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  • Bist du dankbar für Gottes Geschenke?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Mai
    • STUDIENARTIKEL 21

      Bist du dankbar für Gottes Geschenke?

      „Wie viel du doch getan hast, o Jehova, mein Gott! Deine wunderbaren Werke und deine Gedanken uns gegenüber!“ (PS. 40:5)

      LIED 5 Gottes wunderbare Werke

      VORSCHAUa

      1, 2. Was für Geschenke hat Jehova uns gemäß Psalm 40:5 gemacht, und warum befassen wir uns damit?

      JEHOVA ist ein großzügiger Gott. Denken wir einmal darüber nach, was für Geschenke er uns gemacht hat. Er hat uns ein wunderschönes, einzigartiges Zuhause, die Erde, gegeben, ein genial konstruiertes Gehirn und sein kostbares Wort, die Bibel. Damit hat Jehova uns einen Platz zum Leben gegeben, die Fähigkeit, zu denken und zu kommunizieren, und er beantwortet die wichtigsten Fragen, die wir Menschen haben. (Lies Psalm 40:5.)

      2 Der Artikel geht kurz auf diese drei Geschenke ein. Je mehr wir über sie nachdenken, desto größer wird unsere Dankbarkeit und der Wunsch, unserem liebevollen Schöpfer Jehova Freude zu machen (Offb. 4:11). Auch sind wir dann besser ausgerüstet, jemandem zu helfen, der durch die Evolutionslehre in die Irre geführt wurde.

      UNSER EINZIGARTIGER PLANET

      3. Warum ist die Erde einzigartig?

      3 Gottes Weisheit ist klar daran zu erkennen, wie er unser Zuhause, die Erde, gemacht hat (Röm. 1:20; Heb. 3:4). Unser Planet ist nicht der einzige, der um die Sonne kreist. Aber nur die Erde erfüllt alle Bedingungen für menschliches Leben. Das macht sie einzigartig.

      4. Warum übertrifft die Erde jedes von Menschen gebaute Schiff?

      4 Die Erde ist mit einem Schiff vergleichbar, das durch den Ozean des Weltraums gleitet. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede zwischen einem von Menschen gebauten, voll besetzten Schiff und unserer Erde. Wie lange würden zum Beispiel die Menschen auf einem buchstäblichen Schiff überleben, wenn sie Sauerstoff, Nahrung und Wasser selbst herstellen müssten und Abfall nicht über Bord werfen könnten? Sie würden bald sterben. Die Erde dagegen kann Milliarden Lebewesen am Leben erhalten. Sie produziert Sauerstoff, Nahrung und Wasser, und diese lebenswichtigen Dinge gehen nie aus. Obwohl der Abfall nicht im Weltraum entsorgt wird, bleibt die Erde schön und bewohnbar. Wie ist das möglich? Jehova hat sie mit ausgeklügelten Recyclingsystemen ausgestattet. Sehen wir uns zwei davon an: den Sauerstoffkreislauf und den Wasserkreislauf.

      5. Was ist der Sauerstoffkreislauf, und was wird durch ihn bestätigt?

      5 Sauerstoff ist ein Gas, das viele Lebewesen – auch wir Menschen – zum Leben brauchen. Nach Schätzungen atmen Lebewesen jährlich hundert Milliarden Tonnen Sauerstoff ein. Als Abfallprodukt entsteht Kohlendioxid. Der Sauerstoff wird jedoch nie völlig aufgebraucht und die Atmosphäre nie mit Kohlendioxid überladen. Warum nicht? Weil Jehova auch Organismen erschaffen hat – vom riesigen Baum bis hin zur winzigen Alge –, die Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Durch den Sauerstoffkreislauf wird buchstäblich bestätigt, was in Apostelgeschichte 17:24, 25 über Gott steht: „Er selbst [gibt] allen Menschen Leben und Atem.“

      6. Wie funktioniert der Wasserkreislauf, und was beweist er? (Siehe auch den Kasten „Der Wasserkreislauf – ein Geschenk von Jehova“.)

