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    • Die Sintflut und der Gottmensch Gilgamesch

      11. Worauf stützt sich das, was man über das Gilgamesch-Epos weiß, hauptsächlich?

      11 Dreht man das Rad der Geschichte um etwa 4 000 Jahre zurück, stößt man auf einen berühmten akkadischen Mythos, das Gilgamesch-Epos. Das, was man darüber weiß, stützt sich hauptsächlich auf einen Keilschrifttext aus der Bibliothek Assurbanipals im alten Ninive.

      12. Wer war Gilgamesch, und warum war er nicht beliebt? (Vergleiche 1. Mose 6:1, 2.)

      12 Das Epos beschreibt die Heldentaten Gilgameschs, der zu zwei Drittel Gott und einem Drittel Mensch oder ein Halbgott gewesen sein soll. In einer Version des Epos heißt es: „Die Mauer des umfriedeten Uruk ließ er bauen, vom heiligen Eanna, dem reinen Tempel, für Anu, den Gott des Firmaments, und für Ischtar, die Göttin der Liebe ..., unsere Herrin der Liebe und des Krieges.“ (Siehe Kasten, Seite 45, wo assyrisch-babylonische Götter und Göttinnen aufgelistet werden.) Gilgamesch hatte aber nicht gerade eine angenehme Art. Die Einwohner Uruks beklagten sich bei den Göttern und sagten: „Nicht läßt Gilgamesch die Jungfrau zum Geliebten, die Tochter des Helden, die Gemahlin des Mannen.“

      13. (a) Was unternahmen die Götter, und was tat Gilgamesch? (b) Wer war Utnapischtim?

      13 Was unternahmen die Götter daraufhin? Die Göttin Aruru erschuf Enkidu, der der irdische Rivale Gilgameschs sein sollte. Sie waren aber keine Feinde, sondern wurden gute Freunde. Nach einiger Zeit starb Enkidu. Der bestürzte Gilgamesch schrie: „Werd ich nicht, sterbe ich, sein wie auch Enkidu? Harm hielt Einzug in meinem Gemüte, Todesfurcht überkam mich, nun lauf ich hin in die Steppe.“ Er wollte das Geheimnis der Unsterblichkeit lüften und begab sich auf die Suche nach Utnapischtim, dem Überlebenden der Flut, dem zusammen mit den Göttern Unsterblichkeit verliehen worden war.

      14. (a) Welchen Auftrag erhielt Utnapischtim? (Vergleiche 1. Mose 6:13-16.) (b) Wie endete die in dem Epos beschriebene Reise Gilgameschs?

      14 Schließlich fand Gilgamesch Utnapischtim, und dieser erzählte ihm die Geschichte von der Sintflut. Auf der elften Tafel des Keilschrifttextes, die als die Sintfluttafel bekannt ist, berichtet Utnapischtim von den Anweisungen, die ihm hinsichtlich der Sintflut gegeben wurden. Sie lauteten: „Reiß nieder das Haus, baue ein Schiff, laß fahren Reichtum, suche Leben! ... Führe allerlei Lebenssamen in das Schiff hinauf!“ Erinnert das nicht an den Bibelbericht über Noah und die Sintflut? Utnapischtim konnte Gilgamesch aber keine Unsterblichkeit geben. Der enttäuschte Gilgamesch kehrte nach Uruk zurück. Der Bericht endet mit seinem Tod. Die traurige Tatsache, daß der Tod und der Eingang ins Jenseits unabwendbar sind, ist der Hauptgedanke, den das Epos vermittelt. Diese Leute des Altertums fanden nicht den Gott der Wahrheit und der Hoffnung. Es ist aber ganz offensichtlich, daß zwischen dem Epos und dem einfachen Bibelbericht über die vorsintflutliche Zeit eine Verbindung besteht.

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    • [Bild auf Seite 47]

      Tontafel in Keilschrift mit einem Auszug des Gilgamesch-Epos

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