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  • Die Salomoninseln
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
    • Hilfe aus Kona

      Nur 38 der von der Holzmühle gelieferten Baumstämme waren frei von Fäulnis. Die übrigen der 300 benötigten Stämme mußten also anderswoher beschafft werden. Aber woher? Die Zeugen Jehovas aus Kona — einem Dorf, das 5 km von der Baustelle entfernt liegt — kamen zu den Bauleuten und sagten, daß sie bereit seien, ihnen Baumstämme aus einem besonderen Hartholz von ihrem eigenen Land zur Verfügung zu stellen. Die Hauptstützpfeiler, die Pfosten für den Vorbau und die Dachbinder des Hauptsaals könnten gegen dieses gespendete Holz ausgetauscht werden. Die Spende war für die Zeugen aus Kona ein großes Opfer, denn Malaita war zuvor von dem Wirbelsturm Namu verwüstet worden. Die Baumstämme waren eigentlich dafür gedacht gewesen, ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen.

      Um das Holz herbeizuschaffen, schlugen die Schwestern der Versammlung in Auki eine 6 m breite und rund 800 m lange Schneise in den dichten Urwald, und zwar von der Stelle, wo die Bäume gefällt werden sollten, bis zur Straße. Unter Aufbietung aller Kräfte fällten sie Bäume, schlugen Brücken über Gräben und räumten die Schneise von Hindernissen. Dann konnten die Bäume für den Bau gefällt, von den Ästen befreit und mit einer Kettensäge zu Vierkanthölzern geschnitten werden.

      „Wir sind wie Ameisen“

      Die neuen Stämme waren zu Balken verarbeitet worden, die rund 6,5 m lang waren und einen Durchmesser von 36 cm hatten. Aber wie sollte man diese riesigen Hölzer zu der 800 m entfernten Straße befördern?

      Die Glieder der Versammlung sagten: „Wir sind wie Ameisen. Wenn genügend Hände zupacken, können wir so gut wie alles fortbewegen.“ (Vergleiche Sprüche 6:6.) Wurden mehr Brüder und Schwestern benötigt, um die Balken fortzuschleppen, so erscholl der Ruf: „Ameisen, Ameisen, Ameisen!“ Dann strömten aus allen Richtungen Brüder und Schwestern herbei, um mitzuhelfen. Vierzig an der Zahl hoben mit den Händen einen Balken hoch, der eine halbe Tonne wog, und trugen ihn die Schneise hinunter zur Straße. Dort wurde er auf einen Karren geladen und zur Baustelle befördert.

      Es war ein riskantes Unterfangen, die Pfeiler und Pfosten an Ort und Stelle zu bringen. Wieder wußten die einheimischen Brüder am besten, wie man so etwas macht. Wenn sie auf der Baustelle ankamen, legten sie jeden Pfeiler auf den Boden, und zwar etwa 3 m von dem tiefen Loch entfernt, in das der Pfeiler hineingestellt werden sollte und das danach mit Beton ausgegossen wurde.

      Dreißig Brüder und Schwestern hoben das obere Ende des Pfeilers auf ein Gerüst, das aus sich kreuzenden Teilen bestand. Dann schoben sie den Pfeiler schnell über den Boden, wodurch er mit dem unteren Ende auf das entsprechende Loch zurutschte. Zwei der mutigsten Brüder standen mit dicken Brettern auf der gegenüberliegenden Seite des Lochs. Wenn der Pfeiler auf die Bretter prallte, richtete er sich aufgrund der Schubkraft auf, und das untere Ende sank ins Loch.

  • Die Salomoninseln
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
    • Sie wissen sich zu helfen

      Der Kongreßsaal auf Malaita ist ein Beispiel, das zeigt, was ohne moderne Bauausrüstung und handelsübliche Materialien zustande gebracht werden kann. Er liefert den Beweis dafür, daß Jehova die Anstrengungen derer segnet, die ihr Vertrauen völlig auf ihn setzen. Oft fehlte für die Arbeit selbst das grundlegendste Werkzeug wie Spaten oder Schaufeln, Werkzeug, das in wohlhabenderen Ländern als absolute Notwendigkeit angesehen wird.

      Wenn auf der Baustelle Korallensand benötigt wurde, hackten Schwestern mit spitzen Stöcken an Fundstellen Trümmer des Korallenkalkes los und schaufelten mit den bloßen Händen den zerklüfteten, scharfen Kies in Säcke, so daß er an die Baustelle transportiert werden konnte. An nur einem Tag hackten die Schwestern so viel Kies los, daß ein Lastwagen, der drei Tonnen faßte, dreizehnmal beladen werden konnte.

      Hier noch ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie die Brüder sich mit dem Vorhandenen behalfen. Das Rad der einzigen Schubkarre auf der Baustelle wurde so sehr beschädigt, daß es nicht mehr repariert werden konnte. Nirgendwo auf den Salomoninseln war ein Ersatzrad aufzutreiben. Dadurch ließen sich die Zeugen aber auf keinen Fall aufhalten. Nachdem sie jeweils die Schubkarre mit Beton gefüllt hatten, hoben sie sie einfach auf und trugen sie dorthin, wo der Beton benötigt wurde. Das taten sie fünf Wochen lang, bis aus Neuseeland ein Ersatzrad eintraf.

  • Die Salomoninseln
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1992
    • [Bilder auf Seite 243]

      Baustämme vom Sumpfland, die mit einer Kettensäge zu Vierkanthölzern geschnitten worden sind, werden auf einen Lkw geladen. Ein quadratischer Pfeiler (für die Wand des Kongreßsaals in Auki) wird in das für ihn bestimmte Loch gesetzt.

      [Bilder auf Seite 244]

      Riesige, bis zu fünf Tonnen schwere Dachbinder, die aus acht verbolzten Balken bestehen. Die Binder werden ohne die normalerweise nötige Ausrüstung auf die 6 m hohen Stützpfeiler gesetzt.

      [Bild auf Seite 245]

      Der fertige Kongreßsaal in Auki (Malaita), der 1 500 Personen Platz bietet

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