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Hat das Böse gesiegt?Der Wachtturm 2003 | 15. Januar
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Später, in den Tagen des Patriarchen Hiob, warf Satan eine weitere Streitfrage auf. Er wollte Hiobs Lauterkeit brechen und sagte deshalb: „Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben“ (Hiob 2:4). Was für eine Pauschalbehauptung! Dadurch dass er die verallgemeinernde Aussage „ein Mensch“ gebrauchte, statt Hiob namentlich zu erwähnen, brachte Satan die Lauterkeit jedes einzelnen Menschen ins Spiel und zog diese infrage. Er behauptete praktisch: Der Mensch tut alles, um sein Leben zu retten. Wenn man mich nur lässt, dann kann ich jeden Menschen von Gott wegziehen.
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Hat das Böse gesiegt?Der Wachtturm 2003 | 15. Januar
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Kann der Teufel jeden Menschen von Gott abbringen?
Ist es Satan gelungen, jeden Menschen von Gott abzubringen, wie er es behauptete? Im 11. Kapitel des Bibelbuchs Hebräer nennt der Apostel Paulus eine Reihe treuer Männer und Frauen der vorchristlichen Zeit mit Namen. Dann erklärt er: „Die Zeit wird mir fehlen, wenn ich weitererzähle von Gideon, Barak, Simson, Jephtha, David wie auch von Samuel und den anderen Propheten“ (Hebräer 11:32). Paulus spricht von diesen loyalen Dienern Gottes als von einer „großen Wolke von Zeugen“ (Hebräer 12:1). Mit dem griechischen Wort, das hier für „Wolke“ verwendet wurde, ist nicht eine scharf begrenzte Wolke von bestimmter Größe und Form gemeint, sondern eine riesige, formlose Wolkenmasse. Das ist angebracht, denn die treuen Zeugen Gottes der Vergangenheit sind so zahlreich gewesen, dass sie quasi eine riesige Wolkenmasse bilden. Ja, all die Jahrhunderte hindurch haben ganze Scharen von Menschen ihren freien Willen benutzt und sich erwählt, ihre Treue Jehova Gott zu schenken (Josua 24:15).
Wie sieht es in der heutigen Zeit aus? Trotz schrecklicher Verfolgung und Gegnerschaft, die Jehovas Zeugen im 20. Jahrhundert erlebten, sind sie weltweit auf über sechs Millionen angewachsen. Außerdem gibt es rund neun Millionen Menschen, die mit ihnen Kontakt pflegen, und viele von ihnen unternehmen jetzt entscheidende Schritte, um in ein enges persönliches Verhältnis zu Gott zu gelangen.
Die allerbeste Antwort auf Satans Behauptung, er könne Menschen von Jehova abbringen, gab Gottes eigener Sohn, Jesus Christus. Nicht einmal unerträgliche Schmerzen an einem Marterpfahl konnten seine Lauterkeit brechen. Bei seinem letzten Atemzug rief Jesus aus: „Vater, deinen Händen vertraue ich meinen Geist an“ (Lukas 23:46).
In dem Versuch, die Menschen unter Kontrolle zu behalten, greift Satan auf alle verfügbaren Mittel zurück — von der Versuchung bis zur regelrechten Verfolgung. Er bringt Menschen durch „die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat“, in Versuchung. Dadurch will er sie entweder von Jehova fern halten oder sie von ihm abbringen (1. Johannes 2:16). Außerdem hat Satan ‘den Sinn der Ungläubigen verblendet, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus nicht hindurchstrahle’ (2. Korinther 4:4). Und Satan hat auch keine Skrupel, sich der Einschüchterung zu bedienen und die Menschenfurcht auszunutzen, um sein Ziel zu erreichen (Apostelgeschichte 5:40).
Doch kann der Teufel die Menschen, die auf Gottes Seite stehen, nicht besiegen. Sie haben Jehova Gott kennen gelernt und ‘lieben ihn mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele und mit ganzem Sinn’ (Matthäus 22:37). Ja, die unerschütterliche Lauterkeit, die Jesus Christus und zahllose Menschen bewiesen haben, summiert sich zu einer vernichtenden Niederlage für Satan, den Teufel.
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