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  • Der Wettlauf um den Preis des Lebens
    Der Wachtturm 1968 | 15. Januar
    • buchstäblichen Wettlauf unterscheidet. Bei einem buchstäblichen Wettlauf erhält man, abgesehen von dem sogenannten „zweiten Atem“, keine neue Kraft während des Laufes. Bei dem Wettlauf um den großen Preis des Lebens gibt Jehova den treuen Läufern jedoch ständig neue Kraft. Der Prophet Jesaja sagte unter Inspiration zu unserer Ermunterung: „Er gibt dem Müden Kraft, und dem Unvermögenden reicht er Stärke dar in Fülle. Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin; aber die auf Jehova harren, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.“ — Jes. 40:29-31.

  • Eine wirkliche Quelle ewigen Lebens
    Der Wachtturm 1968 | 15. Januar
    • Eine wirkliche Quelle ewigen Lebens

      SCHON seit undenklichen Zeiten suchen die Menschen nach dem Jungbrunnen, einer Quelle, die ihnen sprühende Kraft und blühende Gesundheit zurückgibt. Sie bemühen sich nicht nur, solch eine buchstäbliche Quelle der Jugend zu finden, sondern versuchen auch durch Heilmittel, durch eine bestimmte Ernährungsweise, durch Diät usw. sich vor Krankheiten und vor frühzeitigem Altern zu schützen. Diese Bemühungen sind bis zu einem gewissen Grad erfolgreich gewesen, aber bis jetzt ist es noch nicht gelungen, die Lebensdauer oder Lebenszeit des Menschen erheblich zu verlängern. Die Ursache hierfür ist, wie die Bibel zeigt, die ererbte Unvollkommenheit des Menschen. Da sich unser menschlicher Urvater von der Quelle des Lebens abwandte und seine Vollkommenheit einbüßte, konnte er an seine Nachkommen kein wahres, vollwertiges Leben weitergeben.

      ES IST MEHR ALS NUR BUCHSTÄBLICHES WASSER NOTWENDIG

      Einige haben die Situation begriffen und haben erkannt, daß die Menschen nicht durch Speise und Trank oder dergleichen ewiges Leben erlangen können, sondern daß dazu mehr notwendig ist als körperliche Gesundheit, nämlich eine geistige Erneuerung. Manche versuchen dieses Ziel dadurch zu erreichen, daß sie an sich selbst arbeiten, indem sie sich an einen bestimmten Maßstab oder Kodex halten, den sie selbst oder jemand anders aufgestellt hat. Die Juden haben es durch das Halten der Zehn Gebote zu erreichen versucht. Auch in der Christenheit gibt es Personen, die es auf diese Weise zu erreichen hoffen. Es ist jedoch mehr erforderlich. Der Mensch kann die Vollkommenheit nicht erarbeiten; er benötigt Gottes Hilfe, denn „bei dir [Jehova] ist der Quell des Lebens“. (Ps. 36:9) Das Leben war ursprünglich eine unserem Vorvater Adam verliehene Gabe Gottes, keine Belohnung für irgendwelche Werke. Niemand kann sich das Leben durch Werke verdienen. Der Lebensuchende benötigt die Hilfe des Lebengebers, und diese Hilfe wird ihm nur unter den Bedingungen des Lebengebers gewährt, nicht unter seinen eigenen Bedingungen.

      Durch die Offenbarung zeigt uns Gott, daß denen Leben zugesichert ist, die wirklich Leben wünschen und die das Leben unter Gottes Bedingungen suchen. Derselbe Engel, der Johannes eine Vision über Jerusalem — die heilige Stadt und ihre Regierungseinrichtung — gab, vermittelte ihm auch ein herrliches Bild davon, wie gehorsame Menschen ewiges Leben erlangen werden. Johannes berichtet uns in folgenden Worten, was er sah und hörte:

      „Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, klar wie Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes aus hinabfloß in der Mitte ihrer breiten Straße. Und diesseits und jenseits des Stromes standen Bäume des Lebens, die zwölf Fruchternten hervorbringen, indem sie jeden Monat ihre Früchte abgeben. Und die Blätter der Bäume dienten zur Heilung der Nationen.“ — Offb. 22:1, 2.

