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AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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GLAUBENSSTARK BIS IN DEN TOD
Nasho Dori war inzwischen Mitte 80 und ziemlich krank. Seine Kräfte schwanden zusehends. Ihm lag jedoch eine Gruppe von Zeugen am Herzen, die besonders er gut ermuntern konnte: junge Brüder, die Militärdienst leisten sollten. Die orthodoxen Geistlichen in Berat, die Jehovas Zeugen um ihr schnelles Wachstum beneideten, verlangten von den Behörden, diese Wehrdienstverweigerer vor Gericht zu stellen.
In diesem Fall mussten sechs junge Brüder mit mehreren Monaten Gefängnis rechnen. Da sich Nasho bewusst war, wie dringend sie Ermunterung brauchten, setzte er sich im Bett auf und ließ für sie eine Videobotschaft aufnehmen.
„Habt keine Angst“, forderte Nasho die jungen Brüder auf. „Das haben wir alles schon hinter uns. Jehova wird mit euch sein. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr ins Gefängnis müsst. Es wird alles zur Ehre des Namens Jehovas ausschlagen.“
Als sich Nashos Gesundheit weiter verschlechterte, rief er einige Brüder an sein Bett und sagte: „Ich musste um Vergebung bitten. Letzte Woche hatte ich solche Schmerzen, dass ich darum betete, zu sterben. Doch dann dachte ich bei mir: ‚Jehova, du bist der Quell und Inbegriff des Lebens. Ich hab um etwas gebeten, was deinem Willen widerspricht. Bitte, vergib mir!‘ “
Als Nasho erfuhr, dass die Zahl der Verkündiger auf 942 gestiegen war, sagte er: „Jetzt sind wir sogar in Albanien eine große Volksmenge!“ Wenige Tage später endete sein irdisches Leben.
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AlbanienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2010
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[Bild auf Seite 186]
„Macht euch keine Sorgen, wenn ihr ins Gefängnis müsst“ (Nasho Dori)
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