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  • Eltern, lehrt ihr eure Kinder?
    Der Wachtturm 1973 | 15. Dezember
    • Dinge beibringen, wie, daß man nicht lügen oder stehlen darf. Ich las ihnen heute das erste Kapitel vor, denn sie müssen wissen, wer der Große Lehrer ist.“ Ein siebenjähriger Junge aus Indiana erbot sich an, das Buch seiner Klasse vorzulesen. Bis zum März 1972 hatte er dreißig Kapitel vorgelesen, und vielen seiner Klassenkameraden hatte er ein Exemplar davon abgeben können.

      22. Was ist das Beste, was Eltern ihren Kindern geben können?

      22 Eltern, benutzt ihr diese wertvolle Hilfe zum Belehren eurer Kinder? Sicherlich könnt ihr jede Hilfe gebrauchen, die euch geboten wird, um eure Kinder über die geistigen Dinge und die sittlichen Grundsätze so zu belehren, wie Gott es geboten hat. Viele Eltern haben in dem Buch Auf den Großen Lehrer hören das gefunden, was sie zu diesem Zweck gesucht hatten. Versäumt deshalb nicht, es ständig zu gebrauchen. Ihr könnt euren Kindern bestimmt nichts Besseres geben als eine biblische Belehrung, durch die ihnen Gottes Gedanken eingeflößt werden.

  • Selbstbefleckung — warum und wie davon loskommen?
    Der Wachtturm 1973 | 15. Dezember
    • Selbstbefleckung — warum und wie davon loskommen?

      ÜBER Masturbation oder Selbstbefriedigung unterhielt man sich früher nur in aller Stille im vertrauten Kreise; man sprach davon als von einer „geheimen Sünde“ oder einem „heimlichen Laster“. Heute scheint dieses Wort immer alltäglicher zu werden. Wörterbücher beschreiben Masturbation als ein „Reiben an den Geschlechtsorganen, bis der Höhepunkt der geschlechtlichen Erregung, der Orgasmus, erreicht wird, jedoch ohne Geschlechtsverkehr“. Die heutige „sexuelle Revolution“ mit ihrer „neuen Moral“ ist größtenteils dafür verantwortlich, daß diese Gewohnheit populär wurde; das zeigen folgende Beispiele, aus denen hervorgeht, wie man gegenwärtig darüber denkt.

      Eine Überschrift der in Chicago erscheinenden Daily News lautete: „Masturbation für den Körper unschädlich“. Der Bericht unter diesen fettgedruckten, fast eineinhalb Zentimeter hohen Lettern zeigt, wie ein Professor der Medizin Lehrer und Jugendberater auffordert, die hinsichtlich dieser Gewohnheit bestehenden „Befürchtungen und Ängste zu zerstreuen“. Es wird auch berichtet, daß ein „bekannter Sex-Experte“, der einer Schulklasse Sexualunterricht gab und über die Masturbation sprach, die Schüler aufgefordert habe, „gleich damit zu beginnen“. In einer Druckschrift, die in den Schulen in Frankreich weit verbreitet ist, wird die Masturbation empfohlen, und es heißt darin, man könne damit „eine freie Schulstunde oder einen langweiligen Abend ausfüllen“.

      Viele religiöse Führer regen ebenfalls zu dieser Gewohnheit an. In einem Bericht, der von der Hauptversammlung der 3,1 Millionen Mitglieder zählenden Vereinigten Presbyterianischen Kirche mit überwältigender Mehrheit angenommen worden ist, heißt es zum Beispiel auszugsweise: „Es gibt keine Beweise dafür, daß vom theologischen, psychologischen oder medizinischen Standpunkt aus etwas gegen die Masturbation an sich einzuwenden wäre. ... Es wird sogar gesagt, die Masturbation habe auch ihre positiven Seiten.“ In einem Film, den die Methodisten gedreht haben, wird behauptet, die Masturbation sei „eine echte Alternative zum Geschlechtsverkehr“. Dieser Film zeigt ausführlich, wie sowohl männliche als auch weibliche Personen masturbieren können.

