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ArgentinienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
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Die koreanische Bevölkerung erreichen
Jehovas Zeugen in Argentinien bemühen sich nicht nur, die Menschen in allen Landesteilen zu erreichen, sondern sie strengen sich auch an, Menschen unterschiedlicher Herkunft zu predigen. 1971 — vor Verhängung des zweiten Verbots — kam Hwang Yong Keun, ein koreanischer Bruder, mit seiner Familie nach Argentinien und schloß sich einer spanischsprachigen Versammlung an. Das Werk des Jüngermachens unter den Koreanern trug Früchte, und dadurch, daß immer mehr Zeugen aus Korea einwanderten, war es möglich, eine koreanische Gruppe zu bilden, und zwar in Morón, in der Provinz Buenos Aires. Schon bald fanden jede Woche alle fünf Versammlungszusammenkünfte statt, so daß 1975 die erste koreanische Versammlung in Argentinien gegründet werden konnte. Ein Jahr später übergaben sie Jehova ihren ersten Königreichssaal.
Während des Verbots teilte man die Versammlung in kleine Gruppen auf. Da sich die koreanischen Brüder aber danach sehnten, als Versammlung zusammenzukommen, wurde dafür gesorgt, daß sie sich einmal monatlich in einem Park zu einem öffentlichen Vortrag und zum Wachtturm-Studium treffen konnten. Die Polizisten verstanden kein Wort Koreanisch, daher blieb ihnen auch verborgen, daß es sich um religiöse Zusammenkünfte handelte.
Nachdem das Verbot aufgehoben worden war, gab es unter der koreanischsprachigen Bevölkerung eine ständige Mehrung. Da die Koreaner überall im Land verstreut leben, ist es oft erforderlich, Hunderte von Kilometern zu reisen, um würdige Menschen zu finden. Zwei- oder dreimal im Jahr fuhren koreanische Zeugen in weit entfernte Provinzen, um koreanische Geschäftsleute ausfindig zu machen. Jehova hat ihren fleißigen Einsatz gesegnet. Derzeit sind durchschnittlich 288 koreanische Verkündiger in vier Versammlungen eifrig damit beschäftigt, das Wort Gottes zu verkündigen.
Bis vor kurzem besuchte ein spanischsprachiger Kreisaufseher die koreanischen Versammlungen, und er benötigte für die Zusammenkünfte, für den Predigtdienst und für die Hirtenbesuche einen Dolmetscher. 1997 wurden jedoch Steven und June Lee (Yi Sung Ho und Kim Yun Kyeong) aus der 102. Klasse der Gileadschule beauftragt, den koreanischen Versammlungen in Argentinien, Brasilien und Paraguay zu dienen. Da die Lees koreanischer Herkunft sind und die Sprache beherrschen, ziehen die Brüder großen Nutzen aus ihren Besuchen. Alle sind für diese liebevolle Vorkehrung unseres unparteiischen Gottes, Jehova, sehr dankbar (Apg. 10:34, 35).
Die Lees müssen sich ständig auf das Klima, das Wasser und die Nahrung in den drei Ländern einstellen. In einem Zeitraum von sechs Monaten verbringen sie drei Monate in Argentinien, zwei in Brasilien und einen in Paraguay. Wenngleich sie den koreanischen Versammlungen dienen, müssen sie sich auch in der Sprache der Einheimischen verständigen können. Außer Portugiesisch, das in Brasilien gesprochen wird, müssen sie sich noch an zwei verschiedene spanische Dialekte gewöhnen. Trotzdem gefällt ihnen die internationale Atmosphäre des Kreises sehr. Nach zwei Jahren war die Zahl der Pioniere im Kreis von 10 auf 60 gestiegen.
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ArgentinienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
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[Bild auf Seite 194]
Steven und June Lee dienen den Koreanern in einem Kreis, der sich über mehrere Länder erstreckt
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