      6 Wasser in flüssiger Form ist auf der Erde vorhanden, weil sie die ideale Entfernung zur Sonne hat. Wäre sie nur ein wenig näher an der Sonne, würde alles Wasser verdunsten und übrig bliebe eine heiße Gesteinskugel ohne Leben. Wäre sie nur ein wenig weiter entfernt, würde das Wasser gefrieren und sie würde zu einem riesigen Eisball werden. Da Jehova die Erde so ideal platziert hat, macht der Wasserkreislauf Leben möglich. Die Sonne erwärmt das Wasser in den Meeren und auf der Erdoberfläche, worauf es verdunstet und sich Wolken bilden. Auf diese Weise verdampfen jedes Jahr rund 500 000 Kubikkilometer Wasser. Das Wasser bleibt etwa zehn Tage in der Atmosphäre und fällt dann als Regen oder Schnee auf die Erde. Danach sammelt es sich wieder in den Meeren und anderen Gewässern und der Zyklus beginnt von vorn. Dieser effiziente, nachhaltige Kreislauf beweist Jehovas Weisheit und Macht (Hiob 36:27, 28; Pred. 1:7).

      Der Wasserkreislauf – ein Geschenk von Jehova

      Der Wasserkreislauf: 1. Durch die Hitze der Sonne steigt Wasserdampf über dem Meer auf und eine Wolke entsteht. 2. Von der Wolke fällt Regen auf die Erde. 3. Wasser kehrt ins Meer zurück.
      • Ein Landwirt sieht bei Regen zum Himmel.

        OBST, GEMÜSE UND BLUMEN

        Regen lässt Pflanzen wachsen und so erhalten wir Nahrung. Die meisten Pflanzen haben auch Blüten, die uns Freude machen

      • Ein Fotograf macht Fotos von Wasserfällen und Bergen.

        SCHÖNHEIT UND FREUDE

        Flüsse, Seen und Wasserfälle machen unsere Erde schön, und es ist ein Genuss, sie anzusehen

      • Ein Mann bei der Meersalzgewinnung.

        WEITERE VORTEILE

        Der Wasserkreislauf hat noch andere Vorteile. Zum Beispiel erhalten wir durch die Verdunstung von Meerwasser Salz

      • Eine Frau trinkt ein Glas Wasser.

        TÄGLICH IN GEBRAUCH

        Wir trinken Wasser pur oder machen Getränke wie Limonade, Kaffee und Tee daraus. Auch zum Kochen, Waschen und Baden verwenden wir Wasser

      7. Wie können wir unsere Dankbarkeit für das in Psalm 115:16 genannte Geschenk zum Ausdruck bringen?

      7 Wodurch wächst unsere Dankbarkeit für den erstaunlichen Planeten, auf dem wir leben, und für all das Gute, das er für uns bereithält? (Lies Psalm 115:16.) Denken wir über Jehovas Schöpfungswerke nach. Das motiviert uns, ihm jeden Tag dafür zu danken. Außerdem können wir unsere Dankbarkeit dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir unsere Umgebung sauber halten.

      UNSER ERSTAUNLICHES GEHIRN

      8. Warum kann man sagen, dass unser Gehirn genial konstruiert ist?

      8 Das menschliche Gehirn ist genial konstruiert. Als wir im Bauch unserer Mutter heranwuchsen, entwickelte es sich nach einem festgelegten Bauplan, und jede Minute entstanden Tausende neuer Gehirnzellen! Nach Schätzungen enthält das Gehirn eines Erwachsenen annähernd 100 Milliarden Neuronen, wie Gehirnzellen genannt werden. Diese Zellen sind in einem etwa 1,5 Kilogramm schweren Päckchen geschickt verpackt. Sehen wir uns einmal an, was das Gehirn leisten kann.

      9. Warum glaubst du, dass unser Sprachvermögen ein Geschenk Gottes ist?

      9 Unser Sprachvermögen ist ein echtes Wunder. Überlegen wir kurz, was beim Sprechen passiert. Für jedes Wort, das wir sagen, muss das Gehirn die Bewegung von rund 100 Muskeln in Zunge, Hals, Lippen, Kiefer und Brust koordinieren. Diese Muskeln müssen sich alle genau zur richtigen Zeit bewegen, damit ein Wort verständlich ist. Wie eine 2019 veröffentlichte Studie ergab, können Neugeborene einzelne Wörter unterscheiden. Das untermauert die Überzeugung vieler Wissenschaftler, dass wir mit der Fähigkeit geboren werden, Sprachen zu erkennen und zu lernen. Unser Sprachvermögen ist eindeutig ein Geschenk von Gott (2. Mo. 4:11).

