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  • Pollen — Wunder oder Plage?
    Erwachet! 2003 | 22. Juli
    • Warum Allergien?

      Wieso sind manche Menschen gegen Blütenstaub allergisch? Wenn winzige Pollenkörner in die Nase geraten, bleiben sie an einer Schleimschicht haften. Von dort gelangen sie in den Hals und werden geschluckt oder ausgehustet, ohne irgendwie Schaden anzurichten. Manchmal reizen sie jedoch das Immunsystem.

      Dabei wird das Eiweiß der Pollen zum Problem. Aus irgendwelchen Gründen wertet das Immunsystem des Allergikers das Eiweiß gewisser Pollen als Bedrohung. Der Körper reagiert, indem er eine Kettenreaktion in Gang bringt: Die Mastzellen im Körpergewebe setzen unverhältnismäßig viel Histamin frei. Dieses wiederum bewirkt, dass sich die Blutgefäße erweitern und durchlässiger werden, sodass Flüssigkeiten austreten, die reich an Immunzellen sind. Unter normalen Umständen wandern diese an die Stelle des Körpers, wo eine Verletzung oder eine Infektion vorliegt, und helfen, schädliche Eindringlinge zu beseitigen. Bei Allergikern dagegen löst Blütenstaub blinden Alarm aus, was sich in einer gereizten, triefenden Nase, in geschwollenem Gewebe und tränenden Augen äußert.

      Wie Experten annehmen, wird die allgemeine Neigung zu Allergien vererbt, jedoch nicht notwendigerweise die Reaktion auf ein ganz bestimmtes Allergen. Bei der Sensibilisierung könnte auch Umweltverschmutzung eine Rolle spielen. „In Japan wurde ein direkter Zusammenhang festgestellt zwischen der Überempfindlichkeit gegen Pollen und der Nähe zu Gegenden, in denen die Umgebungsluft große Mengen Dieselabgaspartikel enthielt“, hieß es in der Zeitschrift BMJ. „Tierversuche deuten darauf hin, dass diese Partikel die allergische Sensibilisierung erhöhen.“

      Zum Glück können bei vielen Betroffenen die Symptome durch so genannte Antihistaminika gelindert werden.b Wie der Name schon andeutet, wird durch solche Medikamente die Histaminwirkung gehemmt.

  • Pollen — Wunder oder Plage?
    Erwachet! 2003 | 22. Juli
    • b Bis vor einiger Zeit führten Antihistaminika leicht zu Müdigkeit und einem trockenen Mund. Bei neueren Präparaten wurden solche Nebenwirkungen reduziert.

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