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„Rechtliche Probleme in der Transfusionsmedizin“Der Wachtturm 1986 | 15. April
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Bei der Aids-Diskussion äußerten Dr. Pindyck und andere die hoffnungsvolle Ansicht, Blutbanken seien dank der gegenwärtig möglichen Tests imstande, „Transfusionen von Blutprodukten als Quelle von Aids-Übertragungen nahezu auszuschalten“. Sind sie wirklich dazu imstande? Dr. Laskey erklärte später, die gegenwärtigen Tests seien unglaublich teuer, gefährlich in der Durchführung und nicht völlig genau. Wie steht es mit der neu entwickelten Methode, die er für überlegen hält? Er sprach von Experimenten mit Patienten, die Aids oder den mit Aids verwandten Komplex haben. Bei einer Anzahl von ihnen konnte durch die Tests die Aids-Verbindung nicht aufgespürt werden. Wie er sagte, hätte man durch keinen der Tests Aids entdecken können.
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„Rechtliche Probleme in der Transfusionsmedizin“Der Wachtturm 1986 | 15. April
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[Kasten auf Seite 26]
Können Patienten darauf vertrauen, daß eine Blutbank imstande ist, mit Aids infiziertes Blut zu entdecken? Dr. Myron Essex, Leiter der Abteilung Krebsbiologie der Fakultät für Volksgesundheit an der Harvarduniversität, sagte vor kurzem: „Es ist höchst unwahrscheinlich, daß durch den Test mehr als 90 Prozent erfaßt werden, und meiner Schätzung nach sind es höchstens 75 bis 80 Prozent. Wenn er besser ausfiele, würde mich das sehr überraschen“ (New York Times, 4. Oktober 1985).
[Kasten auf Seite 27]
„Durch den neuen Bluttest, der im vergangenen April anerkannt wurde und von allen Blutbanken eingesetzt wird, kann man nur die Antikörper gegen das Aids-Virus (HTLV-III) nachweisen. Unglücklicherweise läßt sich damit nicht feststellen, wer bereits das ansteckende Aids-Virus in sich trägt, aber noch keine Antikörper dagegen entwickelt hat ... Daher lassen sich bei einer kleinen, doch merklichen Anzahl der schätzungsweise einen Million Träger des Aids-Virus mit den gegenwärtigen Routinetests der Blutbanken noch keine Antikörper nachweisen“ (Dr. med. Sanford F. Kuvin, Jerusalem, 17. November 1985).
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