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  • Hat Gott über dein Schicksal entschieden?
    Der Wachtturm 1984 | 15. Juli
    • dadurch Gottes Allmacht eingeschränkt? Nein, seine Wahrhaftigkeit wird hervorgehoben.

      Der Apostel Paulus sagte Christen, die die Gabe des Prophezeiens besaßen: „Die Gaben des Geistes der Propheten werden von den Propheten beherrscht. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens“ (1. Korinther 14:32, 33). Die Propheten sollten nicht aufs Geratewohl prophezeien, sondern ihre prophetischen Botschaften auf ordentliche Weise mitteilen. Dazu war Selbstbeherrschung nötig. Mit Sicherheit ist also auch Gott in der Lage, von seinem Vorherwissen nach seiner Wahl Gebrauch zu machen, indem er es nur dann benutzt, wenn dazu Grund besteht oder wenn es einem Zweck dient. (Vergleiche 1. Mose 22:1, 12.)

      Gottes Vorherwissen

      Nur 40 Jahre nachdem Gott die Israeliten zu einer Nation organisiert hatte, sagte er voraus, sie würden den Bund, den er mit ihnen geschlossen habe, brechen. Doch dieses Vorherwissen entbehrte nicht einer Grundlage, denn es war bereits zum Ungehorsam und zur Auflehnung der Nation gekommen. Deshalb sagte Gott: „Denn ich kenne ihre Neigung wohl, die sie heute entwickeln, bevor ich sie in das Land bringe, das ich ihnen zugeschworen habe“ (5. Mose 31:20, 21). Wie ein fähiger Baumeister den Einsturz eines Gebäudes vorhersagen könnte, das mit minderwertigem Material gebaut wurde, so konnte Jehova die Richtung erkennen, die die Nation einschlug. Einzelpersonen hatten jedoch die Möglichkeit, auf den Rat, der durch Gottes Propheten gegeben wurde, zu hören, und taten dies auch zu ihrem eigenen Nutzen (Jeremia 21:8, 9; Hesekiel 33:1-20).

      Ebenso sagte Jesus Christus den geistlichen Führern, d. h. den Schriftgelehrten und Pharisäern, das Verderben voraus (Matthäus 23:15, 33). Das bedeutete indessen nicht, daß jeder einzelne Pharisäer oder Schriftgelehrte für die Gehenna bestimmt war. Der Apostel Paulus war selbst einst ein eifriger Pharisäer gewesen! (Apostelgeschichte 26:4, 5).

      Gott sagte zwar die Handlungsweise gewisser Einzelpersonen voraus wie bei Jakob und Esau. Aber das hatte nichts mit Vorherbestimmung zu tun. Im Fall Esaus und Jakobs wußte Gott nur im voraus, welche der beiden Völkerschaften, die aus ihnen hervorgehen würden, die Vorherrschaft über die andere erlangen würde (1. Mose 25:23-26). Es gibt dagegen keinen Hinweis, daß Gott ihr ewiges Schicksal festgelegt hatte. Das allgemeine Wesen und Temperament eines Kindes scheint zum großen Teil von Genen bestimmt zu werden. Wahrscheinlich hatte Jehova den genetischen Aufbau der ungeborenen Zwillinge betrachtet, um festzustellen, welcher Sohn dominieren würde. (Vergleiche Psalm 139:14-16.)

      Jehova gebrauchte sein Vorherwissen ebenfalls bei Simson, Jeremia und Johannes dem Täufer. Dieses Vorherwissen gewährleistete allerdings nicht, daß sie bis zu ihrem Tode treu blieben. Gott sagte auch vorher, daß einer der Söhne Davids Salomo heißen und daß dieser Sohn gebraucht würde, um den Tempel zu bauen (1. Chronika 22:9, 10). Dennoch wurde Salomo in seinen späteren Jahren abtrünnig (1. Könige 11:4, 9-13).

      Doch wie steht es mit Judas Iskariot? Wurde nicht die verräterische Handlungsweise eines der Jünger Jesu ganz klar im voraus prophezeit? Ja, aber die Prophezeiungen sagten nicht, welcher Jünger Jesus verraten würde. Zu welcher Schlußfolgerung müßte man kommen, wenn Jesus gewußt hätte, daß Judas ihn verraten würde? Dann hätte Jesus an den Sünden des Verräters „teilgehabt“, denn er hatte Judas zum Apostel ernannt. (Vergleiche 1. Timotheus 5:22.) Sogar Gott wäre mitschuldig, denn Jesus betete inbrünstig zu Jehova, bevor er Judas erwählte (Lukas 6:12-16).

