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  • Wer interessiert sich noch für Religion?
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1978
w78 15. 7. S. 3-5

Wer interessiert sich noch für Religion?

Ja Nein

Gehören Sie einer Religionsgemeinschaft an? □ □

Interessieren Sie sich wirklich für Religion? □ □

Wahrscheinlich hast du die erste Frage mit „Ja“ beantwortet. Die meisten würden das tun, denn den großen Religionsgemeinschaften der Welt gehören 2 1⁄2 Milliarden Menschen an. Millionen weitere sind mit anderen Religionsgemeinschaften verbunden oder sind zumindest religiös eingestellt.

Doch wie verhält es sich mit der zweiten Frage: „Interessieren Sie sich wirklich für Religion?“? Ist sie ein wichtiger und einflußreicher Bestandteil in deinem Leben, so daß du dir über die richtige Religion Gedanken machst?

Heutzutage bekunden viele Menschen nur wenig Interesse für Religion. Sie reden nicht viel darüber und lassen auch ihr Leben davon nicht beeinflussen. Wie steht es mit dir persönlich? Was würden deine Nachbarn, Arbeitskollegen oder Schulkameraden antworten, wenn wir sie fragten, ob sie den Eindruck hätten, du interessiertest dich für Religion?

SIND DIE MEISTEN INTERESSIERT?

Eine Betrachtung verschiedener Faktoren mag dir helfen, besser zu verstehen, weshalb es schwierig ist, die Frage zu beantworten: „Wer interessiert sich noch für Religion?“

Auf der einen Seite gibt es heute Anzeichen für ein beträchtliches Interesse. Ist dir zum Beispiel aufgefallen, wie viele Bücher und Zeitungsartikel religiöse Themen behandeln? Ein Schriftsteller machte folgende Bemerkung über den Markt für religiöse Bücher:

„Früher verkauften die Händler religiöse Bücher an religiöse Leute und nahmen kein Buch auf Lager, das sich abfällig über Religion äußerte, es sei denn, es habe sich um eine ,heidnische‘ Religion gehandelt, von der jeder wußte, daß sie keine richtige Religion war, sondern nur Götzendienst und Heidentum. Jetzt jedoch werden Bücher über Religion in wachsenden Maße auch an Nichtkirchgänger verkauft, die wissen möchten, wie konventionell Gläubige religiös wurden, und sich fragen, ob auch sie glücklicher wären, wenn sie so würden.“

Außerdem ist dir sicher auch ein anderer offensichtlicher Beweis für ein intensives Interesse an Religion aufgefallen: Menschen bekämpfen einander, ja töten sogar um der Religion willen. Du hast vielleicht nicht weiter darüber nachgedacht, aber genau das geschieht.

Denke nur an die erbitterten Kämpfe zwischen den religiösen Parteien auf den Philippinen oder im Libanon. Erinnerst du dich an den buddhistisch-katholischen Konflikt, der in Vietnam aufflammte? Wir können auch nicht übersehen, mit welcher Brutalität sich Katholiken und Protestanten in Irland bekämpfen. Dort werden Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit niedergeschossen oder von Bomben zerrissen. Eine Mitteilung von Associated Press begann kürzlich mit den Worten:

„Die Religionen der Welt lehren Frieden, Gerechtigkeit und Liebe, doch sie rufen auch persönliches Engagement, Gefolgschaftstreue, Leidenschaft und paradoxerweise manchmal Kriege hervor. ... ,Auch heute noch werden im Namen Gottes blutige und schmutzige Kriege geführt.‘“

Daß im Namen der Religion Kämpfe ausgefochten werden, mag den Gedanken nahelegen, daß sich doch viele Menschen intensiv für Religion interessieren. Denkst du aber wirklich, daß dies auf deine Geschäftskollegen, deine Schulkameraden oder auf die meisten Menschen in deiner Nachbarschaft zutrifft? Könnten sie wenigstens genau sagen, was ihre Religionsgemeinschaft lehrt, und warum sie es lehrt?

