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Wer war Jesus Christus?Erwachet! 1973 | 22. Juni
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Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes.“ — Offb. 3:14; Joh. 1:14; Kol. 1:15.
Somit zeigt das Zeugnis, das Jesus Christus über sich selbst gab, während er auf der Erde war, daß er nicht nur ein weiser Mann und auch nicht Gott im Fleische war, sondern daß er der vollkommene menschliche Sohn Gottes war. Der Bericht über Jesu Worte und Taten diente dazu, diese Wahrheit nachzuweisen. Der Apostel Johannes schrieb: „Jesus [tat] auch vor den Jüngern viele andere Zeichen, die nicht in dieser Buchrolle niedergeschrieben sind. Diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, durch seinen Namen Leben habet.“ — Joh. 20:30, 31.
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Wir beobachten die WeltErwachet! 1973 | 22. Juni
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Wir beobachten die Welt
Volkskirche wird „Minderheitskirche“
◆ Ein düsteres Bild von der Situation in der evangelischen Kirche in der Bundesrepublik hat Bischof Wölber in Hamburg gezeichnet. Wölber sprach von einem „Umschlag der Volkskirche in eine andere Qualität, der Minoritätskirche“. Der Religionsunterricht „liegt darnieder“, viele Eltern ließen ihre Kinder nicht mehr taufen, die Gottesdienste würden immer weniger besucht. Die Menschen haben nach den Worten Wölbers „nichts gegen die Religion, aber sehr viel gegen die Kirche“.
Genaue Vorhersage über Erdbeben?
◆ Eine in der Geschichte der Geologie einmalig „präzise“ Erdbebenvoraussage ist vom Forschungszentrum Menlo Park in Kalifornien gemacht worden: Innerhalb der nächsten Monate werde im Gebiet von Hollister, 160 Kilometer südöstlich von San Francisco, die Erde beben, teilte der Leiter des Instituts, Robert Wallace, mit. Das Beben werde eine Stärke von 4,5 Punkten auf der nach oben offenen Richter-Skala haben und schlimmstenfalls in dem dünnbesiedelten Gebiet Geschirrklappern und Schränkerücken verursachen. Wallace meint jedoch, es werde noch einige Zeit dauern, bis die Erdbebenforscher Voraussagen von der Qualität der Wettervorhersagen machen könnten. Die jetzige Voraussage wäre durch ein Netz von 120 Meßstationen möglich gewesen, die die täglich mehrmals vorkommenden „Micro-Beben“ registrieren.
„Weltfriedenskongreß“ angekündigt
◆ Ein „Weltkongreß von Friedenskräften für internationale Sicherheit und Abrüstung, für nationale Unabhängigkeit, Zusammenarbeit und Frieden“ soll vom 2. bis 7. Oktober in Moskau stattfinden. Dahingehend haben sich Vertreter von 60 Ländern zum Abschluß eines Treffens in der sowjetischen Hauptstadt geeinigt, das von dem kommunistisch gelenkten Weltfriedensrat einberufen worden war. Teilnehmer waren im wesentlichen Vertreter kommunistischer Staaten und von Entwicklungsländern. Einziger Zweck dieses Kongresses soll, wie es in einem von der Nachrichtenagentur TASS veröffentlichten Bericht heißt, „die Festigung des Friedens in der Welt und die Stärkung der für den Frieden arbeitenden Organisationen“ sein.
Papst bittet um Geld
◆ Obwohl die katholische Kirche wegen ihres Reichtums bekannt ist, fühlte sich dennoch das Oberhaupt Papst Paul, veranlaßt, die Mitglieder seiner Diözese aufzurufen, für den Bau neuer Kirchen in Rom zu spenden. In einer Ansprache erklärte der Papst vor rund 6 000 seiner Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom, etwa hundert neue Viertel in der italienischen Hauptstadt verfügten über keine katholische Kirche. Weder die Kirche noch die zivilen Behörden seien aber in der Lage, die notwendigen Finanzmittel für den Bau neuer Kirchen aufzubringen.
Junge Leute verlassen die Kirche
◆ In München treten immer mehr junge Leute aus der katholischen Kirche aus. Wie das Erzbischöfliche Ordinariat mitteilte, haben 1971 1 843 ihren Austritt angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es rund hundert mehr im Alter zwischen 22 und 31 Jahren. Die Zahl der in den letzten drei Jahren aus der Kirche Ausgetretenen wird vom Ordinariat auf etwa 15 000 angesetzt.
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