      Doch Jehova waren ‘Satans Anschläge nicht unbekannt’. (Vergleiche 2. Korinther 2:11.) Er wußte, daß Satan, der Teufel, schon früher den vertrauten Freund eines Mannes als Verräter gebraucht hatte, wie dies der Fall Achithophels, des Freundes Davids, zeigt. Daher war es Satan, nicht Gott, der „es Judas Iskariot, dem Sohn Simons, ... ins Herz gegeben hatte“, Jesus Christus zu verraten (Johannes 13:2; 2. Samuel 15:31). Judas widerstand dem satanischen Einfluß nicht, sondern ließ zu, daß die Sünde die Herrschaft über ihn erlangte. Zu einem bestimmten Zeitpunkt konnte Jesus Judas’ Herz erkennen und somit seinen Verrat vorhersagen (Johannes 13:10, 11). Jesus wußte also von Judas’ Verrat „von Anfang an“ — nicht von seiner ersten Begegnung mit Judas an, sondern vom „Anfang“ seines verräterischen Handelns an (Johannes 6:64).

      Von Gott vorherbestimmt

      Wenn Gott von seinem Vorherwissen Gebrauch macht, geschieht dies folglich nie aus einer Laune heraus. Der Apostel Paulus sagte zu gesalbten Christen: ‘Wir wurden vorherbestimmt nach dem Vorsatz Jehovas, der alle Dinge gemäß dem Rate seines Willens wirkt’ (Epheser 1:11). Seit dem Sündenfall ist es Gottes Vorsatz, seinen Namen durch sein Königreich zu rechtfertigen. Zu diesem Zweck hat Gott von Zeit zu Zeit seine Fähigkeit gebraucht, vorherzusehen, was in der Zukunft geschehen wird. Zum Beispiel hat er vorherbestimmt, daß es eine Klasse von Miterben mit Jesus Christus im Königreich geben wird, aber jeder einzelne müßte sich als treu erweisen, um dazuzugehören (2. Petrus 1:10, 11).

      Die klare Lehre der Bibel in dieser Angelegenheit zu kennen kann dir helfen, eine vernünftige Ansicht über die Zukunft zu haben. Gott hat dein Leben nicht vorherbestimmt. Statt dessen kannst du von dem freien Willen Gebrauch machen, den Jehova Gott den Geschöpfen gab, die er „in seinem Bilde“ erschuf (1. Mose 1:27). Du kannst eine weise Wahl treffen, indem du Jehovas Angebot des ewigen Lebens annimmst und dich ganzherzig dafür einsetzt (Johannes 17:3).

  • Ein besonderes Merkmal der Kongresse 1985
    Der Wachtturm 1984 | 15. Juli
    • Ein besonderes Merkmal der Kongresse 1985

      IN MEHREREN Teilen der Erde werden die regulären Bezirkskongresse im Jahre 1985 ein außergewöhnliches Merkmal aufweisen. In bestimmten Gegenden, wo ein größeres Zeugnis wünschenswert ist, sollen besondere Kongresse stattfinden.

      Ausgewählte Delegationen werden eingeladen werden, eine Reihe von Städten in Europa, in der Karibik und im Mittelmeerraum, in Afrika, Südamerika, im Fernen Osten und in der Südsee zu besuchen. In einigen dieser Gebiete wird es zwei oder drei Kongreßstädte geben, in die diese Delegationen reisen werden. Es ist vorgesehen, geeignete Städte auszuwählen, wo die Möglichkeit besteht, eine gewisse Zahl von Besuchern aufzunehmen. Verschiedene Zweige werden gebeten werden, Personen zu empfehlen, die an bestimmte Kongreßorte eingeladen werden können, weshalb es nicht angebracht ist, eine allgemeine Einladung an jedermann ergehen zu lassen. Dennoch wird es sehr vorteilhaft sein, daß auf den betreffenden Kongressen begrenzte Delegationen, bestehend aus Vertretern verschiedener Länder, anwesend sind. Diese Vorkehrung wird jetzt bekanntgegeben, um Jehovas Volk davon in Kenntnis zu setzen, daß einige die Möglichkeit haben werden, andere Länder zu besuchen.

      Bei den Delegierten, die letzten Endes ausgewählt werden, soll es sich nur um Gott hingegebene und getaufte Zeugen Jehovas handeln, die den einheimischen Brüdern ein gutes Beispiel geben und durch ihr Benehmen und ihre Anwesenheit auf den Kongressen, für die sie eine Einladung erhalten, eine Quelle der Ermunterung sind. Es wird also erwartet, daß solche Delegierte ihren Besuch in erster Linie als eine Gelegenheit betrachten, die Königreichsinteressen zu fördern, und nicht als eine reine Urlaubsreise mit Besichtigungen.

