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Das „Zeichen“, das unsere Zeit identifiziertErwachet! 1974 | 8. Januar
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diese Prophezeiung erfüllen, starren uns allen ins Gesicht. Die Geschehnisse sind genau zu der vorhergesagten Zeit und in der vorhergesagten Weise eingetreten. Die führenden Männer der Welt können nicht erklären, warum sich die Welt heute in dieser Misere befindet oder wohin sie treibt. Warum sich daher nicht ernsthaft mit dem befassen, was die Bibel über unsere unmittelbare Zukunft voraussagt?
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Du kannst die bevorstehende Kollision überlebenErwachet! 1974 | 8. Januar
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Du kannst die bevorstehende Kollision überleben
DIE Welt treibt immer schneller einer Kollision entgegen — einer Kollision, durch die die gegenwärtige Weltordnung völlig zerstört werden wird. Doch es wird Menschen geben, die dieser Kollision nicht zum Opfer fallen, und diese Menschen werden in einer neuen Weltordnung ein neues Leben beginnen.
Wird diese Zerstörung durch einen weltweiten Atomkrieg, durch eine weltweite ökologische Katastrophe oder durch einen Zusammenbruch des Weltwährungssystems herbeigeführt werden? Nein, solche Dinge, die jetzt eine Gefahr sind, werden das Ende der gegenwärtigen Weltordnung nicht herbeiführen. Das geht deutlich aus einem Buch hervor, das die Entwicklung der gegenwärtigen Weltlage genau vorausgesagt hat, nämlich aus der Bibel, dem inspirierten Wort Gottes.
Heute bestehen die in diesem Buch vorhergesagten Verhältnisse, sie wirken sich auf uns aus, bringen Gefahren für uns mit sich und machen das Leben ständig komplizierter und beschwerlicher. Wir sollten daher die Augen vor dem, was uns gemäß dem prophetischen Wort unmittelbar bevorsteht, nicht verschließen.
Wie die Bibel zeigt, wird die bevorstehende Kollision ein Zusammenstoß zwischen Regierungen sein — aber kein neuer Krieg zwischen den Völkern. Der Grund des Zusammenstoßes ist die Frage der Weltherrschaft. Auf der einen Seite werden die von Menschen geschaffenen Regierungen der ganzen Erde sein und auf der anderen Seite die Regierung Gottes, das von ihm verheißene Königreich unter seinem Sohn Christus Jesus. Über diese Regierung und unsere Zeit schrieb ein von Gott inspirierter Prophet vor langer Zeit:
„In den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und es selbst wird für unabsehbare Zeiten bestehen“ (Dan. 2:44).
Aber warum wird es zu einem solchen Zusammenstoß kommen? Warum wird er zur völligen Zertrümmerung der jetzigen Weltordnung führen? Was wird darauf folgen?
Warum die Kollision unvermeidlich ist
Die Situation gleicht der eines Mannes, dem ein außerordentlich schönes Stück Land gehört. Er überläßt es anderen kostenlos, um darauf zu wohnen und um es zu bewirtschaften; er versorgt sie außerdem mit vielem, was sie zum Leben benötigen; ferner überläßt er ihnen den Ertrag des Landes. Doch erwartet er mit Recht, daß sie sorgfältig mit dem Land umgehen, daß sie bei der Bewirtschaftung keine kriminellen oder unmoralischen Ziele verfolgen; daß sie das Land in Ordnung halten und bemüht sind, es weiter zu kultivieren. Ja, da er sich ihnen gegenüber so großzügig erwiesen hat, erwartet er mit Recht, daß sie aus Dankbarkeit darauf bedacht sind, seine Interessen zu wahren.
Aber angenommen, diese Personen würden das Land allmählich in eine Müllkippe verwandeln, würden erbitterte Kämpfe führen, Blut vergießen, gewalttätig handeln und unmoralisch leben und würden, wenn der Eigentümer Vertreter zu ihnen entsenden würde, die sie ermahnten, sich zu ändern, diese Vertreter mißhandeln oder einige sogar töten. Müßte der Eigentümer ihnen dennoch erlauben, das Land weiterhin zu nutzen? Oder sollte er sie von seinem Besitz vertreiben — wenn notwendig, mit Gewalt? Würde er sich an ihrer niederträchtigen Handlungsweise nicht mitschuldig machen, wenn er sie gewähren ließe? Würde er bei anderen weiterhin in gutem Ruf stehen und ihre Achtung genießen, wenn er nicht einschritte?
