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Was Jugendliche von ihren Eltern erwarten dürfenDer Wachtturm 1979 | 1. August
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Verantwortung eines Erwachsenen übernehmen zu können, brauchen Jugendliche die Unterstützung ihrer Eltern sowie Ermunterung, damit sie nicht zu Versagern werden. Oft brauchen sie bei den Hausaufgaben Hilfe. Manchmal möchten sie vielleicht einfach aufgeben. Ist das der Fall, dann können Eltern eine Quelle der Ermunterung sein, indem sie Verständnis für die Niedergeschlagenheit ihrer Kinder zeigen und offen mit ihnen über deren Probleme diskutieren. Wenn die Eltern ab und zu bei schwierigen Hausaufgaben mithelfen, können sie besser verstehen, warum ihre Kinder öfter niedergeschlagen sind, wenn sie Hausaufgaben zu machen haben; auf diese Weise sind Eltern in der Lage, praktische Vorschläge zu machen. Manchmal genügt es bereits, daß verständnisvolle Eltern einige Zeit darauf verwenden, über das Problem zu sprechen; dadurch fühlt sich der Jugendliche ermuntert, und ihm wird geholfen, über die Krise hinwegzukommen.
DAS GEFÜHL, GEBRAUCHT ZU WERDEN
Am meisten sehnt man sich wahrscheinlich danach, gebraucht zu werden. Aus diesem Grund fragen Kinder ihre Eltern manchmal, ob sie adoptiert worden sind, ob ihre Eltern sie gewollt haben, oder auch, ob sie erwünscht waren. Sie möchten sich vergewissern, daß ihre Eltern sie lieben. Jeder von uns will die Gewißheit haben, daß er dazugehört. Wenn Eltern die Bedürfnisse ihrer heranwachsenden Kinder erkennen und verständnisvoll darauf eingehen, wird es vermehrtes Glück in der Familie geben.
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Ihr Jugendlichen, habt ihr euch ein lohnendes Ziel gesetzt?Der Wachtturm 1979 | 1. August
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Ihr Jugendlichen, habt ihr euch ein lohnendes Ziel gesetzt?
VOR mehr als einem Jahrhundert empfahl der amerikanische Schriftsteller R. W. Emerson ein Rezept, wie man als Jugendlicher erfolgreich sein kann. Er schrieb: „Befestige deinen Wagen an einem Stern.“ Emerson wollte damit sagen, daß sich Jugendliche hohe Ziele stecken sollten. Ein Jugendlicher kann aber sein Ziel nur dann erreichen, wenn er sich entsprechend schulen und ausbilden läßt.
Ihr Jugendlichen, plant ihr heute richtig für die Zukunft? Es ist vernünftig, sich edle Ziele zu setzen und sie mit Entschiedenheit anzustreben.
Die Jugend sprüht vor Leben. Sie ist kaum mit größeren Verantwortlichkeiten belastet und lebt in der Erwartung, noch größere Freuden und noch mehr Glück zu genießen. Jungen wie Mädchen strotzen vor Kraft und Gesundheit und sind voller Zuversicht.
Bedauerlicherweise streben viele der heutigen Jugendlichen keine hohen Ziele im Leben an. Während sie sich vergeblich bemühen, unabhängig und frei von Verantwortung zu sein, greifen sie zu Drogen, pflegen Promiskuität und begehen andere Torheiten. Man sollte jedoch die Worte beachten: „Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal. 6:7).
BERÜCKSICHTIGE GOTT BEI DEINEN ZIELEN
In der Bibel heißt es: „Freue dich, junger Mann [oder junges Mädchen], in deiner Jugend, und dein Herz tue dir Gutes in den Tagen deines Jünglingsalters, und wandle in den Wegen deines Herzens und in den Dingen, die deine Augen sehen“ (Pred. 11:9a). Der Schöpfer möchte also, daß sich Jugendliche des Lebens erfreuen. Er ist gegenüber ihren Interessen und dem, was ihre jungen Herzen und Augen anspricht, nicht negativ eingestellt. Junge Menschen sollten aber daran denken, daß Gott sie für ihr Handeln zur Rechenschaft ziehen wird.
Die Schrift sagt weiter: „Doch wisse, daß der wahre Gott dich um dies alles [den Lebensweg, den du einschlägst] ins Gericht bringen wird. Entferne daher Verdruß aus deinem Herzen, und halte dir Unglück vom Fleische fern“ (Pred. 11:9b, 10a). Der Höchste läßt Jugendlichen zwar Wahlfreiheit, doch schützt er sie nicht vor den bitteren Folgen, die sie zu tragen haben, wenn sie einen verkehrten Weg einschlagen.
