-
Kann der Tod besiegt werden?Kann der Tod besiegt werden?
-
-
In einem indischen Werk, Rigweda genannt, wird Yama als der erste Mensch dargestellt, der starb. Es wird angedeutet, daß Yama ein anderer Name ist für den ersten Mann und daß dieser eine Zwillingsschwester hatte, Yami, die erste Frau. Wir lesen über ihn: „Ein musterhafter Mann soll einen Enkel seines Vaters bekommen, wenn er weiter die Zukunft auf Erden bedenkt. Die Unsterblichen wollen gerade das: einen Leibeserben von dem einzigen Sterblichen“ (10, 10, 1, 3).1 Der Rigweda spricht somit von Yama als „dem einzigen Sterblichen“, also dem ersten Mann, und davon, daß dieser gemäß dem Willen des Himmels für die „Zukunft auf Erden“ Nachkommen zeugen sollte.
3 Wie der Tod in der Menschheit Eingang fand, wird im Rigweda wie folgt erklärt: „Den Göttern zuliebe zog (Yama) den Tod vor; der Nachkommenschaft zuliebe zog er nicht die Unsterblichkeit vor“ (10, 13, 4). Interessanterweise bedeutet Yama „aufhören“.2 Ein treffender Name für denjenigen, der als verantwortlich dafür angesehen wird, daß es auf der Erde kein ewiges Leben mehr gibt.
4. (a) Inwiefern scheinen im Rigweda Erinnerungen an den Bibelbericht über das Eindringen des Todes in die Menschheit nachzuklingen? (b) Mit welchen Worten erklärte Gott dem Adam, warum er sterben müsse?
4 In diesen Zitaten aus dem Rigweda klingen offenbar Erinnerungen an den älteren Bibelbericht über den ersten Mann und die erste Frau nach und darüber, wie diese der Menschheitsfamilie den Tod brachten. Aus dem Bibelbericht geht beispielsweise hervor, daß der erste Mann und die erste Frau nahe verwandt waren. Adam sagte: „Dies ist endlich Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch“ (1. Mose 2:23). Auch gebot Gott dem ersten Menschenpaar: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde“ (1. Mose 1:28). Ferner entschied sich Adam, der erste Mensch, durch seinen bewußten Ungehorsam gegen das Leben und für den Tod. Diese Handlung war nicht zum Guten der Menschen, denn nun konnten auch alle seine Nachkommen nicht mehr ewig leben gemäß dem göttlichen Urteil, das sich durch das Gesetz der Vererbung auswirkte. Es heißt in der Bibel: „Und zu Adam sprach er: ‚Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast und darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: „Du sollst nicht davon essen“, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren‘“ (1. Mose 3:17, 19).
5. Wie hat sich Adams Handlungsweise auf seine Nachkommen ausgewirkt, und was ist der Grund?
5 In der Bibel werden die Auswirkungen, die die Handlungsweise des ersten Menschen für seine Nachkommen hatte, wie folgt beschrieben: „Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten —.“ Das zeigt deutlich, daß der Tod die Strafe war für ungehorsames Handeln gegenüber Gott, dem Schöpfer. Ungehorsam gegenüber Gott ist Sünde. Und: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod“ (Römer 5:12; 6:23).
-
-
Kann der Tod besiegt werden?Kann der Tod besiegt werden?
-
-
8. Was wird in bezug auf die Todesfurcht eingeräumt?
8 Der indische Autor Rohit Mehta räumt ein, daß der Tod in vielen Menschen Furcht hervorruft.5 R. Mehta behandelt eine Legende aus der altindischen Schrift Kâthaka-Upanishad und schreibt: „Warum wollte der Tod sein Geheimnis dem jungen, mutigen Frager nicht anvertrauen? Yama glaubte vielleicht, wenn der sterbliche Mensch das Geheimnis des Todes kenne, er keine Todesfurcht mehr haben werde.“
-