Im Jahre 1977 schrieb der Philosophieprofessor Walter Kaufmann über die religiösen Ansichten in einem Land. Wir werden in dem nun folgenden Zitat den Namen des Landes und den Namen der heiligen Schriften, die er erwähnte, auslassen. Denke einmal darüber nach, ob das, was er schreibt, auch dann zuträfe, wenn du den Namen des Landes, in dem du lebst, und die dort im allgemeinen anerkannten religiösen Schriften einsetzen würdest:

„Die meisten Menschen in ... [deinem Land] wissen nicht genau, was sie glauben, und sie haben noch nie darüber nachgedacht. Plötzlich darüber befragt, was sie glauben, geben sie Antworten, die auf die Zeit zurückgehen, in der sie — meist vor vielen Jahren — zum letzten Mal über solche Fragen gesprochen haben. Leute, die sagen, sie glaubten an die buchstäbliche Auslegung ... [ihrer heiligen Schriften], wissen in den meisten Fällen nicht, was in ... [diesen Schriften] steht und wären sehr überrascht, wenn sie dies erfahren würden.“

Ja, einerseits scheint die Religion „persönliches Engagement, Gefolgschaftstreue, Leidenschaft und paradoxerweise manchmal Kriege“ hervorzurufen, andererseits wissen die Menschen im allgemeinen nicht einmal, was ihre Religionsgemeinschaft lehrt, und sie machen sich auch nicht die Mühe, dies herauszufinden. (Vergleiche Römer 10:2.)

Beachte die folgende Schlagzeile:

LAXE MORAL SPOTTET ERWECKUNGSTREND

Beschreibt diese Aussage die Situation, die du um dich herum beobachtest, nicht recht treffend? Eine Meinungsumfrage in den USA ergab folgendes: „Die Religion vergrößert ihren Einfluß auf die Gesellschaft, doch die Moral verliert ihren Einfluß. Auf säkularem Gebiet scheint es eine Fülle von Beweisen dafür zu geben, daß die Religion keinen großen Einfluß auf unser Leben hat.“

Du wirst auch feststellen, daß dies nicht auf ein einzelnes Land beschränkt ist. In vielen Ländern geben die Menschen zu, daß sie im Grunde genommen religiös sind, doch ihr Leben beweist, daß die Religion immer weniger Einfluß auf sie ausübt.

Ein Bericht aus Kanada hilft uns, einen der Gründe dafür zu verstehen. Es heißt darin, daß die Menschen im Grunde einen geistigen Hunger haben, daß die großen Religionen jedoch diesen Hunger nicht stillen, sondern statt dessen „überall schwere religiöse Verdauungsstörungen hervorrufen“. Ein Beobachter auf einer Konferenz katholischer Bischöfe in Kanada klagte, folgende Äußerung sei typisch für die Einstellung der Allgemeinheit:

„Heute hat jeder tiefgehende Fragen in seinem Innern. Doch in der Religion, in der Kirche, sind die Antworten nicht zu finden. Ich bin zwar gläubig, doch mit der Kirche stimmt etwas nicht.“

Vielleicht hast du schon Äußerungen gehört, wie sie ein Mann machte, der lieber mit dem Fahrrad spazierenfuhr als die Gottesdienste zu besuchen: „Viele Prediger machen das nur wegen der Moneten. Predigen bringt heutzutage ’ne Menge Geld ein.“

WAS BEDEUTET DAS?

Was bedeutet das alles für dich und deine Familie?

Es läßt sich nicht leugnen, daß sich auch heute noch Menschen durch religiöse Leidenschaften dazu hinreißen lassen können, zu hassen, zu töten und Krieg zu führen. Gleichzeitig gibt es Anzeichen für eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Religion. Viele haben geistigen Hunger; sie möchten Gott dienen, sind aber verwirrt und hinsichtlich der Religion im ungewissen. Es mag ihnen unangenehm sein, als religiös zu erscheinen, oder sie mögen denken, Religion sei für sie zu verwirrend. Bist auch du dieser Ansicht?

Vielleicht aber hältst du dich für sehr religiös. Du magst an deiner Religion interessiert sein und glauben, daß sie die richtige ist. Wie dem auch sei, es ist bestimmt angebracht, sich damit zu befassen, welche Religion die richtige ist. Das Buch The Great Religious Leaders (Die großen religiösen Führer) enthält folgende Feststellung: „Wenn wir tatsächlich wissen, was die Religion für den einzelnen bewirkt und wie jemand durch ein gutes Verständnis und die richtige Einschätzung der Religion an geistigen Fähigkeiten gewinnt, dann sollte das Leben unendlich lebenswerter sein.“

Die wahre Religion sollte das Leben nicht nur lebenswerter machen, sondern wir können dir versichern, daß sie es auch tatsächlich tut. Doch bevor du dieser Behauptung zustimmst oder sie ablehnst, möchten wir dich bitten, dich etwas mehr mit der Angelegenheit der wahren Religion zu befassen. Gibt es nur e i n e wahre Religion? Wenn ja, woran könntest du sie erkennen? Und was kann das für dich bedeuten?

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