Derselbe Bibelschreiber fügt hinzu: „Denn Jugend und die Blüte des Lebens sind Nichtigkeit“ (Pred. 11:10b). Wieso? Weil man offensichtlich nicht immer jung bleibt. Selbst junge Menschen werden krank und sterben. Ein Jugendlicher, der das übersieht, macht vielleicht von dem, was er hat, keinen weisen Gebrauch und verschwendet seine Körperkräfte und Fähigkeiten aufgrund einer Lebensweise, durch die er sich sein späteres Leben als Erwachsener erschweren mag.
Was sollte ein junger Mensch daher tun? Die Bibel antwortet: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deines Jünglingsalters“ (Pred. 12:1). Wenn ein Jugendlicher ständig an Gott denkt, wird er einen vortrefflichen Wandel führen und in seinen jungen Jahren sein Verhältnis zu Jehova vertiefen.
DAS „JOCH“ DER JÜNGERSCHAFT
Die Bibel zeigt, daß Jugendliche ihre Kräfte auf ein vernünftiges Lebensziel konzentrieren sollten, sonst werden diese Kräfte durch nutzloses Streben verschwendet.
Jesus ermunterte Niedergeschlagene mit den Worten: „Nehmt mein Joch auf euch und werdet meine Jünger, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matth. 11:29, 30). Ist es nicht ein unschätzbares Vorrecht, ein Jünger Jesu Christi zu sein? Wie könnte man seine Jugendjahre besser verbringen? Das setzt jedoch voraus, daß man den bedeutungsvollen Schritt tut und sich der christlichen Taufe unterzieht. Nur dann kann man sich als ein „Jünger“ Jesu betrachten.
DIE NOTWENDIGE AUSBILDUNG ERHALTEN
Jesus wurde in jungen Jahren von Joseph, seinem Pflegevater, im Zimmermannshandwerk unterwiesen (Mark. 6:3). Christliche Jugendliche machen daher heute nützlicherweise eine grundlegende Berufsausbildung durch. Das heißt, sie erlernen einen weltlichen Beruf, durch den sie als Erwachsene für ihren Lebensunterhalt sorgen können.
Viele Christen finden es ratsam, die Bildungsmöglichkeit zu nutzen, die ihnen dort, wo sie leben, geboten wird. In Amerika ist der Besuch einer High-School häufig von praktischem Werta.
Außer Grundfächern wie Rechnen, Geschichte und der Landessprache wird an vielen Schulen auch die Handhabung von Werkzeugen und Maschinen gelehrt sowie Unterricht im Tischler-, Elektro-, Schlosser- und Druckerhandwerk erteilt. Mädchen können Haushaltsarbeiten und Maschinenschreiben erlernen sowie andere für eine Sekretärin erforderliche Fachkenntnisse erwerben. Darüber hinaus können sie sich für Berufe wie Arzthelferin oder andere interessante und praktische Arbeitsgebiete ausbilden lassen, die heute Frauen offenstehen.
AN DIE ZUKUNFT DENKEN
Die meisten jungen Leute stehen gewissermaßen an einem Kreuzweg, wenn es gilt, sich für einen Beruf zu entscheiden. Sie haben unter vielen Möglichkeiten zu wählen.
An einem solchen Kreuzweg sollten Jugendliche eine Entscheidung hinsichtlich ihres Dienstes für Jehova treffen. Sie können sich für einen Beruf entscheiden, der ihnen genügend Zeit für das Predigen und Jüngermachen läßt — die Arbeit, die Jesus verrichtete (Matth. 24:14; 28:19, 20).
‘IM HINBLICK AUF DEN GEIST SÄEN’
Ihr Jugendlichen, strebt ihr in erster Linie danach, dem Königreich Gottes zu dienen, oder strebt ihr nach weltlichen Interessen? So gegensätzlich, wie das Streben ist, werden auch die Ergebnisse ausfallen (1. Joh. 2:15-17). Jesus zeigte deutlich, daß Menschen nicht zwei Herren dienen können (Matth. 6:24). Vernünftige Jugendliche wenden ihr Herz Jehova Gott zu. Sie arbeiten daran, ihr persönliches Verhältnis zu Gott zu stärken. Christliche Jugendliche predigen nicht nur regelmäßig „diese gute Botschaft vom Königreich“, sondern befolgen auch den biblischen Rat: „Vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig“ (Hebr. 13:16; vergleiche Jakobus 1:26, 27).