      10. Wie können wir Gott unsere Dankbarkeit für das Geschenk der Sprache zeigen?

      10 Wie können wir unsere Dankbarkeit für das Geschenk der Sprache zeigen? Wir können Menschen, die sich fragen, warum wir die Evolutionslehre ablehnen, unseren Glauben an Gott erklären (Ps. 9:1; 1. Pet. 3:15). Die Befürworter dieser Lehre wollen uns glauben machen, die Erde und alles Leben sei durch Zufall entstanden. Mit der Bibel und einigen Argumenten aus diesem Artikel können wir unseren Vater im Himmel verteidigen. Wir können jedem, der ein offenes Ohr hat, erklären, warum wir überzeugt sind, dass Jehova den Himmel und die Erde erschaffen hat (Ps. 102:25; Jes. 40:25, 26).

      11. Was ist ein erstaunliches Merkmal unseres Gehirns?

      11 Unser Erinnerungsvermögen ist etwas Erstaunliches. Wie ein Wissenschaftler vor Jahren schrieb, kann unser Gehirn Informationen speichern, die schätzungsweise 20 Millionen Bände füllen würden. Heute nimmt man jedoch an, dass die Speicherkapazität des Gehirns viel größer ist. Unser Gedächtnis ermöglicht uns etwas ganz Besonderes. Worum handelt es sich?

      12. Wie unterscheidet uns die Fähigkeit zu moralischem Lernen von Tieren?

      12 Von allen Lebewesen auf der Erde hat nur der Mensch die Fähigkeit zu moralischem Lernen, denn er kann sich an Vergangenes erinnern und es analysieren. So können wir uns höhere moralische Werte aneignen und unser Denken und Handeln korrigieren (1. Kor. 6:9-11; Kol. 3:9, 10). Genau genommen lässt sich das Gewissen trainieren, Richtig und Falsch zu unterscheiden (Heb. 5:14). Wir können lernen, liebevoll, mitfühlend und barmherzig zu sein. Und wir können einen guten Gerechtigkeitssinn entwickeln.

      13. Wofür sollten wir gemäß Psalm 77:11, 12 unser Gedächtnis nutzen?

      13 Wir können Wertschätzung für unser Gedächtnis zeigen, indem wir uns bewusst an all die Situationen erinnern, in denen Jehova uns schon geholfen und uns getröstet hat. Das stärkt unser Vertrauen, dass er auch in Zukunft für uns da sein wird (lies Psalm 77:11, 12; 78:4, 7). Eine weitere Möglichkeit ist, sich daran zu erinnern, was andere uns Gutes getan haben, und dafür dankbar zu sein. Dankbare Menschen sind erwiesenermaßen eher glücklich. Es ist auch gut, sich an Jehova ein Beispiel zu nehmen, was das Vergessen angeht. Er hat ein vollkommenes Gedächtnis, doch wenn wir einen Fehler machen und bereuen, vergibt und vergisst er bewusst (Ps. 25:7; 130:3, 4). Dasselbe erwartet er von uns. Er möchte, dass wir anderen verzeihen, wenn sie uns verletzt haben und es ihnen leidtut (Mat. 6:14; Luk. 17:3, 4).

      Verschiedene Szenen: 1. Eine Schwester hat Lernkarten und ein Buch vor sich liegen und lernt Hindi. 2. Die Schwester spricht auf dem Markt mit einer Inderin über die Bibel und nutzt dabei die Gute-Botschaft-Broschüre.

      Wir erweisen uns für unser Gehirn als dankbar, wenn wir damit Jehova ehren, der es uns geschenkt hat (Siehe Absatz 14)b

      14. Wie können wir uns für unser Gehirn als dankbar erweisen?

      14 Wir können uns für unser Gehirn als dankbar erweisen, indem wir den damit ehren, der es uns geschenkt hat. Manche nutzen dieses Geschenk für egoistische Ziele. Sie wollen selbst bestimmen, was richtig und was falsch ist. Aber da Jehova uns erschaffen hat, ist es nur logisch, dass seine Maßstäbe besser sind als alle, die wir selbst aufstellen könnten (Röm. 12:1, 2). Wenn wir auf Jehova hören, haben wir Frieden (Jes. 48:17, 18). Und wir haben einen klaren Sinn im Leben: unseren Schöpfer und Vater zu ehren und stolz zu machen (Spr. 27:11).

