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Jehova hat uns nie verlassenDer Wachtturm 1996 | 1. Januar
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Danach kehrte ich nach Mbreshtan zurück und ging weiter dem Schuhmacherhandwerk nach.
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Jehova hat uns nie verlassenDer Wachtturm 1996 | 1. Januar
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Rückkehr in unser Heimatdorf
Im Jahr 1947 kehrte ich mit meiner Familie nach Mbreshtan zurück. Kurz danach wurde ich an einem kalten Dezembernachmittag aufgefordert, zum Büro der Sigurimi (Geheimpolizei) zu kommen. „Wissen Sie, warum ich Sie herbestellt habe?“ fragte mich der Beamte.
„Ich nehme an, daß Ihnen Klagen über mich zu Ohren gekommen sind“, erwiderte ich. „Aber in der Bibel steht, daß die Welt uns hassen wird; deshalb überrascht es mich nicht, daß man Anschuldigungen gegen mich erhebt“ (Johannes 15:18, 19).
„Reden Sie mit mir nicht über die Bibel“, fauchte er mich an. „Ich werde Sie zusammenschlagen.“
Der Beamte und seine Männer verließen das Büro, befahlen mir aber, draußen in der Kälte stehen zu bleiben. Nach kurzer Zeit rief er mich in sein Büro zurück und befahl mir, keine Zusammenkünfte mehr in unserer Wohnung abzuhalten. „Wie viele Einwohner hat Ihr Dorf?“ fragte er.
„Hundertzwanzig“, sagte ich.
„Welcher Religion gehören sie an?“
„Sie sind albanisch-orthodox.“
„Und Sie?“
„Ich bin ein Zeuge Jehovas.“
„Hundertzwanzig Leute gehen den einen Weg, und Sie gehen einen anderen?“ Dann forderte er mich auf, in der Kirche Kerzen anzuzünden. Als ich mich weigerte, dies zu tun, begann er, mich mit einer Rute zu schlagen. Ungefähr um 1 Uhr morgens wurde ich schließlich auf freien Fuß gesetzt.
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