Kann man der Bibel vertrauen?
WÜRDE man erwarten, in der Bibel etwas über eine Münze zu finden? Vielleicht etwas über die hier abgebildete Silbermünze?
Viele denken, bei der Bibel handle es sich um ein altes Buch voller wundersamer Geschichten und bewundernswerter Moralbegriffe. Dennoch glauben sie nicht, daß der biblische Bericht geschichtlich genau ist, und leugnen, daß die Bibel Gottes Wort ist. Es gibt jedoch genügend Beweise für die Genauigkeit der Bibel. Ein gutes Beispiel dafür ist diese Münze (hier stark vergrößert). Welche Prägung findet man darauf?
Die Münze kommt aus Tarsus, einer Stadt im Südosten der heutigen Türkei. Sie wurde während der Regierung des persischen Herrschers Mazaeus im 4. Jahrhundert v. u. Z. hergestellt. Darauf wird er als der Statthalter der Provinz „jenseits des Stromes“, das heißt des Euphrat, bezeichnet.
Warum ist das von Interesse? Weil man in der Bibel dieselbe Bezeichnung findet. In Esra 5:6 bis 6:13 wird von einem Schriftwechsel zwischen dem persischen König Darius und einem Statthalter namens Tattenai berichtet. Dabei ging es um den Wiederaufbau des jüdischen Tempels in Jerusalem. Esra war ein geschickter Abschreiber des Gesetzes Gottes, weshalb man bestimmt erwarten kann, daß er alles genau und sorgfältig aufzeichnete. In Esra 5:6 und 6:13 kann man lesen, daß er Tattenai den „Statthalter jenseits des Stromes“ nannte.
Esra schrieb das um das Jahr 460 v. u. Z. nieder, etwa 100 Jahre bevor diese Münze geprägt wurde. Manche Personen denken vielleicht, die Bezeichnung für eine Amtsperson im Altertum sei nur ein geringfügiges Detail. Aber wenn man sich schon in solch kleinen Dingen auf die Bibelschreiber verlassen kann, stärkt das nicht das Vertrauen in alles andere, was sie niederschrieben?
Weitere Gründe, die ein derartiges Vertrauen rechtfertigen, sind in den ersten beiden Artikeln dieser Ausgabe zu finden.
[Bildnachweis auf Seite 32]
Sammlung des Israel Department of Antiquities; Ausstellung und Fotografie: Israel Museum