Aufgrund der Sünde neigen alle Menschen zu selbstsüchtigen und materialistischen Wünschen. Jugendliche müssen daher ständig gegen das ankämpfen, was die Bibel als „die Begierden, die der Jugend eigen sind“, bezeichnet (2. Tim. 2:22). Viele begehen Jugendsünden, die sie in späteren Jahren bereuen (Ps. 25:7).
Ihr Jugendlichen, seid entschlossen, Fehler zu vermeiden, die eure Zukunft ruinieren könnten! Wer an Promiskuität und Drogenmißbrauch Gefallen findet oder in anderer Hinsicht ein ausschweifendes Leben führt, hat in späteren Jahren die verhängnisvollen Folgen zu tragen. Er lernt durch schmerzliche Erfahrungen die Wahrhaftigkeit der inspirierten Worte kennen: „Wer im Hinblick auf sein Fleisch sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten“ (Gal. 6:8a).
Solltet ihr nicht lieber ein gutes Verhältnis zu Gott und zur Christenversammlung anstreben? Dann werdet ihr freudig feststellen, daß sich auch die Worte bewahrheiten: „Wer aber im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten“ (Gal. 6:8b).
Jugendliche, die an diese biblischen Wahrheiten glauben, werden alle Situationen meiden, die zu einer unreinen Handlung oder zu Hurerei führen können (1. Kor. 6:18). Wenn sie Gott gefallen möchten, sollten sie Gemeinschaft mit Personen pflegen, die sie in ihrem gottesfürchtigen Wandel bestärken. „Das Ohr, das auf die Zurechtweisung des Lebens hört, verweilt direkt inmitten weiser Menschen“ (Spr. 15:31). Suchst du die Gesellschaft von Personen, die gottgemäße Weisheit offenbaren? (Siehe Jakobus 3:17, 18.) Gottes Wort sagt: „Wer sich ... mit den Unvernünftigen einläßt, dem wird es schlecht ergehen“ (Spr. 13:20). Verrät deine Lebensweise, daß du daran glaubst?
Gottesfürchtige Jugendliche gehorchen den biblischen Geboten: „Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan“ (Röm. 13:1). „Möge niemand von euch als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als jemand leiden, der sich in die Sachen anderer Leute einmischt“ (1. Petr. 4:15). Den „obrigkeitlichen Gewalten“, den Regierungen, untertan zu sein bedeutet, in jeder Hinsicht gesetzestreu zu sein, was auch die Beachtung aller Verkehrsgesetze einschließt.
Stimmt euer Leben mit diesen Grundsätzen des Wortes Gottes überein? Jugendliche, die einen wirklich erfolgreichen Weg beschreiten, werden stets den inspirierten Rat beachten: „Ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes“ (1. Kor. 10:31).
[Fußnote]
a In der Bundesrepublik Deutschland entspricht dies einer Lehre oder einer praktischen Berufsausbildung mit gleichzeitigem Besuch der Berufsschule.
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Jugendliche, die ihres Schöpfers gedenkenDer Wachtturm 1979 | 1. August
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Jugendliche, die ihres Schöpfers gedenken
BEI den mehr als 100 internationalen Kongressen „Siegreicher Glaube“, die im Jahre 1978 von Jehovas Zeugen veranstaltet wurden, stand das Nachmittagsprogramm des dritten Tages unter dem Motto „JUGENDLICHE, SEID VORBILDER IM GLAUBEN!“ Während des Programmpunkts „Jugendliche, die ihres Schöpfers gedenken“ erzählten Jugendliche von ihrem Leben als Diener Jehovas. Nachfolgend werden einige dieser Erfahrungen wiedergegeben.
Wir werden feststellen, daß mehrere der Jugendlichen, die interviewt wurden, ihre ganze Zeit dem Predigen der „guten Botschaft vom Königreich“ widmen (Matth. 24:14). Einige davon verbringen als „Sonderpioniere“ monatlich wenigstens 140 Stunden mit dieser Tätigkeit. Viele sind „allgemeine Pioniere“ und setzen pro Jahr mindestens 1 000 Stunden für die Verkündigung der „guten Botschaft“ ein. Hören wir, was diese jugendlichen Christen zu sagen hatten.