      Im Jahre 593 v. u. Z. hatte der Prophet Hesekiel, der damals in Babylon in Gefangenschaft war, eine ähnliche Vision. Er sah in dieser Vision, wie vom Hause Jehovas ein Strom lebengebenden Wassers hervorfloß und sich, am Opferaltar vorbei, hinab in das salzige Tote Meer ergoß. (Hes. 47:1-12) Dieser Strom muß von Jehova Gott ausgegangen sein, der in das Allerheiligste des Tempels hineingegangen war. In der Vision, die Johannes hatte, war der „Thron Gottes und des Lammes“ die Quelle des Wassers.

      WANN DER STROM ZU FLIESSEN BEGINNT

      Diese Beschreibung der Quelle hilft uns, zu ermitteln, wann das Wasser zu fließen beginnen sollte, denn Jehova hat erst im Jahre 1914 u. Z., am Ende der Zeiten der Nationen, durch seinen Messias die Königreichsmacht an sich genommen und zu herrschen begonnen. (Offb. 11:15 bis 12:10) Demnach konnte der Strom des Wassers des Lebens erst nach dieser Zeit zu fließen beginnen. Das konnte jedoch noch nicht zu jener Zeit sein, denn in den Jahren 1914 bis 1918 wurde der Überrest der 144 000 geistigen Israeliten heftig verfolgt und kam schließlich in die babylonische Gefangenschaft der Nationen. Erst im Jahre 1919 wurde er aus Babylon der Großen befreit. Wie wir später noch sehen werden, spielen die 144 000 in Verbindung mit dem Wasser des Lebens in der Vision des Johannes eine bestimmte Rolle. Sie müssen deshalb in die ihnen von Gott verliehenen Stellungen eingesetzt sein, bevor der Strom zu fließen beginnen kann.

      Was die Zeit ebenfalls kennzeichnet, ist der Umstand, daß der Strom des lebengebenden Wassers durch die heilige Stadt hinabfließt. Diese heilige Stadt, das Neue Jerusalem, kommt erst dann wie eine für ihren Mann geschmückte Braut von Gott aus dem Himmel hernieder, wenn „der frühere Himmel und die frühere Erde ... vergangen [sind], und das Meer ... nicht mehr [ist]“. Mit anderen Worten, der hier dargestellte Strom beginnt erst zu fließen, wenn durch den Krieg von Harmagedon und durch die Gefangensetzung Satans im Abgrund alle Feinde Gottes im Himmel und auf der Erde beseitigt sind und das alte System der Dinge, das die Erde jetzt beherrscht, der Vergangenheit angehört. Das wäre also zu Beginn der Tausendjahrherrschaft Christi. Dann kann der Strom in der Mitte der Straße der heiligen Stadt hinabfließen. — Offb. 21:1, 2, 9, 10, 21.

      DAS WASSER DES STROMES — NICHT NUR DIE WAHRHEIT

      Was versinnbildlicht der Strom des Wassers des Lebens? Die Wahrheit? Nein. Die Wahrheit wird in der Bibel zwar manchmal mit Wasser verglichen, zum Beispiel in Epheser 5:26. Mit diesem Wasser ist jedoch mehr verbunden als nur die Wahrheit. Die Wahrheit kann einen Menschen wohl auf den Weg zum Leben führen, damit er aber ewiges Leben erlangen kann, ist mehr erforderlich, als die Wahrheit zu verstehen. Gott hat den Menschen die Wahrheit gegeben. Er hat ihnen gegenüber auch eine unvergleichliche Liebe bewiesen, indem er seinen Sohn Jesus Christus hingab. Der symbolische Strom veranschaulicht daher die umfassende Vorkehrung, die Jehova für gehorsame, gläubige Menschen getroffen hat, um ihnen durch Jesus Christus, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt, ewiges Leben zu verleihen. Das entspricht der Tatsache, daß der Strom vom Throne Gottes und des zur Rechten Gottes, seines Vaters, sitzenden Lammes aus herabfließt. — Joh. 1:29; Ps. 110:1; Apg. 2:32-36.

