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  • Das Bedürfnis nach Einsamkeit
    Der Wachtturm 1957 | 1. Januar
    • Schriftsteller, um seine Gedanken auszuarbeiten, der Musiker, um zu komponieren, und der Heilige, um zu beten.“

      Wahre Christen schöpfen aus den erfrischenden geistigen Quellen, wenn sie allein über Jehovas Wort nachsinnen. Wenn sie dann in Versammlungen zusammenkommen, kann jeder von ihnen um so mehr zur Diskussion beisteuern; und wenn sie in die Wohnungen der Leute gehen, haben sie genug inhaltsreiche Gedanken, um dem Irrtum widerstehen zu können, um ihn umzustoßen und eigensinniges Denken in Harmonie mit Jehovas Wort zu bringen. Jesus trachtete sowohl nach Einsamkeit wie nach Gemeinschaft, das eine Mal, um zu empfangen, und das andere Mal, um zu geben. Und er hat „ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt“. — 1. Pet. 2:21; 2. Kor. 10:3-5; Luk. 4:42; 5:16, NW.

  • Wie wahre Christen die Politik ansehen
    Der Wachtturm 1957 | 1. Januar
    • Wie wahre Christen die Politik ansehen

      Christen werden angespornt, sich an der Politik zu beteiligen. Was sollte der wahre Christ tun? Sollte er die Welt zu ändern suchen? Oder sollte er sich selbst ändern, um sich dem Christentum anzupassen?

      POLITIK spielt in den Weltnachrichten eine immer größere Rolle. Und immer mehr Leute wenden sich der Politik zu, sei es, daß sie Glieder politischer Parteien werden, oder sei es, daß sie für Parteikandidaten stimmen. Während immer mehr politisiert wird, wird dabei auch die Stimme der Religion vernommen, und auch sie politisiert. Aber Predigten über politische Fragen zu halten ist nicht alles; die Religion spornt die Namenchristen an, politisch aktiv zu· sein, wie z. B. Papst Pius XII., der laut der New York Times vom 23. Juli 1956 „Römisch-Katholische heute zu einer aktiven Teilnahme an der Politik anspornte“. Doch selbst ohne Ermahnung durch Geistliche sind die Massen angeblicher Christen so in die Politik verwickelt, daß viele mehr politisch als religiös tätig sind. All dies veranlaßt uns, einige Fragen zu stellen.

      Leider halten die Leute selten inne, um über diese Fragen nachzudenken: Bekundet jemand dadurch, daß er sich in die Politik hineinstürzt, daß er ein Nachfolger Christi ist? Ist dieses Bestreben, die Welt durch Politik zu bessern, das von Jesus und den Urchristen gegebene Beispiel?

      Wir können in Geschichtsbüchern etwas über die Stellungnahme der ersten Christen zur Politik lesen. So spricht z. B. das Buch Christianity and the Roman Government [Das Christentum und die römische Herrschaft] von E. G. Hardy über die Urchristen und „ihren Widerwillen gegenüber allen bürgerlichen Pflichten und Ämtern“. Ein anderes Buch, On the Road to Civilization, A World History [Auf dem Wege zur Zivilisation, eine Weltgeschichte], von Heckel und Sigman, berichtet uns: „Christen weigerten sich, an der Erfüllung gewisser Pflichten der römischen Bürger teilzuhaben … Sie bekleideten keine politischen Ämter.“

      Handelten jene ersten Christen falsch, wenn sie nicht versuchten, die Welt durch Teilnahme an der Politik zu bessern? Wie hätten sie verkehrt handeln können? Sie hatten ja Christus Jesus, den Gründer des Christentums, und seine Apostel als ihre Führer.

