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  • Jehova schätzt es, wenn wir ihm mit ganzer Seele dienen
    Der Wachtturm 1997 | 15. Oktober
    • Die ‘sehr kostbare’ Gabe einer dankbaren Frau

      13. (a) Unter welchen Umständen goß Maria wohlriechendes Öl auf das Haupt und die Füße Jesu? (b) Welchen materiellen Wert hatte Marias Öl?

      13 Am Freitag, dem 8. Nisan, traf Jesus abends in Bethanien ein, einem kleinen, etwa 3 Kilometer von Jerusalem entfernten Dorf am Osthang des Ölbergs. In dem Ort hatte Jesus liebe Freunde: Maria, Martha und ihren Bruder Lazarus. Jesus war schon zuvor — vielleicht sogar häufiger — Gast in ihrem Haus gewesen. Am Samstag abend aßen Jesus und seine Freunde jedoch im Haus Simons, eines ehemals Aussätzigen, der möglicherweise von Jesus geheilt worden war. Als Jesus zu Tisch lag, bewies Maria durch eine demütige Geste ihre tiefe Liebe zu dem Mann, der ihren Bruder auferweckt hatte. Sie öffnete ein Gefäß, das „sehr kostbares“, wohlriechendes Öl enthielt. In der Tat kostbar! Es war 300 Denare wert, was etwa einem Jahreslohn entsprach. Sie goß das duftende Öl auf das Haupt und die Füße Jesu. Mit ihren Haaren trocknete sie dann seine Füße ab (Markus 14:3; Lukas 10:38-42; Johannes 11:38-44; 12:1-3).

      14. (a) Wie reagierten die Jünger auf Marias Geste? (b) Was sagte Jesus zu Marias Verteidigung?

      14 Die Jünger waren ungehalten. ‘Wozu diese Verschwendung?’ fragten sie. Judas suchte sein diebisches Verlangen durch den Vorschlag zu verbergen, lieber den Armen etwas zukommen zu lassen, und sagte: „Warum wurde dieses wohlriechende Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben?“ Maria sagte kein Wort. Doch Jesus sprach zu den Jüngern: „Laßt sie. Warum sucht ihr ihr Mühe zu machen? Sie hat eine vortreffliche [eine Form von kalós] Tat an mir getan. ... Sie hat getan, was sie konnte; sie hat es im voraus, im Hinblick auf mein Begräbnis, unternommen, wohlriechendes Öl auf meinen Leib zu tun. Wahrlich, ich sage euch: Wo immer die gute Botschaft in der ganzen Welt gepredigt wird, wird auch das, was diese Frau getan hat, zur Erinnerung an sie erzählt werden.“ Wie beruhigend die herzlichen Worte Jesu für Maria gewesen sein müssen! (Markus 14:4-9; Johannes 12:4-8).

      15. Warum war Jesus von dem so berührt, was Maria getan hatte, und was lernen wir daraus über den Dienst mit ganzer Seele?

      15 Jesus war von dem, was Maria getan hatte, tief berührt. Nach seiner Einschätzung hatte sie eine lobenswerte Tat vollbracht. Für Jesus zählte nicht der materielle Wert der Gabe, sondern die Tatsache, daß Maria „getan [hatte], was sie konnte“. Sie nutzte die Gelegenheit und gab entsprechend ihren Möglichkeiten. In anderen Übersetzungen werden diese Worte wie folgt wiedergegeben: „Sie tat ihr Bestes“ oder: „Was in ihrem Vermögen lag, hat sie getan“ (Gute Nachricht für Sie; Pfäfflin). Maria gab mit ganzer Seele, weil sie ihr Bestes gab. Das ist es, was den Dienst mit ganzer Seele ausmacht.

  • Jehova schätzt es, wenn wir ihm mit ganzer Seele dienen
    Der Wachtturm 1997 | 15. Oktober
    • 18. Was lernen wir aus der Art und Weise, wie Jesus auf die beiden Frauen einging?

      18 Wir können aus der Art und Weise, wie Jesus auf die beiden Frauen einging, einige zu Herzen gehende Lehren ziehen, die uns zeigen, wie Jehova den Dienst mit ganzer Seele betrachtet (Johannes 5:19). Jesus verglich die Witwe nicht mit Maria. Für ihn waren die zwei Münzen der Witwe nicht von geringerem Wert als Marias „sehr kostbares“ Öl. Da beide Frauen ihr Bestes gaben, war in Gottes Augen jede ihrer Gaben wertvoll. Wenn in uns Gefühle der Wertlosigkeit aufkommen sollten, weil wir nicht all das tun können, was wir im Dienst für Gott tun möchten, dürfen wir nicht verzweifeln. Jehova nimmt gern das an, was wir ihm als unser Bestes geben können. Denken wir daran, daß Jehova „sieht, wie das Herz ist“, und daß er daher das Sehnen unseres Herzens genau kennt (1. Samuel 16:7).

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