      Namhafte Mediziner nehmen im allgemeinen denselben Standpunkt ein. Ein Arzt sagte: „Ich möchte betonen, daß die Masturbation etwas Normales ist. Sie ist allgemein verbreitet und völlig harmlos.“

      EINE WEITVERBREITETE GEWOHNHEIT

      In einer Zeit, in der Promiskuität an der Tagesordnung ist, muß man den Ärzten zustimmen, wenn sie sagen, die Masturbation sei „allgemein verbreitet“. Betrachten wir, was die Statistik zeigt. Ein Werk erklärt zu diesem Thema: „Jede ernsthafte statistische Studie, über die wir verfügen, zeigt deutlich, daß ... wenigstens 95 Prozent der Knaben und jungen Männer zwischen 13 und 25 Jahren eine unterschiedlich lange Zeitspanne durchlaufen, in der sie gewohnheitsmäßig masturbieren.“ Außerdem wird in demselben Werk gesagt, man habe festgestellt, daß 40 bis 50 Prozent der Mädchen masturbieren.

      Einige Leute behaupten, diese Zahlen würden beweisen, daß Selbstbefriedigung „etwas Normales“ sei, und es wäre sogar „ein Grund zur Besorgnis, wenn ein gesunder Jugendlicher nicht masturbiere“.

      Wie denkst du darüber? Bist du auch der Meinung, daß Masturbation zu einer natürlichen, normalen Betätigung des Körpers wird, weil sie das Übliche, eine allgemein verbreitete Gewohnheit, ist? Lügen und Stehlen sind heute ebenso üblich wie der Genuß von Tabak. Du würdest aber nicht behaupten, daß diese Dinge dadurch zu etwas Natürlichem und Normalem werden, nicht wahr? Erkältungskrankheiten sind etwas „Übliches“, denn sie sind weit verbreitet; werden sie dadurch aber etwas Normales oder Natürliches? Keinesfalls.

      Was ist schließlich über die Behauptung zu sagen, Masturbation sei harmlos? Sind die Synonyme, die man dafür in der Vergangenheit gebraucht hat — wie zum Beispiel „Selbstmißbrauch“ und „Selbstbefleckung“ —, nicht mehr gültig? Was zeigen die Tatsachen?

      WOZU FÜHRT DIESE GEWOHNHEIT?

      Im neunzehnten Jahrhundert und auch noch bis vor kurzem dachte man, Masturbation würde der körperlichen Gesundheit schaden und Blässe, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Tuberkulose, Sterilität, Geistesschwäche, eine Mißbildung der Geschlechtsorgane und anderen körperlichen Schaden hervorrufen. Heute steht jedoch fest, daß Masturbation keine derartigen Auswirkungen hat. Nur in extremen Fällen, wenn ein Mann sehr oft masturbiert, führt es dazu, daß er unfruchtbar wird oder minderwertigen Samen hat. In einem Werk wird die Meinung der Mediziner mit den Worten zusammengefaßt: „Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, daß Masturbation biologisch schädlich ist.“

      Wenn Masturbation nicht biologisch schädlich ist, wie steht es dann aber mit der geistigen Gesundheit, dem Gemütsleben und dem moralischen Bewußtsein desjenigen, der diese Gewohnheit pflegt?

      Bedeutsamerweise sind Ärzte, die uns versichern, durch diese Gewohnheit entstehe kein körperlicher Schaden, gezwungen, von einer geistigen und gefühlsmäßigen Schädigung zu sprechen. So erklärt die Encyclopedia Americana: „Neuerdings nimmt man gegenüber der Masturbation die Haltung ein, daß die so häufig beobachteten nachteiligen Auswirkungen ... nicht von einer Schädigung des Körpers, sondern von dem Schuldgefühl desjenigen herrühren, der sich selbst befriedigt, und von der sich daraus ergebenden Tendenz, sich von seinen Mitmenschen zurückzuziehen.“

      Natürlich behauptet man, solche Schuldgefühle träten nur deswegen auf, weil jemand von Kindheit an dazu erzogen worden sei, die Masturbation als anstößig zu betrachten. Viele sagen, solche Schuldgefühle seien ungerechtfertigt. Ist das aber der Fall?

      Die meisten werden zugeben, daß eigentlich nur wenige Eltern sich die Zeit nehmen oder daran interessiert sind, mit ihren Kindern über Masturbation zu sprechen. Wie kommt es aber, daß der Junge (oder das Mädchen), der zum erstenmal masturbiert, trotzdem ein Schuldgefühl hat, sich sozusagen selbst anklagt? Wie kommt es, daß diejenigen, die sich auf Masturbation einlassen, diese Gewohnheit heimlich und verstohlen pflegen?