      Das Lehrbuch des Christentums, die Bibel, sagt uns, warum jene ersten Christen die Politik mieden. Es zeigt, daß ein Grundprinzip des Christentums die Absonderung von der Welt ist; und die ersten Christen änderten ihr Leben, um diesem Erfordernis für die rechte Anbetung nachzukommen. Der biblische Schreiber Jakobus sagt: „Die Form der Anbetung, die rein und unbefleckt ist vom Standpunkte unseres Gottes und Vaters aus, ist diese: für Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sorgen und sich von der Welt unbefleckt zu erhalten.“ „Ehebrecherinnen! wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, macht sich selbst zu einem Feinde Gottes.“ Politik zu betreiben würde bedeuten, Freundschaft mit der Welt zu bekunden. Und Freundschaft mit der Welt bedeutet, sich zu einem Feinde Gottes zu machen. Das ist der Grund, weshalb die ersten Christen Politik mieden. — Jak. 1:27; 4:4, NW.

      GOTTES KÖNIGREICH KEIN TEIL DIESER WELT

      Doch warum sollten wahre Christen die Politik meiden, wenn sie doch anscheinend viel tun könnten, um die Welt zu bessern? Laut der Bibel geht die Antwort dahin, daß wahre Christen weder die Demokratie, den Sozialismus, Kommunismus noch irgendeine andere menschliche Regierungsform als Heilmittel für die Weltbedrängnisse befürworten oder predigen. Was Christen predigen, ist eine himmlische Herrschaft, das Königreich Gottes, und dieses Reich ist kein Teil dieser Welt. Jesus sagte: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich nicht den Juden überliefert würde. Nun aber stammt mein Königreich nicht von daher.“ — Joh. 18:36, NW.

      Gottes Königreich ist nicht nur eine soziale Reform. Es ist die Herrschaft, die das Universum regieren wird. Um der universellen Herrschaft des Reiches Gottes Raum zu schaffen, müssen die politischen Herrschaften dieser Welt vernichtet werden, wie es die Bibel zeigt. Nicht Menschen führen diese Vernichtung herbei, sondern Gott. Der Prophet Daniel erklärte: „In den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen.“ — Dan. 2:44.

      Die Urchristen waren sorgsam darauf bedacht, sich nicht in Politik einzumischen. Sie wußten, daß Gottes Königreich dazu bestimmt ist, alle politischen Herrschaften zu vernichten, und daß jene, die Politik treiben, Feinde Gottes sind und dadurch zur Vernichtung in Betracht kommen. Kraftvoll predigten die ersten Christen die Königreichshoffnung der Welt. Sie wiesen auf die äußerste Nutzlosigkeit hin, auf menschliche Herrscher zu vertrauen. Der Apostel Paulus schrieb: „Nun reden wir Weisheit unter den Erwachsenen, nicht aber die Weisheit dieses Systems der Dinge, noch der Herrscher dieses Systems der Dinge, die zunichte werden.“ Wir leben immer noch in dem, was die Bibel als das „gegenwärtige böse System der Dinge“ bezeichnet. Bald aber, im kommenden Krieg von Harmagedon, werden die Herrscher dieser Welt zunichte gemacht werden. Auf die Menschen, die mit der Welt Freundschaft geschlossen haben, wartet dasselbe Schicksal. — 1. Kor. 2:6; Gal. 1:4, NW.

      Jesus wollte, daß seine Nachfolger leben und nicht mit dieser bösen Welt Vernichtung erleiden sollten. So spornte er sie denn an, sich nicht an der Politik zu beteiligen, sondern von der Welt abgesondert zu bleiben. Er gab selbst das richtige Beispiel dafür und lebte stets seinen Worten gemäß: „Ich bin kein Teil von der Welt.“ — Joh. 17:16, NW.

      Bei einer Gelegenheit wollte die Bevölkerung von Galiläa Jesus in die Politik hineindrängen. Das Volk sah, daß Jesus ein gerechter und weiser Mann war, und erkannte, welch idealer politischer Herrscher er wäre. Es mag gedacht haben, Jesus werfe seine günstigen Gelegenheiten einfach weg, indem er von einem künftigen Königreich predigte, wo er doch schon jetzt und hier ein Königreich haben könnte. Wie reagierte Jesus auf die Wahl der Volksmenge? „Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, ganz allein.“ Jesus wollte nichts mit Politik zu tun haben! — Joh. 6:15, NW.

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