-
AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
-
-
Im Hauptbüro befasste man sich eingehend mit Johns Bericht über seinen Albanienbesuch. Anschließend wurden Leonidha Pope, Sotir Papa und Luçi Xheka beauftragt, sich um die Versammlung in Tirana und um das Werk im übrigen Land zu kümmern.
-
-
AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
-
-
Bald ließen Rückmeldungen erkennen, dass die Brüder alles genau verstanden hatten. Die drei Brüder in Tirana erfüllten ihre Aufgaben als Landeskomitee und Spiro besuchte in regelmäßigen Abständen die Versammlungen.
-
-
AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
-
-
NACH GUTEM BEGINN EIN RÜCKSCHLAG
Das Landeskomitee strengte sich an, den wahren Glauben zu fördern. Doch Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Wie Melpo ihrem Bruder John Marks 1963 schrieb, waren zwei der drei Brüder aus dem Landeskomitee, nämlich Leonidha Pope und Luçi Xheka, „nicht mehr bei ihren Familien“ und es fanden keine Zusammenkünfte statt. Später wurde mitgeteilt, Spiro Vruho sei im Krankenhaus und auch von Leonidha Pope und Luçi Xheka hieß es, sie seien krank, wobei auf Apostelgeschichte 8:1, 3 Bezug genommen wurde. Dort wird erwähnt, dass Paulus von Tarsus Christen ins Gefängnis einlieferte. Was war geschehen?
Leonidha Pope, Luçi Xheka und Sotir Ceqi arbeiteten in einer Fabrik, in der Mitglieder der Kommunistischen Partei vor allen Arbeitern Vorträge hielten, in denen sie die kommunistischen Ideale herausstellten. Bei einem Vortrag über die Evolution standen Leonidha und Luçi spontan auf und sagten: „Es stimmt nicht, dass der Mensch vom Affen abstammt!“ Am nächsten Tag holte man sie von zu Hause ab und verbannte sie an entfernte Orte — eine Strafe, die die Albaner als internim (Internierung) bezeichneten. Luçi brachte man in das Bergland von Gramsh. Da Leonidha als „Rädelsführer“ galt, kam er in das unwirtliche Bergland von Burrel. Bis zu seiner Rückkehr nach Tirana sollten sieben Jahre vergehen.
-
-
AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
-
-
Die leitenden Brüder waren also weit weg. Die Sigurimi unterband durch ihre strenge Überwachung jegliche Kommunikation zwischen den Zeugen. Doch die Brüder im internim gaben allen, mit denen sie zu tun hatten, ein eindrucksvolles Zeugnis. In Gramsh sagten die Leute oft: „Die ungjillorë [Evangeliumsverkündiger] sind hier. Sie gehen nicht zum Militär, sondern bauen unsere Brücken und reparieren unsere Generatoren.“ Diese treuen Brüder erwarben sich einen hervorragenden Ruf, der selbst nach Jahrzehnten nicht vergessen war.
-
-
AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
-
-
Anfang der 1960er-Jahre wurde Luçi Mitglied des neu gegründeten Landeskomitees, das die Tätigkeit in Albanien beaufsichtigte. Er wurde bald darauf zu fünf Jahren internim (Internierung) in Gramsh verurteilt, weit weg von Frosina und den Kindern. Dort predigte Luçi weiter und sprach über unsere Glaubensgemeinschaft. Bei den Bewohnern von Gramsh ist er bis heute in Erinnerung geblieben.
-