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Den Grund für das Kommen des Messias verstehenDer Wachtturm 1990 | 15. Oktober
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Die Notwendigkeit für Berichtigungen
16. Welche Erwartungen hegten die ersten Jünger des Messias im Hinblick auf seine Königreichsherrschaft?
16 Andreas und Johannes erkannten zwar schnell, wer der wahre Messias war, doch mußten sie und die anderen damaligen Jünger noch vieles lernen (Johannes 16:12, 13). Wie viele religiöse Juden damals, so hofften auch sie, das messianische Königreich werde in jener Zeit zu regieren beginnen und die Nation Israel und ihre Hauptstadt Jerusalem von der Herrschaft der Nichtjuden befreien (Lukas 2:38; 3:15; 19:11; 23:51; 24:21). Aber von welch bleibendem Nutzen wäre das für die sündige Menschheit gewesen?
17, 18. Warum erzählte Jesus das Gleichnis von einem ‘gewissen Menschen von vornehmer Geburt’?
17 Um die künftigen Untertanen seines Königreiches von Sünde und Tod zu befreien, mußte der Messias zunächst wie ein Opferlamm abgeschnitten werden (Johannes 1:29; Jesaja 53:7, 12). Als Jesus voraussagte, daß dies geschehen werde und daß er auferweckt würde, entgegnete Petrus: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses Geschick wird dir bestimmt nicht widerfahren“ (Matthäus 16:21, 22). Jesus wußte indes, daß seine Jünger ‘den Ausspruch nicht verstanden’ (Markus 9:31, 32; vergleiche Matthäus 17:22, 23).
18 Auf seiner letzten Reise nach Jerusalem drückte er sich noch deutlicher aus (Matthäus 20:18, 19). Er zeigte auch, von welch großem Nutzen sein Tod wäre, indem er sagte, daß „der Menschensohn ... gekommen ist, um ... seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben“ (Matthäus 20:28). Falsche Erwartungen hinderten seine Jünger daran, dies zu begreifen. Lukas berichtet, daß „er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Königreich Gottes werde sich augenblicklich zeigen“. Um ihr Denken zu korrigieren, erzählte Jesus ein Gleichnis, in dem er sich mit einem ‘gewissen Menschen von vornehmer Geburt’ verglich, der „in ein fernes Land“ reisen mußte, „um Königsmacht für sich zu erlangen“ (Lukas 19:11, 12). Mit dem „Land“ war der Himmel gemeint, wohin Jesus nach seinem Tod und seiner Auferstehung auffuhr.
19. (a) Welche falsche Erwartung brachten Jesu Jünger nach seiner Auferstehung zum Ausdruck? (b) Welche Änderung im Verhältnis Gottes zu den Menschen trat zu Pfingsten 33 u. Z. ein? (Hebräer 8:7-9, 13).
19 Dennoch fragten Jesu Jünger kurz vor seiner Himmelfahrt: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ (Apostelgeschichte 1:6). Wies Jesus sie zurück, weil sie diese Frage stellten? Nein, er erklärte, dafür sei die Zeit noch nicht gekommen und sie sollten sich mit dem wichtigen Werk des Zeugnisgebens über den wahren Messias beschäftigen (Apostelgeschichte 1:7, 8). Gottes Bundesverhältnis zu dem fleischlichen Israel sollte in kurzem enden. Daher würde das messianische Königreich nicht für diese untreue irdische Nation wiederhergestellt werden. Jesus sagte zu seinen jüdischen Gegnern: „Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt“ (Matthäus 21:43). Zehn Tage nach Jesu Himmelfahrt wurde diese Nation geboren. Heiliger Geist wurde auf 120 Jünger Jesu ausgegossen, und so wurden sie zu „Heiligen“ Gottes gesalbt und zu „Miterben mit Christus“ im kommenden messianischen Königreich (Daniel 7:13, 14, 18; Römer 1:7; 8:1, 16, 17; Apostelgeschichte 2:1-4; Galater 6:15, 16).
20. Was taten die treuen Christen des ersten Jahrhunderts, obwohl sie einige falsche Erwartungen hegten?
20 Selbst nach ihrer Salbung hegten die Christen des ersten Jahrhunderts falsche Erwartungen (2. Thessalonicher 2:1, 2).
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Den Grund für das Kommen des Messias verstehenDer Wachtturm 1990 | 15. Oktober
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Die Notwendigkeit für Berichtigungen
16. Welche Erwartungen hegten die ersten Jünger des Messias im Hinblick auf seine Königreichsherrschaft?
16 Andreas und Johannes erkannten zwar schnell, wer der wahre Messias war, doch mußten sie und die anderen damaligen Jünger noch vieles lernen (Johannes 16:12, 13). Wie viele religiöse Juden damals, so hofften auch sie, das messianische Königreich werde in jener Zeit zu regieren beginnen und die Nation Israel und ihre Hauptstadt Jerusalem von der Herrschaft der Nichtjuden befreien (Lukas 2:38; 3:15; 19:11; 23:51; 24:21). Aber von welch bleibendem Nutzen wäre das für die sündige Menschheit gewesen?
17, 18. Warum erzählte Jesus das Gleichnis von einem ‘gewissen Menschen von vornehmer Geburt’?
17 Um die künftigen Untertanen seines Königreiches von Sünde und Tod zu befreien, mußte der Messias zunächst wie ein Opferlamm abgeschnitten werden (Johannes 1:29; Jesaja 53:7, 12). Als Jesus voraussagte, daß dies geschehen werde und daß er auferweckt würde, entgegnete Petrus: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses Geschick wird dir bestimmt nicht widerfahren“ (Matthäus 16:21, 22). Jesus wußte indes, daß seine Jünger ‘den Ausspruch nicht verstanden’ (Markus 9:31, 32; vergleiche Matthäus 17:22, 23).
18 Auf seiner letzten Reise nach Jerusalem drückte er sich noch deutlicher aus (Matthäus 20:18, 19). Er zeigte auch, von welch großem Nutzen sein Tod wäre, indem er sagte, daß „der Menschensohn ... gekommen ist, um ... seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben“ (Matthäus 20:28). Falsche Erwartungen hinderten seine Jünger daran, dies zu begreifen.
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