-
Warum ist Pornographie so weit verbreitet?Erwachet! 2003 | 22. Juli
-
-
Nach Ansicht mancher Ärzte kann Pornographie eine Sucht erzeugen, die wesentlich schwerer zu überwinden ist als Drogensucht. Wenn man Drogensüchtige behandelt, werden sie normalerweise erst einmal entgiftet, um den Körper von der Droge zu befreien. Doch die Pornographiesucht, erläutert Dr. Mary Anne Layden von der University of Pennsylvania, „produziert im Geist des Konsumenten fest eingebrannte Bilder, die dort durch die Gehirnchemie verankert sind“. Aus diesem Grund können sich die Betreffenden lebhaft an pornographische Bilder erinnern, die sie vor Jahren gesehen haben. Dr. Layden kommt zu dem Schluss: „Das ist das erste Suchtmittel, für das es keine Hoffnung auf Entgiftung gibt.“
-
-
Welchen Schaden richtet Pornographie an?Erwachet! 2003 | 22. Juli
-
-
Wie Dr. Victor Cline, ein Fachmann für die Behandlung von Sexsucht, feststellte, folgt der Konsum von Pornographie einem stets wiederkehrenden Schema. Wenn nichts dagegen unternommen wird, kann gelegentliches Betrachten pornographischer Darstellungen schließlich dazu führen, dass man sich härterem, anomalem Material zuwendet. Das wiederum kann, wie er sagt, in abweichendem Sexualverhalten resultieren. Verhaltensforscher stimmen dem zu. Dr. Cline berichtet, dass „auf diesem Weg alle möglichen Störungen des Sexualverhaltens entstehen können . . ., die selbst durch noch so große Schuldgefühle nicht zu beheben sind“. Letzten Endes versucht der Betreffende möglicherweise, seine auf Pornographie basierenden schmutzigen Fantasien in die Tat umzusetzen, oft mit katastrophalen Folgen.
Laut Dr. Cline kann dieses Problem langsam und unbemerkt entstehen. Er erklärt: „Es wächst und breitet sich aus wie Krebs. Es schwindet so gut wie nie von alleine, außerdem ist es sehr schwer zu behandeln und zu heilen. Das Verhalten der süchtigen Männer ist in der Regel vorhersagbar: Sie leugnen das Problem zumeist und weigern sich, dagegen anzugehen. Das führt fast immer zu Eheproblemen und manchmal zur Scheidung oder dazu, dass andere enge zwischenmenschliche Beziehungen aufgegeben werden.“
-