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  • Jesus predigt in Galiläa und schult die Apostel
    Jesus — der Weg, die Wahrheit, das Leben
    • Jesu Jünger predigen die Botschaft vom Königreich von Haus zu Haus

      Jesus weiß, was zu tun ist. Er ruft die 12 Apostel zu sich, teilt sie zu zweit ein und sendet sie zum Predigen aus. Er gibt ihnen auch klare Anweisungen: „Nehmt nicht die Straße, die zu anderen Völkern führt, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht immer wieder zu den verlorenen Schafen Israels. Predigt überall, wohin ihr geht: ‚Das Königreich des Himmels ist nah‘ “ (Matthäus 10:5-7).

      Die Jünger sollen den Menschen von dem Königreich erzählen, das Jesus im Mustergebet erwähnt hat. Dieses Königreich ist insofern nah, als Jesus Christus, Gottes auserwählter König, gerade auf der Erde ist. Doch woran wird man erkennen, dass seine Jünger wirklich Vertreter dieses Königreiches sind? Sie erhalten von Jesus die Macht, Kranke zu heilen und Tote aufzuerwecken. Allerdings sollen sie dafür nichts verlangen. Wie sollen sie dann aber unterwegs für sich sorgen?

      Jesus sagt ihnen, sie sollen auf die Predigtreise nichts mitnehmen — keinen Geldbeutel mit Gold, Silber oder Kupfer und auch keine Provianttasche oder zusätzliche untere Kleider oder Sandalen. Warum nicht? Jesus versichert ihnen: „Der Arbeiter hat sich sein Essen verdient“ (Matthäus 10:10). Die Menschen, die ihre Botschaft schätzen, würden dafür sorgen, dass sie das Nötige bekommen. Jesus sagt: „Wo immer ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst“ (Markus 6:10).

      Jesus erklärt den Aposteln auch, wie sie mit der Botschaft vom Königreich auf die Menschen zugehen sollen: „Betretet ihr das Haus, dann begrüßt die Bewohner. Wenn das Haus es verdient, soll es den Frieden bekommen, den ihr ihm wünscht. Wenn aber nicht, dann soll euer Frieden zu euch zurückkommen. Wo man euch nicht aufnimmt und euch nicht zuhört, da schüttelt den Staub von euren Füßen, wenn ihr das Haus oder die Stadt verlasst“ (Matthäus 10:12-14).

      Es kann sogar vorkommen, dass alle in einem Dorf oder einer Stadt ihre Botschaft ablehnen. Mit welchen Folgen? Wie Jesus erklärt, würde solch einen Ort ein hartes Urteil erwarten. Er sagt: „Ich versichere euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Gerichtstag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt“ (Matthäus 10:15).

  • Auf Verfolgung vorbereitet
    Jesus — der Weg, die Wahrheit, das Leben
    • Auf Verfolgung vorbereitet

      MATTHÄUS 10:16 BIS 11:1 MARKUS 6:12, 13 LUKAS 9:6

      • JESUS SCHULT DIE APOSTEL UND SENDET SIE AUS

      Jesus sendet seine Apostel zu zweit zum Predigen aus und erklärt ihnen genau, wie sie vorgehen sollen. Doch dabei belässt er es nicht, sondern warnt sie auch offen vor Widerstand: „Seht! Ich sende euch aus wie Schafe unter Wölfe. . . . Nehmt euch vor den Leuten in Acht, denn sie werden euch vor Ortsgerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet meinetwegen vor Statthalter und Könige gebracht werden“ (Matthäus 10:16-18).

      Es kann also sein, dass Jesu Nachfolger heftig verfolgt werden. Doch Jesus versichert ihnen: „Wenn man euch ausliefert, dann macht euch keine Sorgen, wie oder was ihr reden sollt. In dieser Stunde wird euch eingegeben, was ihr sagen sollt, denn ihr redet dann nicht allein, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch.“ Jesus sagt weiter: „Ein Bruder wird seinen Bruder in den Tod schicken und ein Vater sein Kind, und Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie töten lassen. Alle Menschen werden euch wegen meines Namens hassen, aber wer bis zum Ende ausgeharrt hat, der wird gerettet werden“ (Matthäus 10:19-22).

