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Kann durch menschliche Anstrengungen die Katastrophe abgewendet werden?Der Wachtturm 1985 | 15. Januar
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Einfluß auf ihr Handeln hätten. Sie können Berichtigungen vornehmen. Das geht aus Sprüche 3:6 hervor, wo es heißt: „Beachte ihn [Jehova] auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen.“ Wer jedoch eine entsprechende Zurechtweisung ignoriert, gerät in immer größere Schwierigkeiten. Je weiter sich Einzelpersonen und ganze Nationen von Gottes Gesetzen entfernen, desto verderblicher handeln sie, wodurch sie die angeborene Neigung zur Selbstsucht noch fördern. In einem Leitartikel der New York Times war diesbezüglich zu lesen: „Schon bei einem flüchtigen Blick auf die Schlagzeilen in der heutigen Zeit fragt man sich, wohin die Welt treibt. ... Man sehe sich nur an, wohin es führt, wenn Menschen, Institutionen und Nationen ihre selbstsüchtigen Interessen allem anderen voranstellen. ... In allen Ländern wird deutlich, daß das Spiel mit der Selbstsucht ins Auge geht.“
Satanischer Einfluß
17, 18. Welcher andere wesentliche Faktor ist dafür ausschlaggebend, daß die Menschen ihre Ziele nicht erreichen können?
17 Ein anderer wesentlicher Faktor, der dafür ausschlaggebend ist, daß die Menschen ihre Ziele nicht erreichen und die Katastrophe nicht abwenden können, wird in 2. Korinther 4:4 erwähnt, wo von dem „Gott dieses Systems der Dinge“ die Rede ist. Wer mit der Bibel nicht vertraut ist, denkt vielleicht, der Gott, der hier erwähnt werde, sei Gott, der Allmächtige. Doch in dem genannten Vers heißt es weiter, dieser Gott habe „den Sinn der Ungläubigen verblendet“. So etwas würde unser liebevoller Schöpfer gewiß nicht tun. Bei dem Gott, auf den hier Bezug genommen wird, handelt es sich um denselben wie in 1. Johannes 5:19, wo wir lesen: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist.“
18 In Offenbarung 12:9 wird der Gott, der die heutige Welt beherrscht, als derjenige kenntlich gemacht, „der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt“. Der Name Satan bedeutet „Widerstandleistender“ oder „Widersacher“. Der Name Teufel bedeutet „Falschankläger“ oder „Verleumder“. Diese Bezeichnungen sind passend, denn Adam und Eva wurden von diesem Rebellen aus dem geistigen Bereich zur Rebellion angestiftet. Er war es, der Eva praktisch sagte: ‘Du benötigst die Gesetze Gottes nicht. Du kannst selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist.’ Aber dadurch, daß sich Satan von Gott abwandte, entartete er geistig. Das ist an seinen Werken zu erkennen. Man sehe sich nur die Welt an, die er beherrscht! Die Gehässigkeit und das Böse in der Menschheitsgeschichte beweisen, daß ein gehässiger, böser Einfluß dahintersteckt.
Welche Hoffnung?
19. Was haben einige Beobachter in bezug auf die Übel der Welt vorgeschlagen?
19 Mehrere Beobachter unserer chaotischen Welt haben interessante Lösungsvorschläge, was die Übel der Menschheit betrifft. Die in Montreal (Kanada) erscheinende Zeitung The Gazette schrieb: „Etwa 150 Gruppen von Nationalpolitikern zerren in verschiedene Richtungen und steuern den Planeten Erde ins Chaos. Doch die meisten der größeren Probleme sind von weltweitem Ausmaß, weil die Technologie auf dem Gebiet des Transports und der Kommunikation die Welt zu einer globalen Gemeinde zusammenschrumpfen ließ.“ Ihre Empfehlung lautet: „Eine Art Weltregierung ist nötig.“ Wie der Soziologe Erich Fromm sagte, können die Übel der Welt „nur dann beseitigt werden, wenn das gesamte [soziale und politische] System, das die vergangenen 6 000 Jahre lang existiert hat, durch ein grundlegend anderes ersetzt werden kann“ (Kursivschrift von uns).
20. (a) Warum werden die Menschen ihre angestrebten Ziele nie durch eigene Anstrengungen erreichen? (b) Auf wen sollten wir vertrauen, was die Zukunft betrifft?
20 Diese Beobachter wissen nicht, daß das gesamte soziale und politische System tatsächlich „durch ein grundlegend anderes ersetzt“ werden wird. Bald wird es nur e i n e Regierung für die ganze Menschheit geben — eine Weltregierung. Sie wird aber nicht aufgrund menschlicher Bemühungen zustande kommen. Die Menschen sind unfähig, die Katastrophe abzuwenden. Sie können mit Sicherheit das gegenwärtige System der Dinge nicht durch ein besseres ersetzen. Das beweist die Geschichte. Sie können die ererbte Unvollkommenheit, die Krankheiten und den Tod nicht abschaffen. Und sie können Satan und seine Dämonen nicht beseitigen. Die Ereignisse in der Vergangenheit sind vielmehr ein Beweis für die Wahrhaftigkeit der inspirierten Worte: „Es steht nicht bei dem Manne, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23). Deshalb wird uns in Gottes Wort geraten: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3). Auf wen sollten wir also unser Vertrauen setzen? In Sprüche 3:5 finden wir die Aufforderung: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand.“ Warum sollten wir ein solches Vertrauen zu Jehova haben? Weil er das tun kann, wozu Menschen nicht in der Lage sind. Das wird in dem folgenden Artikel gezeigt.
Wiederholungsfragen
◻ Welche wichtigen Dinge können Menschen nicht zustande bringen?
◻ Inwiefern hat die Technologie die Kriege verschlimmert?
◻ Warum schlagen menschliche Bemühungen so häufig fehl?
◻ Was zu tun ist angesichts der Vergangenheit des Menschen weise?
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Eine Regierung, die das erreicht, was der Mensch nicht zustande bringtDer Wachtturm 1985 | 15. Januar
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Eine Regierung, die das erreicht, was der Mensch nicht zustande bringt
„Kommt und seht die Taten Gottes. Seine Handlungsweise mit den Menschensöhnen ist furchteinflößend“ (PSALM 66:5).
1, 2. (a) Inwiefern läßt das Weltall die scheueinflößende Macht des Schöpfers erkennen? (b) Warum sollten wir das glauben, was Jehovas prophetisches Wort über unsere Zeit sagt?
JEHOVA hat die Macht, das zu tun, wozu der Mensch nicht in der Lage ist. Menschen staunen zum Beispiel über die Sprengkraft der Atombombe. Doch diese Kraft ist im Vergleich zu der ungeheuren Energie, die in unserer Sonne frei wird, verschwindend gering. Die Sonne ist aber nur einer von ungefähr 200 Milliarden Sternen, die es allein in unserer Galaxie, der Milchstraße, gibt. Nach Schätzungen der Astronomen existieren im ganzen Universum etwa 100 Milliarden Galaxien, die jeweils aus Milliarden von Sternen bestehen. Welch eine gewaltige Kraft war doch erforderlich, um all das zu erschaffen! (Jesaja 40:26). Diese scheueinflößende Macht des Schöpfers läßt die Macht der Menschen zur Bedeutungslosigkeit verblassen (Jesaja 40:15).
2 Niemand sollte deshalb daran zweifeln, daß Jehova das verwirklichen kann, was er verheißen hat (Jesaja 46:9, 10; 55:11). Wenn uns sein
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