      Weil Masturbation unnatürlich ist. Zugegeben, kleine Kinder haben kaum eine Ahnung von Geschlechtsbeziehungen zwischen Mann und Frau. Aber erreicht ein Knabe das Jünglingsalter, so erwacht in ihm ein Empfinden, das ihm sagt, daß geschlechtliche Befriedigung bei einer weiblichen Person zu finden ist und umgekehrt. Jemand, der Masturbation betreibt, läßt (wie ein Homosexueller) den natürlichen Weg, Befriedigung zu finden, außer acht oder umgeht ihn. Er gibt „den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person“ zugunsten des „widernatürlichen“ Gebrauches auf. Der Rest des von Gott verliehenen Gewissens, das auf alle Menschen vererbt worden ist, meldet sich daher und mißbilligt eine solche Gewohnheit, indem es ein Schuldgefühl im Menschen hervorruft. — Vergleiche Römer 1:26, 27; 2:14, 15.

      Während also viele Psychiater und Ärzte die Sache so darstellen, als seien die infolge der Masturbation auftretenden Schuldgefühle ausschließlich jemandes „gesellschaftlicher Beeinflussung und Erziehung“ zuzuschreiben, mag in Wirklichkeit das Gegenteil der Fall sein. Das heißt, es ist viel wahrscheinlicher, daß ein Nichtvorhandensein solcher Schuldgefühle darauf zurückzuführen ist, daß der Betreffende von anderen vorher beeinflußt wurde, zu glauben, daß gewohnheitsmäßiges Masturbieren völlig „in Ordnung“, „normal“, ja sogar „nützlich“ sei. Tatsächlich zielt die neuzeitliche Propaganda darauf ab, das von Gott verliehene Gewissen zu untergraben und zu unterdrücken.

      Weil es sich um eine „widernatürliche“ Gewohnheit handelt, muß der Masturbierende in seelischer Hinsicht büßen. Die gewohnheitsmäßige Selbstbefriedigung lähmt seine gesellschaftliche Entfaltung und die Entwicklung seines Gefühlslebens; sie hindert ihn daran, eine gesunde Ansicht gegenüber dem anderen Geschlecht und eine vernünftige Einstellung zu den Menschen im allgemeinen zu entwickeln. Sie kann bewirken, daß er introvertiert, „nach innen gekehrt“, wird. Oder sie kann — und häufig ist das der Fall — zur Homosexualität führen, so daß der Betreffende, der nicht damit zufrieden ist, sich allein sexuell zu betätigen, zur gegenseitigen sexuellen Befriedigung einen Partner sucht. Obgleich Ärzte und Psychiater Masturbation als etwas „Normales“ bezeichnen, sind sie doch gezwungen, anzuerkennen, daß sich gewohnheitsmäßiges Masturbieren für eine glückliche und zufriedene Ehe im späteren Leben häufig als ein Hindernis erweist. Wie die Tatsachen zeigen, ist es nichts Ungewöhnliches, daß der Masturbierende seine Gewohnheit in der Ehe fortsetzt, so lange, bis er sich gezwungen sieht, die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen. Wieso kommt es zu etwas Derartigem, wenn Selbstbefriedigung „normal“, „natürlich“ und „nützlich“ sein soll?

      Um die Angelegenheit mit größerem Verständnis beurteilen zu können, ist es nützlich etwas darüber kennenzulernen, wie wir Menschen körperlich, seelisch und gefühlsmäßig beschaffen sind.

      WIE WIR BESCHAFFEN SIND

      Während des Jugendalters — wenn sich der Junge oder das Mädchen in geschlechtlicher Hinsicht zu einem Erwachsenen entwickelt — treten im Körper viele Veränderungen ein. Sie sind auf die Hormone zurückzuführen, die von der Hirnanhangdrüse, den Geschlechtsdrüsen und anderen Drüsen erzeugt werden. Bei einem Jungen werden die Hoden dadurch veranlaßt, mit der Erzeugung von Samenzellen zu beginnen. Diese gelangen in einen Ausführgang und von dort in Speicher, die im Bauchraum unmittelbar an der Harnblase liegen und als Samenbläschen bekannt sind. Wenn diese Speicher gefüllt sind, kann das sexuelle Interesse des Mannes leichter durch Reize geweckt werden.

      Es ist daher etwas Natürliches, wenn ein gesunder, normaler junger Mann einen gewissen Geschlechts„trieb“ verspürt. Die Ehe bietet die Möglichkeit, dieses geschlechtliche Verlangen zu befriedigen. Was aber, wenn jemand nicht verheiratet ist? Ist dann die Masturbation die einzige Möglichkeit — abgesehen von Hurerei —, sich Erleichterung von diesem geschlechtlichen Drang zu verschaffen? Und wenn jemand keine Masturbation betreibt, wirkt sich dann die Anhäufung von Samen schädlich auf den Körper aus?