So sieht die Lage jetzt aus. Die Astronauten, die die Erde von der kahlen Mondoberfläche aus betrachteten, haben sie als ein „Juwel im Weltall“ bezeichnet. Alles, was der Mensch bisher über das Weltall erforscht hat, bezeugt, daß die Erde einzigartig ist — ihre erstaunlichen Einrichtungen zur Erhaltung des Lebens sind von Wissenschaftlern mit Recht als ein „Wunder“ bezeichnet worden. Es ist ganz klar, daß die Erde einen Schöpfer und Eigentümer hat; die Bibel sagt, daß es Jehova Gott sei, „der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist, der Wahrhaftigkeit bewahrt auf unabsehbare Zeit“ (Ps. 146:5, 6).
Gott hat zugelassen, daß die unvollkommenen Menschen fast 6 000 Jahre lang die Erde nach ihrem eigenen Willen beherrscht haben. Gott hat die Menschen bis zum Äußersten gehen lassen in ihren Bemühungen, ihre Pläne zu verwirklichen und ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Doch was weiß nun die Geschichte zu berichten?
Sie zeigt, daß die Menschen die Erde in höchstem Grade mißbraucht haben und daß sie Gottes Vorhaben mit der Erde mißachtet oder ihm absichtlich entgegengewirkt haben. Wohl haben in der Vergangenheit viele gebetet: „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde.“ Doch die Tatsachen zeigen, daß sich die Menschen im allgemeinen nicht nur von Gott unabhängig gemacht haben, sondern daß sie ihm und seinem Vorhaben mit der Erde, das er bekanntgemacht hatte, getrotzt haben. Doch wie ist das möglich, da Millionen Menschen auf der ganzen Erde einer Religion anhangen?
Grund für die Vertreibung
Die Worte des Apostels Paulus, die er unter Inspiration schrieb, schildern treffend die Situation: „Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke“ (Tit. 1:16).
Ja, es gibt genügend Zeugnisse, aus denen hervorgeht, daß die Religion dieser Welt Heuchelei getrieben hat. In der Vergangenheit sind Ströme von Blut geflossen, und viel Blut ist im Namen der Religion vergossen worden. Die Geschichte berichtet über die Greueltaten, die während der verschiedenen Kreuzzüge, des Dreißigjährigen Krieges und der spanischen Inquisition begangen wurden. Die Geschichte berichtet aber auch, daß die Kirchen die kämpfenden Nationen im Ersten und Zweiten Weltkrieg unterstützten — auch beiden Seiten der Front haben die Geistlichen die Streitkräfte ihres Landes ermuntert, in die Schlacht zu ziehen, denn Gott sei mit ihnen. In einem Artikel, der in der katholischen Zeitschrift St. Anthony Messenger (Mai 1973) veröffentlicht wurde, konnte man lesen:
„Die christlichen Kirchen sind offenbar bereit, jeden Krieg oder jedes Abenteuer, auf das sich die Staatsführer einlassen, zu segnen.“
Wie eine englische Zeitschrift schrieb, stellen die Häufigkeit, mit der im 20. Jahrhundert getötet worden ist, und die Millionen Toten „eine Klage gegen das Recht unserer Art dar, diesen Teil des Weltalls zu bewohnen“. Ja, die skrupellose Vernichtung von Menschenleben im Kampf um politische und wirtschaftliche Macht hat große Schmach auf den himmlischen Eigentümer der Erde gebracht. Er betrachtet es als ausreichenden Grund, die Personen, die so gehandelt haben, nicht länger am Leben zu lassen.