Auf dem Kongreß in New York erzählte eine Jugendliche: „Ich weiß, daß einige Jugendliche zögern, sich Jehova Gott gegenüber zu verpflichten. Selbst einige, die bereits getauft sind, halten sich davon zurück, geistigen Interessen den ersten Platz einzuräumen. Ich spreche aus Erfahrung, denn mir ging es genauso. Aber biblische Grundsätze wie der aus Maleachi 3:10, der besagt, daß wir Gott alles bezahlen sollten, was wir ihm schulden, halfen mir, meine Herzenseinstellung zu ändern. Ich ermuntere jeden von euch hier anwesenden Jugendlichen, geistige Interessen allem voranzustellen. Jeder, der alt genug ist, eine Party zu besuchen oder unsittlich zu handeln oder Drogen zu nehmen, ist auch alt genug, sich Jehova Gott hinzugeben.“
FREUDE AN DER ARBEIT IM „FELD“
„Das Feld ist die Welt“, sagte Jesus (Matth. 13:38). Deshalb bezeichnen Jehovas Zeugen ihre Predigttätigkeit manchmal als Arbeit im „Feld“. Auf dem Kongreß in New York erzählte eine Jugendliche, was die Arbeit im Feld für sie bedeutete:
„Schon in sehr jungen Jahren beteiligte ich mich daran, anderen die biblischen Wahrheiten mitzuteilen. Wenn ich mit meinen Eltern von Haus zu Haus ging, grüßte ich den Wohnungsinhaber mit einem freundlichen Lächeln und bot ihm die Botschaft in Form einer kleinen Druckschrift an. Nach einiger Zeit war ich in der Lage, mich mit den Leuten über biblische Themen zu unterhalten. Ich freute mich, daß ich mehrere Personen fand, die Hilfe wünschten, um die Bibel besser zu verstehen. Ich besuchte sie regelmäßig und war begeistert, zu sehen, daß sie in der Erkenntnis Gottes Fortschritte machten, unreine Gewohnheiten aufgaben und den Wunsch entwickelten, mit anderen über ihren neugefundenen biblisch begründeten Glauben zu sprechen. Durch die Arbeit im Feld ist mein Glaube an Gottes bevorstehende neue Ordnung, durch die das Paradies auf der Erde wiederhergestellt wird, schon häufig gestärkt worden (Offb. 21:1 bis 5). Wenn ich andere von dieser Hoffnung überzeugen möchte, muß sie zuerst bei mir selbst stark genug sein.“
Ein junger Zeuge, der in Montreal (Kanada) im Programm für englisch Sprechende zu Wort kam, sagte: „Ich begann schon in der frühen Kindheit mit der Arbeit im Feld. Gewöhnlich begleitete ich meine Eltern. Im Alter von fünf Jahren fing ich an, einfache Zeugnisse an den Türen zu geben.
Damals, als ich noch klein war, machte mir die Arbeit im Feld wirklich Spaß. Doch mit der Zeit kam mir zum Bewußtsein, daß ich mich in der Schule von allen anderen unterschied. Es war mir dann unangenehm, mit Mitschülern über die Wahrheit zu sprechen. Wenn ich von Haus zu Haus predigte, fürchtete ich mich davor, jemanden anzutreffen, den ich von der Schule her kannte. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, muß ich sagen, daß ich Menschenfurcht hatte, von der die Bibel sagt, daß sie ,eine Schlinge legt‘ (Spr. 29:25).
Als ich aus der Schule kam, beschloß ich, es vorübergehend mit dem Pionierdienst zu versuchen. Das Predigen gefiel mir damals so gut wie nie zuvor. Ich betrachtete es nicht mehr als eine Tätigkeit, die eben Spaß macht, und auch nicht als eine schwere Last. Als ich beobachtete, wie die Personen, mit denen ich die Bibel studierte, in der Wahrheit Fortschritte machten, verspürte ich ein Gefühl tiefer Befriedigung, weil ich erkannte, daß Jehova Gott meine Bemühungen unterstützte. Ich stehe nun seit zweieinhalb Jahren im Pionierdienst. Wenn ich daran denke, welche Gelegenheiten ich hatte, andere Laufbahnen einzuschlagen, empfinde ich genauso wie der Apostel Paulus, der schrieb: ,Tatsächlich betrachte ich überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne‘“ (Phil. 3:8).
WERTSCHÄTZUNG FÜR DIE VERSAMMLUNG
Sind Jugendliche gern mit der Christenversammlung verbunden? Dan, der in Quebec als Pionier dient, berichtete über sich selbst: „Ich bin erst seit 1975 getauft. Bevor ich die biblische Wahrheit kennenlernte, führte ich ein sehr ausschweifendes und unchristliches Leben. Da ich sehr vergnügungssüchtig war, war ich häufig betrunken. Als das seinen Reiz für mich verlor, fing ich an, Marihuana zu rauchen und mit anderen Drogen herumzuexperimentieren. Mit 17 Jahren rauchte ich fast täglich Marihuana.