      Vieles im Zusammenhang mit dieser Vorkehrung muß erst noch ausgearbeitet werden. Daher bittet die Gesellschaft, vorerst von Zuschriften und irgendwelchen Anfragen in dieser Sache abzusehen. Zu einer späteren Zeit werden von den Zweigbüros, die gebeten werden, Delegierte in bestimmte Länder zu senden, weitere Einzelheiten über diese Vorkehrung bekanntgegeben.

      Die Bezirkskongresse 1985 werden in den meisten Ländern wie gewöhnlich stattfinden. Dadurch wird jedem die Gelegenheit geboten, die Segnungen eines theokratischen Kongresses zu erleben. Die Kongresse werden unsere Verantwortung hinsichtlich des Königreichsdienstes in der heutigen Zeit des Endes betonen. Möge Jehovas reicher Segen auf dem großen Einsammlungswerk ruhen, das jetzt im Gange ist, während wir uns darauf freuen, die diesjährigen Kongresse „Königreichsmehrung“ zu besuchen.

  • Organisiert, um Jehova zu dienen
    Der Wachtturm 1984 | 15. Juli
    • Organisiert, um Jehova zu dienen

      „Deshalb ließ ich dich auf Kreta zurück, damit du dort alles organisierst“ (TITUS 1:5, The Jerusalem Bible).

      1. Was sagte der erste Präsident der Vereinigten Staaten über unterschiedliche religiöse Empfindungen?

      IN EINEM persönlichen Brief vom 20. Oktober 1792 schrieb George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten: „Von allen Feindseligkeiten, die unter Menschen entstehen, sind die durch unterschiedliche religiöse Empfindungen hervorgerufenen anscheinend die hartnäckigsten und betrüblichsten, aber auch die verwerflichsten. Ich hatte die Hoffnung, die aufgeklärte und liberale Politik, die unser Zeitalter auszeichnet, würde Christen aller Denominationen zumindest so weit versöhnen, daß sie ihre religiösen Streitigkeiten nicht mehr derart auf die Spitze treiben, daß sogar der Frieden der Gesellschaft gefährdet ist.“

      2. Wie haben einige auf die erschreckende Vielzahl von Religionsorganisationen reagiert?

      2 Auch heute stoßen sich viele an der erschreckenden Vielzahl von Religionsorganisationen, und sie haben deshalb alle religiösen Bindungen gelöst. Andere sind Mitglieder einer Kirche, stehen aber auf dem Standpunkt, sie hätten ein „persönliches Verhältnis zu Gott“. Doch wie verhält es sich wirklich? Handelt Gott mit Einzelpersonen? Was läßt die Bibel diesbezüglich erkennen?

      Kümmert sich Gott um uns?

      3. Wie würdest du anhand von Schriftstellen die Frage beantworten: „Kümmert sich Gott um uns als einzelne?“?

      3 Aus der Bibel geht hervor, daß Gott an jedem einzelnen Menschen interessiert ist. Zum Beispiel lesen wir in Gottes Wort in bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen folgendes: „Wer den Minderbemittelten verspottet, hat seinen Erschaffer geschmäht.“ „Wer den Geringen übervorteilt, hat seinen Erschaffer geschmäht, wer aber dem Armen Gunst erweist, verherrlicht Ihn“, d. h. Jehova (Sprüche 17:5; 14:31). Ja, „so sehr hat Gott die [Menschen-]Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16, 36). Und der Apostel Petrus sagte: „Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist, sondern daß ihm in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35). Jehova kümmert sich somit um Einzelpersonen, und diejenigen, die ihn fürchten und gerecht handeln, finden seine Anerkennung.

      4. Mit welchen Fragen sollten wir uns befassen?

      4 In der Heiligen Schrift wird außerdem erklärt: „Jehova kennt die, die ihm gehören“ (2. Timotheus 2:19). Heißt das aber, daß Einzelpersonen in den vielen verschiedenen Religionsorganisationen der Welt für Gott annehmbar sind? Oder sollte man erwarten, daß solche Personen miteinander verbunden sind, daß sie organisiert sind, um Jehova zu dienen?

      Jehova — ein Gott der Organisation

      5. In welchem Verhältnis stehen die heiligen Engel zu Jehova?

      5 Gottes inspiriertes Wort gewährt uns einen

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