      DIE BIBEL – EIN WERTVOLLES GESCHENK

      15. Wie zeigt sich Jehovas Liebe zu den Menschen durch die Bibel?

      15 Die Bibel ist ein liebevolles Geschenk von Gott. Unser himmlischer Vater hat sie durch Menschen schreiben lassen, weil er seine Kinder auf der Erde sehr liebt. Durch die Bibel beantwortet er unsere wichtigsten Fragen, wie zum Beispiel: Woher kommen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Was bringt die Zukunft? Jehova möchte, dass alle seine Kinder die Antwort auf diese Fragen erfahren. Deshalb hat er über Jahrhunderte hinweg Menschen dazu veranlasst, die Bibel in viele verschiedene Sprachen zu übersetzen. Heute gibt es sie als Gesamt- oder Teilausgabe in über 3 000 Sprachen! Sie ist das meistübersetzte und am weitesten verbreitete Buch überhaupt. Egal, wo Menschen leben oder welche Sprache sie sprechen – die meisten können die Botschaft der Bibel in ihrer Muttersprache kennenlernen. (Siehe den Kasten „Die Bibel in afrikanischen Sprachen“.)

      Die Bibel in afrikanischen Sprachen

      Um 1800 gab es gedruckte Bibeln als Gesamt- oder Teilausgabe in rund 70 Sprachen, von denen jedoch nur wenige in Afrika gesprochen wurden. Afrikanische Bantu-Sprachen hatten damals keine Schriftform. Das änderte sich, als Personen wie William Boyce aus England nach Afrika gingen und unter Völkern lebten, deren Sprache über keine Schriftform verfügte. Boyce half mit, das Xhosa zu verschriftlichen, und übersetzte zusammen mit anderen das Lukasevangelium in diese Sprache. Es wurde 1833 veröffentlicht und enthielt Gottes Namen an allen Stellen, wo er heute in der Neuen-Welt-Übersetzung steht. Boyce entdeckte auch den Schlüssel zu den komplizierten grammatischen Regeln, denen nicht nur das Xhosa folgt, sondern die gesamte Bantu-Sprachgruppe. Das ebnete den Weg für Bibelübersetzungen in viele weitere afrikanische Sprachen. Heute gibt es die Bibel als Ganzes oder in Teilen in über 1 000 afrikanischen Sprachen. Jehova möchte ganz offensichtlich, dass Menschen aus jedem Volk dieses Geschenk erhalten (Apg. 10:35).

      Schwestern und ein Bruder mit der neu veröffentlichten „Neuen-Welt-Übersetzung“ in Xhosa.

      2019 wurde die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift in Xhosa veröffentlicht – eine der bisher über 180 Sprachen, in denen es diese Übersetzung als Gesamt- oder Teilausgabe gibt

      16. Wie können wir gemäß Matthäus 28:19, 20 unsere Wertschätzung für die Bibel zeigen?

      16 Wir können unsere Wertschätzung für die Bibel dadurch zeigen, dass wir jeden Tag darin lesen, über das nachdenken, was sie lehrt, und unser Bestes tun, danach zu leben. Außerdem zeigen wir Gott unsere Dankbarkeit dadurch, dass wir möglichst vielen Menschen von ihrer Botschaft erzählen (Ps. 1:1-3; Mat. 24:14; lies Matthäus 28:19, 20).

      17. Mit welchen Geschenken haben wir uns befasst, und worum geht es im nächsten Artikel?

      17 Wir haben uns nun mit einigen Geschenken von Gott befasst: unsere schöne Erde, unser genial konstruiertes Gehirn und Gottes Wort, die Bibel. Jehova hat uns aber auch Geschenke gemacht, die wir nicht sehen können. Um sie geht es im nächsten Artikel.

