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KalenderEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Der hebräische Kalender. Die Israeliten benutzten einen Kalender mit solchen Lunisolarjahren oder gebundenen Mondjahren. Das ist aus der Tatsache ersichtlich, dass Jehova Gott den Frühlingsmonat Abib als Beginn ihres heiligen oder religiösen Jahres festlegte und die Tage für das Feiern bestimmter Feste in Verbindung mit den Erntezeiten genau vorschrieb. Damit diese Festzeiten mit den einzelnen Ernten zusammenfielen, bedurfte es eines Kalendersystems, das mit den Jahreszeiten übereinstimmte und den Unterschied zwischen Mondjahr und Sonnenjahr ausglich (2Mo 12:1-14; 23:15, 16; 3Mo 23:4-16).
ÜBERSICHT: Kalendermonate der Bibel
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KalenderEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Während das religiöse Jahr im Frühjahr mit dem Monat Abib (oder Nisan) begann, so wie Gott es zur Zeit des Auszugs aus Ägypten angeordnet hatte (2Mo 12:2; 13:4), weist der Bibelbericht darauf hin, dass die Israeliten vorher die Zeitspanne von einem Herbst zum anderen als ein Jahr gerechnet hatten. Gott erkannte diese Einteilung an, sodass der von seinem Volk benutzte Kalender eigentlich ein Doppelsystem aus einem religiösen und einem bürgerlichen oder landwirtschaftlichen Kalender darstellte (2Mo 23:16; 34:22; 3Mo 23:34; 5Mo 16:13). In der Zeit nach dem Exil begann das bürgerliche oder weltliche Jahr am 1. Tischri in der zweiten Jahreshälfte, und noch heute wird das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana (Haupt des Jahres) an diesem Datum gefeiert.
Der einzige Fund, der die Andeutung eines geschriebenen hebräischen Kalenders aus alter Zeit enthält, wurde 1908 im Gebiet von Geser gemacht und stammt, wie man annimmt, aus dem 10. Jahrhundert v. u. Z. Es handelt sich um einen Bauernkalender, der, ausgehend vom Herbst, die landwirtschaftliche Tätigkeit beschreibt. Kurz gesagt, zählt er je zwei Monate für Einlagern, Aussaat und Frühjahrsanbau auf, gefolgt von je einem Monat Flachsernte, Gerstenernte und allgemeiner Ernte, dann zwei Monate für das Beschneiden der Reben und schließlich einen Monat für die Sommerobsternte (3Mo 26:5).
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