Doch die Welt setzt ihr beispielloses Wettrüsten fort, und es werden Waffen hergestellt, die noch mehr Menschen und Sachwerte vernichten können. Was der Prophet Jesaja über die von Gott abgefallenen Israeliten schrieb, gilt in gleichem Maß für die heutige Menschheit im allgemeinen:
„Ihre Gedanken sind schädliche Gedanken; Verheerung und Zusammenbruch sind auf ihren Landstraßen. Den Weg des Friedens haben sie außer acht gelassen, und kein Recht ist auf ihren Spuren. Ihre Pfade haben sie sich krumm gemacht. Gar keiner, der sie betritt, wird wirklich den Frieden kennen“ (Jes. 59:7, 8).
Die Erde wird langsam, aber sicher zu einer riesigen Müllhalde. Als U Thant UN-Generalsekretär war, sagte er warnend, die Umwelt sei bereits so verschmutzt, daß das Vermögen der Erde, menschliches Leben zu erhalten, gefährdet sei, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen würden. Doch die Sucht nach Reichtum veranlaßt die Menschen, weiterhin die Seen, Flüsse und Meere zu verschmutzen und den Boden und die Luft zu vergiften — ähnlich wie ein Pächter, dem nicht im geringsten daran liegt, das Eigentum seines Pachtherrn zu erhalten. Deshalb hat Jehova Gott beschlossen, „die zu verderben, die die Erde verderben“ (Offb. 11:18).
Obwohl Gott bekanntgemacht hat, welcher Regierung er die Herrschaft über die Erde anvertrauen wird, haben die Menschen hartnäckig darauf bestanden, die Erde unabhängig von Gott weiter zu regieren. Sie haben jede erdenkliche Regierungsform ausprobiert. Herrscher sind abgesetzt und eingesetzt worden; Regierungskabinette sind ausgewechselt worden. Doch die Mehrheit der Menschen erkennt, daß ihre Probleme nicht gelöst worden sind, im Gegenteil, daß sie immer größer werden. Und die Menschen geben auch allgemein zu, daß die Regierungen oft korrupt, unehrlich und diktatorisch sind! So schrieb einmal kein Geringerer als Harry Truman, ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten, daß man, um als Staatsmann erfolgreich zu sein, „nicht nach der Bergpredigt leben“ könne, sondern „ein Machiavelli, ein Louis XI., ein Cäsar, ein Borgia ..., ein Lügner, ein Betrüger, ein Held und was nicht noch alles“ sein müsse.
Dennoch hören die meisten Erdbewohner heute nicht auf die gute Botschaft von Gottes verheißenem Königreich, die ihnen verkündigt wird, oder, was noch schlimmer ist, sie behandeln die Königreichsverkündiger schlecht oder verfolgen sie gar. Gleichzeitig stehen führende Männer der Welt aus dem religiösen und dem politischen Bereich sowie aus anderen Bereichen auf und malen die Zukunft in den rosigsten Farben. Und obschon alle Beweise zeigen, daß diese Voraussagen glatte Lügen sind, hat es das Volk „so geliebt“ (Jer. 5:31; auch Jes. 30:9-11). Da die Menschen sich für diesen Weg entschieden haben und hartnäckig daran festhalten, bleibt Gott nichts anderes übrig, als ‘ihren Weg auf ihr eigenes Haupt zu bringen’ (Hes. 9:9, 10).
Ja, die Herrschaft des Menschen, der die Erde unabhängig von Gott regiert, ist ein großer Fehlschlag gewesen. Die Worte Jesu über die religiösen Führer seiner Zeit treffen vorzüglich auf die führenden Männer der Welt in unserer Zeit zu: „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen“ (Matth. 15:14). Das, was sie der Erde angetan haben, wird zu einer Kollision mit dem Königreich Gottes unter Christus Jesus führen, mit der Regierung, die Gottes Vorhaben mit der Erde verwirklichen kann.
Es ist ganz sicher, daß es zu einer Kollision kommen wird, denn Gott wird sich nicht über seine gerechten Grundsätze hinwegsetzen, um diesen Zusammenstoß zu vermeiden. Wie in Daniel 2:34, 35, 44, 45 vorhergesagt wird, wird bei dieser Kollision das ganze Weltsystem zertrümmert werden. Darauf wird Gottes Regierung die Herrschaft über die Erde zum ewigen Wohle aller, die dann leben werden, übernehmen.
