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RuandaJahrbuch der Zeugen Jehovas 2012
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BAUPROJEKT KONGRESSSAAL
Als mehr und mehr zur Organisation dazukamen, gestaltete es sich immer schwieriger, in Kigali einen passenden Ort für Bezirkskongresse zu finden. Der Bezirkskongress „Boten des göttlichen Friedens“ im Dezember 1996 wurde den Brüdern zum Beispiel völlig verleidet, weil aus einem Abwasserkanal eines Gefängnisses neben dem Stadion eine schmutzige Brühe floss, die einen unerträglichen Gestank verbreitete. Die Eltern hatten sogar Angst um die Gesundheit ihrer Kinder. Also beschloss das Landeskomitee einhellig: „Dieses Stadion hat uns hier zum letzten Mal gesehen!“ Nur, was für Alternativen gab es denn?
Eine Möglichkeit tat sich auf, als eine der Versammlungen in Kigali für den Bau eines Königreichssaals ein sehr großes Grundstück bewilligt bekam. Der Punkt war: Hätten die Brüder nur den Bauplan für den Königreichssaal eingereicht, wäre ein Teil des eigentlich viel zu großen Grundstücks wahrscheinlich abgetrennt und jemand anders zugewiesen worden. Im Vertrauen auf Jehova reichten sie daher sowohl einen Bauplan für einen Königreichssaal ein als auch für einen einfachen Kongresssaal. Die Pläne hielten außerdem die Möglichkeit offen, später noch einen zweiten Königreichssaal zu bauen. Alles wurde genehmigt.
Die Brüder säuberten das Grundstück und zogen einen Zaun darum. Hunderte von freiwilligen Helfern befreiten es von allem Gestrüpp und hoben tiefe Latrinen aus. Das wunderschöne, leicht abschüssige Gelände eignete sich geradezu ideal für Kongresse!
In den folgenden Monaten fanden dort unter freiem Himmel zwei Kongresse und eine besondere Zusammenkunft statt. Allerdings: Wenn es anfing, zu stürmen und zu regnen, mussten alle in Deckung gehen und sich unter Planen und Schirmen zusammendrängen. Deshalb fragte man bei der leitenden Körperschaft an, ob ein einfacher, seitlich offener Kongresssaal gebaut werden dürfe.
Die Genehmigung dafür kam im März 1998. Sofort fing man mit den Vorarbeiten an. Ganze Familien halfen mit, die Schächte für die Fundamente der tragenden Teile des Saals auszuheben. Alle arbeiteten Hand in Hand und so entstand ein schöner neuer Saal, der am 6. März 1999 eingeweiht wurde. Die Ansprache hielt Jean- Jules Guilloud aus dem Schweizer Zweigbüro.
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[Bilder auf Seite 241]
Tutsi und Hutu räumen Seite an Seite das Grundstück für den neuen Kongresssaal frei
[Bild auf Seite 242]
Seitlich offener Kongresssaal in Kigali (2006)
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