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Ist der Kampf erfolgreich?Erwachet! 1996 | 8. Januar
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Zwei der bedeutendsten Gradmesser für ökologische Schäden sind Landwirtschaft und Fischerei. Weshalb? Weil die Produktivität in diesen Bereichen von einer gesunden Umwelt abhängt und wir auf verläßliche Nahrungsquellen angewiesen sind.
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Ist der Kampf erfolgreich?Erwachet! 1996 | 8. Januar
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Diese alarmierende Tendenz spiegelt sich auch in der Getreideproduktion wider. In den 60er und 70er Jahren wurden durch bessere Getreidesorten, durch Bewässerung und durch starken Einsatz von chemischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln die Ernten weltweit enorm gesteigert. Jetzt verlieren Pestizide und Dünger ihre Wirksamkeit, und außerdem werden infolge von Wassermangel und Umweltverschmutzung geringere Ernteerträge erzielt.
Obwohl jedes Jahr fast 100 Millionen zusätzliche Münder zu stopfen sind, hat die Gesamtmenge an Ackerland im vergangenen Jahrzehnt abgenommen. Und der urbare Boden büßt an Fruchtbarkeit ein. Nach einer Schätzung des Worldwatch-Instituts sind den Bauern in den letzten 20 Jahren durch Bodenerosion 500 Milliarden Tonnen Mutterboden verlorengegangen. Als unausweichliche Folge hat ein Rückgang der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. In dem Buch Zur Lage der Welt 1993 heißt es, daß „der sechsprozentige Rückgang des Pro-Kopf-Ertrags bei Getreide zwischen 1984 und 1992 ... wahrscheinlich die beunruhigendste wirtschaftliche Entwicklung in der heutigen Welt“ ist.
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