Wie kannst du die bevorstehende Kollision überleben? Nur wenn du dich jetzt treu und entschieden auf die Seite jener gerechten Regierung stellst. Dadurch zeigst du, daß es dir Ernst ist, wenn du zu Gott betest: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matth. 6:10).
Dann werden die Worte des Psalmisten auch auf dich Anwendung finden: „Tausend werden direkt an deiner Seite fallen und zehntausend zu deiner Rechten; dir wird es nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du zuschauen und die Vergeltung selbst an den Bösen sehen. Denn du hast gesagt: ,Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten selbst hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren“ (Ps. 91:7-10).
Mache dich nun vertraut mit den beglückenden Möglichkeiten, die sich allen gehorsamen Menschen in der kommenden neuen Ordnung eröffnen werden.
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Der Weg, der zu einem wahrhaft glücklichen Leben führtErwachet! 1974 | 8. Januar
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Der Weg, der zu einem wahrhaft glücklichen Leben führt
BALD werden auf der ganzen Erde andere Verhältnisse herrschen. Die großartigen Veränderungen, die unmittelbar bevorstehen, werden die Folge des neuen Anfangs sein, den die Menschheit nehmen wird.
Aber um einen neuen Anfang nehmen zu können, benötigt die Menschheit offensichtlich Hilfe. Wie wahr sind doch die Worte in Jeremia 10:23: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Manne, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.“
Wie wird Gott dem Menschen aus seinem Dilemma heraushelfen? Nicht, indem er die gegenwärtige Weltordnung umgestaltet oder erneuert. Gottes Sohn sagte: „Niemand schneidet einen Flicken von einem neuen äußeren Kleid ab und näht ihn auf ein altes äußeres Kleid; doch wenn er es tut, dann reißt der neue Flicken ab, und der Flicken vom neuen Kleid paßt auch nicht zum alten“ (Luk. 5:36-38). Die von Gottes Wort vorhergesagte neue Ordnung wird nicht nur ein ‘neuer Flicken auf einem alten Kleid’ sein. Sie wird die gegenwärtige alte Ordnung vollständig ersetzen, weil man mit der alten Ordnung nichts mehr anfangen kann, weil sie nicht mehr erneuerungsfähig ist. Sie hat das größte Bedürfnis der Menschheit nie befriedigt.
Was ist das größte Bedürfnis der Menschheit? Wie wird Gottes Königreichsregierung dieses Bedürfnis befriedigen?
Erfolgreich in der Befriedigung des Bedürfnisses
Was die Menschheit am dringendsten benötigt, ist die Befreiung von der menschlichen Unvollkommenheit und den damit verbundenen Fesseln.
Können wir diese Unvollkommenheit nicht deutlich erkennen? Wir stellen sie in unserem Körper fest, wir spüren sie in unserem Sinn und in unserem Herzen. Wir müssen ständig kämpfen, um an dem festhalten zu können, was recht und gut ist, und dabei merken wir, daß wir die Neigung haben, unrecht zu tun oder Böses zu verüben (Röm. 7:22, 23).
Selbst wenn es uns gelingt, Sinn und Herz so zu lenken, daß wir auf dem rechten Weg bleiben, wird unser Körper dennoch krank, wir werden schwach, altern und folgen dem Tod, wenn er bei uns anklopft. Da das Leben so kurz ist, suchen die Menschen soviel wie möglich zu erreichen, solange sie noch können. Das treibt sie dazu, ihrem Nächsten gegenüber ungeduldig, selbstsüchtig und gleichgültig zu werden. In dieser Lage sind alle Menschen — angefangen vom ärmsten Landarbeiter bis zum mächtigsten Herrscher. Der unheilvolle Lauf der Welt ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Spiegelbild der Unvollkommenheiten und Schwächen der Millionen Menschen, aus denen sich die heutige Gesellschaft zusammensetzt.
Was wird die Regierung tun, der Jehova
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