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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
    • Mangel an Königreichssälen

      Während Jehovas Zeugen in Argentinien die Predigttätigkeit in der günstigen Zeit nach dem Verbot ausdehnten, entstand ein Bedarf an geeigneten Königreichssälen. Einige Säle waren schlecht gebaut. Zum Beispiel waren die Wände eines Saals in der nördlichen Provinz Santiago del Estero aus Kunststoff. Luis Benitez, der schon viele Jahre mit dem Bau von Königreichssälen zu tun hat, berichtet: „Auf dem Weg nach Formosa sahen Bruder Eisenhower und ich Brüder in einer Art Gebäude mit 1,2 Meter hohen Wänden zusammenkommen, das kein Dach, keine Türen und keine Fenster hatte. Bretter, die auf Ziegelsteinen lagen, dienten den Brüdern als Sitzplätze. Auf die Frage, was sie tun, wenn es regnet, sagten sie: ‚Einige bringen Schirme mit, und die anderen werden naß.‘ “

      Im Jahr 1980, nachdem das Verbot aufgehoben worden war, stellten die Ältesten der Versammlung Trelew (in der Provinz Chubut) schnell fest, daß kein ausreichend großer Raum vorhanden war, um die vielen Menschen, die an geistiger Belehrung interessiert waren, unterzubringen. Eine Schwester bat die Familie, für die sie arbeitete, um die Erlaubnis, deren Versammlungslokal für Zusammenkünfte zu benutzen. Die Bitte wurde gewährt, und die Versammlung durfte sieben bis acht Monate lang kostenlos in dem Saal zusammenkommen. Danach fanden die Zusammenkünfte eine Weile in der Polsterwerkstatt eines Bruders statt. Allerdings konnte die Versammlung dort nicht ständig zusammenkommen, so daß sich die Verkündiger in kleineren Gruppen in Wohnungen von Brüdern treffen mußten. Es war klar, daß sie eine feste Versammlungsstätte benötigten. Alle, die zur Versammlung gehörten, waren entschlossen, gemeinsam ihren ersten Königreichssaal zu bauen. Nachdem Jehovas Zeugen in Trelew fünf Jahre nach einer Versammlungsstätte gesucht hatten, konnten sie endlich ihren Königreichssaal Jehova übergeben. Doch schon bald erforderte die Zunahme der Verkündiger den Bau eines weiteren Königreichssaales.

      Überall im Land benötigten die Versammlungen Königreichssäle. Es mußte etwas geschehen, um geeignete Gebäude für die wahre Anbetung zu errichten.

      Das Zweigbüro kommt zu Hilfe

      Um dem Bedarf zu entsprechen, entwickelte das Zweigbüro ein Königreichssaal-Bauprogramm. Es schloß die Finanzierung des Baus durch Darlehen ein sowie die Erstellung professioneller Bauzeichnungen für behagliche, praktische und einfache Säle. Außerdem wurden in organisatorischer Hinsicht Anregungen gegeben. Technisch befähigte Brüder wurden beauftragt, Hilfe zu leisten. Dank dieses Programms betrug die Bauzeit von Königreichssälen etwa zwei Monate; später benötigte man nur noch 30 Tage.

      Der Versammlung Trelew, die einen neuen Königreichssaal benötigte, kam dieses vereinfachte Bauprogramm zugute. Schon 60 Tage nach Baubeginn konnten sie sich voller Freude in ihrem neuen Saal versammeln. Es war ein großartiges Zeugnis für die Anwohner, die auf einem ehemals leeren Grundstück — nicht viel mehr als ein Schuttabladeplatz — plötzlich einen ansprechenden Königreichssaal stehen sahen. Die Bauunternehmer in der Region waren derart beeindruckt, daß sie die Brüder einstellen wollten.

  • Argentinien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2001
    • [Bild auf Seite 200]

      Einer der südlichsten Königreichssäle in Ushuaia (Feuerland), der in Schnellbauweise errichtet wurde

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