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Abraham — Ein Beispiel für alle, die Gottes Freundschaft suchenDer Wachtturm 1989 | 1. Juli
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Schließlich kamen sie bis zu der „Stätte von Sichem“, mitten im Land Kanaan. Welch schöner Ort das gewesen sein muß! Sichem liegt in einem fruchtbaren Tal zwischen zwei Bergrücken, deren höchste Erhebungen der Berg Ebal und der Berg Gerisim sind. Man hat es das „Paradies des Heiligen Landes“ genannt. Passenderweise erschien Jehova hier Abram ein weiteres Mal und sagte: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben“ (1. Mose 12:5-7).
9. (a) Auf welche hervorragende Weise bekundete Abram weiterhin Glauben? (b) Was lernen wir daraus?
9 Abram reagierte darauf mit einer weiteren Glaubenstat. Im Bericht heißt es: „Danach baute er dort Jehova, der ihm erschienen war, einen Altar“ (1. Mose 12:7). Wahrscheinlich schloß dies das Darbringen eines Tieropfers ein, denn das hebräische Wort für „Altar“ bedeutet „Opferstätte“. Später wiederholte Abram solche Glaubenstaten in anderen Teilen des Landes. Außerdem begann er, „den Namen Jehovas anzurufen“ (1. Mose 12:8; 13:18; 21:33). Die hebräische Wendung „den Namen ... anzurufen“ bedeutet auch, „den Namen ... auszurufen (zu verkündigen)“ oder „von dem Namen ... zu predigen“. Sowohl Abrams Hausgenossen als auch die Kanaaniter hörten sicherlich, daß er freimütig den Namen Jehovas, seines Gottes, ausrief (1. Mose 14:22-24).
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Abraham — Ein Beispiel für alle, die Gottes Freundschaft suchenDer Wachtturm 1989 | 1. Juli
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10. (a) Auf welche andere Weise übte Abram Glauben aus? (b) Welches Beispiel gab er christlichen Familienhäuptern? (1. Timotheus 3:12).
10 Abram übte seinen Glauben an Jehova auf vielerlei Weise aus. Er war bereit, im Interesse des Friedens Opfer zu bringen, aber er ging auch Krisensituationen mutig an (1. Mose 13:7-11; 14:1-16). Zwar war er wohlhabend, doch er war nicht materialistisch (1. Mose 14:21-24). Vielmehr pflegte er Gastfreundschaft und unterstützte großzügig die Anbetung Jehovas (1. Mose 14:18-20; 18:1-8). Am bedeutsamsten war, daß er sich als vorbildliches Familienhaupt an die Anweisung Jehovas hielt, indem er seinen Söhnen und Hausgenossen nach ihm gebot, ‘Jehovas Weg einzuhalten und Gerechtigkeit zu üben’ (1. Mose 18:19). In dieser Hinsicht stand das Verhalten der Hausgenossen Abrams in krassem Gegensatz zu dem der perversen Kanaaniter in den Nachbarstädten Sodom und Gomorra. Abram hätte derart schwerwiegende Sünden unter seinen Hausgenossen gewiß nicht geduldet. Er stand seiner Hausgemeinschaft in vortrefflicher Weise vor, was sich darin zeigte, daß ihn seine Hausgenossen nachahmten, indem sie im Glauben den Namen Jehovas anriefen (1. Mose 16:5, 13; 24:26, 27; 25:21).
„Er [wurde] im Glauben nicht schwach“
11. Wie konnte Abram „als Fremdling ... in einem fremden Land“ hundert Jahre ausharren?
11 Abrams starker Glaube half ihm, Härten zu erdulden, während er hundert Jahre unter Menschen lebte, die das Land als ihr eigenes beanspruchten (1. Mose 12:4; 23:4; 25:7). In der Bibel heißt es: ‘Er weilte als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt [Gottes Königreich], die wahre Grundlagen hat, deren Erbauer und Bildner Gott ist. Und doch, wenn er sich wirklich fortwährend an jenen Ort erinnert hätte, von dem er ausgezogen war, so hätte er Gelegenheit gehabt zurückzukehren’ (Hebräer 11:9, 10, 15; vergleiche Hebräer 12:22, 28).
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