) In den darauffolgenden 2 370 Jahren bis zum Beginn unserer Zeitrechnung wuchs die Erdbevölkerung wieder. Doch zu der Zeit, da Jesus Christus auf der Erde war, betrug die Erdbevölkerung schätzungsweise nicht mehr als 250 Millionen, ja nach dem Werk The World Book Encyclopedia (1970) sollen es schätzungsweise sogar nur 133 Millionen gewesen sein — also nur etwa die Hälfte.

      Erst in den letzten Jahrhunderten ist die Weltbevölkerung so stark gewachsen. Darüber sagte Dr. Albert L. Elder, Präsident der Gesellschaft amerikanischer Chemiker, auf einer Konferenz jener Gesellschaft im Jahre 1960:

      „Es dauerte über 5 000 Jahre, etwa bis zum Jahre 1820, bis die Weltbevölkerung auf 1,1 Milliarden angestiegen war. Im darauffolgenden Jahrhundert hat sie sich verdoppelt. Jetzt zählt sie etwa 2,8 Milliarden und dürfte in den frühen 1960er Jahren 3 Milliarden erreichen [was auch geschehen ist]. In weniger als 50 Jahren ist sie also um so viel gewachsen wie in den ersten 50 Jahrhunderten.“

      Die heutige Weltbevölkerung macht somit einen nicht geringen Teil der Menschen aus, die je gelebt haben. Im Jahre 1966 sagte auf dem Jahreskongreß der Pharmazeutischen Gesellschaft des Staates Florida ein Redner: „Die heutige Weltbevölkerung macht schätzungsweise 25 Prozent der Gesamtzahl der Menschen aus, die je gelebt haben“ (Jacksonville Journal, 18. Mai 1966).

      Nach dieser Schätzung hätten zusammen mit der heutigen Weltbevölkerung bis heute insgesamt nur etwa 14 Milliarden Menschen gelebt. Aber angenommen, es hätten viel mehr Menschen gelebt. Angenommen, es hätten 10 Milliarden mehr gelebt, was dann eine Bevölkerung von 24 Milliarden ergäbe. Wäre dann Platz für sie? Da die Erde eine Landfläche von über 149 Millionen Quadratkilometern hat, ständen jeder Person etwas mehr als 60 Ar Land zur Verfügung. Genügten rund 60 Ar, um einen Menschen zu ernähren? Die Annahme ist berechtigt, daß nur ein Bruchteil dieses Landes zur Ernährung einer Person erforderlich wäre, das übrige Land könnte für andere Zwecke benutzt werden: für Sport- und Spielplätze sowie als Hort für Tiere und Pflanzen.

      Die Erde vermag ausreichend Nahrung hervorzubringen

      Aus dem Buch The World Today: Its Patterns and Cultures (Die heutige Welt: Ihre Eigenarten und Kulturen) (1966, S. 76) ist ersichtlich, daß von der gesamten Landfläche der Erde sich weniger als ein Achtel für den Landbau eignet. Ein großer Teil des Bodens, der bebaut wird, liefert nur geringe Erträge, und vielfach sind auch die Anbaumethoden nicht die besten. Aber selbst heute, unter Verhältnissen, die alles andere als ideal sind, soll die Erde eine weit größere Bevölkerung zu ernähren vermögen. In ihrer Ausgabe vom 13. Juli 1970 berichtete zum Beispiel die Zeitschrift Time in einem Aufsatz über neue Weizen- und Reissorten, die hohe Erträge liefern: „Die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen vertritt jetzt den Standpunkt, daß die Landwirtschaft der Welt 157 Milliarden Menschen ernähren könnte.“ Somit wäre die Ernährung von 24 Milliarden Menschen kein Problem.

      Indessen ist es nicht einmal sicher, daß die große Zahl von 24 000 000 000 Menschen gelebt hat. Es könnten weit weniger gewesen sein. Auch sagt die Bibel nicht, daß jeder, der auferstehen wird, ewig leben werde. Der Grundsatz, den wir in Jesaja 26:10 finden, wird gewiß bei einer ganzen Anzahl von ihnen Anwendung finden, nämlich: „Wird dem Gesetzlosen Gnade erzeigt, so lernt er nicht Gerechtigkeit: im Lande der Geradheit handelt er unrecht und sieht nicht die Majestät Jehovas.“ Diese Menschen werden vernichtet werden und nie wieder zum Leben gelangen. (Offb. 20:11-15) Die Bibel zeigt auch, daß nicht alle Menschen, die heute leben, für würdig befunden werden, auf der Erde unter Gottes Königreich zu leben. Sie zeigt sogar, daß viele, ja die meisten nicht bereit sein werden, sich auf die Seite Gottes zu stellen und Glauben an seine Vorkehrungen zu bekunden; dadurch entscheiden sie sich nicht für das ewige Leben, sondern für die ewige Vernichtung. — 2. Thess. 1:9, 10; 2. Petr. 3:5-7.

      Wenn wir bedenken, wie fruchtbar die Erde unter idealen Bedingungen und durch Gottes Segen sein kann, erkennen wir, daß sie ohne weiteres eine viel größere Bevölkerung zu ernähren vermag, auch die Auferstandenen, selbst wenn es zehn oder zwanzig Milliarden oder mehr sein sollten.

      Gott, der die Erde erschuf, weiß, wie sie fruchtbar zu machen ist. Unter der weisen Führung seiner Königreichsregierung wird die Erde fruchtbar werden wie nie zuvor. Es wird dann ähnlich sein wie zu der Zeit, als das Volk Israel Gott treu war: „Die Erde gibt ihren Ertrag; Gott, unser Gott, wird uns segnen.“ — Ps. 67:6.

      Dann wird man zweifellos darangehen, die Erde urbar zu machen, so daß sie schließlich ein fruchtbares Paradies werden wird. Auch Gebiete, die heute unproduktiv sind, werden fruchtbar werden. Heute ist etwa ein Viertel der Landfläche Wüste oder Halbwüste, doch das kann sich ändern.

      In dem Werk Chambers’ Encyclopedia kann man über Wüstengebiete lesen: „Selbst in wenig versprechenden Gebieten bewirkt ein gelegentlicher Regenguß, daß Samenkörner, die lange im Boden geschlafen haben, aufgehen. ... Wo es Flüsse oder Grundwasser gibt, erkennt man sofort, daß der Wüstenboden eigentlich fruchtbar wäre und daß das Zauberwort, auf das er wartet, Wasser ist.“ Auch in dem Werk Encyclopedia Americana wird gesagt: „Viele Wüstengebiete werden fruchtbar, sobald man sie bewässert.“

      Sogar heute sind Wüstengebiete in Ägypten und Israel fruchtbar, weil man sie bewässert und den Boden gut pflegt. Auch ein großer Teil von Kalifornien ist nur fruchtbar, weil der Boden bewässert und gut gepflegt wird; geschähe das nicht, so wäre dieses Gebiet eine Wüste.

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