-
Die Kirchenväter — Verfechter der biblischen Wahrheit?Der Wachtturm 2001 | 15. April
-
-
In dieser Zeit traten Schriftsteller und Denker hervor, die es für unumgänglich hielten, „christliche“ Lehren mit philosophischen Begriffen auszulegen. Um neubekehrte gebildete Heiden zufriedenzustellen, machten diese Verfasser religiöser Schriften ausgiebig von der älteren griechischen und jüdischen Literatur Gebrauch. Beginnend mit Justin dem Märtyrer (ca. 100—165 u. Z.), der in Griechisch schrieb, wurden nominelle Christen immer gewandter darin, das philosophische Erbe der griechischen Kultur zu übernehmen.
Diese Entwicklung wurde besonders in den Schriften des Origenes (ca. 185—254 u. Z.) deutlich, eines griechischen Schriftstellers aus Alexandria. Origenes’ Werk Von den Prinzipien war der erste systematische Versuch, die Hauptlehren der „christlichen“ Theologie in Begriffen der griechischen Philosophie darzulegen.
-
-
Die Kirchenväter — Verfechter der biblischen Wahrheit?Der Wachtturm 2001 | 15. April
-
-
In neuerer Zeit schrieb der griechisch-orthodoxe Metropolit Methodios von Pisidien ein Buch über den „hellenischen Sockel des Christentums“, um zu zeigen, daß die griechische Kultur und Philosophie das Grundgerüst des heutigen „christlichen“ Denkens lieferten. In seinem Buch erklärt er rundheraus: „Fast alle bedeutenden Kirchenväter betrachteten die griechischen Elemente als höchst zweckdienlich, und sie übernahmen sie aus dem griechischen klassischen Altertum als ein Mittel, christliche Wahrheiten zu verstehen und korrekt auszudrücken.“
-