  • Dankbar für Schätze, die man nicht sieht
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Mai
    • STUDIENARTIKEL 22

      Dankbar für Schätze, die man nicht sieht

      Wir halten unseren Blick auf das gerichtet, was man nicht sieht. Denn das, was man sieht, ist zeitlich, aber das, was man nicht sieht, ist ewig (2. KOR. 4:18)

      LIED 45 Die Gedanken meines Herzens

      VORSCHAUa

      1. Was sagte Jesus über Schätze im Himmel?

      NICHT alle Schätze kann man sehen. Die wertvollsten Schätze sind unsichtbar. Jesus sprach in der Bergpredigt von Schätzen im Himmel, die viel wertvoller sind als materieller Besitz. Dann sagte er: „Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Mat. 6:19-21). Unser Herz drängt uns, das, was wir sehr schätzen, mit aller Kraft anzustreben. Wir sammeln „Schätze im Himmel“ an, indem wir auf einen guten Namen oder Ruf bei Gott hinarbeiten. Wie Jesus erklärte, können solche Schätze niemals zerstört oder gestohlen werden.

      2. (a) Wozu fordert uns 2. Korinther 4:17, 18 auf? (b) Worauf gehen wir in diesem Artikel ein?

      2 Der Apostel Paulus fordert uns auf, den Blick auf das gerichtet zu halten, „was man nicht sieht“. (Lies 2. Korinther 4:17, 18.) Dazu gehört all das Schöne, was wir in Gottes neuer Welt erleben werden. In diesem Artikel gehen wir auf vier unsichtbare Schätze ein, die uns heute schon bereichern können: die Freundschaft mit Gott, das Gebet, die Hilfe von Gottes heiligem Geist und die Unterstützung des Himmels im Predigtdienst. Außerdem sehen wir uns an, wie wir unsere Dankbarkeit für diese Schätze zeigen können.

      FREUNDSCHAFT MIT JEHOVA

      3. Was ist der größte unsichtbare Schatz, und wodurch wird er möglich?

      3 Der größte unsichtbare Schatz ist die Freundschaft mit Jehova Gott (Ps. 25:14). Wie kann Gott unvollkommene Menschen als Freunde haben und dabei absolut heilig bleiben? Das ist möglich, weil Jesu Lösegeld „die Sünde der Welt wegnimmt“ (Joh. 1:29). Jehova wusste im Voraus, dass sein Vorhaben, die Menschheit durch Jesus zu retten, nicht scheitern würde. Deswegen konnte er ein Freund von Menschen werden, die vor Christi Tod lebten (Röm. 3:25).

      4. Nenne Beispiele von Männern aus vorchristlicher Zeit, die Gottes Freunde wurden.

      4 Betrachten wir das Beispiel einiger Männer aus vorchristlicher Zeit, die Gottes Freunde geworden sind. Abraham bewies sehr starken Glauben. Über 1 000 Jahre nach seinem Tod nannte Jehova ihn seinen Freund (Jes. 41:8). Nicht einmal der Tod kann Jehova also von engen Freunden trennen. In Jehovas Gedächtnis ist Abraham lebendig (Luk. 20:37, 38). Ein anderes Beispiel ist Hiob. Als sich die Engel im Himmel versammelten, sagte Jehova voller Überzeugung, Hiob sei ein „aufrichtiger Mann, der sich nichts zuschulden kommen lässt“ (Hiob 1:6-8). Und wie betrachtete Jehova Daniel, der ihm in einem Land, wo man Jehova nicht anbetete, etwa 80 Jahre treu diente? Drei Mal versicherten Engel diesem betagten Mann, er sei ein „sehr wertvoller Mensch“ (Dan. 9:23; 10:11, 19). Wir können sicher sein, dass Jehova sich nach dem Tag sehnt, an dem er seine lieben Freunde, die gestorben sind, auferwecken wird (Hiob 14:15).

      Eine Schwester macht auf ihrer Radtour halt auf einem Berg und genießt vor der Kulisse eines Sees die Schöpfung.

      Wie können wir unsere Dankbarkeit für Schätze zeigen, die man nicht sieht? (Siehe Absatz 5)b

      5. Was ist für eine enge Freundschaft mit Jehova nötig?

      5 Wie viele unvollkommene Menschen haben heute eine Freundschaft mit Jehova? Millionen! Es gibt so viele Männer, Frauen und Kinder auf der Erde, die durch ihr Leben beweisen, dass sie wirklich Gottes Freunde sind. „Den Aufrichtigen gehört seine [Jehovas] enge Freundschaft“ (Spr. 3:32). Diese Freundschaft ist durch Glauben an Jesu Lösegeld möglich. Wegen des Lösegelds dürfen wir Jehovas Freunde sein und können uns ihm hingeben und uns taufen lassen. Durch diese wichtigen Schritte schließen wir uns den Millionen Gott hingegebenen, getauften Christen an, die eine „enge Freundschaft“ mit der bedeutendsten Person überhaupt haben.