      Die Antwort auf diese Fragen lautet: Nein. Es gibt andere Möglichkeiten, durch die dieser geschlechtliche Drang vermindert wird oder jemand Erleichterung erfährt. Eine davon ist die „Sublimation“ — die Ablenkung dieses Dranges durch verschiedene körperliche und geistige Tätigkeiten. Auf diese Weise kann sich der heranwachsende Knabe oder der junge Mann beschäftigt halten, und er kann glücklich sein, indem er an verschiedenen Aufgaben und persönlichen Hobbys angestrengt arbeitet.

      Was geschieht, wenn sich Samen im Körper anhäuft? Es besteht nicht die Gefahr einer so großen Anhäufung, daß es für den Körper schädlich wäre. Und tatsächlich wird der Wunsch nach sexueller Betätigung mehr durch das gesteuert, womit sich jemand in seinem Sinn befaßt. Außerdem vermindert der männliche Körper normalerweise die Menge des Samens durch periodische nächtliche Samenentleerungen während des Schlafes. Unter den neunzehnjährigen Jungen sollen zum Beispiel weniger als fünf Prozent keine solchen Samenentleerungen haben. (Treten solche Samenentleerungen nicht auf, ist das nicht notwendigerweise ein Anzeichen irgendeiner geschlechtlichen Mißbildung.) Im allgemeinen verhält es sich so, daß sich die Harnblase eines Mannes während der Nacht mit Urin füllt, und dadurch wird ein Druck auf die benachbarten Samenbläschen ausgeübt. Während des Schlafes kann auf diese Weise von Zeit zu Zeit eine unwillkürliche Samenentleerung ausgelöst werden.

      Herbert J. Miles, Professor der Soziologie, gibt über die nächtliche Samenentleerung, die auch Pollution genannt wird und häufig von einem seltsamen, unvernünftigen, widersinnigen Traum begleitet ist, folgende Erklärung:

      „Das zunehmende Bedürfnis, die Harnblase zu entleeren, führt dazu, daß die Person allmählich vom Schlafzustand, in dem das Bewußtsein untätig ist, zum tätigen Bewußtsein, dem Wachzustand, übergeht. Während dieses allmählichen Übergangs vom Schlaf- zum Wachzustand befindet sich der Sinn in einer Art ‚Zwielichtzone‘, in der das Unterbewußtsein in Tätigkeit tritt. Vorstellungen und Gedanken werden miteinander vermengt und verwechselt, und eine Vorstellung und ein Erlebnis oder eine Handlung nach der anderen mögen sich in schneller Folge abwechseln. Dieses Durcheinander und Drunter und Drüber wahlloser Vorstellungen mag auch Gedanken an sexuelle Dinge oder sexuelle Handlungen mit einbeziehen, die nicht geduldet würden, wenn der Denkvorgang durch das Bewußtsein gesteuert würde“ (Sexual Understanding Before Marriage, S. 160, 161).

      Der Betreffende braucht also wegen solcher Samenentleerungen oder wegen der Träume, die dazu führen, kein Schuldgefühl zu haben — es sei denn, es ist ihm bewußt, daß er seine Gedanken in unsittlicher Weise oder in übertriebenem Maße bei sexuellen Dingen verweilen ließ.

      Ist es aber nicht wirksamer und befriedigender, sich durch Masturbation Erleichterung von sexuellen Spannungen zu verschaffen als durch diese nächtlichen Samenentleerungen?

      Nein; denn anstatt sich auf einfache und schnelle Weise von dieser Spannung zu befreien, stellt der Masturbierende fest, daß sein Nervensystem zufolge der selbsterzeugten Reizung in hohe Erregung versetzt worden ist. Demzufolge mag bei ihm ein Gefühl nervöser Frustration und Unzufriedenheit zurückbleiben. Doch schon bald verspürt er ein unwiderstehliches Verlangen, die Handlung zu wiederholen. Es ist ein Teufelskreis, aus dem es schwerfällt auszubrechen und durch den man keine echte Befriedigung erlangt.

      Die Tatsache, daß anormale, geistesgestörte Menschen in der Regel masturbieren, zeigt ebenfalls, daß die Masturbation etwas Abnormes und Widernatürliches ist. Das ging auch aus einem Artikel der in Washington erscheinenden Zeitung The Bremerton Sun hervor, in dem es hieß, daß bei vielen Priestern und Nonnen, die unter seelischen Störungen leiden, die Masturbation chronisch sei.

      DIE ANSICHT DES CHRISTEN ÜBER MASTURBATION

      Es ist allgemein bekannt, daß Weltmenschen — ein hoher Prozentsatz der Kirchgänger

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