Doch das Glück, das ich damals zu haben glaubte, war nichts im Vergleich zu der Freude, die ich verspüre, seit ich mit Jehovas Volk in Verbindung gekommen bin. Die erste Zusammenkunft, die ich in einem Königreichssaal besuchte, werde ich nie vergessen. Besonders beeindruckt war ich davon, daß nach der Zusammenkunft mehrere zu mir kamen und sich vorstellten, weil sie wollten, daß ich mich wohl fühlte. Von da an habe ich regelmäßig die Zusammenkünfte im Königreichssaal besucht. Bevor ich die Wahrheit kennenlernte, hatte ich nicht das Verlangen verspürt, mit älteren Personen zusammen zu sein, da ich nichts mit ihnen gemeinsam hatte. Aber unter Mitchristen habe ich viele gute Freunde jeden Alters gefunden.“
Ein weiterer junger Zeuge nannte einen anderen Grund, weshalb er sich freut, mit der Versammlung verbunden zu sein: „Ich freue mich, ein Teil der Versammlung zu sein, weil ich anderen dienen kann. Ich unterstütze gern ältere Brüder und Schwestern, wenn sie Hilfe benötigen, um ihre Wohnung sauberzuhalten. Gelegentlich darf ich Mitchristen bei einem Umzug helfen. Als Jugendlicher verfüge ich über Kraft und Stärke. Wie könnte ich diese besser einsetzen als zur Verherrlichung Jehovas, indem ich anderen in der Versammlung diene?“
EIN ZEHNJÄHRIGER SUCHT HILFE
Auf dem Kongreß in München erzählte ein junger Mann im griechischsprachigen Sektor folgende Erfahrung: „Als ich noch zur Grundschule ging, gaben meine Eltern die Gemeinschaft mit der Christenversammlung auf. Ich freue mich, sagen zu können, daß es mir, obwohl ich noch ein Kind war, gelang, mit der Versammlung in Verbindung zu bleiben.
Mit 10 Jahren fing ich an, Jehova um Hilfe zu bitten. Da meine Eltern mir nicht erlaubten, offen Gemeinschaft mit Jehovas Zeugen zu pflegen, erschienen mir Geldspenden als die einzige Möglichkeit, das Predigtwerk zu unterstützen. So sparte ich das Taschengeld zusammen, das ich von meinen Eltern erhielt. In zwei Jahren hatte ich 500 Drachmen gespart. Freudig gab ich dies der Versammlung. Die Brüder beteten für mich und sorgten dafür, daß mich ein gleichaltriger Jugendlicher besuchte. In der schulfreien Zeit führte er mit mir ein Bibelstudium durch, das mich im Glauben stärkte. Jahre später ging ich ins Ausland, um eine Schule zu besuchen. Der eigentliche Beweggrund war jedoch, daß ich ungehindert zu den Zusammenkünften der Versammlung gehen wollte.
Als meine Eltern davon erfuhren, wurden sie günstig davon berührt. Sie besuchten wieder die Zusammenkünfte im Königreichssaal, und mein Vater dient heute in der Versammlung in einer verantwortlichen Stellung. Was mich betrifft, so habe ich jetzt die Freude, als allgemeiner Pionier zu dienen, und ich würde das allen Jugendlichen wünschen.“
Es ist wirklich erfreulich, von so vielen Jugendlichen zu hören, die die Anbetung Jehovas zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht haben. Wir hoffen, daß diese Erfahrungen noch weitere Jugendliche dazu anregen, das biblische Gebot zu beachten: „Gedenke nun deines großen Schöpfers in den Tagen deines Jünglingsalters“ (Pred. 12:1).
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Eine anregende BuchbesprechungDer Wachtturm 1979 | 1. August
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Eine anregende Buchbesprechung
Schüler, die Zeugen Jehovas sind, haben oft die Möglichkeit, in der Schule mit anderen über die „gute Botschaft“ zu sprechen. In Spanien erhielten zum Beispiel die Schüler einer Klasse die Aufgabe, in den Winterferien ein Buch zu lesen und später vor der Klasse einen Bericht darüber zu geben.
Eine 12jährige Zeugin entschied sich für einen Bericht über das Buch Mache deine Jugend zu einem Erfolg, eine Veröffentlichung der Wachtturm-Gesellschaft. Die Zusammenfassung, die das Mädchen gab, weckte bei vielen Mitschülern Interesse. So konnte die junge Zeugin Jehovas 48 Jugend-Bücher abgeben, und ihre Mühe führte zu mindestens einem Bibelstudium, das gute Fortschritte machte.
Ein anderer Jugendlicher hörte von dieser Erfahrung, die in einer christlichen Zusammenkunft erzählt wurde. Auch er konnte vorzügliche Ergebnisse erzielen, als er dieselbe biblische Veröffentlichung anderen in der Schule anbot.
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