      6. Wie können wir unsere Dankbarkeit für Gottes Freundschaft zeigen?

      6 Wie können wir zeigen, dass uns die Freundschaft mit Gott viel bedeutet? Genau wie Abraham und Hiob, die Gott über hundert Jahre treu dienten, müssen auch wir treu bleiben – ganz gleich, wie lange wir Jehova im gegenwärtigen System schon gedient haben. Wie Daniel muss auch uns die Freundschaft mit Gott wichtiger sein als unser Leben (Dan. 6:7, 10, 16, 22). Mit Jehovas Hilfe können wir jede Schwierigkeit durchstehen und so unsere enge Bindung zu ihm aufrechterhalten (Phil. 4:13).

      DAS GEBET – EIN GESCHENK

      7. (a) Wie empfindet Jehova gemäß Sprüche 15:8, wenn wir zu ihm beten? (b) Wie erhört Jehova unsere Gebete?

      7 Ein weiteres Geschenk, das man nicht sehen kann, ist das Gebet. Gute Freunde erzählen einander gern, was sie denken und empfinden. Gilt das auch für unsere Freundschaft mit Jehova? Ja! Jehova spricht zu uns durch sein Wort und teilt uns so mit, wie er denkt und fühlt. Wir sprechen mit ihm im Gebet und können ihm unsere innersten Gedanken und Gefühle erzählen. Es ist für Jehova eine Freude, uns beim Beten zuzuhören. (Lies Sprüche 15:8.) Als liebevoller Freund hört sich Jehova unsere Gebete nicht nur an, sondern er erhört sie auch. Manchmal kommt seine Antwort recht schnell, aber manchmal müssen wir vielleicht immer wieder beten. Wir können jedoch sicher sein: Jehova wird unsere Gebete zur richtigen Zeit und auf die beste Art und Weise beantworten. Natürlich kann es sein, dass seine Antwort nicht unseren Erwartungen entspricht. Statt zum Beispiel eine Prüfung zu beenden, kann er uns Kraft und Weisheit geben, damit wir „sie ertragen“ können (1. Kor. 10:13).

      Die Schwester sitzt vor einem Café und betet. Am Nachbartisch sitzt eine Frau mit ihrem kleinen Sohn.

      (Siehe Absatz 8)c

      8. Wie zeigen wir Dankbarkeit für das Gebet?

      8 Wie zeigen wir Dankbarkeit für das kostbare Geschenk, zu Jehova beten zu dürfen? Zum Beispiel dadurch, dass wir seinen Rat beherzigen: „Betet ständig“ (1. Thes. 5:17). Jehova zwingt uns nicht zu beten. Er respektiert unsere Willensfreiheit und legt uns ans Herz: „Hört nicht auf zu beten“ (Röm. 12:12). Wir können also unsere Dankbarkeit dadurch zeigen, dass wir jeden Tag häufig beten. Dabei sollten wir Jehova natürlich auch danken und ihn preisen (Ps. 145:2, 3).

      9. Was bedeutet einem Bruder das Gebet, und wie empfindest du?

      9 Je länger wir Jehova dienen und erleben, wie er unsere Gebete erhört, desto tiefer sollte unsere Wertschätzung für das Gebet sein. Chris, der seit 47 Jahren im Vollzeitdienst ist, sagt: „Es ist so etwas Schönes, frühmorgens etwas Zeit zu haben, um ganz in Ruhe zu Jehova zu beten. Es ist einfach herrlich, mit ihm zu sprechen, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Morgentau zum Glitzern bringen! Ich sage ihm dann für alles Danke, was er mir schenkt, auch für das Gebet. Und es tut so gut, am Abend nach dem Gebet mit einem guten Gewissen einzuschlafen.“

      DER HEILIGE GEIST – EIN GESCHENK

      10. Warum sollten wir Gottes heiligen Geist schätzen?

      10 Ein weiteres Geschenk, das wir schätzen sollten, ist Gottes aktive Kraft. Jesus fordert uns auf, immer wieder um heiligen Geist zu bitten (Luk. 11:9, 13). Jehova gibt uns durch seinen Geist Kraft – auch „Kraft, die über das Normale hinausgeht“ (2. Kor. 4:7; Apg. 1:8). Mit der Hilfe von Gottes Geist können wir jede Schwierigkeit durchstehen.

