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  • Abtreibung — Überall Uneinigkeit
    Erwachet! 1987 | 8. April
    • Man beachte den offiziellen Standpunkt der katholischen Kirche.

      Im Jahre 1869 setzte Papst Pius IX. die Strafe der Exkommunikation für die Abtreibung der Leibesfrucht fest, ganz gleich zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft. Papst Pius XII. formulierte dieses Prinzip 1951 neu und sagte: „Jedes menschliche Wesen, auch das Kind im Mutterschoß, [hat] das Recht auf das Leben unmittelbar von Gott, nicht von den Eltern.“ In Kenia erklärte Papst Johannes Paul II. 1985 offen: „Handlungen wie Empfängnisverhütung und Abtreibung sind falsch.“

      Heute behaupten hingegen viele Katholiken, diese Haltung sei überholt und müsse revidiert werden. Innerhalb der katholischen Kirche ist man also geteilter Meinung. Es folgen einige Fakten.

      Das Dilemma der katholischen Kirche

      Kardinal Bernardin, Vorsitzender einer aus amerikanischen Bischöfen bestehenden Kommission, einer Aktion für das Leben, behauptet, Abtreibung sei ein moralisches Vergehen und der offizielle Standpunkt der Kirche sei für alle Katholiken verbindlich. Außerdem schrieb James T. Burtchaell, katholischer Professor für Moraltheologie an der Notre-Dame-Universität in den Vereinigten Staaten, im Jahre 1982: „Ich äußere mich unumwunden. Abtreibung ist Mord: die Tötung eines Kindes.“ Vier Jahre später hingegen gab sich Priester Richard P. McBrien, Vorsitzender der theologischen Abteilung derselben Universität, alle Mühe, zu erklären, seine Kirche habe kein definiertes Dogmaa über Abtreibung. Nach dieser Ansicht können Katholiken, die die Abtreibung billigen, nicht exkommuniziert werden, obgleich sie als nicht loyal angesehen werden mögen.

      Zufolge dieser Uneinigkeit innerhalb der kirchlichen Obrigkeit sprechen sich viele führende Katholiken offen für die Abtreibung aus. Zu ihnen gehören in den Vereinigten Staaten Priester sowie eine Reihe von Nonnen, von denen einige offen eine umstrittene Zeitungsanzeige über Abtreibung billigten, wofür man ihnen mit dem Ausschluß aus dem Orden drohte.

      Zudem bilden katholische Laien derzeit eine Lobby aktiver Abtreibungsbefürworter. „Ich befinde mich mitten in der Strömung des katholischen Laiendenkens“, versicherte Eleanor C. Smeal, Vorsitzende der NOW, der US-Frauenorganisation, auf einer Tagung über Abtreibung in Washington (D. C). Gleichzeitig machte sie sich, so die New York Times, über die Möglichkeit lustig, daß ihr Eintreten für das Recht auf Abtreibung zu ihrer Exkommunikation aus der katholischen Kirche führen könnte.

  • Abtreibung — Überall Uneinigkeit
    Erwachet! 1987 | 8. April
    • a Ein „definiertes Dogma“ wird als unfehlbar angesehen, als von der katholischen Kirche mit päpstlicher Autorität verkündigt.

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