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Das Legen des Steines in VollendungDer Wachtturm 1951 | 1. Dezember
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19. In welcher Weise erlangen die Gesalbten und die „andern Schafe“ Vertrauen und Glück durch die Erkenntnis, dass der Eckstein gelegt und an seine Stelle gesetzt ist?
19 Des Herrn „andere Schafe“ werden glücklich sein, weil sie erkennen, dass die irdische Organisation Jehovas, zu der sie gehören, unter der unmittelbaren Gewalt der himmlischen Organisation steht, und dass sie unter der Herrschaft des Königs Zions der Erde neue Gesellschaft bilden werden. Es gibt ein grosses Werk zu tun, ehe die verbleibenden „lebendigen Steine“ des himmlischen Zion völlig geprüft, erprobt und gebilligt und die falschen Anbeter Gottes Jehovas, die „Trunkenen Ephraims“, gänzlich entfernt sind. Doch die Vorsätze des Schöpfers werden durchgeführt werden, weil er der Höchste und Allmächtige ist, und niemand kann ihn hindern, das zu vollbringen, was er zu tun vorhat. Vielleicht sind es für einige mehr Jahre, als sie erwarteten, aber auf Grund der Ereignisse, die sie kommen sehen, sollte dies Ursache zu Freude und Glück sein. Wir sind gar nicht im Zweifel darüber, wohin wir gehen, was wir tun und warum wir es tun. Tatsache ist, dass das Königreich hier und dass Christus Jesus König ist, dass die „andern Schafe“ versammelt, die falschen Anbeter aber zur Vernichtung zusammengebracht werden. Alle sollten daran denken, dass die ganze bewohnte Erde erkennen muss, dass der himmlische König Zions nun die Autorität innehat und herrscht. Der Tempel im Himmel ist sozusagen vollständig. Tatsächlich ist er schon geöffnet. Der Eckstein ist in Vollendung gelegt worden, und das Gericht ist im Gange. Die Ungläubigen werden vernichtet, die Gläubigen aber gerettet, beschützt und immerdar gesegnet werden. Seht daher euern König und seid glücklich, ihr, die ihr an ihn glaubt! Ehret den König, und eure Freude sei völlig. Wahrlich, die Zeit des Gesegnetseins für Gottes Volk ist gekommen!
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Die Maskerade unter dem Namen WeihnachtenDer Wachtturm 1951 | 1. Dezember
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Die Maskerade unter dem Namen Weihnachten
BESUCHE am Weihnachtstage die Familie Blatter in der nächsten Strasse und die Familie Keller gerade gegenüber, und du wirst sehen, dass sie das Fest auf fast dieselbe Weise feiern wie Tausende anderer Leute in der ganzen Welt. Die Familie Blatter ist katholisch, sie hat neun Kinder und ist ganz arm. Die Familie Keller ist protestantisch, hat drei Kinder und ist wohlhabend. Derartige Verhältnisse bedingen, dass die jährliche Dezember-Feier in den zwei Wohnungen in manchen Einzelheiten ganz verschieden ausfällt.
Zum Beispiel steht im Heim der Familie Blatter ein winziger künstlicher Weihnachtsbaum, der vom vorigen Jahr her aufbehalten wurde. Die Familie Keller hat eine so hohe, frisch abgehauene Tanne, dass ihr Gipfel oben gestutzt werden musste, damit man sie in die Wohnung hereinnehmen konnte. Dessenungeachtet ist der Geist des Anlasses in den zwei Familien in allen Absichten und Zielen wesentlich derselbe. In beiden Familien herrscht eine aussergewöhnlich heitere Stimmung, und während sie beim besonderen Weihnachtsmahl sitzen, vergessen sie vorübergehend ihre Alltagssorgen und Kümmernisse. Gewissenhaft haben sie vorher am selben Tage ihre entsprechenden Kirchen besucht, wo sie zuhörten, wie Geistliche die Weihnacht als eine christliche Feier zur Ehre Jesu Christi lobpriesen.
Man halte aber inne und überlege. Was haben denn Dinge wie der Weihnachtsbaum mit seinem Schmuck sowie die andern Beigaben zum Festtag — Mistelzweige, Stechpalmen, Kerzen, Julblöcke, Früchte und Nüsse, Christwecken oder sonstiges Weihnachtsgebäck und Ferkel am Rost — mit der Geburt und dem Leben Christi zu tun? Warum eine fort und fort zunehmende Betonung des „Weihnachtsgeistes“, übermässiges Essen und Trinken, Schlemmerei und Ausschweifung? Woher stammt die Sage vom „St. Nikolaus“? Wenn der 25. Dezember der Geburtstag Christi ist, warum feiern denn die östlichen und die orthodoxen Kirchen Weihnachten am 7. Januar?
WANN WURDE JESUS GEBOREN?
Alle werden zugeben, dass die Bibel den einzig zuverlässigen geschichtlichen Bericht über diesen Gegenstand enthält, und glücklicherweise lässt sie uns nicht im Zweifel darüber, zu welcher Zeit des Jahres Jesus geboren wurde. Zacharias, der priesterliche Vater Johannes’ des Täufers, diente im Tempel in der achten Priesterabteilung, „Abia“ genannt. Dies geschah zu Anfang Juni, und um jene Zeit unterrichtete ihn der Engel des Herrn, dass Elisabeth, sein Weib, binnen kurzem einen Sohn empfangen werde, der Johannes heissen sollte. (Luk. 1:5, 8, 13, 23-28) Als somit der Engel Jehovas Maria, die Cousine Elisabeths, im sechsten Monat der Empfängnis Elisabeths besuchte, kennzeichnete dies die Zeit des Jahres als Dezember. Die Aufzeichnung zeigt daher, dass es um diese Zeit war, im Dezember, dass diese Maria, welche die Mutter Jesu werden sollte, schwanger wurde. Somit wurde Jesus nicht im Dezember geboren, sondern neun Monate später, etwa Ende September oder um den 1. Oktober herum. — Luk. 1:26, 27, 30, 31, 36.
Ferner sagt die Schrift, dass Hirten auf freiem Felde gewesen seien und ihre Herden hüteten, als
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