      Die Schwester beginnt mit der Frau und ihrem kleinen Sohn ein Gespräch über die Bibel und zeigt ihr dazu etwas auf ihrem Handy.

      (Siehe Absatz 11)d

      11. Wie kann uns der heilige Geist helfen?

      11 Der heilige Geist kann uns bei unseren Aufgaben im Dienst Gottes helfen. Er kann unsere Talente und Fähigkeiten aufwerten und uns ermöglichen, unserer Verantwortung als Christen nachzukommen. Man kann wirklich sagen: Gute Ergebnisse sind nicht uns selbst zuzuschreiben, sondern der Hilfe des heiligen Geistes.

      12. Um welche Hilfe durch den heiligen Geist können wir Jehova gemäß Psalm 139:23, 24 bitten?

      12 Unsere Wertschätzung für Gottes heiligen Geist zeigt sich unter anderem, wenn wir darum beten, dass er uns hilft, falsche Gedanken oder Wünsche in unserem Herzen zu erkennen. (Lies Psalm 139:23, 24.) Jehova kann uns dann durch seinen Geist auf falsche Gedanken oder Neigungen aufmerksam machen. Entdecken wir verkehrte Gedanken oder Neigungen, sollten wir Gott um seinen Geist bitten, damit wir ihnen widerstehen können. So zeigt sich unsere Entschlossenheit, alles zu vermeiden, was Jehova daran hindern würde, uns durch seinen Geist zu helfen (Eph. 4:30).

      13. Wie wird unsere Wertschätzung für den heiligen Geist vertieft?

      13 Unsere Wertschätzung für den heiligen Geist wird größer, wenn wir darüber nachdenken, was in unserer Zeit durch ihn erreicht wurde. Bevor Jesus in den Himmel auffuhr, sagte er zu seinen Jüngern: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch kommt, und ihr werdet Zeugen von mir sein . . . bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apg. 1:8). Genau das beobachten wir heute. Mit der Hilfe des heiligen Geistes sind über achteinhalb Millionen Menschen aus jedem Winkel der Erde Anbeter Jehovas geworden. Außerdem leben wir in einem geistigen Paradies, weil Gottes Geist uns hilft, schöne Eigenschaften auszuprägen wie Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Milde und Selbstbeherrschung. Sie gehören zur „Frucht, die der Geist hervorbringt“ (Gal. 5:22, 23). Der heilige Geist ist wirklich ein kostbares Geschenk.

      UNTERSTÜTZUNG DES HIMMELS IM DIENST

      14. Welche unsichtbare Unterstützung haben wir im Predigtdienst?

      14 Ein weiterer unsichtbarer Schatz ist die Möglichkeit, mit Jehova und dem himmlischen Teil seiner Organisation zusammenzuarbeiten (2. Kor. 6:1). Das tun wir jedes Mal, wenn wir im Predigtdienst sind. Paulus nannte sich und andere, die bei diesem Werk mitmachen, „Gottes Mitarbeiter“ (1. Kor. 3:9). Wenn wir predigen, sind wir auch Mitarbeiter von Jesus. Nachdem er seinen Nachfolgern den Auftrag gegeben hatte, Menschen aus allen Völkern zu seinen Jüngern zu machen, sagte er: „Ich bin . . . bei euch“ (Mat. 28:19, 20). Was ist zu den Engeln zu sagen? Es ist ein echter Segen, dass sie uns leiten, wenn wir auf der ganzen Erde die „ewige gute Botschaft“ bekannt machen (Offb. 14:6).