      Der Strom ist klar wie Kristall, was darauf hinweist, daß Gottes Vorkehrungen rein sind, frei von jeder todbringenden Verschmutzung. Nicht nur die göttliche Wahrheit ist rein, sondern auch das Loskaufsopfer des Lammes, Jesu Christi, und die Anwendung dieses Opfers zum Nutzen sündiger Menschen durch Jesus Christus, Jehovas Hohenpriester nach der Weise Melchisedeks, sind rein und zum Erlangen des Lebens unerläßlich. Während der ganzen Tausendjahrherrschaft müssen die Menschen, auch die von den Toten auferstandenen, aus dem „Strom von Wasser des Lebens“ trinken.

      Wie wird das Wasser des Lebens den Menschen zugänglich gemacht, und was müssen sie tun, um sich dieses Wasser zunutze zu machen, wenn es sich dabei doch um sinnbildliches Wasser handelt? Wenn wir den in der Offenbarung beschriebenen Lauf des Stromes verfolgen, können wir es verstehen. Es wird gezeigt, daß dieser Strom in einem Kanal durch die Mitte der goldenen Straße der heiligen Stadt hinabfließt. Die heilige Stadt ist die Tempelklasse, die „Stätte ..., die Gott durch den Geist bewohnen wird“, die Braut des Lammes. Diese Bezeichnungen weisen alle auf die Klasse der 144 000 Glieder der Versammlung Gottes, auf die geistigen Brüder Christi, hin, die dann als Könige und Unterpriester mit Christus an seiner himmlischen Herrschaft teilhaben werden. Als Regierungsmitglieder werden sie die beglückende Aufgabe haben, den Menschen die Segnungen des Loskaufsopfers Christi zukommen zu lassen. Die heilige Stadt wird, wie aus der Offenbarung hervorgeht, den Nationen Licht bringen. Diese Priester Gottes werden die Menschen über Gottes Vorhaben, seine Richtlinien, Gesetze und Vorschriften belehren, und alle, die dieser königlichen Priesterschaft gehorchen, werden ihren geistigen Fortschritten entsprechend buchstäblich an Lebenskraft zunehmen. Sie werden nicht automatisch ewiges Leben erlangen. Sie müssen sich bemühen, dem Willen Gottes zu gehorchen, und müssen ihre Persönlichkeit mit der Hilfe des Geistes Gottes umgestalten und beweisen, daß sie wirklich ein Verlangen nach Gerechtigkeit haben. Jesus Christus und seine 144 000 Mitkönige sind der Same Abrahams, durch den alle Familien und Nationen gesegnet werden sollen. Die Prophezeiung sagt jedoch, sie würden „sich segnen“. Das beweist, daß diejenigen, die gesegnet werden, selbst etwas tun müssen. (Gal. 3:8, 16, 29; 1. Mose 22:17, 18) Gott wünscht, daß ihnen die vorgesehenen Segnungen durch das Opfer seines Sohnes zuteil werden. Er geizt nicht mit seinem Wasser des Lebens, sondern läßt es ihnen auf einer ‘breiten Straße aus lauterem Gold, wie durchsichtiges Glas’, zufließen.

      EINE NIE VERSIEGENDE NAHRUNGSQUELLE

      Wie erfrischend ist doch für den Durstigen ein Glas kaltes, klares Wasser! Noch viel erfrischender ist dieses lebengebende kristallklare Wasser. Zur Erhaltung des Lebens ist aber auch Nahrung notwendig, und Gott hat auch daran gedacht. An jedem Ufer des Stromes, der in der Mitte dieser „breiten Straße“ hinabfließt, standen „Bäume des Lebens, die zwölf Fruchternten hervorbringen“. Wie viele Fruchtarten diese Bäume hervorbrachten, läßt der Bericht über die Vision nicht erkennen, aber er zeigt, daß sie in keinem Monat des Jahres ohne Früchte waren. Sie brachten das ganze Jahr hindurch insgesamt zwölf

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