      Das Predigtwerk ist von höchster Wichtigkeit. Deshalb betont Jesus, dass seine Nachfolger umsichtig sein müssen. Sonst könnten sie ihre Freiheit verlieren und das Predigtwerk nicht weiter fortsetzen. Er erklärt: „Verfolgt man euch in der einen Stadt, dann flieht in eine andere. Ihr werdet nämlich auf keinen Fall mit allen Städten Israels fertig sein, bis der Menschensohn kommt. Das versichere ich euch“ (Matthäus 10:23).

      Jesus hat für seine 12 Apostel wirklich wertvolle Anweisungen, Warnungen und ermunternde Worte! Doch sie gelten auch für diejenigen, die nach Jesu Tod und Auferweckung predigen werden. Das wird durch seine Aussage deutlich, dass seine Nachfolger von „allen Menschen“ gehasst würden, und nicht nur von Menschen, denen die Apostel predigen. Außerdem wird nicht berichtet, dass die Apostel auf ihrer kurzen Predigtreise durch Galiläa vor Statthalter und Könige gebracht oder von Familienangehörigen in den Tod geschickt worden wären.

      Als Jesus seinen Aposteln diese Dinge mit auf den Weg gibt, denkt er ganz klar auch an die Zukunft. Er sagt zum Beispiel, seine Jünger würden auf keinen Fall in allen Städten Israels mit dem Predigen fertig sein, „bis der Menschensohn kommt“. Damit deutet er an, dass das Predigen von Gottes Königreich nicht abgeschlossen sein wird, wenn der verherrlichte König Jesus Christus als Richter Gottes kommt.

      Es sollte die Apostel nicht überraschen, wenn ihnen Widerstand entgegenschlägt, denn Jesus sagt: „Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer und ein Sklave nicht über seinem Herrn.“ Es ist klar, was Jesus sagen will: Er selbst wird schlecht behandelt und verfolgt, weil er Gottes Königreich predigt, und ihnen wird es ebenso ergehen. Doch Jesus stärkt sie: „Habt keine Angst vor denen, die zwar den Körper töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der sowohl Seele als auch Körper in der Gehenna vernichten kann“ (Matthäus 10:24, 28).

      Jesus gab darin das beste Beispiel. Furchtlos ging er lieber in den Tod als in seiner Loyalität gegenüber dem Allmächtigen Zugeständnisse zu machen. Nur Jehova, der allmächtige Gott, ist in der Lage, die Seele eines Menschen (das heißt seine Aussicht auf Leben) zu vernichten oder ihn zu ewigem Leben aufzuerwecken. Dieser Gedanke macht den Aposteln bestimmt Mut!

      Jesus veranschaulicht, wie liebevoll und fürsorglich Gott sich um Jesu Nachfolger kümmert: „Was zahlt man schon für zwei Spatzen? Eine Münze, die kaum etwas wert ist. Trotzdem fällt keiner von ihnen auf den Boden, ohne dass euer Vater es weiß. . . . Deshalb keine Angst: Ihr seid mehr wert als ein ganzer Spatzenschwarm“ (Matthäus 10:29, 31).

      Durch sein Predigen bringt ein Jünger im ersten Jahrhundert eine Familie auseinander

      Die Botschaft, die Jesu Jünger verbreiten, wird Familien auseinanderbringen. Das liegt daran, dass einige die Botschaft annehmen und andere nicht. „Denkt nicht, ich bin gekommen, um der Erde Frieden zu bringen“, erklärt Jesus. Die Wahrheit über Gott anzunehmen erfordert wirklich Mut. „Wer seinen Vater oder seine Mutter mehr liebt als mich, verdient mich nicht“, sagt Jesus, „genauso wenig wie jemand, der seinen Sohn oder seine Tochter lieber hat als mich“ (Matthäus 10:34, 37).

      Es wird aber auch Menschen geben, die seine Jünger freundlich aufnehmen. Jesus sagt: „Wer einem von diesen Kleinen einfach nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wird seine Belohnung auf keinen Fall verlieren. Das versichere ich euch“ (Matthäus 10:42).

      Jesus hat seine Apostel mit den Anweisungen, Warnungen und ermunternden Worten gut ausgerüstet. Nun gehen sie los und ziehen „durch das Gebiet von Dorf zu Dorf“, machen „überall die gute Botschaft bekannt“ und heilen Kranke (Lukas 9:6).

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