      15. Welches biblische Beispiel zeigt, welche wichtige Rolle Jehova in unserem Dienst spielt?

      15 Was wird mit all dieser Hilfe aus dem Himmel erreicht? Wenn wir die Königreichsbotschaft „aussäen“, fallen manche Samenkörner auf empfänglichen Herzensboden und gehen auf (Mat. 13:18, 23). Wer lässt den Wahrheitssamen wachsen und Frucht tragen? Wie Jesus erklärte, kann niemand sein Nachfolger werden, außer „der Vater . . . zieht ihn“ (Joh. 6:44). Die Bibel enthält dazu ein konkretes Beispiel: Paulus predigte einmal einer Gruppe Frauen außerhalb der Stadt Philippi. Über eine dieser Frauen – sie hieß Lydia – sagt die Bibel: „Jehova öffnete ihr das Herz weit, sodass sie dem, was Paulus sagte, Aufmerksamkeit schenkte“ (Apg. 16:13-15). Wie Lydia hat Jehova auch Millionen andere gezogen.

      16. Wem sollten wir Erfolg im Predigtdienst zuschreiben?

      16 Wem haben wir Erfolg im Predigtdienst zu verdanken? Paulus beantwortet diese Frage in einem Brief an die Korinther: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat es wachsen lassen, sodass weder der Pflanzende etwas ist noch der Begießende, sondern Gott, der es wachsen lässt“ (1. Kor. 3:6, 7). Wie Paulus sollten auch wir Erfolg im Dienst immer Jehova zuschreiben.

      17. Wie können wir zeigen, dass wir dankbar sind, mit Gott, Christus und den Engeln zusammenarbeiten zu dürfen?

      17 Wie können wir unsere Dankbarkeit dafür zeigen, dass wir mit Gott, Christus und den Engeln zusammenarbeiten dürfen? Indem wir nach Gelegenheiten suchen, anderen von der guten Botschaft zu erzählen. Eine von vielen Möglichkeiten ist, „öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren“ (Apg. 20:20). Viele sprechen andere auch gern im Alltag mit der guten Botschaft an. Sie grüßen freundlich und versuchen ein Gespräch zu beginnen. Ist jemand offen für eine Unterhaltung, kommen sie taktvoll auf die Königreichsbotschaft zu sprechen.

      Verschiedene Szenen: 1. Die Schwester beim Bibelstudium mit der Frau, mit der sie im Café ein Gespräch angefangen hatte. 2. Engel beobachten lächelnd das Studium.

      (Siehe Absatz 18)e

      18, 19. (a) Wie begießen wir den Samen der Wahrheit? (b) Erzähle, wie Jehova einem Bibelschüler geholfen hat.

      18 Als „Gottes Mitarbeiter“ müssen wir Samen, den wir ausgesät haben, auch begießen. Hat jemand Interesse, setzen wir alles daran, diesem nachzugehen, oder wir sorgen dafür, dass jemand anders Kontakt mit demjenigen aufnimmt, um ein Bibelstudium zu beginnen. Macht der Studierende Fortschritte, freuen wir uns zu sehen, wie Jehova sein Herz und sein Denken formt.

      19 Dazu das Beispiel von Raphalalani, einem Medizinmann aus Südafrika. Er liebte, was er aus der Bibel lernte, doch es fiel ihm schwer zu akzeptieren, was sie über die Kommunikation mit verstorbenen Vorfahren sagt (5. Mo. 18:10-12). Nach und nach erlaubte er Gott, sein Denken zu formen. Schließlich gab er seine Arbeit als Medizinmann auf, obwohl sie seine Existenzgrundlage war. Raphalalani, der inzwischen 60 Jahre alt ist, sagt: „Ich bin Jehovas Zeugen sehr dankbar, dass sie mir auf unterschiedlichste Weise geholfen haben, zum Beispiel bei der Arbeitssuche. Aber am dankbarsten bin ich Jehova. Durch seine Hilfe kann ich ein reines Leben führen und mich als getaufter Zeuge Jehovas am Predigen beteiligen.“

      20. Wozu bist du entschlossen?

      20 In diesem Artikel ging es um vier unsichtbare Schätze. Unser wertvollster Schatz ist, Jehova als besten Freund zu haben. Erst durch diese Freundschaft kommen uns auch die anderen Schätze zugute – dass wir zu ihm beten dürfen, die Hilfe seines heiligen Geistes spüren und im Dienst die Unterstützung des Himmels haben. Nehmen wir uns fest vor, unsere Dankbarkeit für diese unsichtbaren Schätze zu vertiefen. Und hören wir nie auf, uns bei Jehova dafür zu bedanken, dass er ein so wunderbarer Freund ist.

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